Kirche in Not
Theologie der Armen: Keiner in Haiti hat Gott angeklagt
Während der Gottlose, der keine berechtigte Hoffnung hat, seine trockene Spucke schluckt: „Die Erdbebenopfer suchten zuerst einen Ort, an dem sie Gott anrufen konnten – noch bevor sie sich nach einem Platz zum Schlafen umsahen.“
Weihbischof Joseph Lafontant auf einem Pressebild des Hilfswerks 'Kirche in Not'
Weihbischof Joseph Lafontant auf einem Pressebild des Hilfswerks ‘Kirche in Not’
(kreuz.net) Außer dem Erzbischof, Mons. Joseph Serge Miot, kamen beim Einsturz der erzbischöflichen Residenz in der Haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince auch der Generalvikar und drei weitere Priester ums Leben.

Insgesamt starben bei dem Beben 17 Seminaristen und 45 Ordensleute.

In der Gesamtbevölkerung geht man inzwischen von bis zu 225.000 Toten und Vermißten aus. Immer noch werden unter den Trümmern neue neue Leichen entdeckt.

Das erklärte Weihbischof Joseph Lafontant – der Apostolische Administrator der Hauptstadt Port-au-Prince – am 12. April vor dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.

Haiti sieht nach Angaben des Weihbischofs immer noch aus wie ein Land nach einem Flächenbombardement.

Der Glaube ist von größter Bedeutung

Die Kirche muß auch das Trauma aufarbeiten, das Seminaristen, Priester und Ordensleute erlitten haben.

Dabei sei der Glaube von größter Bedeutung.

Nach dem Erdbeben hätten Journalisten aus der ganzen Welt die Frage gestellt: Wie kommt es, daß die Menschen sofort nach dem Erdbeben begonnen haben, zu Gott zu rufen, zu beten und nach Orten für die Anbetung zu suchen?

In den ersten Tagen nach der Katastrophe schrieen die Menschen überall nach Gott und flehten Jesus um Hilfe an:

„Die Menschen suchten zuerst einen Ort, an dem sie Gott anrufen konnten – noch bevor sie sich nach einem Platz zum Schlafen umsahen“ – berichtet Mons. Lafontant.

Die Kirchen waren zerstört. Aber einige Kreuze standen noch: „Die Menschen versammelten sich vor ihm und beteten.“

Dann begannen von Priestern geleitete Gebetsversammlungen unter Zeltdächern oder Plastikplanen:

„Schließlich machten sie sich daran, die verschütteten Tabernakel unter dem Geröll zu suchen und in Sicherheit zu bringen.“

Danach wurden Altäre errichtet und Heilige Messen gefeiert: „So erhob sich der Glaube aus den Ruinen und wurde zu einem eindrucksvollen Zeugnis Haitis in der Welt.“

Keiner in Haiti habe Gott nach Angaben des Weihbischofs wegen des Erdbebens angeklagt:

„Wir, die Priester und Bischöfe, haben den Menschen erklärt, daß das Erdbeben keine Strafe Gottes sei, aber daß wir die Katastrophe als Chance begreifen können, gemeinsam neu anzufangen. Denn das Erdbeben hat uns alle gleich gemacht: reich, arm, schwarz, weiß – alle sind in derselben Situation.“

Die Katholische Kirche bildet in Haiti das Rückgrat des Schulwesens: „Bis zu 85 Prozent aller Schulen des Landes werden von der Kirche getragen.“

Die Menschen vertrauen der Kirche und wissen: „Solange die Kirche beteiligt ist, laufen die Dinge in die richtige Richtung.“
      
