Kurie
Kardinal Martini: Die alte altliberale Leier
Auf dem Feuer der Stellvertreter-Debatte, die gegenwärtig unter dem Vorwand von Mißbräuchen gegen die Kirche geführt wird, werden viele Süppchen gekocht.
Carlo Maria Kardinal Martini (83)
Carlo Maria Kardinal Martini (83)
© RaminusFalcon, CC
(kreuz.net) Der emeritierte altliberale Erzbischof von Mailand, Carlo Maria Kardinal Martini (83), wittert Morgenluft.

Auch er möchte die von den Medien unter dem Vorwand irgendwelcher Mißbräuche inszenierte Stellvertreter-Debatte für seine ideologischen Ziele verwenden.

In einem Beitrag für die antikirchliche österreichische Tageszeitung ‘Presse’ erklärte der Kardinal, daß die Kirche jetzt „grundsätzliche Fragen“ stellen müsse.

Kardinal Martini hat ein einfaches Rezept:

„Der verpflichtende Zölibat als Lebensform der Priester sollte überdacht werden.

Die grundsätzlichen Fragen der Sexualität sind im Gespräch mit der heutigen Generation, mit den Humanwissenschaften und mit den Weisungen der Bibel neu zu stellen.“


Was der Kardinal nicht sagt: Die meisten Mißbrauchstäter sind verheiratet. Homosexuelle sind in der Täterkategorie überproportional vertreten.

Letztere werden auch nach einer Abschaffung des Zölibates nicht heiraten.

Aber dem altliberalen Kardinal geht es nicht um die Verhinderung möglicher Mißbräuche.

Er möchte angebliche „Fehlentwicklungen“ in der Kirche korrigieren, das heißt, die Kirche noch weiter von ihren Wurzeln entfernen.

Manche „Last der Tradition“ müßte abgeworfen werden. Dann könne die biblische Botschaft von der Würde des einzelnen Menschen leuchten.

Die Verantwortlichen in der Kirche und die Älteren würden in Fragen des Zusammenlebens und in zentralen Lebensfragen ein hörendes Herz brauchen – greift der Prälat in die altliberale Sprüchekiste.

Der ideologisch der Welt der ergrauten 68er Generation verhaftete Kardinal gibt vor, auf die kommenden Generationen hören zu wollen:

„Dann werden wir gemeinsam Wege in die Zukunft ausmachen.“

Das Urteil des Papstes zu den Homo-Schändungen bezeichnet Kardinal Martini sachlich als „sehr klar“.

Die Täter müßten die Verantwortung für das Unrecht übernehmen und sich der kirchlichen und weltlichen Rechtsprechung unterwerfen.

In dieser Aussage ist eine altliberale Trendwende auszumachen.

Denn jahrzehntelang war der Appell ans Kirchenrecht für sie ein absolutes Tabu.
      
