Der Schriftsteller Martin Mosebach hat eine bittere Erkenntnis: „Das Experiment des ‘Aggiornamento’, der Angleichung der Kirche an die säkularisierte Welt, ist auf furchtbare Weise gescheitert.“
Martin Mosebach
(kreuz.net) „Benedikt XVI. hat sich die schwerstmögliche Aufgabe gestellt: Er will die schlimmen Folgen
der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre Weise heilen.“
Das sagte der deutsche Schriftsteller
Martin Mosebach vor der Webseite ‘The European’.
Der Heilige Vater ist – so Mosebach – kein päpstlicher
Diktator. Er setze auf die Kraft des besseren Arguments.
Das subtile Programm des Papstes werde seine
Wirkung erst in der Zukunft zeigen. Mosebach vermutet sogar erst nach dem Ableben von Benedikt XVI.
Den
Versuch einer Versöhnung mit der kommunistischen Staatskirche Chinas sowie mit byzantinischen Schismatikern
in Rußland und Griechenland bezeichnet Mosebach als mutig.
Die Homo-Schändungen sind eine Frucht des
Aggiornamentos
Die in den 70er Jahren vorgekommenen Homo-Schändungen im kirchlichen Bereich ordnet Mosebach
den nachkonziliaren Wirren zu:
„Es führt kein Weg an der bitteren Erkenntnis vorbei: das Experiment
des ‘Aggiornamento’, der Angleichung der Kirche an die säkularisierte Welt, ist auf furchtbare Weise
gescheitert.
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil legten die meisten Priester die Priesterkleidung ab.
Sie hörten auf, täglich die Heilige Messe zu feiern und sie beteten nicht mehr regelmässig das Brevier.
Die nachkonziliäre Theologie tat alles, um das überlieferte Priesterbild vergessen zu lassen.
Alle
Institutionen, die einem Priester auf seinem schwierigen und einsamen Lebensweg Hilfe geleistet hatten,
wurden in Frage gestellt. “
Eine Revolution
„Die Liturgiereform hat die auf die Anbetung Gottes ausgerichtete
Feier der letzten zwei Jahrtausende auf den Menschen zentriert, sie hat das Priesteramt ausgehöhlt und
die Lehre der Kirche von den Sakramenten sehr weitgehend verdunkelt.“
Als Lösung wünscht sich Mosebach,
„die Zügel der Disziplin im Sinn des Konzils von Trient (1545-1563) wieder anzuziehen und zu einem Priestertum
der katholischen Tradition zurückzukehren.“
Der Schriftsteller gönnt es dem Heiligen Vater, daß er
die ersten Spuren einer Gesundung der Kirche noch selber erleben dürfte:
„Hoffentlich nutzt dieser Nachfolger
die große Chance, die Benedikt ihm geschaffen haben wird.“
In China die Kultur- und in Rom Liturgie-Revolution
Mosebach korrigiert im Interview auch den Begriff „Liturgiereform“.
Sie war in Wahrheit „eine Revolution,
die vom Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils, die liturgischen Bücher ‘behutsam’ durchzusehen, nicht
gedeckt ist.“
Die nachkonziliare Reform „hat die auf die Anbetung Gottes ausgerichtete Feier der letzten
zwei Jahrtausende auf den Menschen zentriert, sie hat das Priesteramt ausgehöhlt und die Lehre der Kirche
von den Sakramenten sehr weitgehend verdunkelt.“
Das Jahr 1968 versteht Mosebach als „ein Achsenjahr
der Geschichte mit voneinander scheinbar vollkommen unabhängigen Anti-Traditionsbewegungen in der ganzen
Welt.“
Mosebach ist überzeugt, „daß man eines Tages – wenn erst genügend Abstand da ist – die chinesische
Kulturrevolution und die römische Liturgiereform in einem engen Zusammenhang begreifen wird.“
Kirche
und Revolution bezeichnet Mosebach als unversöhnliche Gegensätze.
Der Papst versuche, dort einzugreifen,
wo das Erscheinungsbild der Kirche durch einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit verzerrt wird.
Die
Kirche im Fieberwahn
Wenn die Liturgie erkranke, dann mit ihr die ganze Kirche: „Das ist keine bloße
These, sondern eine Beschreibung der gegenwärtigen Situation.“
Diesen Sachverhalt kann man nach Mosebach
„nicht kraß genug“ darstellen:
„Die Krise der Kirche hat es möglich gemacht, daß ihr größter Schatz,
ihr Arkanum, aus ihrem Zentrum an die Peripherie gespült wurde.“
Der Priesterbruderschaft Sankt Pius
X. und ihrem Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre, attestiert Mosebach den historischen Ruhm, die Alte
Messe, das „wichtigste Gut“, über die Jahrzehnte bewahrt und am Leben erhalten zu haben:
„Deshalb schuldet
die Kirche der Piusbruderschaft zuerst einmal Dankbarkeit, und zu dieser Dankbarkeit gehört auch, daß
sie sich bemüht, sie aus mancherlei Verwirrungen und Radikalisierungen wieder herauszuführen.“
Der
Zentralrat der Juden ist nicht mehr diskursfähig
Die Beziehung des Papstes zum Judentum beschreibt Mosebach
als sehr eng.
Sie sei „keine oberflächliche, politische, kein bloßes Sympathisieren aus einem modischen
Philosemitismus heraus, sondern ist tief theologisch, im Glauben verwurzelt.“ Diesem Papst Antisemitismus
nachzusagen, verrate eine Unkenntnis und Inkompetenz, die vom öffentlichen Diskurs ausschließen müßte.