39 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#39   FranzvPaul   09:55:55 | Mittwoch, 21. April 2010
Hättest du es von der „Heimseite“ lieber gelesen oder unterstellst du es ihr,
Kreuznetter? Diese Heimseite im Weltnetz hätte es wohl lieber gehört,
:-D :-!
Redaktion benachrichtigen
#38   Kreuznetter †   09:52:37 | Mittwoch, 21. April 2010
Diese Heimseite
im Weltnetz hätte es wohl lieber gehört, wenn das Erdbeben als Strafe Gottes für die verruchten Voodoo-Bräuche geschickt worden wäre.
Redaktion benachrichtigen
#37   Klosterschüler   20:59:28 | Dienstag, 20. April 2010
Letztlich gibt es Grundentscheidungen, die nicht diskutierbar sind
Verglichen mit der Dominikanischen Republik oder Kuba ist Haiti ein verwahrloster Staat. Das verdankt er auch dem Fatalismus und der Faulheit seiner Einwohner. Die leben halt nach der jenischen Devise: Ich muß nichts werden, und brauch nichts zu bleiben.
Warum sollten solche Leute jemanden anklagen? Die Hand aufhalten, wo es was holen gibt genügt denen.
Redaktion benachrichtigen
#36   sct   19:32:26 | Dienstag, 20. April 2010
@Paulaner
Genauso ist es!
Der Glaube schrumpft zur Kopfreligion, wenn es den Leuten gut geht.
Redaktion benachrichtigen
#35   FranzvPaul   18:32:22 | Dienstag, 20. April 2010
Umgekehrt,
engelhardt! Glaube?
Schaut man sich z.B. auch Suedamerika an, entsteht der Eindruck dass ein Land umso unsicherer ist, je mehr Katholiken dort wohnen.
Je unsicherer es ist, umso mehr Katholiken gibt es. Der Glaube schrumpft zur Kopfreligion, wenn es den Leuten gut geht.
Redaktion benachrichtigen
#34   engelhardt †   18:10:26 | Dienstag, 20. April 2010
Glaube?
Wenn die Haitianer so gottesfuertig sind, warum ist Haiti dann eines der unsichersten Laender der Welt?
travel.state.gov/…tw/cis/cis_1134.html
Schaut man sich z.B. auch Suedamerika an, entsteht der Eindruck dass ein Land umso unsicherer ist, je mehr Katholiken dort wohnen.
Redaktion benachrichtigen
#33   FranzvPaul   17:53:21 | Dienstag, 20. April 2010
Das ist nämlich die Auflösung der Theodizee,
rums! @Vogel
„Die einen fragen: Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen?(…)“
Diese Frage Bedarf einer gewissen Reinigung.
Das „warum“ ist anmaßend weil Gott, der Herr, sich nicht rechtfertigen muss.
Wir Gläubigen stellen diese Frage nicht und die Ungläubigen stellen sie an einen fiktiven Gott, an den sie nicht glauben.
:-D Die Theodizee gibt es nicht, sie führt sich selber ad absurdum.
Redaktion benachrichtigen
#32   rums   17:37:16 | Dienstag, 20. April 2010
@Vogel
Die einen fragen: Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen?(…)
Diese Frage Bedarf einer gewissen Reinigung.
Das „warum“ ist anmaßend weil Gott, der Herr, sich nicht rechtfertigen muss.
Redaktion benachrichtigen
#31   monens   17:19:56 | Dienstag, 20. April 2010
Die Unordnung der Natur
Die über die Welt hereinbrechenden Katastrophen zeugen von der durch die Erbsünde hervorgerufenen Erschütterung der ganzen Schöpfung und treffen Menschen guten und bösen Willens, die sich aber in der Art und Weise im Umgang mit dem Leiden und Sterben markant unterscheiden.
www.razyboard.com/…07892-5848147-0.html
Die Katastrophen stehen aber nicht ausserhalb des ewigen Ratschlusses Gottes, der das Uebel zulässt, um darauf Gutes werden zu lassen.
Redaktion benachrichtigen
#30   Wohlehrwürden †   17:19:23 | Dienstag, 20. April 2010
Gute und böse
@Vogel:Die einen fragen:Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen? Die, die mitten im Elend stecken, jammern nicht, sondern beten zu Gott.
