12:26:55 | Dienstag, 13. April 2010
Der Herausgeber der abgewirtschafteten Monatszeitschrift ‘Theologisches’ ist endlich zurückgetreten. Jetzt muß der neokonservative Sumpf trockengelegt werden, der seine Machenschaften jahrelang gedeckt hat. Ein Kommentar.

Verteidigung von Berger auf der neokonservativen Webseite ‘kath.net’.
(kreuz.net) Der Rücktritt des Kölner Laientheologen
David Berger als Herausgeber der Monatszeitschrift
‘Theologisches’ war überfällig.
Spätestens seitdem Berger im Mai 2007 auf der
inzwischen geknackten
Homo-Seite ‘kreuts.net’ einen Artikel veröffentlichte, hätten bei der Fördergemeinschaft von ‘Theologisches’
die Alarmglocken läuten müssen.
Schon damals gab es – inzwischen bewiesene – Hinweise, daß Berger
auch als Moderator dieser antikirchlichen Homo-Seite wirkte.
Doch was tat die neokonservative Fördergemeinschaft?
Sie sprach dem schwer angeschlagenen Herausgeber im Herbst des gleichen Jahres ihr Vertrauen aus.
Jetzt
ist der damals vertuschte Skandal aufgeflogen. Die Mitglieder der Fördergemeinschaft brauchen sich nicht
zu wundern, daß nun das furchtbare Wort von den „homosexuellen Seilschaften“ die Runde macht.
Wer hat
den unhaltbaren Berger gehalten? Und warum? Diesen Fragen muß sich die Fördergemeinschaft nach den dort
bisher praktizierten Homo-Vertuschungen stellen.
Wer gehört zur Fördergemeinschaft der Zeitschrift
‘Theologisches’? Es ist gar nicht so einfach, diese Frage zu beantworten.
Die vollständige Liste der
Mitglieder ist nirgends greifbar.
Zu der Gruppe gehören Hw. Manfred Hauke, der in Lugano Dogmatik unterrichtet,
der Kölner Opus-Dei- Priester, Prälat Klaus-Martin Becker, der Opus-Dei- nahe emeritierte Bamberger
Dogmatiker, Hw. Johannes Stöhr, der Aachener Diözesanpriester Pfarrer Ralf Freyaldenhoven.
Der Münsteraner
Philosoph und Psychologe Rudolf Willeke trat im letzten Jahr aus dem Verein aus, weil er Berger nicht
länger als Herausgeber von ‘Theologisches’ sehen wollte.
Es ist zu hoffen, daß sie die schweren Fehler
der Vergangenheit aufarbeiten werden.
Berger selber ist erwartungsgemäß völlig uneinsichtig.
In seinem
Rücktrittsschreiben erinnert er zuerst an die letzte Jahresversammlung der Fördergemeinschaft:
Er habe
dort sein Mißfallen darüber zum Ausdruck gebracht, „daß wesentliche Verantwortliche der Fördergemeinschaft
auf Zuruf von bigotten Seelen aus dem Umkreis von Theologisches, die glauben, etwas Anstößiges im Internet
zu meiner Person gefunden zu haben, in übertriebene Reaktionen verfallen.“
Den letzten Skandal produzierte
Berger im Februar 2009, als er eine – unter anderem von Homosexuellen unterstützte –
kirchenfeindliche
Internet-Petition unterschrieb.
Daß die verantwortungslose ‘Fördergemeinschaft’ dem Herausgeber danach
im letzten Herbst ein weiteres Mal ihr Vertrauen aussprach, war ein handfester Skandal.
Der jetzige Anlaß
für Bergers Rücktritt war eine Vorladung durch Hw. Freyaldenhoven und Prälat Becker.
Die beiden wollten
von dem Herausgeber „Rechenschaft über die Existenz und Form meines Facebook- Profils (das keineswegs
öffentlich, sondern nur »Freunden« zugänglich ist!)“ – wie Berger in seinem Rücktrittschreiben formuliert.
Das „Thema des Gesprächs“ sei ihm bei der Einladung erst auf ausdrückliches
Drängen mitgeteilt worden.
Das sei „kein guter Stil“ – jammert er und kommt zur Sache:
„Bitte haben
Sie Verständnis dafür, daß ich diese Einmischung in mein Privatleben, das mir weitaus mehr wert ist
und mich glücklicher macht als die Herausgabe der Zeitschrift, so nicht länger hinnehmen möchte und
deshalb mit sofortiger Wirkung meine Aufgabe als Herausgeber von ‘Theologisches’ niederlege.“
Die neokonservative
Manipulations- und Kommerzwebseite ‘kath.net’ kommentiert die Vorgänge um den Skandal-Herausgeber so:
„Offensichtlich gab es im Umfeld der Fördergemeinschaft von ‘Theologisches’ Intrigen gegen Berger rund
um seinen Privatauftritt bei Facebook.“
Intrigen? Der Fall Berger zeigt, daß der neokonservative Vertuschungs-Sumpf –
weit über ‘Theologisches’ hinaus – dringend trockengelegt werden muß.
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defender 13:34:39 | Dienstag, 13. April 2010
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Kraut 12:51:48 | Dienstag, 13. April 2010