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69 Lesermeinungen
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Ruhrgebietler: VATII Einzige Grundlage der von mir kompromißlos abgelehnen 68er Ideologie (wie jeder
anderen Ideologie auch) ist in keiner Weise VATII, sondern die „Frankfurter Schule „ von Marcuse! VATII
unlautere Beweggründe zu unterstellen, ist mehr, als gewagt! Wer Johannes XXIII zumindest aus der Literatur
kennt, kann von seinen guten Absichten nur vollumfänglich überzeugt sein. Wir müssen uns hier vor der
Ideologie des Katholizismus hüten! Wir haben in der Kirche ähnliche Probleme, wie der Ostblock nach
Fortfall der ideologischen Zwangsjacke, weil die Leute mit ihrer neu gewonnenen Freiheit genauso wenig
anzufangen wissen, wie die Unsrigen nach Fortfall der ideologischen Enge des Katholizismus. Einen ganz
gewaltigen Schildbürgerstreich haben sich die mit den konziliaren Ausführungsbestimmungen betrauten
Gremien jedoch geleistet: den Fortfall der Pfingstoktav und der damit verbundenen Kürzung des Pfingstfestes
auf einen einzigen Tag (der Pfingstmontag ist eine deutsche Besonderheit). In einer Zeit, die erwiesenermaßen
keine Zeit des Geistes ist, wurde das Fest des hl. Geistes, der ganz sicher nicht der Geist der Zeit unseres
Geistes ist, auch noch abgewertet!
Unterschiede @Walther v. Stolzing Ihre Frage an R.Ruhrgebietler: Ich wette, dass Sie als Gläubiger den
Unterschied in der Zelebration nach dem MR von 1962 und einem früheren nicht bemerken würden. Es gibt
zahllose größere und kleinere, keineswegs unerhebliche Änderungen, die nur einem Liturgiekundigen auffallen
würden (vom Kalender-Kahlschlag abgesehen). Was aber jedem sofort auffallen würde, ist die Anzahl der
Orationen an einem gewöhnlichen Sonntag, an dem es im überlieferten Missale drei Orationen gibt, sofern
kein Duplex-Fest kommemoriert wird; in dem von 1962 aber nur eine, die vom Sonntag eben. Damit entfielen
(bereits 1956) die sehr sinnreichen Gebete für die Fürbitte der Heiligen, zur allerseligsten Jungfrau,
zum Hl.Geist oder für Kirche u. Papst (hätte man diese bloß weiterhin fromm gebetet zw. 1956-1958!!).
In der Fastenzeit wird auch jedem Gläubigen, der in der Woche die Messe besucht, aufgefallen sein, daß
in dem Missale von 1962 keine Heiligenfeste gefeiert und auch nicht kommemoriert werden (nur wenn sie
höheren Ranges sind). Im überlieferten Missale hingegen werden die Messen der Fastenwochentage (sofern
sie denn nicht selbst gefeiert werden) in den Heiligenmessen immer kommemoriert und wird ihr Evangelium
anstelle des Johannesprologs als Schlußevangelium gelesen. Eine äußerst sinnreiche Kombination von
Sanktorale und Temporale. Es ist dies gerade ein wesentliches Merkmal der Roncalli’schen Reform, über
Gebühr das Sanktorale verdrängt zu haben, genauso wie 1786 die häretische Pistoiasynode!!
Heute werde ich Konsequenzen ziehen! Die heutige Karfreitagsliturgie werde ich entgegen meiner sonstigen
Gewohnheit ausschließlich bei der Piusbruderschaft mitfeiern. Ich betrete heute keine Kirche, in der
die Liturgie dazu mißbraucht wird, sich an der Hetzkampagne gegen Papst und Kirche zu beteiligen und
irgendwie Wasser auf die Mühlen der Kirchenfeinde zu lenken.
@Leo Miles Deshalb schuldet die Kirche der Piusbruderschaft zuerst einmal Dankbarkeit, und zu dieser Dankbarkeit
gehört auch, daß sie sich bemüht, sie aus mancherlei Verwirrungen und Radikalisierungen wieder herauszuführen.“
Danke für Ihre Nachtarbeit. Sie stimmt genau! Nein Herr Mosebach, die Priesterbruderschaft bedarf nicht
einer Herausführung aus Verwirrung und Radikalisierung! Wer zur Ordnung zurückkehren muß, ist die besetzte
Kirche mit einer falschen Religion. Doch dadurch, daß die Priesterbruderschaft das „bis Gott eingreift“
nicht abzuwarten vermochte, wird es eben auf ihrer menschlichen Diplomatie nichts erreichen. Ihre Naivität
zeigt sich in der blasierten Annahme, Rom bekehren zu können. Die Priesterbruderschaft ist von ihrem
Kurs der unerbittlichen Verkündigung der Wahrheit abgerückt. Die Appelle sind verstummt. Die Einforderung
von Fatima auch! Man muß jetzt – wie Erzbischof sagte -wegen der Vergünstigungen ständig aus Liebedienerei
und Untertänigkeit seine Position langsam aber sicher aufgeben. @ Winona Solange die FSSPX nicht sehen
will, daß es sich um eine neue, um eine besetzte Gemeinschaft handelt, wo eben, wie Sie sagen, eine andere
Religion herrscht, sind Gespräche von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und solange die Priesterbruderschaft
nicht wieder die Linie des Erzbischofs aufnimmt und das ganze Konzil verurteilt sehen will („Ich klage
DAS KONZIL an“), gibt es keine Gesundung der Kirche.
