China
Vatikan: Auf der Seite der Kommunisten
Offensichtlich ist dem vatikanischen Staatssekretariat die Lust an kirchenrechtlichen Zweideutigkeiten – die in den letzten Jahrzehnten so viel Schaden über die Kirche gebracht haben – immer noch nicht vergangen.
Chinesische Gläubige auf den Knien
Chinesische Gläubige auf den Knien
© sheilaz413, CC
(kreuz.net, Baoding) Im September 2006 machte eine Sensations-Meldung die Runde.

Der damalige Weihbischof und heutige Koadjutor von Baoding, Mons. Franciscus An Shuxin (61), kündigte an, mit der kommunistischen Gegenkirche ‘Patriotische Gemeinschaft’ kollaborieren zu wollen.

Die Stadt Baoding befindet sich in der nordostchinesischen Provinz Hebei.

Mons. An Shuxin saß von 1996 bis 2006 wegen seiner Treue zur Kirche in Isolationshaft.

Die in den Untergrund gedrängte katholische Diözese Baoding zählt etwa achtzig Priester, hundert Ordensschwestern und rund 100.000 Gläubige.

Daneben gibt es die von den Kommunisten am Leben erhaltene ‘Patriotische Vereinigung’ mit 15 Priestern, 10 Schwestern und 10.000 Katholiken.

Auf Vorschlag des Vatikan

Seinen Pakt mit dem Teufel besiegelte Mons. An Shuxin im Jahr 2006 bei einer Konzelebration mit dem örtlichen Regimebischof Su Changshan (81).

Die Konzelebration war eine ausdrückliche Bedingung der kommunistischen Gegenkirche für die Freilassung von Mons. An Shuxin. Der Weihbischof sollte damit ein Zeichen seines Übertritts setzen.

Mons. An Shuxin erklärte danach, daß er von den Kommunisten anerkannt worden sei. Er habe nun die Erlaubnis, sein Amt öffentlich und unter kommunistischer Leitung auszuüben.

Nach Informationen des katholischen Nachrichtendienstes ‘AsiaNews’ soll der Vatikan dem Weihbischof vorgeschlagen haben, de facto – aber nicht formell – zur ‘Patriotischen Gemeinschaft’ überzutreten.

Die vatikanische Fassaden-Lösung hat in der Diözese erwartungsgemäß zu einer schweren Spaltung geführt.

Vatikanischer Eiertanz

Jetzt hat sich Papst Benedikt XVI. auch offiziell auf die Seite des Regime-Bischofs gestellt.

Das berichtete das italienischen Monatsmagazin ‘30 Giorni’.

Am 10. Februar schickte Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone einen Brief an den Bischof.

Darin vermeidet der Kardinal, von einem „Beitritt“ von Mons. An Shuxin zur ‘Patriotischen Gemeinschaft’ zu reden.

Die Schwierigkeiten in Baoding seien „heikel und komplex“ – redet der Kardinal – angesichts der offenen Kirchenspaltung in der Diözese – um den Brei.

Kardinal Bertone erklärt auf einmal, daß Mons. An Shuxin in seiner „spezifischen Situation“ auf den de-fact-Beitritt zur ‘Patriotischen Gemeinschaft’ hätte verzichten sollen.

Mit dieser Aussage scheint der Kardinal vor allem die empörten Untergrund-Katholiken in Baoding beruhigen zu wollen.

Im übrigen bleibt alles beim alten

Anschließend fährt er in dem Brief an den Bischof unbeirrt weiter:

„Trotzdem scheint es angesichts der gegenwärtigen Umstände wünschenswert, daß Sie aus eigener Initiative nicht auf die gegenwärtigen Möglichkeiten verzichten, offiziell handeln zu können, um alle Ihre Priester – sowohl die öffentlichen als auch jene im Untergrund – zu begleiten und zu leiten.“

Das impliziert, daß sowohl Regime-Priester und ihre Anhänger als auch die Untergrund-Priester und ihre Gläubigen dem Regime-Bischof gehorchen müssen.

Es ist somit der Wunsch des Vatikan, daß Mons. An Shuxin an der gegenwärtigen Situation nichts ändert.

Der Brief ordnet an, daß die vatikanischen Anweisungen angemessen veröffentlicht werden.
      
