Die Deutsche Zentrumspartei kontert: „Es geht nicht um Aufklärung und Respekt vor den Opfern, sondern darum, Haß und Zweitracht zu säen.“
Seite „Ja! zur Amtskirche“
(kreuz.net) Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der ‘Deutschen Zentrumspartei’ hat die Aktion „Ja! zur
Amtskirche“ ins Leben gerufen.
Dadurch soll – nach Angaben der Partei – die Solidarität mit den Tausenden
Priestern und Diakonen, die einen untadeligen kirchlichen Dienst versehen, sowie den Hunderttausenden
christlichen Helfern gezeigt werden.
Die Zentrumspartei tritt bei der Nordrhein-Westfälischen Landtagswahl
am 9. Mai an und sieht sich als Gegenstück zur SED-Ersatzorganisation ‘Die Linke’.
Konrad Adenauer († 1967)
war für das Zentrum Oberbürgermeister in Köln. Rudolf Amelunxen († 1969) – der ersten Ministerpräsidenten
von Nordrhein-Westfalen – gehörte ebenfalls dieser Partei an.
Erstunterzeichner des Appells „Ja! zur
Amtskirche“ und zugleich Landesvorsitzender der Zentrumspartei Nordrhein-Westfalen ist Michael Möller
(48).
„Auch wir sind für Aufklärung und Aufarbeitung begangenen Unrechts“ – erklärt Möller auf der
deutschen Webseite ‘bz-mg.de’:
„Die Debatte wird jedoch zunehmend unsachlich und undifferenziert geführt.“
Kirchenfeindliche Kreise würden versuchen, ihre Ideologie zu transportieren:
„Denen geht es nicht um
Aufklärung und Respekt vor den Opfern, sondern darum, Haß und Zweitracht zu säen. Dem stellen wir uns
entgegen.“
Keinesfalls symptomatisch
Mit einer Startauflage von 5000 Plakaten wird das ‘Zentrum’ – die
älteste Partei Deutschlands – auf die Aktion aufmerksam machen.
Die überparteiliche Aktion „Ja! zur
Amtskirche“ will deutlich machen, daß die weit überwiegende Mehrheit der Menschen die Amtskirchen als
Hort der Hoffnung, der Hilfe und des Trosts kennen.
Dadurch wird das Schicksal derer, die Erfahrungen
von seelischem oder körperlichem Leid machen mußten, nicht verharmlost – beteuern die Initianten.
Es
soll jedoch betont werden, daß solche Mißbrauchs- oder Mißhandlungsfälle für die Kirchen keinesfalls
symptomatisch sind.
Die Zentrumspartei wendet sich an alle Menschen, die Priestern und Diakonen und allen
zum kirchlichen Dienst Bestellten zeigen wollen, daß es eine breite Mehrheit gibt, „die eine grundlegende
Solidarität mit den Amtskirchen pflegen, auch wenn aus der etablierten Politik zuletzt nur eine laue
und halbherzige Verbundenheit demonstriert wurde.“
Die Aktion „Ja! zur Amtskirche“ wendet sich gegen
das gegenwärtige Klima pauschaler Verdächtigungen.
„Hierzu ist es erforderlich, daß möglichst viele
Gläubige und Nichtgläubige, denen die Kirchen nicht Leid und Unrecht, sondern Trost und Hilfe haben
angedeihen lassen, ihre Stimme erheben, um einer einseitigen Darstellung entgegenzutreten“ – erklärt
Möller.
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31 Lesermeinungen
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Da bist du um 40 Jahre hinten, Rabe! Und außerdem ist der Zeitgeist nicht „liberal“, leider. DerRabe:
Die Kirche soll – so verlangt es dringlich der liberale Zeitgeist – reformiert werden, dem Zeitgeist angepasst
werden. Du hast ja doch nur Angst um die weltliche Macht der Kirche.
Die Kirche soll – – so verlangt es dringlich der liberale Zeitgeist – reformiert werden, dem Zeitgeist
angepasst werden. Die Kirche von Jesus weg oder auf Jesus zu reformieren?!
@Brandenburgis Im Gegenteil. Der von Ihnen zitierte Satz besagt, dass der christliche Glaube gerade nicht
politisch zu deuten ist. Christen haben sich nicht an den jüdischen Kriegen beteiligt. Deswegen wurde
in den nach der jüdischen Niederlage verschriftlichen Evangelien der Gegensatz des Herrn Jesus Christus
und seiner Anhänger zu den „Betreibern“ der Kriege „gebührend hervorgehoben“, was einige Unbedarfte –
vergesend, dass der Herr Jesus Christus ebenso wie die Mehrzahl seiner damaligen Anhänger Juden waren –
als Grund für einen praktizierten primitiven Antisemitismus genommen haben.