Du bist ein Optimist.
Das wäre schön!
Die GUTEN, die im Elend stecken, jammern nicht, sondern beten zu Gott.
Aber die BÖSEN fluchen: Wenn es einen Gott gäbe, gäbe es keine Naturkatastrophe.
Elend führt nicht automatisch zu Gott.
Redaktion benachrichtigen
#29   Weißer Ritter   17:13:53 | Dienstag, 20. April 2010
Glaubt er das wirklich?
„Denn das Erdbeben hat uns alle gleich gemacht: reich, arm, schwarz, weiß – alle sind in derselben Situation.“
Glaubt er das wirklich? Vor Gott sind wir alle gleich.
Aber in so einer Situation ist der reiche Überlebende natürlich der glückliche Gewinner, der arme Überlebende der Verlierer.
Denn der Reiche kann schnell wieder alles aufbauen, und der Arme bekommt nichts. Ja, er muß unter Umständen bei dem Reichen Kredit nehmen, was den Armen auf Dauer noch ärmer macht.
Und der Versuch der USA, daß Land unter die eigene Knute zu bekommen, verheißt in der Hinsicht überhaupt nichts gutes.
Redaktion benachrichtigen
#28   Lorenz   17:13:40 | Dienstag, 20. April 2010
„Das Erbe der Kolonialzeit“
Dieses Argument ist einer der Klassiker unter den modernen Legenden wenn es darum geht, den Selbsthass der Europäer zu zelebrieren.
In Wahrheit hat die Kolonialzeit überhaupt nichts mit der vermeintlichen Entwicklungsschwäche so genannter Entwicklungsländer zu tun.
Dieser Zusammenhang ist schlicht inexistent.
Redaktion benachrichtigen
#27   Wohlehrwürden †   17:11:02 | Dienstag, 20. April 2010
Dienstleister
@Lisi:Du meinst, er leistet, wie ein Dienstleister.
Nein! Gar nicht beim Dienstleister kommt der erste Impuls vom Auftraggeber. Das ist gerade das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe.
Der Mensch, der in der heiligen Gnade lebt ist aus eigener Kraft (aber nicht alleine, sondern in Gott) in der Lage sich im Leiden zu Gott hinzuwenden, weil VORHER schon die heiligmachende Gnade in ihm ist.
Der Mensch, der in Gottferne lebt braucht wenigstens eine vorausgehende aktuelle Gnade, um sich Gott zuwenden zu können.
Gerade hier haben wir KEIN Dienstleisterverhältnis.
Später, wenn wir uns zu Gott hinwenden und dadurch Trost erhalten kommt dann „beantragte“ Gnade, aber als Geschenk und nicht aufgrund strenger Gerechtigkeit.
Redaktion benachrichtigen
#26   Vogel   17:07:53 | Dienstag, 20. April 2010
Gebet zu Gott
Die einen fragen: Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen?
Die, die mitten im Elend stecken, jammern nicht, sondern beten zu Gott.
Warum ist das so?
Warum schimpfen die armen nicht bzw. die Menschen im Elend – immer sind es diejenigen, die schimpfen – die gar nicht vom Elend betroffen sind.
Redaktion benachrichtigen
#25   Lisibald Poier †   17:04:05 | Dienstag, 20. April 2010
@Wohlehrwürden
Du meinst, er leistet, wie ein Dienstleister. Nenne Gott doch der Einfachheit halber Vater. Nenne auch den Priester der Einfachheit halber, Vater.
Redaktion benachrichtigen
#24   Wohlehrwürden †   16:55:18 | Dienstag, 20. April 2010
Wurde aufgerichtet
Wenn wir versuchen unseren Blick auf den Herrn zu richten, sind wir schon ein bisschen aufgerichtet worden.
Aus eigener Kraft schafft man das nicht alleine.
Es ist schon eine Leistung in Gott.
Redaktion benachrichtigen
#23   Lisibald Poier †   16:50:38 | Dienstag, 20. April 2010
@Wohlehrwürden
auf den Herrn zu richten.
Er wurde aufgerichtet, ja.
Redaktion benachrichtigen
#22   Wohlehrwürden †   16:46:26 | Dienstag, 20. April 2010
Oder so…
Auf jeden Fall versuchen wir unseren Blick auf den Herrn zu richten.