29 Lesermeinungen
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#29   Soramonas   18:17:33 | Mittwoch, 25. August 2010
Die Hintergründe…und Drahtzieher…
…von Modernismus, Liberalismus und Relativismus…
www.bilderberg.org
ww.luebeck-kunterbunt.de
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#28   RRR   14:18:07 | Montag, 29. März 2010
@ jolieecht
na das
ist doch
wahrhaft
priesterliche
gesinnung
einen
menschen
nach seinem
äußeren zu
beurteilen
jesus ist
bestimmt
mächtig stolz
auf dich
und beurteilt
dich beim
ewigen
gericht
nur nach
der kleidung
und
natürlich
das celebret
bringt
dich
auch direkt
in
den
himmel
im gegensatz
zu den
schäbigen
dreckslaien
die
hoffentlich
alle
in der hölle
schmoren
müssen
so ohne
sukzession
diese
untermenschen
und ganz
ohne collar
das geht
aber nicht
meint
der/die/das
RRR
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#27   Bernd-Jupp   20:22:33 | Sonntag, 28. März 2010
Herr, vergib ihnen…
…denn sie wissen nicht, was sie schreiben. Es ist schon interessant, welcher Schwachsinn hier von anscheinend „gutgläubigen Katholiken“ von sich gegeben wird. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit Marienkind, Rabe u.a. im Paradies sein werde – nein, also da muss sich doch noch gewaltig vil ändern – oder ich verzichte freiwillig darauf…
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#26   DerRabe   10:04:40 | Sonntag, 28. März 2010
Es steht schon im …
…Neuen testament geschrieben, dass der Geist gegen die Triebe und die Triebe gegen den Geist kämpfen. Jeder muss also sein Feuer unter Kontrolle halten wenn er/sie nicht der Selbstvergessenheit und Menschenverachtung zum Opfer fallen will. Die Entfesselung des Menschen durch die sogenannte „Befreite Sexualität“ hat Fesseln ungeahnter Stärke erzeugt und damit also ein zur Freiheit erhobenes Sklaventum gegenüber rücksichtslosen Trieben, die sich nicht mehr der Liebe und Treue unterordnen. Wer nun behauptet, dass der Zölibath den Kessel mehr zum Kochen bringt als die „befreite Sexualität“, der hat einen gewaltigen Denkfehler. Priester, die auf den Zeitgeist hereinfallen laufen offen oder insgeheim den Rattenfängern der Befreiung nach. Schon Nietzsche erkannte, dass der Zölibath der deutlichste Beweis des Gottesglaubens ist und damit den Gegnern der Kirche der größte Dorn im Auge. Sogar Christen glauben nicht mehr an christus wenn sie den Zölibath leugnen und schlecht machen.
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#25   marienkind   09:43:20 | Sonntag, 28. März 2010
@rums
Nun, der Heilige Geist bestimmt wer die Kirche lenkt.
Möge Gott der Herr unseren Hl. Vater Benedikt XVI. segnen.
:(3 Dem kann ich mich nur anschließen. Tragen wir ihn im Gebet.
Liebe Gottesmutter, schließe ihn in dein makelloses und unbeflecktes Herz und bewahre ihn vor den Fallstricken des bösen Feindes.
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#24   rums   09:33:56 | Sonntag, 28. März 2010
@marienkind
Schreckliche Vorstellung. Gott sei Dank, daß es nicht dazu gekommen ist, denn dann wäre heute vermutlich der Sitz der RKK nicht mehr Rom sondern Jerusalem.
Ja, das stimmt!
Nun, der Heilige Geist bestimmt wer die Kirche lenkt.
Möge Gott der Herr unseren Hl. Vater Benedikt XVI. segnen.
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#23   marienkind   09:23:10 | Sonntag, 28. März 2010
Dr. Eck-Amstecken
Schade, dass er in 2005 nicht zum Papst gewählt wurde
Schreckliche Vorstellung. Gott sei Dank, daß es nicht dazu gekommen ist, denn dann wäre heute vermutlich der Sitz der RKK nicht mehr Rom sondern Jerusalem.
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#22   LM.   01:25:01 | Sonntag, 28. März 2010
martini
der aussenposten der loge in der kurie.
mit diesem maulwurf erhoffte man sich ein trojanisches pferd um endlich die herrschaft der welt in der kirche gottes einzuführen.
doch alles vergebens :-)
mitlerweile hat die machthabende rotte der verdammten in ihren clubs erkannt dass der vatikan innerlich nicht zu knacken ist, – deshalb die mediale grossoffensive.
die gegenoffensive der kirche aber heißt: archive
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#21   Bernd-Jupp   01:11:31 | Sonntag, 28. März 2010
Wunsch…
Ich würde mir nur ein klein wenig vom Intellekt eines Carlo Martini den verantwortlichen Schreiberlingen von +net wünschen. Aber sie würden im Spiegel erschrecken, denn das wäre ja nicht mehr sie. Ein Hoch auf Kardinal Martini, der im ersten Wahlgang (wenn man Insider-Kreisen glauben darf) zum Papst noch weit vor Ratzinger gelegen hat. Schade, dass er es nicht geworden ist. Aber die Symbolsprache weist auf etwas anderes hin. Benedikt VIII. hat den Zöliat protegiert und verpflichtend eingeführt – Benedikt XVI. könnte seinen Vorgänger berichtigen… Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl des Hl. Geistes ist. Denn Martini hätte sich nie Benedikt genannt.
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#20   Dr. Schlämmer   00:13:32 | Sonntag, 28. März 2010
Soso …
Was der Kardinal nicht sagt: Die meisten Mißbrauchstäter sind verheiratet.
Die meisten Missbrauchstäter jenseits der Institution Kirche, welche sich meist an ihren eigenen Kindern vergehen. Der Kardinal wendete seinen Blick indessen auf die Kirche.
Homosexuelle sind in der Täterkategorie überproportional vertreten.
Letztere werden auch nach einer Abschaffung des Zölibates nicht heiraten.
Wer spricht von Abschaffung? Aber sie stünden nach einer Lockerung unter schärferer Beobachtung. Sie müssten ihre Neigung eher als Bürde tragen und könnten sich eher und vielleicht sogar voll und ganz der selbstlosen Liebe an ihren Mitmenschen widmen statt zweifelhaften Lastern nachzugehen.
