11:14:32 | Freitag, 16. April 2010
Zuerst war er zu antikommunistisch, dann war sein Religionsunterricht nicht modern genug. Trotzdem bewahrt er sich den Glauben seiner Väter bis zum Schluß.

Hw. Philippe Sulmont R.I.P. auf einem Foto der Priesterbruderschaft Sankt Pius X.
(kreuz.net) Am 11. Februar verstarb in Nordfrankreich Hw. Philippe Sulmont (88).
Das berichtete der französische
Distrikt der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. auf seiner Webseite.
Hw. Sulmont wurde am 16. September
1921 in Amiens geboren, das damals 91.000 Einwohner umfaßte.
Er war das zweite Kind einer Familie mit
insgesamt sieben Buben und sieben Mädchen.
Seine theologischen Studien absolviert er im Pariser Priesterseminar
in Issy-les-Moulineaux, dann am Elite-Priesterseminar Les Carmes des ‘Institut Catholique’ von Paris.
Am 25. März 1944 wurde Hw. Sulmont für die Diözese Amiens zum Priester geweiht. Anschließend war
er fünf Jahre Vikar in der Gemeinde Albert – dreißig Kilometer nordöstlich von Amiens.
In den darauffolgenden
fünf Jahren arbeitete Hw. Sulmont als Professor im Kleinen Seminar der Diözese.
Diese Tätigkeit kam
zu einem Ende, als sich die Eltern der Kleinen Seminaristen über den „zu antikommunistischen“ Unterricht
von Hw. Sulmont beklagten.
Seine Oberen versetzten ihn darum als Spiritual in ein Mädchen-Pensionat.
Dort blieb er zwölf Jahre.
Doch im Jahr 1968 erreichten die Wellen der damaligen geistigen Umnachtung
auch das Pensionat.
Hw. Sulmont wurde angeklagt, den „alten Katechismus“ zu verwenden und „keinen modernen
Religionsunterricht“ zu geben.
Der Bischof versetzte ihn darum in eine Pfarrei, zuerst in das 250-Seelen-Dorf
Gorenflos, dann – ab 1970 – in die 300-Seelen-Nachbargemeinde Domqueur.
Die Ortschaften befinden etwa
35 Kilometer nordwestlich von Amiens – unweit der Küste zum Ärmelkanal.
Von dort aus betreute er sechs
umliegende Gemeinden. 37 Jahre blieb Hw. Sulmont in Domqueur.
Im Jahr 2007 zog er in ein Seniorenheim.
Dort verstarb er am 11. Februar 2010 im Alter von 88 Jahren.
Pater Jacques Laguérie – der zweite Assistent
der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Frankreich – zelebrierte in dem Heim ein gesungenes Requiem
für den verstorbenen Priester.
Die Beerdigungsmesse fand anschließend in der Kirche von Domqueur statt.
Sie wurde von Hw. Maurice Vignolle – dem ehemaligen Pfarrer der 700-Seelen-Gemeinde Cambron – im Alten
Ritus zelebriert.
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#4
SignumSalutis † 21:41:47 | Freitag, 16. April 2010
#3
engelhardt † 15:30:41 | Freitag, 16. April 2010
#2
Waldemar Michael 14:36:57 | Freitag, 16. April 2010
#1
engelhardt † 12:25:57 | Freitag, 16. April 2010