Liturgie
Jetzt verliert die Skandaldiözese Linz die treuen Katholiken
Daß fernstehende Katholiken aus der Kirche austreten, ist auf Dauer nicht zu vermeiden. Aber will man die anderen auch verjagen?
Prozession mit der Dornenkrone in Spanien
Prozession mit der Dornenkrone in Spanien
© Contando Estrelas, CC
(kreuz.net) „Wir haben uns lediglich auf der Bezirkshaupt- mannschaft von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchen-steuerzahler abgemeldet, bleiben aber auf jeden Fall Mitglieder der Römisch Katholischen Kirche.“

Das erklärte das bekannte katholische Ehepaar Herbert und Elfriede Lindner Ende Februar vor der Finanzkammer der Diözese Linz.

Das Ehepaar wohnt in der oberösterreichischen 5500-Seelen-Marktgemeinde Gunskirchen.

Lindner publiziert den monatlichen Rundbrief ‘Die Wahrheit’ des katholischen Vereins für Heimatmission.

Nach seiner Abmeldung von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler der Diözese Linz hatte ihm das diözesane Finanzamt mitgeteilt, daß das Ehepaar die katholische „Glaubensgemeinschaft“ verlassen habe.

Doch Lindner wehrt sich heftig gegen diese Behauptung.

Er habe sein Vorgehen persönlich dem Linzer Diözesanbischof, Mons. Ludwig Schwarz, und dem Gunskichner Pfarrer, Hw. Henryk Ostrowski, dargelegt und begründet.

Das Ehepaar Lindner hat ihren Kirchenbeitrag in den letzten Jahren wegen der anhaltenden Skandale im Bistum Linz dem Kirchensteuer-Treuhandkomitee ‘Aktion Kirchentreu’ überwiesen.

Doch nach der Abmeldung von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler fordert das diözesane Finanzamt den Kirchenbeitrag dieser letzten acht Jahre.

Doch Lindner kontert: „Sie wissen genau wie ich, daß Sie höchstens drei Jahre Kirchenbeitrag nachfordern können.“

Er wendet auch ein, daß die Diözese dem Paar all die Jahre keine Kirchenbeitragsvorschreibung geschickt hat.

Zum Kirchenbeitrag der letzten drei Jahre verweise Lindner auf eine Vereinbarung, die im Juli 2009 zwischen Bischof Schwarz und der ‘Aktion Kirchentreu’ getroffen wurde.

Lindner zitiert aus der Vereinbarung, daß der Kirchenbeitrag für die Beteiligten als ordnungsgemäß eingezahlt gilt, „ohne daß irgendwelche Forderungen an die beteiligten Kirchenbeitragszahler gestellt werden können.“

Daraus folgert Lindner: „Vor dem weltlichen Gericht wird hier wahrscheinlich die Aussage des Diözesanbischofs mehr zählen als jene eines Mitarbeiters der Finanzkammer.“

Dann geht er auf die sieben Tage vom 1. bis 7. Januar 2010 ein, für die ihm 36,31 Euro in Rechnung gestellt wurden. Diese Berechnung sei ihm „völlig schleierhaft“:

„Das ist gegenüber Ihrer Berechnung der Vorjahre eine Erhöhung um mehrere hundert Prozent.“

Doch Lindner stellt nicht auf stur: „Wir werden diesen Betrag aber trotzdem überweisen, in der Hoffnung, daß dies dann für uns der letzte Kontakt mit Ihrer Behörde war.“
      
