Piusbruderschaft
Die Kirche schuldet der Piusbruderschaft Dank
Der Schriftsteller Martin Mosebach hat eine bittere Erkenntnis: „Das Experiment des ‘Aggiornamento’, der Angleichung der Kirche an die säkularisierte Welt, ist auf furchtbare Weise gescheitert.“
Martin Mosebach
Martin Mosebach
(kreuz.net) „Benedikt XVI. hat sich die schwerstmögliche Aufgabe gestellt: Er will die schlimmen Folgen der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre Weise heilen.“

Das sagte der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach vor der Webseite ‘The European’.

Der Heilige Vater ist – so Mosebach – kein päpstlicher Diktator. Er setze auf die Kraft des besseren Arguments.

Das subtile Programm des Papstes werde seine Wirkung erst in der Zukunft zeigen. Mosebach vermutet sogar erst nach dem Ableben von Benedikt XVI.

Den Versuch einer Versöhnung mit der kommunistischen Staatskirche Chinas sowie mit byzantinischen Schismatikern in Rußland und Griechenland bezeichnet Mosebach als mutig.

Die Homo-Schändungen sind eine Frucht des Aggiornamentos

Die in den 70er Jahren vorgekommenen Homo-Schändungen im kirchlichen Bereich ordnet Mosebach den nachkonziliaren Wirren zu:

„Es führt kein Weg an der bitteren Erkenntnis vorbei: das Experiment des ‘Aggiornamento’, der Angleichung der Kirche an die säkularisierte Welt, ist auf furchtbare Weise gescheitert.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil legten die meisten Priester die Priesterkleidung ab. Sie hörten auf, täglich die Heilige Messe zu feiern und sie beteten nicht mehr regelmässig das Brevier.

Die nachkonziliäre Theologie tat alles, um das überlieferte Priesterbild vergessen zu lassen.

Alle Institutionen, die einem Priester auf seinem schwierigen und einsamen Lebensweg Hilfe geleistet hatten, wurden in Frage gestellt. “
Eine Revolution
„Die Liturgiereform hat die auf die Anbetung Gottes ausgerichtete Feier der letzten zwei Jahrtausende auf den Menschen zentriert, sie hat das Priesteramt ausgehöhlt und die Lehre der Kirche von den Sakramenten sehr weitgehend verdunkelt.“


Als Lösung wünscht sich Mosebach, „die Zügel der Disziplin im Sinn des Konzils von Trient (1545-1563) wieder anzuziehen und zu einem Priestertum der katholischen Tradition zurückzukehren.“

Der Schriftsteller gönnt es dem Heiligen Vater, daß er die ersten Spuren einer Gesundung der Kirche noch selber erleben dürfte:

„Hoffentlich nutzt dieser Nachfolger die große Chance, die Benedikt ihm geschaffen haben wird.“

In China die Kultur- und in Rom Liturgie-Revolution

Mosebach korrigiert im Interview auch den Begriff „Liturgiereform“.

Sie war in Wahrheit „eine Revolution, die vom Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils, die liturgischen Bücher ‘behutsam’ durchzusehen, nicht gedeckt ist.“

Die nachkonziliare Reform „hat die auf die Anbetung Gottes ausgerichtete Feier der letzten zwei Jahrtausende auf den Menschen zentriert, sie hat das Priesteramt ausgehöhlt und die Lehre der Kirche von den Sakramenten sehr weitgehend verdunkelt.“

Das Jahr 1968 versteht Mosebach als „ein Achsenjahr der Geschichte mit voneinander scheinbar vollkommen unabhängigen Anti-Traditionsbewegungen in der ganzen Welt.“

Mosebach ist überzeugt, „daß man eines Tages – wenn erst genügend Abstand da ist – die chinesische Kulturrevolution und die römische Liturgiereform in einem engen Zusammenhang begreifen wird.“

Kirche und Revolution bezeichnet Mosebach als unversöhnliche Gegensätze.

Der Papst versuche, dort einzugreifen, wo das Erscheinungsbild der Kirche durch einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit verzerrt wird.

Die Kirche im Fieberwahn

Wenn die Liturgie erkranke, dann mit ihr die ganze Kirche: „Das ist keine bloße These, sondern eine Beschreibung der gegenwärtigen Situation.“

Diesen Sachverhalt kann man nach Mosebach „nicht kraß genug“ darstellen:

„Die Krise der Kirche hat es möglich gemacht, daß ihr größter Schatz, ihr Arkanum, aus ihrem Zentrum an die Peripherie gespült wurde.“

Der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. und ihrem Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre, attestiert Mosebach den historischen Ruhm, die Alte Messe, das „wichtigste Gut“, über die Jahrzehnte bewahrt und am Leben erhalten zu haben:

„Deshalb schuldet die Kirche der Piusbruderschaft zuerst einmal Dankbarkeit, und zu dieser Dankbarkeit gehört auch, daß sie sich bemüht, sie aus mancherlei Verwirrungen und Radikalisierungen wieder herauszuführen.“

Der Zentralrat der Juden ist nicht mehr diskursfähig

Die Beziehung des Papstes zum Judentum beschreibt Mosebach als sehr eng.

Sie sei „keine oberflächliche, politische, kein bloßes Sympathisieren aus einem modischen Philosemitismus heraus, sondern ist tief theologisch, im Glauben verwurzelt.“ Diesem Papst Antisemitismus nachzusagen, verrate eine Unkenntnis und Inkompetenz, die vom öffentlichen Diskurs ausschließen müßte.
      