#61 Paulaner † 12:12:48 | Donnerstag, 1. April 2010
SOLCHE LEUTE sind zu stur und geistig unbeweglich für die Demokratie: Schnederpelz: @El Greco Nur, früher
hatte die Kirche Macht, entweder direkt oder über die jeweiligen Herrscher. Diese Macht hat sie heutzutage
immer weniger. Sie wird also wählen müssen: eine kleine Gruppe, die „die wahre Lehre“ vertritt, oder
sie wird eine weitere der zahllosen Strömungen innerhalb der christlichen Glaubensgemeinschaften. Arrogante
Aristokraten. Gut, daß sie nichts mehr zu sagen haben.
Piusbrüder sind redlich Auch ich richte allen Piusbrüdern herzlichen Dank aus. Zweifelsfrei wird der
päpstliche Geheimtrupp Ketzer, die die Kirche anschuldigen, finden und auf den Scheiterhaufen stellen.
Hosianna!
dia konus ich kenn ordensleute, die sitzen schon zum frühstück vor dem fernseher und machen sich den
ganzen tag ruhiges leben auf kosten der kirchensteuer während ander hart für ihr spärliches salair
schuften müssen. wider v-ii wider kirchensteuer
@ DerRabe: Zeitgeist Ich kenne Ordensleute, die beklagen auch viel zu viel Zeitgeist in der Kirche. Aber
nicht den Zeitgeist von heute, sondern den von gestern und vorgestern!
Schon früh erkannt Der seinerzeitige Kardinal Ratzinger hat es schon früh erkannt und diese Erkenntnisse
auch ausformuliert www.razyboard.com/…07699-5821707-0.html Das von einigen kirchlichen Kreisen praktizierte
unbedachte Aufspringen auf den Weltgeistzug führte denn auch teilweise zur heutigen Glaubensentgleisung.
Ich kannte mal einen Bruder im … … Benediktinerkloster zu Heidelberg, der mir oft sagte, dass die
Kirche dem Zeitgeist viel zuz sehr „in den Hintern schlupft“ und damit kein Glück haben wird. Natürlich,
man will geliebt, respektiert, geachtet werden…aber doch bitte nicht um den Preis größtmöglichster
Liberalität. Zuviel Liberalität begünstigt zuviel Unrecht!
#55 ignostici † 09:06:37 | Donnerstag, 1. April 2010
@Tradis Macht doch endlich euren eigenen Verein! Mit dem der Kirche habt ihr weder gesinnungsmäßig noch
sonst wie etwas gemeinsam. Also seid endlich einmal konsequent! Aber da ist mir der jetzige Verein noch
lieber als euer naiv-fanatisches Gedankengut. Trotzdem wünsche ich euch viel Erfolg. Denn dann wird dieser
religiöse Schwachsinn noch mehr offenbar, den ihr hier als „Gottgewollt“ ausscheidet. ignostici, freundlich
lachend
#54 Leo Miles 08:13:51 | Donnerstag, 1. April 2010
@Winona Wie Bischof Williamson sagte: Menschlich gesehen, ist es unmöglich, denn es sind zwei unterschiedliche
Religionen. Aber bei Gott ist kein Ding unmöglich. Auch der Heilige Athanasius stand ziemlich allein
gegen die vom Arianismus verseuchte Kirche. Menschlich gesehen, hätte die Häresie des Arianismus siegen
müssen. Man darf bzgl V2 und der eingeschleusten Schergen natürlich nicht naiv werden. Aber man darf
die Hoffnung auch nicht aufgeben. Der Herr wird Seine Kirche wieder von der Verseuchung reinigen. Wie,
das wissen wir nicht.
@Leo Miles Es scheint wohl eher andersherum zu sein, nämlich daß die Piusbruderschaft die arme V2-gestörte
Kirche aus ihren modernistischen Verwirrungen und freimaurerischen Radikalisierungen wieder herausführt.
Der V2-Verein will doch gar nicht herausgeführt werden. Ist doch alles so schön bequem, warum also etwas
ändern wenn man doch auch weiterhin im warmen Bettchen liegen bleiben kann? Bloß nicht!! Oder aus welchem
anderen Grunde feuert die reizende deutsche Bischofsriege bei jedem Zucken aus allen Rohren gegen die
Piusbruderschaft?! Konzilskirche: R.I.P.
JG-K – nicht recht nachgedacht? Die Auffassung des Verfassers ist nicht ganz richtig. Er sieht geflissentlich
darüber hin weg, daß das Konzil in 1965 oder 1966 endete und die 68er Ideologie erst – gemäß ihrem
Namen – in 1968 ihr zersetzendes Wirken begsann. Ein Säugling ist auch nicht per Geburt in der ersten
Stunde schon Langstreckenläufer, oder?!! Also kann es nicht die Absicht des Konzils und erst recht nicht
des Pfingsten 1963 verstorbenen Papstes Johannes XXIII gewesen sein, die Kirche der 68er Ideologie anzugleichen!
J-XXIII 1963, Pfingsten, danke für die Steilvorlarge! Hier hat der Hlg Geist sich deutlich gezeigt, dem
Ungeist des J-XXIII eine End bereitet, der mit den Häeresien des V-II den Grundstock der 68er Verbrecher
legte! Es ging Papst und Konzil vielmehr darum, die Kirche aus der geistigen Enge des Katholizismus herauszuführen
in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. stimmt doch gar nicht! Es ging darum, die Kirche Jesu
Christi von innnen heraus und endgültig zu zerstören! Die Wirkung diser zerstörungskraft sehen wir
heute! Ein Papst, der 1970 sich gg. den Zölibat einsetzte, Bischöfe, die das schwere Sühneleiden Jesu
für viele leugnen, Bischöfe, die nicht an die Kirche Jesu Christi glauben! Bischöfe, die rechtgläubige
Christen offen verfolgen! Werter JG-K, was Sie uns kuntun ist, wenn überhautp, nur eine Halbwahrheit.
