Die letzte Sorge + Polnischer Dominikaner als kommunistischer Spitzel im Vatikan? + Kein Selbstmord + Spektakulärer Aufschwung des Glaubens in Deutschland + Transportschwierigkeiten
Die letzte Sorge
Vatikan. Am Ende des Konklave mußten die Kardinäle um das Zustandekommen des weißen
Rauches kämpfen. Kardinal Tarcisio Bertone von Genua erklärte die Umstände. Der schwarze Qualm habe
sich relativ leicht erzeugen lassen. Probleme habe es mit dem weißen Rauch gegeben. Das bereitgestellte
chemische Material für dessen Erzeugung habe sich sehr schwer entzünden lassen. Als es schließlich
klappte, habe sich der Rauch mit einem beißenden Geruch in der sixtinischen Kapelle ausgebreitet. Kardinal
Schönborn von Wien erklärte sich mit Blick auf die Fresken des Michelangelo glücklich darüber, daß
niemand vom Denkmalschutz in der Kapelle anwesend war. Kardinal Mahony von Los Angeles sah die Dinge von
einem praktischen Standpunkt: Er sei sich sicher, daß man die fachmännische Erzeugung des Rauches vorausgehend
nicht geprobt habe.
Polnischer Dominikaner als kommunistischer Spitzel im Vatikan?
Polen. Der in Rom
lebende polnische Dominikanerpater Konrad Hejmo soll in den 80er Jahren als Informant der kommunistischen
Geheimpolizei der Volksrepublik Polen tätig gewesen sein. Seit Jahrzehnten betreut P. Hejmo die polnischen
Pilger, die den Vatikan besuchen. Die Information über eine angebliche Spitzeltätigkeit des Paters wurde
am Mittwoch vom „Institut des Nationalen Gedenkens“ in Warschau bekanntgegeben. Es gebe dazu glaubwürdige
Dokumente. Der Dominikanerpater habe unter den Pseudonymen Hejnal und Dominik gearbeitet. P. Hejmo, der
für sein gelegentlich forsches Auftreten bekannt ist, war während der Zeit des Sterbens und des Begräbnisses
von Johannes Paul II. ein häufiger Interview-Partner im polnischen Fernsehen.
Kein Selbstmord
Mit einer
überwältigenden Mehrheit von 138 zu 26 Stimmen – bei fünf Enthaltungen – lehnte der Europarat am gestrigen
Mittwoch einen Resolutionsentwurf zugunsten des assistierten Selbstmordes ab. Seit sechs Jahren hatten
lebensfeindliche Kräfte im Rat versucht, die Einschläferung alter, kranker und lebensmüder Menschen
zu legalisieren. „Das Ergebnis dieser Abstimmung ist eine deutliche Absage an die aktive Sterbehilfe in
Europa“, so ein Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.
Spektakulärer Aufschwung
des Glaubens in Deutschland
42 Prozent der Deutschen glauben, daß ein vierblättriges Kleeblatt Gutes
bringt. 40 Prozent sind von der Bedeutung der Sternschnuppen für ihr Leben überzeugt. 36 Prozent halten
die Kaminfeger für Glücksbringer. Von der 13 als Unglückszahl sind 28 Prozent und von der schwarzen
Katze als Unglücksbringer 25 Prozent überzeugt. Die Umfrageergebnisse stammen laut einem Bericht der
schweizerischen ‘Reformierten Nachrichten’ vom Institut für Demoskopie im deutschen Allensbach am Dreiländereck.
Transportschwierigkeiten
Vatikan. Schon seit einer Woche muß Papst Benedikt XVI. ohne seinen musikalischen
Freund, das Klavier, auskommen. Nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur ‘ansa’ sind Transportprobleme
der Grund, warum sich das Instrument noch immer in der alten Wohnung an der Piazza della Città Leonina
befindet. Eigentlich sollte das Piano schon seit Montag im Apostolischen Palast stehen. Da sich der Flügel
weder durch Türen noch durch Fenster transportieren ließ, denke man nun darüber nach, das Instrument
in Einzelstücke zu zerlegen und es nach dem Transport wieder zusammen zu bauen.
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1 Lesermeinung
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Piano Wie wohl das Piano in die Wohnung gekommen ist, aus der er nun nicht mehr ohne „Gewalt“ herauszubekommen
ist? Vielleicht wurden Fenster/Türen nachträglich verkleinert? Oder das Haus um das Piano herum gebaut?
Oder das Piano im Haus? Oder sind Ulmer Spatzen am Werk? „Ein Klavier, ein Klavier“, sprach Loriot (bzw.
ließ sprechen).