69 Lesermeinungen
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#70   Jörg Guttenberger, Köln   00:13:13 | Montag, 5. April 2010
Ruhrgebietler: VATII
Einzige Grundlage der von mir kompromißlos abgelehnen 68er Ideologie (wie jeder anderen Ideologie auch) ist in keiner Weise VATII, sondern die „Frankfurter Schule „ von Marcuse!
VATII unlautere Beweggründe zu unterstellen, ist mehr, als gewagt! Wer Johannes XXIII zumindest aus der Literatur kennt, kann von seinen guten Absichten nur vollumfänglich überzeugt sein. Wir müssen uns hier vor der Ideologie des Katholizismus hüten!
Wir haben in der Kirche ähnliche Probleme, wie der Ostblock nach Fortfall der ideologischen Zwangsjacke, weil die Leute mit ihrer neu gewonnenen Freiheit genauso wenig anzufangen wissen, wie die Unsrigen nach Fortfall der ideologischen Enge des Katholizismus.
Einen ganz gewaltigen Schildbürgerstreich haben sich die mit den konziliaren Ausführungsbestimmungen betrauten Gremien jedoch geleistet: den Fortfall der Pfingstoktav und der damit verbundenen Kürzung des Pfingstfestes auf einen einzigen Tag (der Pfingstmontag ist eine deutsche Besonderheit). In einer Zeit, die erwiesenermaßen keine Zeit des Geistes ist, wurde das Fest des hl. Geistes, der ganz sicher nicht der Geist der Zeit unseres Geistes ist, auch noch abgewertet!
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#69   Lycobates   20:16:35 | Sonntag, 4. April 2010
Unterschiede @Walther v. Stolzing
Ihre Frage an R.Ruhrgebietler:
Ich wette, dass Sie als Gläubiger den Unterschied in der Zelebration nach dem MR von 1962 und einem früheren nicht bemerken würden.
Es gibt zahllose größere und kleinere, keineswegs unerhebliche Änderungen, die nur einem Liturgiekundigen auffallen würden (vom Kalender-Kahlschlag abgesehen).
Was aber jedem sofort auffallen würde, ist die Anzahl der Orationen an einem gewöhnlichen Sonntag, an dem es im überlieferten Missale drei Orationen gibt, sofern kein Duplex-Fest kommemoriert wird; in dem von 1962 aber nur eine, die vom Sonntag eben. Damit entfielen (bereits 1956) die sehr sinnreichen Gebete für die Fürbitte der Heiligen, zur allerseligsten Jungfrau, zum Hl.Geist oder für Kirche u. Papst (hätte man diese bloß weiterhin fromm gebetet zw. 1956-1958!!).
In der Fastenzeit wird auch jedem Gläubigen, der in der Woche die Messe besucht, aufgefallen sein, daß in dem Missale von 1962 keine Heiligenfeste gefeiert und auch nicht kommemoriert werden (nur wenn sie höheren Ranges sind). Im überlieferten Missale hingegen werden die Messen der Fastenwochentage (sofern sie denn nicht selbst gefeiert werden) in den Heiligenmessen immer kommemoriert und wird ihr Evangelium anstelle des Johannesprologs als Schlußevangelium gelesen. Eine äußerst sinnreiche Kombination von Sanktorale und Temporale.
Es ist dies gerade ein wesentliches Merkmal der Roncalli’schen Reform, über Gebühr das Sanktorale verdrängt zu haben, genauso wie 1786 die häretische Pistoiasynode!!
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#68   freddie.schenk   11:12:11 | Sonntag, 4. April 2010
@KeineChancedemPerversen
Hab vielen Dank für deine „geistreiche“ Mail. Hast du die jetzt vor oder nach deiner Hirnamputation geschrieben?
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#67   Vinzenz von Paul †   00:30:39 | Samstag, 3. April 2010
@KCDP
Habe ein Herz für die Armen – ohne Maß wird dann dein Herzensfrieden sein!
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#65   Rodolfo Panetta   10:53:49 | Freitag, 2. April 2010
Heute werde ich Konsequenzen ziehen!
Die heutige Karfreitagsliturgie werde ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit ausschließlich bei der Piusbruderschaft mitfeiern. Ich betrete heute keine Kirche, in der die Liturgie dazu mißbraucht wird, sich an der Hetzkampagne gegen Papst und Kirche zu beteiligen und irgendwie Wasser auf die Mühlen der Kirchenfeinde zu lenken.
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#64   Sinah   15:44:17 | Donnerstag, 1. April 2010
@Leo Miles
Deshalb schuldet die Kirche der Piusbruderschaft zuerst einmal Dankbarkeit, und zu dieser Dankbarkeit gehört auch, daß sie sich bemüht, sie aus mancherlei Verwirrungen und Radikalisierungen wieder herauszuführen.“
Danke für Ihre Nachtarbeit. Sie stimmt genau!
Nein Herr Mosebach, die Priesterbruderschaft bedarf nicht einer Herausführung aus Verwirrung und Radikalisierung! Wer zur Ordnung zurückkehren muß, ist die besetzte Kirche mit einer falschen Religion.
Doch dadurch, daß die Priesterbruderschaft das „bis Gott eingreift“ nicht abzuwarten vermochte, wird es eben auf ihrer menschlichen Diplomatie nichts erreichen.
Ihre Naivität zeigt sich in der blasierten Annahme, Rom bekehren zu können. Die Priesterbruderschaft ist von ihrem Kurs der unerbittlichen Verkündigung der Wahrheit abgerückt. Die Appelle sind verstummt. Die Einforderung von Fatima auch! Man muß jetzt – wie Erzbischof sagte -wegen der Vergünstigungen ständig aus Liebedienerei und Untertänigkeit seine Position langsam aber sicher aufgeben.
@ Winona
Solange die FSSPX nicht sehen will, daß es sich um eine neue, um eine besetzte Gemeinschaft handelt, wo eben, wie Sie sagen, eine andere Religion herrscht, sind Gespräche von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und solange die Priesterbruderschaft nicht wieder die Linie des Erzbischofs aufnimmt und das ganze Konzil verurteilt sehen will („Ich klage DAS KONZIL an“), gibt es keine Gesundung der Kirche.
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#63   keineChancedenPerversen   15:39:53 | Donnerstag, 1. April 2010
Homos und Perverse
Wer die Lust im Po sucht ist ein Homoperverser.
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#62   Simon Boccanegra   13:07:49 | Donnerstag, 1. April 2010
Wahrheiten offen aussprechen!
Danke, Martin Mosebach, für diese offen ausgesprochenen Wahrheiten.