26 Lesermeinungen
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#27   Paulaner †   09:22:25 | Mittwoch, 24. März 2010
weil du grad da bist, engelhardt, …
engelhardt: Schon lustig
wie verhalten sich denn die Sektierer in Diktaturen?
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#26   engelhardt †   09:02:03 | Mittwoch, 24. März 2010
Schon lustig
Da wird der Kuschelkurs der kath. Kirche mit den Nazis haarstraeubenden Argumenten gerechtfertigt, aber in China sollen wohl alle zu Maertyrern werden.
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#24   clarissa colonia   21:33:55 | Dienstag, 23. März 2010
Nun, mi cara,
ob der „Osservatore“ nicht eher eine „Observatrix“ ist …
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#23   Paulaner †   21:31:20 | Dienstag, 23. März 2010
Was erwartet die Katholiken in China, nachdem sie mal aus den Katakomben kommen?
So einen Saustall wie bei uns oder einen anderen Saustall wie in Polen oder einen ungarischen oder einen tschechischen oder einen spanischen, einen italienischen?
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#22   Osservatore   21:16:33 | Dienstag, 23. März 2010
Diplomatische Kirche
Ich bewundere die Priester der Untergrundkirche und deren Bischöfe. Sie bleiben kompromisslos, weil sie das brutale System kennen, das sie vereinnahmen will.
Schade, dass der Vatikan Kompromisse eingehen will. Im Staatssekretariat regieren Diplomaten, auch wenn S.Em. Kardinal Bertone keiner ist. Doch die Struktur ist stärker als die neue Leitung.
Ich habe die chinesische Situation an der Weltfrauenkonferenz etwas kennengelernt. Wir wollten damals mit der Untergrundkirche in Kontakt treten. Die vatikanische Delegation riet uns dringend davon ab. Später traf ich den Generalvikar des (regimetreuen) Bischofs von Peking. Ein harter Brocken.
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#21   kristall   18:47:16 | Dienstag, 23. März 2010
allerwerteste clarissa colonia!
würdigste,colonia,ihre einführung:nun,eigentlich…/hätten sie die güte,dies näher zu erläutern?! dankbarst!
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#20   clarissa colonia   17:39:58 | Dienstag, 23. März 2010
Nun, eigentlich …
hätte die KPV doch hier eine bessere Presse und mehr bruderschaftliche Solidarität verdient:
1. Die KPV ist genauso schismatisch.
2. Um die Größe der KPV zu erreichen, muß die noch etwas ihre Runzeln aufblasen (wenn sie nicht vorher platzt).
3. Die KPV leht lehnt doch das Vat.-II und die Liturgiereform auch ab.
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#19   Antipacelli †   17:38:08 | Dienstag, 23. März 2010
@wickerl: Die Genannten waren entweder Judenstämmlinge (Pacelli, Montini)
oder sie stehen dem Halachajudentum – aus welchen Gründen auch immer – geistig nahe (Ratzinger)…! :-S
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#18   wickerl   17:01:40 | Dienstag, 23. März 2010
wie es immer war, so ist es heute
Die Hoffnungen die Kreuznet in Papst Benedikt setzt teile ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr, rechts blinken und links vorbeifahren ist seine Parole, wo Johannes Paul II. und Papst Benedikt wirklich standen wissen nur sie selbst, sie blinken in alle Richtungen, …
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#17   kristall   15:41:53 | Dienstag, 23. März 2010
st,anton!!!
fahr hin!!!
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#16   Brandenburgis   15:23:57 | Dienstag, 23. März 2010
Der erste Schritt
ist die Beendigung der Kooperation mit dem Kommunimmus durch die Kirche des Zweiten Vatikanums, und den hl. Vater. Er sieht ja, was er davon hat.
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#15   St. Anton †   15:21:46 | Dienstag, 23. März 2010
@ brandenburgis, kristall
Warum fahrt ihr beiden Nasen nicht nach China – und bringt den dortigen Behörden mal Religionsfreiheit bei?
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#14   Brandenburgis   15:13:55 | Dienstag, 23. März 2010
IN der Tat,
da haben Sie Recht, lieber Kristall!
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#13   kristall   15:10:58 | Dienstag, 23. März 2010
Brandenburgis!!!
Die Wahrheit eben!!!
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#12   Brandenburgis   15:07:59 | Dienstag, 23. März 2010
VOr allem tut der kompromißlose
Kampf gegen Komunismus und Sozialismus auf Basis der katholischen Lehre not.
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#11   kristall   14:57:39 | Dienstag, 23. März 2010
Kommunisten!!!/ Brandenburgis!!!
dagegen,gibt es nur ein rezept!!!/ ein,guter katholik zu sein!!!:wer,sagt es den chinesen!!!???
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#10   Brandenburgis   14:49:19 | Dienstag, 23. März 2010
Ja, genau,
völlig richtig.
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#9   kristall   14:47:42 | Dienstag, 23. März 2010
Brandeburgis!!!
ja,die kommunisten bringen Leute unter die erde,die nicht genehm sind!!!
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#8   Brandenburgis   14:41:18 | Dienstag, 23. März 2010
In China herrscht
tatsächlich der Kommunismus.
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#7   kristall   14:07:37 | Dienstag, 23. März 2010
engelhard???!!!
der fäkalintellektuelle!!!???!!!
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#6   Kraut   14:04:07 | Dienstag, 23. März 2010
Aha,…
der Forensheriff wetzt wieder mit seinem Strafzettelblock umher.
:-D
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#5   Großwildjäger   14:01:31 | Dienstag, 23. März 2010
Aha,…
der Herr H. aus BaWü sammelt wieder Punkte…
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#4   Antipacelli †   13:58:36 | Dienstag, 23. März 2010
Der Pakt des Vatikans mit dem Teufel des halachajüdischen Kommunismus geht bereits auf „Pius XII.“
alias >:) Eugenio Pacelli zurück!
Dieser hat
a) dem mit Stalin verbündeten amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt 1936 durch eine USA-Reise Wahlkampfhilfe gewährt,
b) sich aktiv an der Vorbereitung eines Hitler-Attentats beteiligt,
c) katholischen Freiwilligenregimentern, die Moskau erobern wollten, seinen „Segen“ verweigert! o^/
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#3   kristall   13:57:18 | Dienstag, 23. März 2010
Ein HUND!!!???
kennt den andern!? gelle engelhard!!!
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#2   engelhardt †   13:53:18 | Dienstag, 23. März 2010
Kommunismus
Meine Guete, die Seitenbetreiber glauben wirklich, in China herrsche Kommunismus.
Wie gesagt: Haupt- und Sonderschulniveau…
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#1   kristall   13:35:32 | Dienstag, 23. März 2010
KOMMUNISMUS!!!
DER FEIND,DER RÖMISCH-KATHOLISCHEN KIRCHE!!!
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