Requiem
Ein verjagter Priester
Zuerst war er zu antikommunistisch, dann war sein Religionsunterricht nicht modern genug. Trotzdem bewahrt er sich den Glauben seiner Väter bis zum Schluß.
Hw. Philippe Sulmont R.I.P. auf einem Foto der Priesterbruderschaft Sankt Pius X.
Hw. Philippe Sulmont R.I.P. auf einem Foto der Priesterbruderschaft Sankt Pius X.
(kreuz.net) Am 11. Februar verstarb in Nordfrankreich Hw. Philippe Sulmont (88).

Das berichtete der französische Distrikt der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. auf seiner Webseite.

Hw. Sulmont wurde am 16. September 1921 in Amiens geboren, das damals 91.000 Einwohner umfaßte.

Er war das zweite Kind einer Familie mit insgesamt sieben Buben und sieben Mädchen.

Seine theologischen Studien absolviert er im Pariser Priesterseminar in Issy-les-Moulineaux, dann am Elite-Priesterseminar Les Carmes des ‘Institut Catholique’ von Paris.

Am 25. März 1944 wurde Hw. Sulmont für die Diözese Amiens zum Priester geweiht. Anschließend war er fünf Jahre Vikar in der Gemeinde Albert – dreißig Kilometer nordöstlich von Amiens.

In den darauffolgenden fünf Jahren arbeitete Hw. Sulmont als Professor im Kleinen Seminar der Diözese.

Diese Tätigkeit kam zu einem Ende, als sich die Eltern der Kleinen Seminaristen über den „zu antikommunistischen“ Unterricht von Hw. Sulmont beklagten.

Seine Oberen versetzten ihn darum als Spiritual in ein Mädchen-Pensionat. Dort blieb er zwölf Jahre.

Doch im Jahr 1968 erreichten die Wellen der damaligen geistigen Umnachtung auch das Pensionat.

Hw. Sulmont wurde angeklagt, den „alten Katechismus“ zu verwenden und „keinen modernen Religionsunterricht“ zu geben.

Der Bischof versetzte ihn darum in eine Pfarrei, zuerst in das 250-Seelen-Dorf Gorenflos, dann – ab 1970 – in die 300-Seelen-Nachbargemeinde Domqueur.

Die Ortschaften befinden etwa 35 Kilometer nordwestlich von Amiens – unweit der Küste zum Ärmelkanal.

Von dort aus betreute er sechs umliegende Gemeinden. 37 Jahre blieb Hw. Sulmont in Domqueur.

Im Jahr 2007 zog er in ein Seniorenheim. Dort verstarb er am 11. Februar 2010 im Alter von 88 Jahren.

Pater Jacques Laguérie – der zweite Assistent der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in Frankreich – zelebrierte in dem Heim ein gesungenes Requiem für den verstorbenen Priester.

Die Beerdigungsmesse fand anschließend in der Kirche von Domqueur statt.

Sie wurde von Hw. Maurice Vignolle – dem ehemaligen Pfarrer der 700-Seelen-Gemeinde Cambron – im Alten Ritus zelebriert.
      
4 Lesermeinungen
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#4   SignumSalutis †   21:41:47 | Freitag, 16. April 2010
Mittelmäßig
Was ist eine „Beerdigungsmesse“ – im Unterschied zum Requiem? Kennt der alte Ritus dies?
@ Waldi: Nein, auch dass der Verstorbene den Verschwörungen der Freimaurerei tapfer widerstand, hätte erwähnt werden müssen! Mittelmäßiger Artikel! :-|
SignSal
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#3   engelhardt †   15:30:41 | Freitag, 16. April 2010
Privatvermoegen
Es lebe! Und auch die Familie nach brazilianischer Tradition.
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#2   Waldemar Michael   14:36:57 | Freitag, 16. April 2010
engelhard
ist noch nicht ganz korrekt, der kreuz.net-sprech: Es fehlen ein paar eingestreute „alt-liberal“ und „neo-konservativ“ und natürlich der Hinweis auf die „jüdisch gesteuerte Weltpresse“. Ausserdem wird Bischof Willi nicht positiv erwähnt, übles Versehen …
Aber sonst schon ganz ok.
Hauptsache, es lebe das familiäre traditionelle Privatvermögen
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#1   engelhardt †   12:25:57 | Freitag, 16. April 2010
DIE MACHT DER MEDIENBOSSE
www.spiegel.de/…,1518,689353,00.html
Bislang hat Bischof Mixa alle Misshandlungsvorwürfe abgetan – nun schließt der Kirchenmann nicht mehr aus, dass er Kinder geohrfeigt hat. In Frankreich wurde zeitgleich ein Brief öffentlich, in dem sich ein Kardinal explizit für die Vertuschung sexuellen Missbrauchs bedankt.
Die Medienbosse haben es endlich geschafft und seine Heiligkeit, den ehrwuerdigen Maertyrerbischof Mixa dazu gepresst, verdiente, seltene, angebliche, damals voellig rechtens und laengst verjaehrte Zuechtigungen einzugestehen.
Auch beklagen sich die homo-perversen links/rechten Medienbosse, dass ein Kardinal Vertuschung gutgeheissen hat.
BEGREIFEN DIE VERDAMMTEN 68er DENN NICHT, DASS BERICHTE UEBER HOMO-BELAESTIGUNGEN GESCHLECHTSREIFER BURSCHEN NACHAHMUNG FOERDERT???
Durch die Berichterstattung ueber Homo-Schaendungen werden doch nur bisher keusche Geistliche zu solchen Schandtaten ermutigt, weil der Eindruck entsteht, Homo-Schaendungen seien etwas ganz normales.
WIDER DIE PERFIDEN MEDIENBOSSE!!1!
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