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#61   Paulaner †   12:12:48 | Donnerstag, 1. April 2010
SOLCHE LEUTE sind zu stur und geistig unbeweglich für die Demokratie:
Schnederpelz: @El Greco
Nur, früher hatte die Kirche Macht, entweder direkt oder über die jeweiligen Herrscher. Diese Macht hat sie heutzutage immer weniger.
Sie wird also wählen müssen: eine kleine Gruppe, die „die wahre Lehre“ vertritt, oder sie wird eine weitere der zahllosen Strömungen innerhalb der christlichen Glaubensgemeinschaften.
:-! Arrogante Aristokraten.
Gut, daß sie nichts mehr zu sagen haben.
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#60   Inquisitor Hans Lobgeist †   11:54:43 | Donnerstag, 1. April 2010
Piusbrüder sind redlich
Auch ich richte allen Piusbrüdern herzlichen Dank aus. Zweifelsfrei wird der päpstliche Geheimtrupp Ketzer, die die Kirche anschuldigen, finden und auf den Scheiterhaufen stellen. Hosianna!
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#59   r.ruhrgebietler   11:37:39 | Donnerstag, 1. April 2010
dia konus
ich kenn ordensleute, die sitzen schon zum frühstück vor dem fernseher und machen sich den ganzen tag ruhiges leben auf kosten der kirchensteuer während ander hart für ihr spärliches salair schuften müssen.
wider v-ii
wider kirchensteuer
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#58   diakonus   11:15:38 | Donnerstag, 1. April 2010
@ DerRabe: Zeitgeist
Ich kenne Ordensleute, die beklagen auch viel zu viel Zeitgeist in der Kirche.
Aber nicht den Zeitgeist von heute, sondern den von gestern und vorgestern!
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#57   monens   09:54:50 | Donnerstag, 1. April 2010
Schon früh erkannt
Der seinerzeitige Kardinal Ratzinger hat es schon früh erkannt und diese Erkenntnisse auch ausformuliert
www.razyboard.com/…07699-5821707-0.html
Das von einigen kirchlichen Kreisen praktizierte unbedachte Aufspringen auf den Weltgeistzug führte denn auch teilweise zur heutigen Glaubensentgleisung.
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#56   DerRabe   09:11:39 | Donnerstag, 1. April 2010
Ich kannte mal einen Bruder im …
… Benediktinerkloster zu Heidelberg, der mir oft sagte, dass die Kirche dem Zeitgeist viel zuz sehr „in den Hintern schlupft“ und damit kein Glück haben wird.
Natürlich, man will geliebt, respektiert, geachtet werden…aber doch bitte nicht um den Preis größtmöglichster Liberalität.
Zuviel Liberalität begünstigt zuviel Unrecht!
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#55   ignostici †   09:06:37 | Donnerstag, 1. April 2010
@Tradis
Macht doch endlich euren eigenen Verein!
Mit dem der Kirche habt ihr weder gesinnungsmäßig noch sonst wie etwas gemeinsam. Also seid endlich einmal konsequent!
Aber da ist mir der jetzige Verein noch lieber als euer naiv-fanatisches Gedankengut.
Trotzdem wünsche ich euch viel Erfolg. Denn dann wird dieser religiöse Schwachsinn noch mehr offenbar, den ihr hier als „Gottgewollt“ ausscheidet.
ignostici, freundlich lachend
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#54   Leo Miles   08:13:51 | Donnerstag, 1. April 2010
@Winona
Wie Bischof Williamson sagte: Menschlich gesehen, ist es unmöglich, denn es sind zwei unterschiedliche Religionen.
Aber bei Gott ist kein Ding unmöglich. Auch der Heilige Athanasius stand ziemlich allein gegen die vom Arianismus verseuchte Kirche. Menschlich gesehen, hätte die Häresie des Arianismus siegen müssen.
Man darf bzgl V2 und der eingeschleusten Schergen natürlich nicht naiv werden. Aber man darf die Hoffnung auch nicht aufgeben. Der Herr wird Seine Kirche wieder von der Verseuchung reinigen. Wie, das wissen wir nicht.
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#53   Winona   07:00:42 | Donnerstag, 1. April 2010
@Leo Miles
Es scheint wohl eher andersherum zu sein, nämlich daß die Piusbruderschaft die arme V2-gestörte Kirche aus ihren modernistischen Verwirrungen und freimaurerischen Radikalisierungen wieder herausführt.
Der V2-Verein will doch gar nicht herausgeführt werden.
Ist doch alles so schön bequem, warum also etwas ändern wenn man doch auch weiterhin im warmen Bettchen liegen bleiben kann?
Bloß nicht!!
Oder aus welchem anderen Grunde feuert die reizende deutsche Bischofsriege bei jedem Zucken aus allen Rohren gegen die Piusbruderschaft?!
Konzilskirche: R.I.P.
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#52   r.ruhrgebietler   06:55:37 | Donnerstag, 1. April 2010
JG-K – nicht recht nachgedacht?
Die Auffassung des Verfassers ist nicht ganz richtig. Er sieht geflissentlich darüber hin weg, daß das Konzil in 1965 oder 1966 endete und die 68er Ideologie erst – gemäß ihrem Namen – in 1968 ihr zersetzendes Wirken begsann.
Ein Säugling ist auch nicht per Geburt in der ersten Stunde schon Langstreckenläufer, oder?!!
Also kann es nicht die Absicht des Konzils und erst recht nicht des Pfingsten 1963 verstorbenen Papstes Johannes XXIII gewesen sein, die Kirche der 68er Ideologie anzugleichen!
J-XXIII 1963, Pfingsten, danke für die Steilvorlarge! Hier hat der Hlg Geist sich deutlich gezeigt, dem Ungeist des J-XXIII eine End bereitet, der mit den Häeresien des V-II den Grundstock der 68er Verbrecher legte!
Es ging Papst und Konzil vielmehr darum, die Kirche aus der geistigen Enge des Katholizismus herauszuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität.
stimmt doch gar nicht! Es ging darum, die Kirche Jesu Christi von innnen heraus und endgültig zu zerstören! Die Wirkung diser zerstörungskraft sehen wir heute! Ein Papst, der 1970 sich gg. den Zölibat einsetzte, Bischöfe, die das schwere Sühneleiden Jesu für viele leugnen, Bischöfe, die nicht an die Kirche Jesu Christi glauben! Bischöfe, die rechtgläubige Christen offen verfolgen!
Werter JG-K, was Sie uns kuntun ist, wenn überhautp, nur eine Halbwahrheit.
Es die Piusbruderschaft die die arme V2-gestörte Kirche aus ihren modernistischen Verwirrungen und freimaurerischen Radikalisierungen wieder herausführt!