Es die Piusbruderschaft die die arme V2-gestörte Kirche aus ihren modernistischen Verwirrungen und freimaurerischen
Radikalisierungen wieder herausführt!
#51 Leo Miles 02:29:20 | Donnerstag, 1. April 2010
@Herr Mosebach „Deshalb schuldet die Kirche der Piusbruderschaft zuerst einmal Dankbarkeit, und zu dieser
Dankbarkeit gehört auch, daß sie sich bemüht, sie aus mancherlei Verwirrungen und Radikalisierungen
wieder herauszuführen.“ Es scheint wohl eher andersherum zu sein, nämlich daß die Piusbruderschaft
die arme V2-gestörte Kirche aus ihren modernistischen Verwirrungen und freimaurerischen Radikalisierungen
wieder herausführt.
So ODER so? 1) Der Papst will die schlimmen Folgen der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre
Weise heilen“ Ob er das will, hängt davon ab, ob seine Rolle beim VII die eines Bremsers oder Protagonisten
gewesen ist. 2)“ Der Papst setzt auf die Kraft der besseren Argumente“ Und das geht dann z.B. so, daß
er die von seinen Vorgängern aus der Kirche verbannte lateinische Messe als AUßERORDENTLICH einstuft –
und selbst nie eine solche zelebriert. 3) „Das Experiment des Aggiornamento ist gescheitert. Doch das
subtile Programm des Papstes wird seine Wirkung in der Zukunft zeigen“ Wie es aussieht, gipfelt dieses
in Bälde in der Seligsprechung JPII. 4)„Der Versuch einer Versöhnung mit der kommunistischen Staatskirche
Chinas ist mutig“ – Sicher, wenn man von den Stimmen absieht, die von einem Verrat an der immer romtreuen
Untergrundkirche sprechen. 5)“ Der Versuch einer Versöhnung mit den byzantinischen Schismatikern ist
mutig.“ Sicher, wenn man davon absieht, wie aussichtslos er ist in einer Zeit, da der eigene Laden auseinanderzufliegen
droht.“ 6) „Die Lösung heißt die Zügel der Disziplin im Sinne des Konzils von Trient wieder anzuziehen
Etwa indem man Kirchenfürsten wie Schönborn unangetatstet schalten und walten läßt, wie sie wollen?
–
das innerkirchliche 1933 , dh die systematische eleminierung des katholischen in der katholischen kirche
findet ihre träger vor allem bei einem nicht geringen teil derer die sich als theologieprofessoren ausgeben
aber in wahrheit logenbrüder sind und nicht an jesus christus glauben sondern an die allumfassende welteinheitsreligion.
deren hobby ist das erzeugen von häresien die nicht als solche nachgewiesen werden können. da die historizität
unseres glaubens sowie die faktenlage die ihn begründen felsenfest klar dastehen bleiben für die neotheologen
wirre akrobatische tricksereien, interpretationen, weglassungen und allerlei sonstige betrügereien übrig
um dem glauben ans bein zu pissen. auf dem feld sollte zuerst angesetzt werden
@El Greco: Danke für den Link! Wenn ich jetzt nur noch erfahren würde, was mir die Ehre desselben verschafft,
könnte ich heute Nacht vielleicht ruhiger schlafen.
Vaticanum II Die Auffassung des Verfassers ist nicht ganz richtig. Er sieht geflissentlich darüber hin
weg, daß das Konzil in 1965 oder 1966 endete und die 68er Ideologie erst – gemäß ihrem Namen – in 1968
ihr zersetzendes Wirken begsann. Also kann es nicht die Absicht des Konzils und erst recht nicht des Pfingsten
1963 verstorbenen Papstes Johannes XXIII gewesen sein, die Kirche der 68er Ideologie anzugleichen! Es
ging Papst und Konzil vielmehr darum, die Kirche aus der geistigen Enge des Katholizismus herauszuführen
in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Es ist eine große Tragik der Kirche, daß in die vom
Katholizismus hinterlassene geistige Lücke die 68er Ideologie hineingeschlüpft ist. Idelogien, nichts
Anderes, als Denbkhilfen für Gehirnprothesenträger, nehmen ihren Anhängern mit vorgefertigten Lösungen
so gut wie jedes selbständige Denken ab. Die alte Kirche war immer für ein Gespräch nach allen Seiten
offen und hatte daher mit umfangreichen Problemen zu kämpfen. Nach Wiederzulassung der Eigenverantwortlichkeit
des Katholiken waren die entstandenen Probleme normal, wie wir auch im Ostblock sehen: die Leute können
mit der neu gewonnenen Freiheit nichts anfangen und sehnen sich nach der alten Gängelei zurück, dieser
Bedarf wird heute von Pius- und Petrusbrüdern gedeckt, oder sie verwechseln Freiheit mit Willkür. Die
Öffnung der Kirche – gerade die von Teilhard de Chardin vorangetriebene Auseinandersetung mit der Naturwissenschaft,
war und ist aber dringendst geboten.
Billige Polemik – unkommentiert Zitat Gotthard: Gottesdienste, die als der Vorgeschmack der Hölle erlebt
werden, sind dir wohl viel lieber. Zitat Samurai: Ich habe den Verdacht, daß WvS den OEKT aus einem Grund
ablehnt: Er ist keine Veranstaltung der Piusbrüder.
@Samurai: Eine gute Frage. Wer gehört zu Jesus und wer nicht? Sein Reich ist nicht von dieser Welt, also
kann auch Seine Kirche nicht der Welt angepasst werden.