Redaktion benachrichtigen
#21   Lisibald Poier †   16:42:17 | Dienstag, 20. April 2010
@Wohlehrwürden
Wir werden uns im Leid an die Mutter des Herrn, die uns zu ihrem Sohne führt. Sie bereitet uns vor für ihn. Sie bittet für uns bei ihrem Sohne. Muß ich mehr sagen?
Redaktion benachrichtigen
#20   Wohlehrwürden †   16:36:35 | Dienstag, 20. April 2010
Beim Herrn Trost zu suchen ist eine gewaltige Leistung
Lisibald: wenn Du dazu nur im Leid imstande bist und dann so wie ein Hund zu seinem Herrn gelaufen kommt, um sich auzuheulen.
Der Gottlose findet im Leid den Weg zu Gott nicht. Er verliert sich im Welt-, Selbst-, Nächsten- und Gotteshass.
In der Not ist die erste Frage: Bei wem man Hilfe sucht.
Der Gerechte sucht seine Hilfe im Herrn.
Im Leiden ist der Mensch zu nicht viel fähig. Die zentralen Ausrichtungen sind hier massgeblich.
Ich habe nicht gesagt, dass der Mensch NUR im Leiden seinen Blick auf Gott richten soll. Aber im Leiden ist das die Hauptaufgabe.
Im Glück kann man zusätzlich Gott loben, danken und preisen und anderen Helfen.
Redaktion benachrichtigen
#19   sct   16:10:55 | Dienstag, 20. April 2010
Clemens
Dumm ist der der dummes spricht!
Redaktion benachrichtigen
#18   Lisibald Poier †   16:03:41 | Dienstag, 20. April 2010
@Wohlehrwürden
Im Leiden besteht die wesentliche Aufgabe des Menschen darin seinen Blick auf Gott zu richten.
Ist aber sehr armselig, wenn Du dazu nur im Leid imstande bist und dann so wie ein Hund zu seinem Herrn gelaufen kommt, um sich auzuheulen. Besser Du suchst den Herrn zu trösten, anstatt Dich von ihm trösten zu lassen. Es gibt einen Gott, der auf Erden Gericht hält.
Redaktion benachrichtigen
#17   Wohlehrwürden †   15:55:22 | Dienstag, 20. April 2010
Typen von Menschen
@Lisibald:„Die Zwei Typen von Menschen“ In der Sonderschule den Radiergumme gehütet, so what?!
Ich rede von keiner Typisierung auf der Wesensseite (Wesen, Geburt, Herkunft, Anlage, Rasse), sondern auf der Existenzseite (eigenes Wirken in der Welt, Zielsetzung).
Hier ist es sehr gut erklärt:
prophetie.at/…ment/51-psalm-1.html
Und hier gleich die Exegese des betreffenden Psalms
generationacts.de/…psalmen/psalm1_4.pdf
Ja! Natürlich habe ich Leid erlebt. Das ist ein Proprium der menschlichen Existenz, besonders nach dem Sündenfall.
Im Leiden besteht die wesentliche Aufgabe des Menschen darin seinen Blick auf Gott zu richten.
Redaktion benachrichtigen
#16   El Greco   15:53:48 | Dienstag, 20. April 2010
Wo die Not am größten
ist Gott am nächsten.
In Absurdistan werden Priester am Nasenring in die Arena geschliffen,
in Haiti drängen sich die Menschen um das Kreuz des Erlösers.
„Glückselig sind die, die wissen,
dass sie vor Gott arm sind.
Denn ihnen gehört das Himmelreich.
Glückselig sind die,
die an der Not der Welt leiden.
Denn sie werden getröstet werden.“
Redaktion benachrichtigen
#15   Lisibald Poier †   15:47:25 | Dienstag, 20. April 2010
@Wohlehrwürden
Im Leiden ist genau das die Frage, …
Schon mal gelitten? Frage beantwortet.
Redaktion benachrichtigen
#14   Wohlehrwürden †   15:37:45 | Dienstag, 20. April 2010
Haiti lebt
Keiner in Haiti hat Gott angeklagt
Wenn das wahr ist, dann kann es um Haiti nicht so schlecht gestanden haben, wie man häufig sagte.
Im Leiden ist genau das die Frage, die Gute von Bösen trennt.
Redaktion benachrichtigen
#13   Lisibald Poier †   15:36:12 | Dienstag, 20. April 2010
@Wohlehrwürden
Die Zwei Typen von Menschen
In der Sonderschule den Radiergumme gehütet, so what?!