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#51   Leo Miles   02:29:20 | Donnerstag, 1. April 2010
@Herr Mosebach
„Deshalb schuldet die Kirche der Piusbruderschaft zuerst einmal Dankbarkeit, und zu dieser Dankbarkeit gehört auch, daß sie sich bemüht, sie aus mancherlei Verwirrungen und Radikalisierungen wieder herauszuführen.“
Es scheint wohl eher andersherum zu sein, nämlich daß die Piusbruderschaft die arme V2-gestörte Kirche aus ihren modernistischen Verwirrungen und freimaurerischen Radikalisierungen wieder herausführt.
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#50   Vineta   02:13:30 | Donnerstag, 1. April 2010
So ODER so?
1) Der Papst will die schlimmen Folgen der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre Weise heilen“
Ob er das will, hängt davon ab, ob seine Rolle beim VII die eines Bremsers oder Protagonisten gewesen ist.
2)“ Der Papst setzt auf die Kraft der besseren Argumente“
Und das geht dann z.B. so, daß er die von seinen Vorgängern aus der Kirche verbannte lateinische Messe als AUßERORDENTLICH einstuft – und selbst nie eine solche zelebriert.
3) „Das Experiment des Aggiornamento ist gescheitert. Doch das subtile Programm des Papstes wird seine Wirkung in der Zukunft zeigen“
Wie es aussieht, gipfelt dieses in Bälde in der Seligsprechung JPII.
4)„Der Versuch einer Versöhnung mit der kommunistischen Staatskirche Chinas ist mutig“ –
Sicher, wenn man von den Stimmen absieht, die von einem Verrat an der immer romtreuen Untergrundkirche sprechen.
5)“ Der Versuch einer Versöhnung mit den byzantinischen Schismatikern ist mutig.“
Sicher, wenn man davon absieht, wie aussichtslos er ist in einer Zeit, da der eigene Laden auseinanderzufliegen droht.“
6) „Die Lösung heißt die Zügel der Disziplin im Sinne des Konzils von Trient wieder anzuziehen
Etwa indem man Kirchenfürsten wie Schönborn unangetatstet schalten und walten läßt, wie sie wollen? –
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#49   Jörg Guttenberger, Köln   01:30:54 | Donnerstag, 1. April 2010
Gotthard: ‘aggiornamento’
Mit Ihren Ausführungen haben Sie Recht!!!!
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#48   LM.   00:58:30 | Donnerstag, 1. April 2010
das innerkirchliche 1933
, dh die systematische eleminierung des katholischen in der katholischen kirche findet ihre träger vor allem bei einem nicht geringen teil derer die sich als theologieprofessoren ausgeben aber in wahrheit logenbrüder sind und nicht an jesus christus glauben sondern an die allumfassende welteinheitsreligion.
deren hobby ist das erzeugen von häresien die nicht als solche nachgewiesen werden können.
da die historizität unseres glaubens sowie die faktenlage die ihn begründen felsenfest klar dastehen bleiben für die neotheologen wirre akrobatische tricksereien, interpretationen, weglassungen und allerlei sonstige betrügereien übrig um dem glauben ans bein zu pissen.
auf dem feld sollte zuerst angesetzt werden
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#47   Mary Cruz   23:23:49 | Mittwoch, 31. März 2010
@El Greco:
Danke für den Link! Wenn ich jetzt nur noch erfahren würde, was mir die Ehre desselben verschafft, könnte ich heute Nacht vielleicht ruhiger schlafen.
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#46   Jörg Guttenberger, Köln   23:21:12 | Mittwoch, 31. März 2010
Vaticanum II
Die Auffassung des Verfassers ist nicht ganz richtig. Er sieht geflissentlich darüber hin weg, daß das Konzil in 1965 oder 1966 endete und die 68er Ideologie erst – gemäß ihrem Namen – in 1968 ihr zersetzendes Wirken begsann. Also kann es nicht die Absicht des Konzils und erst recht nicht des Pfingsten 1963 verstorbenen Papstes Johannes XXIII gewesen sein, die Kirche der 68er Ideologie anzugleichen!
Es ging Papst und Konzil vielmehr darum, die Kirche aus der geistigen Enge des Katholizismus herauszuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Es ist eine große Tragik der Kirche, daß in die vom Katholizismus hinterlassene geistige Lücke die 68er Ideologie hineingeschlüpft ist. Idelogien, nichts Anderes, als Denbkhilfen für Gehirnprothesenträger, nehmen ihren Anhängern mit vorgefertigten Lösungen so gut wie jedes selbständige Denken ab.
Die alte Kirche war immer für ein Gespräch nach allen Seiten offen und hatte daher mit umfangreichen Problemen zu kämpfen. Nach Wiederzulassung der Eigenverantwortlichkeit des Katholiken waren die entstandenen Probleme normal, wie wir auch im Ostblock sehen: die Leute können mit der neu gewonnenen Freiheit nichts anfangen und sehnen sich nach der alten Gängelei zurück, dieser Bedarf wird heute von Pius- und Petrusbrüdern gedeckt, oder sie verwechseln Freiheit mit Willkür.
Die Öffnung der Kirche – gerade die von Teilhard de Chardin vorangetriebene Auseinandersetung mit der Naturwissenschaft, war und ist aber dringendst geboten.
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#45   Walther von Stolzing   23:12:59 | Mittwoch, 31. März 2010
Billige Polemik – unkommentiert
Zitat Gotthard:
Gottesdienste, die als der Vorgeschmack der Hölle erlebt werden, sind dir wohl viel lieber.
Zitat Samurai:
Ich habe den Verdacht, daß WvS den OEKT aus einem Grund ablehnt:
Er ist keine Veranstaltung der Piusbrüder.
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#44   Mary Cruz   23:03:41 | Mittwoch, 31. März 2010
@Samurai:
Eine gute Frage. Wer gehört zu Jesus und wer nicht?
Sein Reich ist nicht von dieser Welt, also kann auch Seine Kirche nicht der Welt angepasst werden.
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#43   El Greco   23:02:09 | Mittwoch, 31. März 2010
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#42   Gotthard   23:01:31 | Mittwoch, 31. März 2010
Früchte
welche angeblichen Früchte kann eigentlich dieser Pius-Verein vorweisen – in absoluten Zahlen?
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#41   Samurai   22:59:37 | Mittwoch, 31. März 2010