@Mary Cruz Denke an die Worte des Herrn. Wenn man das Unkraut ausreisst, geht auch der Weizen mit. Am
Ende der Bibel, in der Offb. heisst es: Wer Unrecht tut, tue weiter Unrecht, der Unreine bleibe unrein,
der Gerechte handle weiter gerecht und der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit. Siehe, ich komme bald
und mit mir bringe ich den Lohn und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht. 22,11-12
Das Unheil kann nicht geheilt werden, sondern muss beseitigt werden. Die Angleichung der Kirche an die
Welt muss wieder rückgängig gemacht werden, wenn es kein Schisma geben soll. Jeder einzelne Gläubige
muss sich entscheiden, ob er zur Kirche Jesu gehören will oder nicht. …Er will die schlimmen Folgen
der innerkirchlichen 68er-Revolution auf nichtrevolutionäre Weise heilen.“
@Walter von Stolzing Das ist so etwas das, was ich mit „Wohlfühlveranstaltungen“ meinte – aber mir durchausbewusst
bin, dass es Mitchristen gibt, die dies für den Gipfel der Spiritualität halten. Gottesdienste, die
als der Vorgeschmack der Hölle erlebt werden, sind dir wohl viel lieber.
Walter von Stolzing, einige Bemerkungen: Ja, ich habe mir gerade die von Ihnen kritisierten Veranstaltungen
im Programm angeschaut, und frage mich: Was haben eine Segnungsfeier, in der werdende Mütter und ihre
Kinder bewusst dem Segen und Schutz Gottes anvertraut werden und ein bewusst mit Behinderten und Nichtbehinderten
zusammen gestalteter Gottesdienst bitteschön mit Wohlfühlveranstaltung zu tun? Nun ja, eines schon,
dort können sich Menschen, auch Behinderte, die oft eher an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden,
als das fühlen, was sie sind: von Gott geliebt- und das kann dazu führen, daß sie sich wohler,angenommener
fühlen, Gott sei Dank!
@chico flojo Ja, so ist es leider und ich frage mich warum, denn die „Früchte“ des „Konzilsfrühlings“
sind ja kaum zu übersehen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieses gebetsmühlenartige Schönreden
des Konzils und der Revolution, die anschließend stattfand, in erster Linie dazu dient, dass man sich
selber davon überzeugt. Dazu gehört auch eine Pauschalverurteilung der ‘Traditionalisten’, damit man
sich auf keinen Fall mit den Argumenten sachlich auseinandersetzen muss. Der von Gotthard zitierte Textausschnitt
ist ein sehr gutes Beispiel. Ich werde mich jetzt hier verabschieden. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes
Sanctum Triduuum und, wenn wir uns hier nicht mehr über den Weg laufen, eín frohes und gesegnetes Osterfest.
:(3
#30 chico flojo 21:29:09 | Mittwoch, 31. März 2010
@Walther von Stolzing Man kann es den Leuten zigtausend Mal auf dem goldenen Tablett präsentieren. Sie
werden es nicht erkennen, was für ein Unheil die Angleichung an die Welt in der Kirche angerichtet wurde –
und immer noch tut. Sie sind mit Blindheit geschlagen. Wie würde Pepe Nietnagel sagen: „Man faßt es
nicht.“
Die Ausgeburten des Prekaritates geben sich hier wieder einmal die Klinke in die Hand, wünschen andererseits
aber keinen Kontakt via PN. Warum wohl? :-
Gotthard – hallo!!! Aufwachen!!! „Es kam zum ‘aggiornamento’, wie der Papst sich ausdrückte, das heißt
wörtlich: Zum ‘auf-den-heutigen-Stand-bringen’ der Kirche. Das bedeutet aber nicht etwa Anpassung der
Kirche an die Welt im Gegensatz zum Apostel in Röm 12,2 wie Leute es hinstellen möchten, denen ‘die
ganze Richtung nicht passt’, sondern Erneuerung der Kirche von ihrem Ursprung her, aber bei aufmerksamem
Achten auf die Gotteszeichen der Zeit.“ zitiert nach Hw Alfons Beil (1896-1997) Typische Konzilsträumerei.
Natürlich ist die Kirche an die Welt angepasst worden, man hat die Welt in die Kirche geholt – und die
Auswirkungen sind nicht zu übersehen, es sei denn, man läuft weiter mit der rosarot gefärbten Konzilsbrille
rum.
Mosihosi Wenn man Ahnung von Liturgie und Liturgiegeschichte hat, dann ist dieser Artikel echt amüsant.
„hat die auf die Anbetung Gottes ausgerichtete Feier der letzten zwei Jahrtausende (hehe, wenn er wüsste,
wie alt die Messe ist) auf den Menschen zentriert wo? (Naja, Beweise sind schwer zu bringen, für einen
Dummkopf), sie hat das Priesteramt ausgehöhlt und die Lehre der Kirche von den Sakramenten sehr weitgehend
verdunkelt (hm, wann die Lehre von den Sakramenten wohl verdunkelt wurde. Man denke nur an „Messfrüchte“).“
#25 chico flojo 21:11:06 | Mittwoch, 31. März 2010
@ RRR Oh – verstehe sehr wohl, was Sie mit „Gemurmel“ meinen – das gleiche wie „Murmelbrüderbruderschaft“.
Gebet ist Gebet – auch wenn Sie so etwas nicht verstehen – und das soll verstehen, wer will – Ihr Nichtverständnis.
Übrigens will ich damit dem Gemeindeoffizium überhaupt nicht irgend etwas abreden. Aber dieses hier:
„verkümmerte Not-Ersatzform“ läßt an Ausdruck an Verachtung kaum zu wünschen übrig.
