14:01:28 | Donnerstag, 8. April 2010
Johannes Paul II.
Die Frau am Totenbett von Johannes Paul II.
Das ist der Stoff, an dem die sexual- neurotischen Medien ihre antikirchlichen kranken Phantasien nähren.
(kreuz.net) Die polnische Psychiaterin Wanda Półtawska (88) war eine enge Vertraute von Johannes Paul
II. († 2005).
Am 2. April berichtete der Journalist Jean-Maria Guénois in der französische Tageszeitung
‘Le Figaro’ über sie.
‘Le Figaro’ bezeichnet Frau Półtawska als geistliche Schülerin, kleine Adoptionsschwester,
treue Sekretärin und einflußreiche Beraterin des verstorbenen Papstes.
Im KonzentrationslagerWährend
der Zeit der deutschen Besetzung Polens schloß sich Wanda einer verbotenen katholischen Pfadfindergruppe
an.
Deshalb wurde sie im Jahr 1941 von der Gestapo verhaftet und sechs Monate im Lubliner Schloß gefangengehalten.
Ihre dreizehn Pfadfinder-Freundinnen wurden erschossen.
Wanda wurde von den Politverbrechern in das
Konzentrationslager Ravensbrück verlegt, wo sie Zwangsarbeit leisten mußte.
Medizinische Experimente
Zugleich führte man an ihr und an anderen Frauen medizinische Experimente durch.
Im März 1943 demonstrierten
einige der Frauen gegen weitere Operationen und hatten auch kurzzeitig Erfolg.
Doch dann wurden sie erneut
zu Operationen abkommandiert. Ihr Widerstand wurde gebrochen. Sie wurden in einen Bunker gesperrt und
zwangsweise operiert.
Wanda überlebte, weil man sie schließlich für tot hielt und auf einen Leichenberg
warf.
Von den 40.000 Polen im Lager kehrten 8.000 Frauen zurück.
Von den 73 Frauen, die medizinischen
Experimenten unterworfen wurden, überlebten 18.
„Endlich einer, der mich versteht“Nach dem Krieg wurde
Wanda Psychiater. Sie heiratete und wurde Mutter von vier Kindern.
In dieser Zeit traf sie im Beichtstuhl
auf den damaligen Hw. Wojtyla.
Sie litt immer noch schwer unter den Erlebnissen im Konzentrationslager:
„Endlich jemand, der mich versteht“ – schrieb sie damals über Hw. Wojtyla.
Die persönliche Aufzeichnungen
von Frau Półtawska über ihre Kontakte mit dem späteren Papst sind letztes Jahr auf Italienisch erschienen.
Schon bald hatte Frau Półtawska regelmäßige Kontakte mit Hw. Wojtyla. Sie schreibt:
„Eines Tages
bemerkte ich, daß es einen neuen Akzent in unserer Beziehung gab, eine Zärtlichkeit in seiner Stimme.
Ich hatte diese Änderungen nicht sofort wahrgenommen.
Andrzej, mein Gatte, wies mich darauf hin. Er
informierte ihn darüber, daß ich vier Jahre im NS-Lager von Ravensbrück verbracht hatte.
Seine Antwort
war erstaunlich. Er sagte ihm: »Das war für mich«.“Den späteren Papst hat es immer sehr beschäftigt,
daß er im Krieg verschont geblieben war. Darum hatte er eine große Verehrung für die Opfer.
„Das ist
meine Schwester“Im Jahr 1958 wurde der damalige Hw. Wojtyla zum Bischof geweiht.
Am Ende der Zeremonie
fragt ihn eine Frau, die ihn im Gespräch mit Frau Półtawska sah: „Ist das Ihre Schwester?“ Der neugeweihte
Bischof antwortete: „Ja, das ist meine Schwester.“
Im Juli 1962 schrieb der spätere Papst an Frau Półtawska:
„Ich wiederhole mich und habe es bereits gesagt. Ich glaube, daß sich ein gewisses interpersonelles Band
zwischen uns formt. Das ist mir wertvoll.“
Im gleichen Jahr wurde bei Wanda eine Krebserkrankung diagnostiziert.
Darum schrieb Mons. Wojtyla am 17. November 1962 an Padre Pio und bat ihn um eine Heilung der Mutter
von vier Kindern.
Bereits am 28. November schickt Mons. Wojtyla einen Dankesbrief: „Die Frau aus Krakau
wurde plötzlich am 21. November noch vor der Operation geheilt.“
„Ich sehe die Zukunft nicht“Als der
Erzbischof von Krakau im Jahr 1978 zum zweiten Konklave nach Rom aufbrach, fragte ihn Frau Półtawska,
welchen Namen er bei einer eventuellen Wahl zum Papst wählen würde:
„Mein Mann hat ruhig geantwortet:
»Wie, welcher Name? Johannes Paul II., das ist logisch!« Er selber sagte nichts“ – erinnert sich Frau
Półtawska.