@Mary
Und wer gehört wozu?
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#40   Mary Cruz   22:59:00 | Mittwoch, 31. März 2010
@Lisibald Poier:
In der Zeit der Ernte ist der Weizen jedoch reif, und das Unkraut wird als erstes entfernt. Danach wird der Weizen geerntet.
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#39   Samurai   22:51:05 | Mittwoch, 31. März 2010
@ Gotthardt
Ich habe den Verdacht, daß WvS den OEKT aus einem Grund ablehnt:
Er ist keine Veranstaltung der Piusbrüder.
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#38   Lisibald Poier †   22:50:45 | Mittwoch, 31. März 2010
@Mary Cruz
Denke an die Worte des Herrn. Wenn man das Unkraut ausreisst, geht auch der Weizen mit. Am Ende der Bibel, in der Offb. heisst es:
Wer Unrecht tut, tue weiter Unrecht, der Unreine bleibe unrein, der Gerechte handle weiter gerecht und der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit. Siehe, ich komme bald und mit mir bringe ich den Lohn und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht. 22,11-12
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#37   Sinah   22:49:10 | Mittwoch, 31. März 2010
Lycobates: Danke!
Brevier und anderes
Artikel verdient Hochachtung!
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#36   Mary Cruz   22:46:51 | Mittwoch, 31. März 2010
Das Unheil
kann nicht geheilt werden, sondern muss beseitigt werden.
Die Angleichung der Kirche an die Welt muss wieder rückgängig gemacht werden, wenn es kein Schisma geben soll.
Jeder einzelne Gläubige muss sich entscheiden, ob er zur Kirche Jesu gehören will oder nicht.
…Er will die schlimmen Folgen der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre Weise heilen.“
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#35   Gotthard   22:46:20 | Mittwoch, 31. März 2010
@Walter von Stolzing
Das ist so etwas das, was ich mit „Wohlfühlveranstaltungen“ meinte – aber mir durchausbewusst bin, dass es Mitchristen gibt, die dies für den Gipfel der Spiritualität halten.
Gottesdienste, die als der Vorgeschmack der Hölle erlebt werden, sind dir wohl viel lieber.
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#34   CarloBorromaeo   22:39:56 | Mittwoch, 31. März 2010
@Heggi…
hat er nun mal nicht… ^-^
aber Sie ja anscheinend auch eher weniger – siehe Ihr Posting im anderen Forum zur neuen 11. Karfreitagsfürbitte… O:)
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#33   Samurai   22:30:35 | Mittwoch, 31. März 2010
Walter von Stolzing, einige Bemerkungen:
Ja, ich habe mir gerade die von Ihnen kritisierten Veranstaltungen im Programm angeschaut, und frage mich:
Was haben eine Segnungsfeier, in der werdende Mütter und ihre Kinder bewusst dem Segen und Schutz Gottes anvertraut werden und ein bewusst mit Behinderten und Nichtbehinderten zusammen gestalteter Gottesdienst bitteschön mit Wohlfühlveranstaltung zu tun?
Nun ja, eines schon, dort können sich Menschen, auch Behinderte, die oft eher an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, als das fühlen, was sie sind:
von Gott geliebt- und das kann dazu führen, daß sie sich wohler,angenommener fühlen, Gott sei Dank!
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#32   Heggi   21:51:56 | Mittwoch, 31. März 2010
CarloBorromaeo
Mosebach wir sicher depressiv, wenn er hört, daß er nach Ihrer Meinung von Liturgie keine Ahnung hat.
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#31   Walther von Stolzing   21:40:36 | Mittwoch, 31. März 2010
@chico flojo
Ja, so ist es leider und ich frage mich warum, denn die „Früchte“ des „Konzilsfrühlings“ sind ja kaum zu übersehen.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieses gebetsmühlenartige Schönreden des Konzils und der Revolution, die anschließend stattfand, in erster Linie dazu dient, dass man sich selber davon überzeugt. Dazu gehört auch eine Pauschalverurteilung der ‘Traditionalisten’, damit man sich auf keinen Fall mit den Argumenten sachlich auseinandersetzen muss. Der von Gotthard zitierte Textausschnitt ist ein sehr gutes Beispiel.
Ich werde mich jetzt hier verabschieden. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Sanctum Triduuum und, wenn wir uns hier nicht mehr über den Weg laufen, eín frohes und gesegnetes Osterfest. :(3
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#30   chico flojo   21:29:09 | Mittwoch, 31. März 2010
@Walther von Stolzing
Man kann es den Leuten zigtausend Mal auf dem goldenen Tablett präsentieren. Sie werden es nicht erkennen, was für ein Unheil die Angleichung an die Welt in der Kirche angerichtet wurde – und immer noch tut. Sie sind mit Blindheit geschlagen.
Wie würde Pepe Nietnagel sagen: „Man faßt es nicht.“
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#29   Stephanus   21:26:49 | Mittwoch, 31. März 2010
Die Ausgeburten des Prekaritates geben
sich hier wieder einmal die Klinke in die Hand, wünschen andererseits aber keinen Kontakt via PN.
Warum wohl? :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-
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#28   CarloBorromaeo   21:22:33 | Mittwoch, 31. März 2010
@Lolli…
Danke für die Klarstellung… Ja, von Liturgie hat Herr Mosebach eben keine Ahnung… Reine Ideologie… o.O
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#27   Walther von Stolzing   21:21:28 | Mittwoch, 31. März 2010
Gotthard – hallo!!! Aufwachen!!!
„Es kam zum ‘aggiornamento’, wie der Papst sich ausdrückte, das heißt wörtlich: Zum ‘auf-den-heutigen-Stand-bringen’ der Kirche. Das bedeutet aber nicht etwa Anpassung der Kirche an die Welt im Gegensatz zum Apostel in Röm 12,2 wie Leute es hinstellen möchten, denen ‘die ganze Richtung nicht passt’, sondern Erneuerung der Kirche von ihrem Ursprung her, aber bei aufmerksamem Achten auf die Gotteszeichen der Zeit.“
zitiert nach Hw Alfons Beil (1896-1997)
Typische Konzilsträumerei.