‘aggiornamento’ „Es kam zum ‘aggiornamento’, wie der Papst sich ausdrückte, das heißt wörtlich: Zum
‘auf-den-heutigen-Stand-bringen’ der Kirche. Das bedeutet aber nicht etwa Anpassung der Kirche an die
Welt im Gegensatz zum Apostel in Röm 12,2 wie Leute es hinstellen möchten, denen ‘die ganze Richtung
nicht passt’, sondern Erneuerung der Kirche von ihrem Ursprung her, aber bei aufmerksamem Achten auf die
Gotteszeichen der Zeit.“ zitiert nach Hw Alfons Beil (1896-1997)
Brevier und anderes @RRR Freue mich über den freundlich-behaglichen Ton Ihrer Wortmeldung. „Brevierbeten
im Chor“ ist nicht die Regel, sondern eine contradictio in adiectio. Bitte genau lesen. Ich schrieb: Das
gemeinsame Chorgebet (mit Gesang) ist doch gerade die Regel! Hingegen: Die private Rezitation des Breviers
(80/90 Minuten pro Tag im Durchschnitt ohne Gesang) ist ein Notbehelf. Daß das Brevier tatsächlich eine
abgekürzte Form ist, wird doch nicht bestritten. Nur ist es doch leider immer kürzer geworden, über
1960/2 und gerade 1971 … Also? Dass die römische Kirche ihr Brevier Brevier nannte, zeigt schon, dass
sie es zuallererst als Privatgemurmel verstand. Ich kann nur bedauern, daß Sie die private Frömmigkeit
des Priesters, der etwa anderthalb Stunde pro Tag mit diesem Gebet verbringen muß, und auch dort, wo
er alleine betet, die Kirche als ganze vertritt, so abschätzend beurteilen. Daß es auch Priester gab
und gibt, die schlecht beten, ist etwas anderes, und tut nichts zur Sache. Die Reform vom „Brevier“ zur
„Liturgie“ (breviarium Romanum vs. Liturgia Horarum) war ein heilsamer Schritt in die richtige Richtung
Wunderbar. Daher wohl die heilsamen Früchte jener „Liturgia horarum“ im täglichen Leben der Konzilspriester
und die herrlichen Vesper- und sonstigen Chorandachten die seit 40 Jahren landein landauf in allen Konzilskirchen
zur höchsten Blüte gelangt sind. Ganz zu schweigen von den begeisterten großen Laienscharen, die sich
ganz freiwillig diesem Gebet anschließen … Konzilsfrühlin…
lieber r.ruhrgebietler Was haben Sie denn gegen das Missale von 1962? Ich wette, dass Sie als Gläubiger
den Unterschied in der Zelebration nach dem MR von 1962 und einem früheren nicht bemerken würden. OK,
die Karwoche ist eine andere Geschichte, aber die wurde ja schon von Pius XII… ähm … reformiert.
@ chico flojo Gemurmel (lateinisch murmuratio) ist ein gebräuchlicher Begriff für das kaum hörbare
Vorsichhersprechen von Texten. Und genau so geschieht Brevierbeten – im Gegensatz zum Gemeindeoffizium.
Letzteres ist die Vollform von Stundenliturgie, ersteres die verkümmerte Not-Ersatzform.
Auf welche nichtrevolutionäre Weise? Er will die schlimmen Folgen der innerkirchlichen 68er-Revolution
auf nichtrevolutionäre Weise heilen.“ Der Heilige Vater ist – so Mosebach – kein päpstlicher Diktator.
Er setze auf die Kraft des besseren Arguments. Das subtile Programm des Papstes werde seine Wirkung erst
in der Zukunft zeigen. Ich sehe keine Bußbereitschaft – weder im Vatikan, noch in den Diözesen. Alles
bleibt wie es seit dem verhängnisvollen Pastoralkonzil war. Die Kirche Jesu, sein mystischer Leib, wurde
von seinen Feinden gekreuzigt – aber er wird, wie Jesus auch, auferstehen und triumphieren.
DAnke Herr Mosebach Sie drücken genau das aus, was die kleine, wirklich sehr kleine Schar noch rechtgläubiger
Christen in der bekennenden und streitenden Nachfolge Jesu Christi stehen! Bewahrung der trid. Liturgie(leider
nur im Ritus von 1962!) und der (weitesgehend!) unverkürzten Glaubenslehre.
@Samurai Habe ich jetzt (ich hatte in den Thread nicht mehr reingeschaut und so Ihre Frage nicht mehr
gesehen. Ich bitte um Entschuldigung). Mit „Wohlfühlveranstaltung“ (Singular!) meinte ich de ganzen ÖKT,
aber wenn Sie Genaueres im Plural haben wollen, bitte (die Veranstaltungsorte entnehmen Sie bitte dem
Programmheft www.oekt.de/…mheft_Version121.pdf, ich habe ehrlich gesagt besseres zu tun, als das hier
alles reinzukopieren) Donnerstag, 11 – 12 Uhr, Guter Hoffnung sein, Segnungsfeier für werdende Mütter.
16 – 17 Uhr, So könnt ihr aufatmen, Ökumenischer Gottesdienst in leichter Sprache. 19.30 – 21.00, Atem-holen-Gottesdienst,
der etwas andere Gottesdienst für Menschen von 9 – 99. Ich gehe davon aus, dass für die beiden letztgenannten
Veranstaltungen Sauerstoffzelte zur Verfügung gestellt werden. Das ist so etwas das, was ich mit „Wohlfühlveranstaltungen“
meinte – aber mir durchausbewusst bin, dass es Mitchristen gibt, die dies für den Gipfel der Spiritualität
halten.