Und die homosexuellen Seilschaften würden ebenfalls deutlich abnehmen.
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#19   Luther.Frau †   23:45:26 | Samstag, 27. März 2010
Dr. Eck
na bist du noch da?
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#18   Sefirot   23:17:27 | Samstag, 27. März 2010
Wie geht das eiogentlich, mögliche Missbräuche
verhindern… Scheint gein go.les Gesellschaftsspiel zu sein…? :-O o.O
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#17   Kairos †   22:41:17 | Samstag, 27. März 2010
@ Dr. Eck-Amstecken
da kann ich Ihnen nur zustimmen.
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#16   Dr. Eck-Amstecken †   22:34:26 | Samstag, 27. März 2010
Verehrung für Kardinal Martini
Das Bild von Kardinal Martini hat sich kreuz.net aus Wikipedia „entlehnt“.
Schade das von Kardinal Martini nicht mehr zu hören und zu lesen ist.
und Schade, dass er in 2005 nicht zum Papst gewählt wurde.
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#15   Gotthard   22:18:46 | Samstag, 27. März 2010
allein schon das bild:
es ist ein Skandal, wie diese Hetz-Seite einen alten Kardinal abbildet…
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#14   jolieecht   22:10:24 | Samstag, 27. März 2010
allein schon das bild:
grusel
denkt
der
freche
jolie
:-P
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#13   kristall   21:47:38 | Samstag, 27. März 2010
Ixtlan!!!
geh in die moschee:zusammen kehren,aber fein sauber!!! klar!!!
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#12   ixtlan †   21:40:40 | Samstag, 27. März 2010
Mafia nutzte Vatikanbank zur Geldwäsche
kurier.at/…rtschaft/1988904.php
Neues von der heiligen römischen Kirche.
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#11   Mighty Counsellor †   21:00:59 | Samstag, 27. März 2010
Frauenordination
Ach, mir ist das im Grunde genommen egal, ob ein Mann oder eine Frau die Messe lesen würde. (Hauptsache gute Predigt und gute Andacht.) Aber dafür müsste sich die Kirche mächtig bewegen. Mit dem ewigen Gleichmachereigeschrei bestimmter Elemente in der nachkonziliären Kirche ist es allerdings noch nicht getan.
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#10   gelobtseijesus   20:59:33 | Samstag, 27. März 2010
+nette Enthüllung: Verheiratete Missbrauchstäter?
Kardinal Martini hat ein einfaches Rezept:
„Der verpflichtende Zölibat als Lebensform der Priester sollte überdacht werden.
Richtig und zwar dringlichst. Denken ist keine Sünde; ein denkender, in Ehren ergrauter Alt68er ist mir allemal lieber als ein +netter Vernaderungsideologe.
Was der Kardinal nicht sagt: Die meisten Mißbrauchstäter sind verheiratet.
Ach! Und ich dachte, es geht in der Thematik um sexuellen Missbrauch und Machtmissbrauch in der katholischen Kirche. Dass diese auch noch verheiratet waren, ist tatsächlich die Sensationsmeldung des Tages. :-P
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#9   Gotthard   20:57:19 | Samstag, 27. März 2010
@Mighty Counsellor
hat gegenüber Umberto Eco festgestellt, dass es sehr schwierig sei, aus der Bibel Argumente für den Ausschluss der Frauen vom Weiheamt zu finden.
kannst Du ihn widerlegen?
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#8   AnnaAndreasTeresaSebastian   20:48:16 | Samstag, 27. März 2010
Mikefiss
Schade, aber ich akzeptiere natürlich Ihre Entscheidung.
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#7   mikefiss †   20:46:20 | Samstag, 27. März 2010
@ AnnaAndreasTeresaSebastian
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich das nicht möchte. Das ist nicht persönliches – überhaupt nicht. Aber es wäre meine Horrorvorstellung, dass so manche Vertreter hier mir das Postfach zubeleidigen!!
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#6   Mighty Counsellor †   20:45:18 | Samstag, 27. März 2010
Kardinal Martini …
… hat gegenüber Umberto Eco festgestellt, dass es sehr schwierig sei, aus der Bibel Argumente für den Ausschluss der Frauen vom Weiheamt zu finden.
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#5   AnnaAndreasTeresaSebastian   20:44:01 | Samstag, 27. März 2010
mikefiss
Ich wollte Ihnen mailen, aber das geht leider nicht, weil Sie keine E-mails wünschen. Ich würde mich sehr gerne mit Ihnen unterhalten.
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#4   mikefiss †   20:42:01 | Samstag, 27. März 2010
Vielen Dank
für die Blumen!! :(3 Ich habe meinen Nerven etwas Ruhe gegönnt.
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#3   AnnaAndreasTeresaSebastian   20:40:39 | Samstag, 27. März 2010
mikefiss
Sie waren schon lange nicht mehr hier, ich habe Sie vermisst.
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#2   mikefiss †   20:36:27 | Samstag, 27. März 2010
Priesterbild
Völlig richtig, Gotthard! Der ideale Priester sieht doch so aus: john wayne typ, unverwundbar, immer Herr der Lage, treffsicher, unbesiegbar. Aber wehe ein Priester hat Probleme mit dem Zölibat: Der landet doch gleich in einer Schublade: Weichei!! Auf den müssen wir gut aufpassen!! Ein kluger und mutiger Mann, der Herr Kardinal!!
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#1   Gotthard   20:28:58 | Samstag, 27. März 2010
Zustimmung
Die grundsätzlichen Fragen der Sexualität sind im Gespräch mit der heutigen Generation, mit den Humanwissenschaften und mit den Weisungen der Bibel neu zu stellen.
Dem Kardinal ist grundsätzlich zuzustimmen.
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