Natürlich ist die Kirche an die Welt angepasst worden, man hat die Welt in die Kirche geholt – und die Auswirkungen sind nicht zu übersehen, es sei denn, man läuft weiter mit der rosarot gefärbten Konzilsbrille rum.
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#26   Lolli(Lollipop)   21:15:39 | Mittwoch, 31. März 2010
Mosihosi
Wenn man Ahnung von Liturgie und Liturgiegeschichte hat, dann ist dieser Artikel echt amüsant.
„hat die auf die Anbetung Gottes ausgerichtete Feier der letzten zwei Jahrtausende (hehe, wenn er wüsste, wie alt die Messe ist) auf den Menschen zentriert wo? (Naja, Beweise sind schwer zu bringen, für einen Dummkopf), sie hat das Priesteramt ausgehöhlt und die Lehre der Kirche von den Sakramenten sehr weitgehend verdunkelt (hm, wann die Lehre von den Sakramenten wohl verdunkelt wurde. Man denke nur an „Messfrüchte“).“
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#25   chico flojo   21:11:06 | Mittwoch, 31. März 2010
@ RRR
Oh – verstehe sehr wohl, was Sie mit „Gemurmel“ meinen – das gleiche wie „Murmelbrüderbruderschaft“. Gebet ist Gebet – auch wenn Sie so etwas nicht verstehen – und das soll verstehen, wer will – Ihr Nichtverständnis. Übrigens will ich damit dem Gemeindeoffizium überhaupt nicht irgend etwas abreden.
Aber dieses hier: „verkümmerte Not-Ersatzform“ läßt an Ausdruck an Verachtung kaum zu wünschen übrig.
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#24   Gotthard   21:04:05 | Mittwoch, 31. März 2010
‘aggiornamento’
„Es kam zum ‘aggiornamento’, wie der Papst sich ausdrückte, das heißt wörtlich: Zum ‘auf-den-heutigen-Stand-bringen’ der Kirche. Das bedeutet aber nicht etwa Anpassung der Kirche an die Welt im Gegensatz zum Apostel in Röm 12,2 wie Leute es hinstellen möchten, denen ‘die ganze Richtung nicht passt’, sondern Erneuerung der Kirche von ihrem Ursprung her, aber bei aufmerksamem Achten auf die Gotteszeichen der Zeit.“
zitiert nach Hw Alfons Beil (1896-1997)
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#23   Lycobates   21:00:20 | Mittwoch, 31. März 2010
Brevier und anderes @RRR
Freue mich über den freundlich-behaglichen Ton Ihrer Wortmeldung.
„Brevierbeten im Chor“ ist nicht die Regel, sondern eine contradictio in adiectio.
Bitte genau lesen. Ich schrieb:
Das gemeinsame Chorgebet (mit Gesang) ist doch gerade die Regel!
Hingegen:
Die private Rezitation des Breviers (80/90 Minuten pro Tag im Durchschnitt ohne Gesang) ist ein Notbehelf.
Daß das Brevier tatsächlich eine abgekürzte Form ist, wird doch nicht bestritten.
Nur ist es doch leider immer kürzer geworden, über 1960/2 und gerade 1971 … Also?
Dass die römische Kirche ihr Brevier Brevier nannte, zeigt schon, dass sie es zuallererst als Privatgemurmel verstand.
Ich kann nur bedauern, daß Sie die private Frömmigkeit des Priesters, der etwa anderthalb Stunde pro Tag mit diesem Gebet verbringen muß, und auch dort, wo er alleine betet, die Kirche als ganze vertritt, so abschätzend beurteilen.
Daß es auch Priester gab und gibt, die schlecht beten, ist etwas anderes, und tut nichts zur Sache.
Die Reform vom „Brevier“ zur „Liturgie“ (breviarium Romanum vs. Liturgia Horarum) war ein heilsamer Schritt in die richtige Richtung
Wunderbar.
Daher wohl die heilsamen Früchte jener „Liturgia horarum“ im täglichen Leben der Konzilspriester und die herrlichen Vesper- und sonstigen Chorandachten die seit 40 Jahren landein landauf in allen Konzilskirchen zur höchsten Blüte gelangt sind. Ganz zu schweigen von den begeisterten großen Laienscharen, die sich ganz freiwillig diesem Gebet anschließen … Konzilsfrühlin…
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#22   Walther von Stolzing   20:57:57 | Mittwoch, 31. März 2010
lieber r.ruhrgebietler
Was haben Sie denn gegen das Missale von 1962? Ich wette, dass Sie als Gläubiger den Unterschied in der Zelebration nach dem MR von 1962 und einem früheren nicht bemerken würden.
OK, die Karwoche ist eine andere Geschichte, aber die wurde ja schon von Pius XII… ähm … reformiert.
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#21   RRR   20:56:58 | Mittwoch, 31. März 2010
@ chico flojo
Gemurmel (lateinisch murmuratio) ist ein gebräuchlicher Begriff für das kaum hörbare Vorsichhersprechen von Texten. Und genau so geschieht Brevierbeten – im Gegensatz zum Gemeindeoffizium. Letzteres ist die Vollform von Stundenliturgie, ersteres die verkümmerte Not-Ersatzform.
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#20   hieronymus333   20:52:10 | Mittwoch, 31. März 2010
Er setze auf die Kraft des besseren Arguments.
Das nenne ich „wahren“ Pragmatismus!
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#19   Mary Cruz   20:46:02 | Mittwoch, 31. März 2010
Auf welche nichtrevolutionäre Weise?
Er will die schlimmen Folgen der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre Weise heilen.“
Der Heilige Vater ist – so Mosebach – kein päpstlicher Diktator. Er setze auf die Kraft des besseren Arguments.
Das subtile Programm des Papstes werde seine Wirkung erst in der Zukunft zeigen.
Ich sehe keine Bußbereitschaft – weder im Vatikan, noch in den Diözesen. Alles bleibt wie es seit dem verhängnisvollen Pastoralkonzil war.
Die Kirche Jesu, sein mystischer Leib, wurde von seinen Feinden gekreuzigt – aber er wird, wie Jesus auch, auferstehen und triumphieren.
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#18   r.ruhrgebietler   20:44:14 | Mittwoch, 31. März 2010
DAnke Herr Mosebach
Sie drücken genau das aus, was die kleine, wirklich sehr kleine Schar noch rechtgläubiger Christen in der bekennenden und streitenden Nachfolge Jesu Christi stehen! Bewahrung der trid. Liturgie(leider nur im Ritus von 1962!) und der (weitesgehend!) unverkürzten Glaubenslehre.
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#17   Walther von Stolzing   20:43:05 | Mittwoch, 31. März 2010
@Samurai
Habe ich jetzt (ich hatte in den Thread nicht mehr reingeschaut und so Ihre Frage nicht mehr gesehen. Ich bitte um Entschuldigung).