#16 chico flojo 20:37:55 | Mittwoch, 31. März 2010
@ RRR „Gemurmel“ ist ein sehr unstatthaftes Wort für Gebet. Ihren Post hingegen kann man ohne weiteres
als Geplapper bezeichnen. Und auch an Sie: Persönlich Verfehlungen von einzelnen oder einer Gruppe sind
nicht mit dem katholischen Glauben gleichzusetzen. Das ist unredlich.
@ Lycobates Meine Güte, sind Sie dumm. 1. Ja, das Brevierversäumen war Sünde. Deswegen hat man es ja
gebetet statt gebeichtet, das ging schneller. Der Witz „Bet ich dich oder beicht ich dich“ stammt nicht
aus der Nachkonzilszeit, sondern der davor. 2. Wo habe ich von Abendmessen geredet? Und wo habe ich in
diesem Zusammenhang vom 20. Jahrhundert geredet? 3. „Brevierbeten im Chor“ ist nicht die Regel, sondern
eine contradictio in adiectio. Das „breviarium“ wurde ja gerade für Einzelbeter (z.B. auf Reisen) geschaffen.
Dass die römische Kirche ihr Brevier Brevier nannte, zeigt schon, dass sie es zuallererst als Privatgemurmel
verstand. Die Reform vom „Brevier“ zur „Liturgie“ (breviarium Romanum vs. Liturgia Horarum) war ein heilsamer
Schritt in die richtige Richtung (und in die viel ältere Tradition der frühen Kirche – viel älter als
Trient).
#14 chico flojo 20:24:13 | Mittwoch, 31. März 2010
Ihr könnt ja glauben, was ihr wollt… …Samurai. Aber das solltet ihr nicht glauben: daß ihr mit eurem
Gebahren der Kirche einen Dienst erweist. Und von einem solltet ihr die Finger lassen. Nämlich von dem
Versuch, der Tradition und vor allem den Gläubigen, die dem katholischen in seiner unverkürzten Form
die Treue wahren, eine neue Ordnung aufzwingen zu wollen. Wir beten Gott an. Und nicht den Weltgeist,
der die Kirche zu vergiften droht. Nee, Leute – nicht mit uns. Wenn ihr es vorzieht, euch selber zu feiern –
bitte sehr. Aber laßt uns damit in Ruhe. Und wenn ihr nach der Henne und dem Ei fragt; die Kirche und
vor allem die Lehre war vor euch da. Ihr seid zwar Erben – oder sollt es sein. Aber als Bewahrer – und
nicht Zerstörer. Bei der Tradition mag es einige Unhebenheiten bei manchen Gestalten geben. Doch solange
der katholische Glaube bewahrt bleibt und lebt, ist mir da nicht bange. Da habt ihr mit weit mehr Problemen
aufzuwarten. Aber ihr könnt sie nicht erkennen in eurer Blindheit.
Hat jemand gestern Abend Arte gesehen ? Da gab es einen Themenabend zum „Elfenbeinturm Vatikan“. Vor allem
den zweiten Beitrag, der sich mit Papst Benedikt und seiner „Strategie“ zur Rettung der Kirche befasste,
fand ich sehr gut. Ich hoffe, dieser Papst hat noch einige Jahre vor sich. So klar, wie der im Kopf ist,
waren manche der hiesigen Forumsteilnehmer (z.B. bestimmte Kirchenmusiker) es zu ihren besten Zeiten nicht.
#12 ignostici † 20:15:31 | Mittwoch, 31. März 2010
@Carlo Darum schreibt Otto von Corvin 1845 im 6.Kapitel seines Pfaffenspiegels: „Es wird sich zeigen,
welchen schändlichen Verführungen die unter Leitung der Mönche stehenden Knaben ausgesetzt sind, und
ein jeder Vater wird daraus erkennen können, wie höchst gefährlich es für seine Kinder ist, wenn er
diese in Klosterschulen unterrichten lässt“. ignostici, amüsiert lachend
…mit Abstand das Dümmste… Man kann sich angesichts der Ausführungen von Mosebach nur noch an den
Kopf greifen – glaubt er den Unsinn wirklich, den er da schreibt!? Da macht es sich Martin Mosebach doch
ein wenig zu einfach, als habe es keinen Mißbrauch vor der angeblichen innerkirchlichen Kulturrevolution
gegeben. Und so jemand ist Träger des Büchner Preises? Der arme Georg Büchner dürfte im Grab rotieren…
stimmt nicht mal halb @RRR vor dem Konzil? Da wurde das Brevier auch nicht gebetet, sondern gebeichtet.
Wie bitte? Das müssen Sie mir einmal erklären, wie man ein Brevier beichtet. Das freiwillige und grundlose
Versäumen des Brevierbetens, bzw. des Chorgebets für Kleriker mit Chorpflicht, galt immer als schwer
sündhaft. Und noch früher? Da wurde gemeinsam in den Stadtkirchen morgens und abends Gottesdienst gehalten.
abends? Abendmessen gab es vor dem 2. Weltkrieg nicht, und man kann bedauern, daß sie nach dem Abklingen
des Fliegeralarms nicht wieder verboten wurden. Die auf Abwegen geratene liturgische Bewegung hat sich
ihrer bedient, um die Beseitigung des (urchristlichen) liturgischen Fastens und die Lockerung der Sonntagspflicht
durchzusetzen, wie in der Konzilssekte allgemein üblich. (Es stimmt nicht, wie man oft liest, daß die
Urchristen „Abendmessen“ feierten. Sie versammelten zwar oft an Vortagen (Vigil) und beteten Psalmen (unser
Offizium), und hörten eine Predigt, aber die Opferfeier mit Kommunion geschah nach Mitternacht, schon
eher früh am Morgen) für Tradis ja nie in Frage. Pfuipfui, Zeit verschwenden mit gemeinsamem Gebet,
igittigitt! Ab mit den Priestern … damit sie schon das Brevier herunterleiern! Das gemeinsame Chorgebet
(mit Gesang) ist doch gerade die Regel! Die private Rezitation des Breviers (80/90 Minuten pro Tag im
Durchschnitt ohne Gesang) ist ein Notbehelf. Und der Roncalli’sche Kahlschlag 1962 hat v.a. die Matutin
stark reduziert und gerade dem Chorgebet arg zugesetzt!