Wir brauchen weitere Stelen in Berlin: Eins für die Schwulen, eins für die Lesben und noch ein Löffelchen
für die verfolgten Analfreunde. und damit die demokratie groß und stark wird eins für die befreite
sexualität eins für den spiegel eins für den bund der anständigen. eins für… bäuerchen machen!
und weiter gehts: eins für den zentralrat eins reinstopfen für für wen noch alles? schreibs auf! komplettiere
die liste zur mast
#26 Rechercheur 22:08:19 | Sonntag, 18. April 2010
Recht haben sie! Die Debatte wird jedoch zunehmend unsachlich und undifferenziert geführt. Absolut Ihrer
Meinung in diesem Punkt, liebe Zentrumspartei! Der Schändende selbst ist eine ganz arme Sau, mehr krank
als Verbrecher. Aber wer ihn schützt, der kann sich nicht hinter einer psychichen Störung verstecken.
Der ist wirklich nur ein Verbrecher. Einzeln oder als Organisation. Untadelige Personen und Teile der
Organisation natürlich nicht. Wer das eine vernebelt oder das andere, der trägt zur unsachlichen und
undifferenzierten Betrachtung bei. Da kann dann jeder selbst mal schauen, wer das so ist…
Seht wie sich sie lieben Wie toll die Zentrumspartei ist, sieht man an ihrem Streit – der bis vor Gerichte
gegangen ist – über den Parteivorsitz und andere Ämter. Habe die sich überhaupt schon geeinigt? Hauen
sich gegenseitig die Köppe ein und sagen dabei: „Liebe deinen Nächsten“…
Freude kommt auf da kommt bei der Amtskirche aber große Freude auf, dass diese bedeutende Organisation
namens „Deutsche Zentrumspartei“ zur Solidarität aufruft…
pardon! – als problematisch hatte ich den Begriff „die Kirche“ empfunden; da gibt es keinen Einheitsumgang
mit Sexgangstern und viele Bischöfe haben sich auch völlig richtig verhalten, soweit sie für Aufklärung
gesorgt haben. Viele aber auch völlig falsch, bis hinauf an die Spitze. Die generelle Vorsicht halte
ich auch für angebracht – gerade nach dem, was der emeritierte Kurienkardinal Hoyos jüngst ausgepackt
hatte.
#20 solagratia † 18:04:50 | Sonntag, 18. April 2010
Arkanum: Von Kollektivschuld und Generalverdacht gegenüber allen Katholiken habe ich kein Wort gesagt.
Ich habe gesagt, dass an einem Pauschalverdacht gegenüber der Kirche, das ist eine Organisation / Institution,
kein denkbarer Weg mehr vorbei geht. Pauschal verdächtigt werden müssen also nur alle die, die in der
Hierarchie Stellungen bekleiden, die ihnen die Macht verleihen, Missbrauch zu vertuschen, dafür können
die anderen Katholiken ja nichts. Es ist nur so putzig, dass auch von diesen viele die Verbrechen nicht
wahrhaben wollen. Wenn das noch eine Weile so weitergeht, wird man ihnen zumindest vorwerfen können,
es nachträglich gebilligt zu haben.
Selbst wenn Jesus noch so göttliche Sätze zur damaligen Politik gesprochen hätte, Brandenburgis, Jesusu
hat ganz gewiß nicht Politik vom Glauben getrennt. wären die damaligen Evangelisten unfähig gewesen,
sie universell genug auch für die heutigen Verhältnisse niederzuschreiben. Einfach unmöglich!
@Arkanum Na ja, das Problem ist ab welcher Verdichtung der Gerüchte eine Anzeige fällig ist. Ich war
an einer staatlichen Schule und einem Lehrer wurde auch immer so was nachgesagt. Irgend was konkretes
ist jedoch nie rausgekommen oder unternommen worden. Ob da jemals was war, das weiß ich nicht. Ob er
die Gerüchte mitbekommen hat weiß ich auch nicht. So sensibel wie der war hätte er sich aber wahrscheinlich
was angetan, wenn ermittelt worden wäre. Mittlerweile ist er eines natürlichen Todes, soviel ich weiß,
gestorben.
@Vineta Vor Jahren habe ich im Netz gelesen (leider kann ich es nicht mehr finden) dass ein Bischof sagte,
ein verheirateter Priester greift jede Nacht eine Frau an, deshalb könnte er keine Kommunion austeilen,
denn „sollte er etwa mit seinen schmutzigen Fingern das Allerheiligste berühren“. Kinderschänderfinger
dürfte wohl weniger schmutzig sein!