Mit „Wohlfühlveranstaltung“ (Singular!) meinte ich de ganzen ÖKT, aber wenn Sie Genaueres im Plural haben wollen, bitte (die Veranstaltungsorte entnehmen Sie bitte dem Programmheft www.oekt.de/…mheft_Version121.pdf, ich habe ehrlich gesagt besseres zu tun, als das hier alles reinzukopieren)
Donnerstag, 11 – 12 Uhr, Guter Hoffnung sein, Segnungsfeier für werdende Mütter.
16 – 17 Uhr, So könnt ihr aufatmen, Ökumenischer Gottesdienst in leichter Sprache.
19.30 – 21.00, Atem-holen-Gottesdienst, der etwas andere Gottesdienst für Menschen von 9 – 99.
Ich gehe davon aus, dass für die beiden letztgenannten Veranstaltungen Sauerstoffzelte zur Verfügung gestellt werden.
Das ist so etwas das, was ich mit „Wohlfühlveranstaltungen“ meinte – aber mir durchausbewusst bin, dass es Mitchristen gibt, die dies für den Gipfel der Spiritualität halten.
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#16   chico flojo   20:37:55 | Mittwoch, 31. März 2010
@ RRR
„Gemurmel“ ist ein sehr unstatthaftes Wort für Gebet. Ihren Post hingegen kann man ohne weiteres als Geplapper bezeichnen. Und auch an Sie: Persönlich Verfehlungen von einzelnen oder einer Gruppe sind nicht mit dem katholischen Glauben gleichzusetzen. Das ist unredlich.
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#15   RRR   20:28:01 | Mittwoch, 31. März 2010
@ Lycobates
Meine Güte, sind Sie dumm.
1. Ja, das Brevierversäumen war Sünde. Deswegen hat man es ja gebetet statt gebeichtet, das ging schneller. Der Witz „Bet ich dich oder beicht ich dich“ stammt nicht aus der Nachkonzilszeit, sondern der davor.
2. Wo habe ich von Abendmessen geredet? Und wo habe ich in diesem Zusammenhang vom 20. Jahrhundert geredet?
3. „Brevierbeten im Chor“ ist nicht die Regel, sondern eine contradictio in adiectio. Das „breviarium“ wurde ja gerade für Einzelbeter (z.B. auf Reisen) geschaffen. Dass die römische Kirche ihr Brevier Brevier nannte, zeigt schon, dass sie es zuallererst als Privatgemurmel verstand. Die Reform vom „Brevier“ zur „Liturgie“ (breviarium Romanum vs. Liturgia Horarum) war ein heilsamer Schritt in die richtige Richtung (und in die viel ältere Tradition der frühen Kirche – viel älter als Trient).
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#14   chico flojo   20:24:13 | Mittwoch, 31. März 2010
Ihr könnt ja glauben, was ihr wollt…
…Samurai. Aber das solltet ihr nicht glauben: daß ihr mit eurem Gebahren der Kirche einen Dienst erweist. Und von einem solltet ihr die Finger lassen. Nämlich von dem Versuch, der Tradition und vor allem den Gläubigen, die dem katholischen in seiner unverkürzten Form die Treue wahren, eine neue Ordnung aufzwingen zu wollen. Wir beten Gott an. Und nicht den Weltgeist, der die Kirche zu vergiften droht. Nee, Leute – nicht mit uns. Wenn ihr es vorzieht, euch selber zu feiern – bitte sehr. Aber laßt uns damit in Ruhe. Und wenn ihr nach der Henne und dem Ei fragt; die Kirche und vor allem die Lehre war vor euch da. Ihr seid zwar Erben – oder sollt es sein. Aber als Bewahrer – und nicht Zerstörer. Bei der Tradition mag es einige Unhebenheiten bei manchen Gestalten geben. Doch solange der katholische Glaube bewahrt bleibt und lebt, ist mir da nicht bange. Da habt ihr mit weit mehr Problemen aufzuwarten. Aber ihr könnt sie nicht erkennen in eurer Blindheit.
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#13   monti   20:24:01 | Mittwoch, 31. März 2010
Hat jemand gestern Abend
Arte gesehen ?
Da gab es einen Themenabend zum „Elfenbeinturm Vatikan“. Vor allem den zweiten Beitrag, der sich mit Papst Benedikt und seiner „Strategie“ zur Rettung der Kirche befasste, fand ich sehr gut.
Ich hoffe, dieser Papst hat noch einige Jahre vor sich. So klar, wie der im Kopf ist, waren manche der hiesigen Forumsteilnehmer (z.B. bestimmte Kirchenmusiker) es zu ihren besten Zeiten nicht.
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#12   ignostici †   20:15:31 | Mittwoch, 31. März 2010
@Carlo
Darum schreibt Otto von Corvin 1845 im 6.Kapitel seines Pfaffenspiegels: „Es wird sich zeigen, welchen schändlichen Verführungen die unter Leitung der Mönche stehenden Knaben ausgesetzt sind, und ein jeder Vater wird daraus erkennen können, wie höchst gefährlich es für seine Kinder ist, wenn er diese in Klosterschulen unterrichten lässt“.
ignostici, amüsiert lachend
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#11   Samurai   20:08:07 | Mittwoch, 31. März 2010
@Walter von S.,
lesen Sie doch einmal meinen letzten Beitrag im Thread „Gottes Rache…“ (über den ÖKT)
Danke imVoraus.
LG
Samurai
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#10   CarloBorromaeo   20:08:02 | Mittwoch, 31. März 2010
…mit Abstand das Dümmste…
Man kann sich angesichts der Ausführungen von Mosebach nur noch an den Kopf greifen – glaubt er den Unsinn wirklich, den er da schreibt!? o.O
Da macht es sich Martin Mosebach doch ein wenig zu einfach, als habe es keinen Mißbrauch vor der angeblichen innerkirchlichen Kulturrevolution gegeben. O:)
Und so jemand ist Träger des Büchner Preises? Der arme Georg Büchner dürfte im Grab rotieren… :-D
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#9   Lycobates   20:03:11 | Mittwoch, 31. März 2010
stimmt nicht mal halb @RRR
vor dem Konzil? Da wurde das Brevier auch nicht gebetet, sondern gebeichtet.
Wie bitte? Das müssen Sie mir einmal erklären, wie man ein Brevier beichtet.
Das freiwillige und grundlose Versäumen des Brevierbetens, bzw. des Chorgebets für Kleriker mit Chorpflicht, galt immer als schwer sündhaft.
Und noch früher? Da wurde gemeinsam in den Stadtkirchen morgens und abends Gottesdienst gehalten.
abends?
Abendmessen gab es vor dem 2. Weltkrieg nicht, und man kann bedauern, daß sie nach dem Abklingen des Fliegeralarms nicht wieder verboten wurden. Die auf Abwegen geratene liturgische Bewegung hat sich ihrer bedient, um die Beseitigung des (urchristlichen) liturgischen Fastens und die Lockerung der Sonntagspflicht durchzusetzen, wie in der Konzilssekte allgemein üblich.