Vier Tage nach der Wahl, am 20. Oktober 1978, schrieb der neugewählte Papst einen langen
Brief an Frau Półtawska: „Ich denke in dieser ganzen Sache an Dich“.
Für Frau Półtawska führt die
Trennung durch die Papstwahl zu einer Art Depression: „Ich sehe die Zukunft nicht“ – bekennt sie.
Er
antwortete: „Du hast mir immer gesagt, daß wir uns am engsten wären. Ich weiß, daß das die Wahrheit
ist, aber diese Wahrheit wird eine Quelle der Seelenqual.“
„Jeder Tag ist ein Gebet für dich“Am 12.
April 1979 schrieb der Papst: „Das Priestertum beinhaltet besondere Verzichte und Aufgaben.“
Und: „Du
bist mir Schritt um Schritt in meinem Priestertum gefolgt und hast seit so vielen Jahren an der Entdeckung
aller dieser Sinngehalte und Werte teilgenommen. Du hast auf eine sehr kreative Weise daran Anteil genommen.
Darum kannst Du jetzt nicht sagen, daß Du keinen »Platz« für Dich siehst. Dieser »Ort« ist mit
deinem Zeugnis dieser Werte und Bedeutungen verbunden.“
„Wenn Jesus mich jetzt hierhin gerufen hat, hat
er mich in gewisser Weise »damit« gerufen.“
Am 23. Juni 1979 schrieb der Papst: „Jeder Tag ist ein
Gebet für Dich.“ Und: „Wenn Du an das »Werk des Bruders« denkst, versuche an das Werk Christi zu denken
»durch den Bruder«.“
Die Kommunisten haben gesucht und nicht gefundenDer ‘Figaro’ erwähnt, daß
die Freundschaft zwischen dem damaligen Krakauer Kardinal und Frau Półtawska dem kommunistischen polnischen
Sicherheitsdienst nicht entgangen war.
Der damalige Erzbischof wurde von den Kommunisten Tag und Nacht
ausspioniert.
Doch die Geheimpolizei war nicht in der Lage, in diesem Zusammenhang irgendwelche schmutzigen
Details in Erfahrung zu bringen, auf welche die sexgierige Welt bis heute so sehnsüchtig wartet.
Mit
den Hausschuhen in der KapelleDer Einfluß von Frau Półtawska auf das Denken von Johannes Paul II.
hat sich vor allem auf Fragen zur Sexual- und Familienmoral erstreckt.
Das bekannte Buch des Papstes
„Liebe und Verantwortung“ wurde zusammen mit ihr verfaßt. In einem Brief nennt der Papst dieses Werk
„mein Buch (und dein Buch)“.
Wanda und ihr Ehemann Andrzej waren häufige Gäste in der päpstlichen
Wohnung.
Sie konnte zur Messe in der päpstlichen Privatkapelle in Hausschuhen erscheinen.
Insgesamt
war das Ehepaar Półtawski – teilweise mit den vier Kindern – 27mal beim Papst in Castel Gandolfo zu
Gast.
Als Papst Johannes Paul II. am 2. April 2005 im Apostolischen Palast im Vatikan starb, waren wenige
Personen anwesend: der päpstliche Privatsekretär und heutige Erzbischof von Krakau, Stanislaus Kardinal
Dzwisz, einige Vertraute und Frau Półtawska.
Der Privatsekretär hatte keine FreudeDer ‘Figaro’ berichtet,
daß der päpstliche Privatsekretär und heutige Erzbischof von Krakau, Stanislaw Kardinal Dziwisz, über
die Freundschaft des Papstes mit Frau Półtawska nicht besonders glücklich war.
Ihm war Wandas energischer
und autoritärer Charakter ein Dorn im Auge.
Kardinal Dziwisz wirft ihr jetzt auch vor, private Informationen
über den Papst in die Öffentlichkeit gebracht zu haben.
Er stellte klar, daß der verstorbene Papst –
ohne Exklusivitäten – mit einer großen Anzahl von Personen freundschaftliche Beziehungen unterhalten
habe.
Zu dem Thema wird in Italien schon bald das Buch „Die Frauen von Wojtyla“ erscheinen.
Wanda rechtfertigt
sichFrau Półtawska hat ihre Buchveröffentlichung in einem einzigen Interview mit dem katholischen
Wochenmagazin ‘Tygodnik Powszechny’ rechtfertigt:
„Johannes Paul II. hat gewünscht, daß ich mein Zeugnis
abgebe. Ich habe mit ihm kurz vor seinem Tod darüber gesprochen“ – erklärte sie.
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