11:05:53 | Freitag, 2. April 2010
Daß fernstehende Katholiken aus der Kirche austreten, ist auf Dauer nicht zu vermeiden. Aber will man die anderen auch verjagen?
(kreuz.net) „Wir haben uns lediglich auf der Bezirkshaupt- mannschaft von der staatlichen Gemeinschaft
der Kirchen-steuerzahler abgemeldet, bleiben aber auf jeden Fall Mitglieder der Römisch Katholischen
Kirche.“
Das erklärte das bekannte katholische Ehepaar Herbert und Elfriede Lindner Ende Februar vor
der Finanzkammer der Diözese Linz.
Das Ehepaar wohnt in der oberösterreichischen 5500-Seelen-Marktgemeinde
Gunskirchen.
Lindner publiziert den monatlichen Rundbrief
‘Die Wahrheit’ des katholischen Vereins für
Heimatmission.
Nach seiner Abmeldung von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler der Diözese
Linz hatte ihm das diözesane Finanzamt mitgeteilt, daß das Ehepaar die katholische „Glaubensgemeinschaft“
verlassen habe.
Doch Lindner wehrt sich heftig gegen diese Behauptung.
Er habe sein Vorgehen persönlich
dem Linzer Diözesanbischof, Mons. Ludwig Schwarz, und dem Gunskichner Pfarrer, Hw. Henryk Ostrowski,
dargelegt und begründet.
Das Ehepaar Lindner hat ihren Kirchenbeitrag in den letzten Jahren wegen der
anhaltenden Skandale im Bistum Linz dem Kirchensteuer-Treuhandkomitee
‘Aktion Kirchentreu’ überwiesen.
Doch nach der Abmeldung von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler fordert das diözesane
Finanzamt den Kirchenbeitrag dieser letzten acht Jahre.
Doch Lindner kontert: „Sie wissen genau wie ich,
daß Sie höchstens drei Jahre Kirchenbeitrag nachfordern können.“
Er wendet auch ein, daß die Diözese
dem Paar all die Jahre keine Kirchenbeitragsvorschreibung geschickt hat.
Zum Kirchenbeitrag der letzten
drei Jahre verweise Lindner auf eine Vereinbarung, die im Juli 2009 zwischen Bischof Schwarz und der ‘Aktion
Kirchentreu’ getroffen wurde.
Lindner zitiert aus der Vereinbarung, daß der Kirchenbeitrag für die
Beteiligten als ordnungsgemäß eingezahlt gilt, „ohne daß irgendwelche Forderungen an die beteiligten
Kirchenbeitragszahler gestellt werden können.“
Daraus folgert Lindner: „Vor dem weltlichen Gericht wird
hier wahrscheinlich die Aussage des Diözesanbischofs mehr zählen als jene eines Mitarbeiters der Finanzkammer.“
Dann geht er auf die sieben Tage vom 1. bis 7. Januar 2010 ein, für die ihm 36,31 Euro in Rechnung gestellt
wurden. Diese Berechnung sei ihm „völlig schleierhaft“:
„Das ist gegenüber Ihrer Berechnung der Vorjahre
eine Erhöhung um mehrere hundert Prozent.“
Doch Lindner stellt nicht auf stur: „Wir werden diesen Betrag
aber trotzdem überweisen, in der Hoffnung, daß dies dann für uns der letzte Kontakt mit Ihrer Behörde
war.“
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Einfalt 09:27:18 | Samstag, 3. April 2010
#12
St. Anton † 09:17:57 | Samstag, 3. April 2010
#11
Lisibald Poier † 19:03:25 | Freitag, 2. April 2010
#10
sullivan 18:59:02 | Freitag, 2. April 2010
#9
diakonus 16:22:48 | Freitag, 2. April 2010
#8
Kreuznetter † 14:15:06 | Freitag, 2. April 2010
#7
Paulaner † 13:41:24 | Freitag, 2. April 2010
#6
Przybislav Iamesseblo 13:27:35 | Freitag, 2. April 2010
#5
chico flojo 12:34:31 | Freitag, 2. April 2010
#4
welli 12:25:37 | Freitag, 2. April 2010
#3
Botschafter 12:12:23 | Freitag, 2. April 2010
#2
kristall 11:46:06 | Freitag, 2. April 2010
#1
hieronymus333 11:11:47 | Freitag, 2. April 2010