(Es stimmt nicht, wie man oft liest, daß die Urchristen „Abendmessen“ feierten. Sie versammelten zwar oft an Vortagen (Vigil) und beteten Psalmen (unser Offizium), und hörten eine Predigt, aber die Opferfeier mit Kommunion geschah nach Mitternacht, schon eher früh am Morgen)
für Tradis ja nie in Frage. Pfuipfui, Zeit verschwenden mit gemeinsamem Gebet, igittigitt! Ab mit den Priestern … damit sie schon das Brevier herunterleiern!
Das gemeinsame Chorgebet (mit Gesang) ist doch gerade die Regel! Die private Rezitation des Breviers (80/90 Minuten pro Tag im Durchschnitt ohne Gesang) ist ein Notbehelf.
Und der Roncalli’sche Kahlschlag 1962 hat v.a. die Matutin stark reduziert und gerade dem Chorgebet arg zugesetzt!
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#8   Sinah   19:58:44 | Mittwoch, 31. März 2010
Mit Verlaub!
„Sie [die Liturgiereform] war in Wahrheit ‘eine Revolution, die vom Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils, die liturgischen Bücher ‘behutsam’ durchzusehen, nicht gedeckt ist.“
Das Konzil selbst war eine Revolution!
Unter ‘behutsam durchzusehen’ war gemeint, konzentriert und zielsicher die revolutionären Ideen in die liturgischen Bücher einzubringen. Im übrigen: Durch das Antasten der Liturgie hat sich das Zweite Vatikanische „Konzil“ insgesamt den Bann des Konzils von Trient zugezogen. Punkt.
„Den Versuch einer Versöhnung mit der kommunistischen Staatskirche Chinas sowie mit byzantinischen Schismatikern in Rußland und Griechenland bezeichnet Mosebach als mutig.“
Eine Versöhnung wird es nicht geben, solange der Papst auf „mutige“ Diplomatie baut und die Weihe Rußland an das Unbefleckte Herz Mariens verweigert.
„Der Papst versuche, dort einzugreifen, wo das Erscheinungsbild der Kirche durch einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit verzerrt wird.“
Dem ist nicht so, weil der Papst keinen radikalen Bruch mit der Vergangenheit zugibt.
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#7   jolie   19:50:51 | Mittwoch, 31. März 2010
mit abstand das vernünftigste
:-) was ich zur entsetzlichen kirchenkrise gelesen habe.
Offenbar ist kein hirte auch nur ansatzweise zu so einer denkleistung fähig.
Denkt
der
freche
jolie
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#6   Walther von Stolzing   19:50:14 | Mittwoch, 31. März 2010
Ein sehr guter Beitrag!
Danke für diesen Beitrag. Man kann Mosebach nur zustimmen – die Kirche ist durch und durch erkrankt, infiziert durch den Zeitgeist und geschwächt durch eine entstellte Liturgie.
Tatsächlich ist die jetzige Situation schlimmer als vor dem Konzil von Trient, denn damals war zuindest der katholische Glaube noch vorhanden, dem man heute in erster Linie nur noch dort begegnet, wo die Messe würdig gefeiert wird, am besten nach den Büchern von 1962.
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#5   ignostici †   19:38:07 | Mittwoch, 31. März 2010
Natürlich merken sie das
aber es entspricht ihrem Sendungsbewusstsein!
So sind sie eben, die Piusjünger O:)
ignostici, lächelnd
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#4   Samurai   19:23:53 | Mittwoch, 31. März 2010
@RRR Also,
Früher war auch nicht die Gute alte Zeit, im Gegenteil.
ich möchte Weiß Gott hier nicht die Priester als solche pauschal über einen Kamm scheren, aber wenn ich überlege, daß sich hier, im katholischen Westmünsterland, Bischof Ketteler (19.Jahrhundert) noch ausdrücklich für einen bessere theologische Ausbildung der Priester einsetzte, weil leider etliche gerade mal die Messe lesen konnten (wörtlich gemeint!), aber oft kaum wussten, was auf den Kanonstafeln stand- und wenn damals ein junger Kaplan von Galen in Berlin nicht im Pfarrhaus,sondern unter den Arbeitern in Berlin (in einer Mietskaserne) leben wollte (unter seinen Leuten, wie er es nannte) und deswegen von Mitpriestern verärgert gefragt wurde, warum er sich mit dem Pöbel abgeben würde, dann stelle ich fest- sssooo toll war es auch nicht alles.
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#3   RRR   19:14:56 | Mittwoch, 31. März 2010
Stimmt nur halb
Sie hörten auf, täglich die Heilige Messe zu feiern und sie beteten nicht mehr regelmässig das Brevier.
Und wie war es vor dem Konzil? Da wurde das Brevier auch nicht gebetet, sondern gebeichtet.
Und noch früher? Da wurde gemeinsam in den Stadtkirchen morgens und abends Gottesdienst gehalten. Aber das käme für Tradis ja nie in Frage. Pfuipfui, Zeit verschwenden mit gemeinsamem Gebet, igittigitt! Ab mit den Priestern in ihre Privatkapellen, damit sie schon das Brevier herunterleiern!
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#2   Schnederpelz   19:13:45 | Mittwoch, 31. März 2010
@El Greco
Er mag ja integer sein, aber seine Analyse ist ziemlich daneben.
Dass Priester vor den 70er Jahren lauter Unschuldslämmer gewesen sind glaubt er ja wohl selber nicht, zu gut sind die Verfehlungen des Klerus über die Jahrhunderte dokumentiert.
Wo ich ihm aber zustimmen möchte ist seine Einschätzung, dass das Experiment der Angleichung der Kirche an die heutige Welt gescheitert ist. Das liegt aber ganz einfach daran, dass die katholische Kirche und die Welt da draußen nicht kompatibel sind und es nie waren. Nur, früher hatte die Kirche Macht, entweder direkt oder über die jeweiligen Herrscher. Diese Macht hat sie heutzutage immer weniger.
Sie wird also wählen müssen: eine kleine Gruppe, die „die wahre Lehre“ vertritt, oder sie wird eine weitere der zahllosen Strömungen innerhalb der christlichen Glaubensgemeinschaften.
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#1   El Greco   19:04:12 | Mittwoch, 31. März 2010
Herr Mosebach
ist einer der integersten Menschen im öffentlichen Rang. Seine Integrität und Weisheit sollte auch manchem Bischof zur Ehre gereichen. Punkt
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