13 Lesermeinungen
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#13   Einfalt   09:27:18 | Samstag, 3. April 2010
@St.Anton
Um gegen die Schlaglöcher auf Europas Straßen zu protestieren, wird meine KFZ-Steuer neuerdings an die „Besserer Fahrbahnbelag für Porschefahrer!
Ich fange an die Strassen mit meinem Porsche Cayenne Geländewagen zu genießen. Des einen Leid, des andren Freud.
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#12   St. Anton †   09:17:57 | Samstag, 3. April 2010
Ehepaar Lindner als Vorbild!
Genauso mache ich es mit meiner Stromrechnung. Ich überweise mein Geld an den Verein „Kein Uran aus Afrika e.V.“, möchte aber dennoch gerne Atomstrom beziehen.
Um gegen die Schlaglöcher auf Europas Straßen zu protestieren, wird meine KFZ-Steuer neuerdings an die „Besserer Fahrbahnbelag für Porschefahrer!“-Treuhandstiftung überwiesen. Auf den Entzug meines Kennzeichens reagiere ich eifrig mit „Hungerstreik“ (nach dem Vorbild von Josef „Ramadan“ Erpresselmayer – vor der Kamera hungern, abends dann sattessen!)
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#11   Lisibald Poier †   19:03:25 | Freitag, 2. April 2010
@sullivan
Darf man denn am Karfreitag Witze machen?
Du meinst damit nicht vielleicht unterschwellig den Kriksikraksi-Künstler heute vormittag am Dom?!
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#10   sullivan   18:59:02 | Freitag, 2. April 2010
das bekannte katholische Ehepaar Herbert und Elfriede Lindner
Darf man denn am Karfreitag Witze machen?
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#9   diakonus   16:22:48 | Freitag, 2. April 2010
Zeit zum Nachdenken?
Wie wäre es mit ein paar Minuten Nachdenken über das Wesen der Sünde.
Jahrhundertelang kannten Christen genau drei Todsünden:
Mord, Ehebruch und öffentlicher Abfall von Glauben.
Da erklären neunmalkluge Besserwisser auf saatlichen Behörden „nicht mehr zur Gemeinschaft derer gehören zu wollen, die die Kirche unterstützen“.(„kirchensteuer“ gibt es in österreich nicht, die Formulierung im Artikel beweist nur vollkommene Ahnungslosigkeit des Verfassers). Der Staat interpretiert das so, wie jeder normale Mensch es interpretiert: da will jemand nicht mehr Teil der Kirche sein.
Kleines Nachdenken:
Wie ist dieses Handeln einzuordnen?
Wie sollen jene beurteilt werden, die so ein Handeln verharmlosen oder gar noch dafür werben?
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#8   Kreuznetter †   14:15:06 | Freitag, 2. April 2010
Aktionskünstler kreuzigt sich auf Stephansdom
Aus Protest gegen den Missbrauch in der Kirche hat sich heute der Künstler Emmerich Weissenberger symbolisch auf dem Stephansdom gekreuzigt. Von Zusehern gab es Applaus, die Polizei führte den Künstler ab.
orf.at wien.orf.at/stories/433617/
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#7   Paulaner †   13:41:24 | Freitag, 2. April 2010
solltest du den nicht …
klein machen?
:-D O:) :-@ >:)
Przybislav Iamesseblo: Karl Rahner, der grosse Scharlatan meinte…
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#6   Przybislav Iamesseblo   13:27:35 | Freitag, 2. April 2010
Karl Rahner, der grosse Scharlatan meinte…
der Verlust eines glaubenstreuen Katholiken von gestern sei für die Kirche weniger wichtig als die Katholiken von morgen. Die Bescherung haben wir heute.
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#5   chico flojo   12:34:31 | Freitag, 2. April 2010
@welli
Lasst sie doch weglaufen!
Na, so geht es nun auch nicht. Eigentlich sind jene Leute doch ein besonders triftiger Grund für eine vestärkte Mission gerade in unseren Gefilden. Das hätte dann noch einen gewissen Seiteneffekt. Nämlich der, daß sich dann wirklich die Spreu vom Weizen trennen würde. Nur – von Mission ist überhaupt nichts zu spüren – seit Jahren.
Früher gab es mal Volksmissionen… heute den ÖKT :-@
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#4   welli   12:25:37 | Freitag, 2. April 2010
Wer weiss, was Jesus mit seiner Kirche vor hat!
Lasst sie doch weglaufen! Die Kirche muss sich läutern überall und auch von den Karteileichen. :)3 Erst dann wird es wieder aufwärts gehen.
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#3   Botschafter   12:12:23 | Freitag, 2. April 2010
Geld ist GOTT
Geld ist doch der wahre GOTT der angebetet wird!!!
Wie und wo wird am heftigsten und schnellsten reagiert, wenn sich die Leute nicht wie gewohnt verhalten??? – Beim Bezahlen…!
Und kommt mir jetzt nicht mit: Sie müssen haben, weil…!
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#2   kristall   11:46:06 | Freitag, 2. April 2010
Da solllte der Österreichische Bischof Schwarz!
die linkskatholiken entsorgen!
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#1   hieronymus333   11:11:47 | Freitag, 2. April 2010
Die Intention nach dem V II. war gegenteilig gemeint
Daß fernstehende Katholiken aus der Kirche austreten, ist auf Dauer nicht zu vermeiden. Aber will man die anderen auch verjagen?
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