Mit Verlaub! „Sie [die Liturgiereform] war in Wahrheit ‘eine Revolution, die vom Auftrag des Zweiten Vatikanischen
Konzils, die liturgischen Bücher ‘behutsam’ durchzusehen, nicht gedeckt ist.“ Das Konzil selbst war eine
Revolution! Unter ‘behutsam durchzusehen’ war gemeint, konzentriert und zielsicher die revolutionären
Ideen in die liturgischen Bücher einzubringen. Im übrigen: Durch das Antasten der Liturgie hat sich
das Zweite Vatikanische „Konzil“ insgesamt den Bann des Konzils von Trient zugezogen. Punkt. „Den Versuch
einer Versöhnung mit der kommunistischen Staatskirche Chinas sowie mit byzantinischen Schismatikern in
Rußland und Griechenland bezeichnet Mosebach als mutig.“ Eine Versöhnung wird es nicht geben, solange
der Papst auf „mutige“ Diplomatie baut und die Weihe Rußland an das Unbefleckte Herz Mariens verweigert.
„Der Papst versuche, dort einzugreifen, wo das Erscheinungsbild der Kirche durch einen radikalen Bruch
mit der Vergangenheit verzerrt wird.“ Dem ist nicht so, weil der Papst keinen radikalen Bruch mit der
Vergangenheit zugibt.
mit abstand das vernünftigste was ich zur entsetzlichen kirchenkrise gelesen habe. Offenbar ist kein
hirte auch nur ansatzweise zu so einer denkleistung fähig. Denkt der freche jolie
Ein sehr guter Beitrag! Danke für diesen Beitrag. Man kann Mosebach nur zustimmen – die Kirche ist durch
und durch erkrankt, infiziert durch den Zeitgeist und geschwächt durch eine entstellte Liturgie. Tatsächlich
ist die jetzige Situation schlimmer als vor dem Konzil von Trient, denn damals war zuindest der katholische
Glaube noch vorhanden, dem man heute in erster Linie nur noch dort begegnet, wo die Messe würdig gefeiert
wird, am besten nach den Büchern von 1962.
@RRR Also, Früher war auch nicht die Gute alte Zeit, im Gegenteil. ich möchte Weiß Gott hier nicht
die Priester als solche pauschal über einen Kamm scheren, aber wenn ich überlege, daß sich hier, im
katholischen Westmünsterland, Bischof Ketteler (19.Jahrhundert) noch ausdrücklich für einen bessere
theologische Ausbildung der Priester einsetzte, weil leider etliche gerade mal die Messe lesen konnten
(wörtlich gemeint!), aber oft kaum wussten, was auf den Kanonstafeln stand- und wenn damals ein junger
Kaplan von Galen in Berlin nicht im Pfarrhaus,sondern unter den Arbeitern in Berlin (in einer Mietskaserne)
leben wollte (unter seinen Leuten, wie er es nannte) und deswegen von Mitpriestern verärgert gefragt
wurde, warum er sich mit dem Pöbel abgeben würde, dann stelle ich fest- sssooo toll war es auch nicht
alles.
Stimmt nur halb Sie hörten auf, täglich die Heilige Messe zu feiern und sie beteten nicht mehr regelmässig
das Brevier. Und wie war es vor dem Konzil? Da wurde das Brevier auch nicht gebetet, sondern gebeichtet.
Und noch früher? Da wurde gemeinsam in den Stadtkirchen morgens und abends Gottesdienst gehalten. Aber
das käme für Tradis ja nie in Frage. Pfuipfui, Zeit verschwenden mit gemeinsamem Gebet, igittigitt!
Ab mit den Priestern in ihre Privatkapellen, damit sie schon das Brevier herunterleiern!
#2 Schnederpelz 19:13:45 | Mittwoch, 31. März 2010
@El Greco Er mag ja integer sein, aber seine Analyse ist ziemlich daneben. Dass Priester vor den 70er
Jahren lauter Unschuldslämmer gewesen sind glaubt er ja wohl selber nicht, zu gut sind die Verfehlungen
des Klerus über die Jahrhunderte dokumentiert. Wo ich ihm aber zustimmen möchte ist seine Einschätzung,
dass das Experiment der Angleichung der Kirche an die heutige Welt gescheitert ist. Das liegt aber ganz
einfach daran, dass die katholische Kirche und die Welt da draußen nicht kompatibel sind und es nie waren.
Nur, früher hatte die Kirche Macht, entweder direkt oder über die jeweiligen Herrscher. Diese Macht
hat sie heutzutage immer weniger. Sie wird also wählen müssen: eine kleine Gruppe, die „die wahre Lehre“
vertritt, oder sie wird eine weitere der zahllosen Strömungen innerhalb der christlichen Glaubensgemeinschaften.
Herr Mosebach ist einer der integersten Menschen im öffentlichen Rang. Seine Integrität und Weisheit
sollte auch manchem Bischof zur Ehre gereichen. Punkt