Zentrum auf Stimmenfang mit Verwirrpropaganda „Kirchenfeindlichen Kreisen …geht es nicht um Aufklärung
und Respekt vor den Opfern“ FALSCH !!! ES IST GENAU UMGEKHRT!!! Ziemlich vielen Bischöfen ging es nicht
um Aufklärung und Respekt vor den Opfern, insofern sie nämlich als pädophil auffällig gewordene Priester
nicht feuerten, sondern in immer anderen Gemeinden wieder auf Kinder losließen… so daß sich nunmehr
katholische Christen verkohlt vorkommen müssen: 1) weil diese Sorte Bischöfe noch immer in Amt und Würden
ist 2) weil sie zusehen müssen, wie die Opfer mit Milliardensummen entschädigt werden, die sie als kirchentreue
Schafe in Form von Spenden oder Kirchensteuern aufbrachten bzw. aufbringen.
@Anmut Wo wohl Jesus den Netzstecker seines Laptop hineingesteckt hat, als er am Esel reitend die Aktion
im Netz startete? Der „keineChancedenPerversen“ könnte uns das sicher beantworten
Ja zur Amtskirche Das ist eine sehr schöne und gelungene Aktion, der ich von Herzen viel Erfolg wünsche.
Mein eigener Beitrag ist sicher! Von der „Zentrumspartei“ habe ich bisher noch nichts gehört – außer
aus den Geschichtsbüchern und der unseligen Rolle, die die Zentrumspartei 1933 gespielt hat. Das aber
soll nun heute vergessen sein, man muss schließlich vorausschauen.
@solagratia, lass ihn doch Er kann wirklich nichts dafür, er ist nun mal so richtig katholisch und so
gibt er sich auch. Er trägt sehr viel dazu bei, das Bild des Katholischseins zu präsentieren.
Zustimmung @ solagratia mit Einschränkung … eine katholische Kollektivschuld gibt es nicht, damit auch
keinen begründeten Generalverdacht, aber ein über Einzelfälle weit hinausgehendes strukturelles Problem
sehr wohl. Auch die Statistiken werden genau überprüft werden müssen: ein bis hinauf zum Papst reichender
Vertuschungsapparat kurier.at/…hrichten/1995014.php stand weder Sportlehrern noch Vätern oder Kindergärtnern,
wohl aber Priestern zur Verfügung und daß das die Statistik zugusten innerkirchlicher Täter verfälscht
hat, liegt auf der Hand. Besagter Vertuschungsapparat wurde übrigens nicht von den Medien oder Kirchenhassern
erfunden, sondern vom ehemaligen Kurienkardinal Darío Castrillón Hoyos bezeugt – einem Mann, der selbst
beteiligt war und sich selbst massiv belastet, der also keinen Grund zu lügen hat.
#4 solagratia † 14:42:02 | Sonntag, 18. April 2010
Perversling: Gibt es von Dir eigentlich einen EINZIGEN Post, bei dem es nicht um Deine kranken Sexualphantasien,
sondern z. B. um Gott geht? Die Antwort, dass ich wahrscheinlich auch etc. pp. kannst Du Dir schenken,
die ist inzwischen nicht mehr sehr originell.
#2 solagratia † 14:35:12 | Sonntag, 18. April 2010
Auch wenn es 100 x wiederholt wird: Bei dieser Diskussion geht es nicht um die einzelnen Pfarrer, die
Kinder mißbraucht haben und schon gar nicht werden alle Pfarrer pauschal verdächtigt. Es geht um den
Umgang der alleinseligmachenden Kirche mit diesen Taten. Mit anderen Worten, die katholische Kirche –
und zunehmend auch die evangelische – müssen zwangsläufig pauschal verdächtigt werden, am Leid vieler
Kinder mit Schuld zu sein, weil sie von den Tatan wußten und oft nichts unternommen haben, um sie für
die Zukunft zu unterbinden. Das ist kaum noch bestreitbar und gerade für die Kirchen eine unermessliche
Schande und von den dabei handelnden und vertuschenden Personen eine schwere Sünde. Die Diskussion immer
wieder auf die Ebene der Statistik herunterziehen zu wollen, um zu beweisen, dass katholische Pfarrer
auch nicht öfter etc. pp. ist reine Verzweiflung, um vom eigentlichen Skandal abzulenken.
Die Erfindung der pauschalen Verurteilung . „Außerhalb der kath. Kirche kann man kein Heil erlangen.“
Die älteste, umfangreichste und härteste pauschale Verurteilung aller Zeiten. Die umfangreichste und
härteste deswegen, weil es viele Milliarden Menschen ohne ansehen der Person zur härtesten Strafe, der
ewigen Verdammnis, verurteilt. Da ändert auch der Zusatz, denn man in jüngster Zeit eingefügt hat,
nichts daran, das ist ein zu kleiner Tropfen auf einem zu heißen Stein. „Mit dem Maßstab, mit dem man
misst, wird man selbst gemessen werden“. Der Erfinder der pauschalen Verurteilung wird nun selbst pauschal
verurteilt. Gott funktioniert manchmal langsam, aber dafür sicher.