Redaktion benachrichtigen
#12   FranzvPaul   15:32:44 | Dienstag, 20. April 2010
ich bin erschüttert.
sogar im Elend zanken die Sektierer gegeneinander, wer die bessere irdische Lösung anbietet.
>:)
Redaktion benachrichtigen
#11   Wohlehrwürden †   15:30:17 | Dienstag, 20. April 2010
Was die Psalmen beten
Eines der wichtigsten Themen der Psalmen scheint mir Folgendes zu sein:
Die Zwei Typen von Menschen:
– Die Spötter und Gottlosen, die jedes Leid als Bestätigung ihrer Gottlosigkeit sehen und gegen Gott murren und sich über die Leidenden lustig machen und über die spotten, die auf Gott vertrauen.
– Die Frommen, die sogar im Leid auf Gott vertrauen und sogar das schlimmste existentielle Leid Gott aufopfern für ihre Fehler und zu einer besseren Zukunft, indem sie Gott die Treue halten und ihm folgen. Menschen, die in allem und jederzeit Gott vor Augen haben. Sie bleiben auf übernatürliche Weise gelassen auch wenn der körperliche Schmerz ihr ganzes Gebein durchdringt und sie auf tiefste demütigt, indem der Schmerz dem Menschen seine Niedrigkeit vor Gott zeigt. Der Mensch ist kaum mehr in der Lage zu denken und zu handeln und zittert vor Angst. Aber trotzdem bleibt im innersten ein Kern der Gelassenheit aus der Geborgenheit in Gott.
Redaktion benachrichtigen
#10   Clemens H. †   15:17:52 | Dienstag, 20. April 2010
Die Gehirnwäsche wirkt
Und zwar grandios.
Menschen sind halt abgrundtief DUMM.
Redaktion benachrichtigen
#9   Wohlehrwürden †   15:09:00 | Dienstag, 20. April 2010
Das wird Segen bringen!
Das ist eben anders, als die gottlosen Juden welche Gott lästern und schreien: „Kann es nach unserem Elend noch den Glauben an Gott geben!“
Der katholische Glaube ist anders. Er hat eine Antwort auf das Leiden: Das Kreuz des Sohnes Gottes.
Redaktion benachrichtigen
#8   Pascal123   15:02:04 | Dienstag, 20. April 2010
@satyagraha
Anscheinend kennen Sie sich dann aber doch nicht sooo gut aus.
Wenn Sie zum Beispiel die Arbeit der Evangelischen Kirchen und Freikirchen sehen würden, die nicht nur Soforthilfe leisten sondern hilfe-zur-selbsthilfe und erst überhaupt handel und sozialwesen in jeglicher form überhaupt möglich machen, dann würden Sie anders reden.
Soziales leben und Zusammen leben wird vielfach erst durch Kirchliche Arbeit aller Konfessionen ermöglicht. Dort werden Schulen und Firmen gebaut die allen Menschen zumindest bei Uns zugänglich sind, und die sehr begehrt sind weil dort gute Arbeitsverhältnisse und Bezahlung gewährleistet sind.
Familiäre Unterstützung,medizinische und ökonomisch-soziale Arbeit gäbe es ohne Kirchen dort in diesem Umfang gar nicht.
Redaktion benachrichtigen
#7   Satyagraha †   14:47:58 | Dienstag, 20. April 2010
@ pascal
die realität in der karibik ist doch wirklich eine ganz andere: gewalt, instabile politische systeme, das erbe der kolonialzeit – all dies verhindert in der region seit jahrzehnten eine vernünftige entwicklung. sicher ist es ok, wenn menschen im glauben ihre wurzeln haben und sich darin wiederfinden. nur – die probleme löst das eben nicht. wenn die gläubigen vor oder nach dem gottesdienst straßen bauen, gemeinsam brunnen graben oder felder wieder bestellen würden, würde das tatsächlich etwas bewirken. und die rolle der kirchen (es geht hier längst nicht nur um die rkk) in der region ist nun mal keine rühmliche. und ja, ich kenne die karibik. sonst würde ich mir kein urteil anmaßen.
Redaktion benachrichtigen
#6   Das Kind   14:45:45 | Dienstag, 20. April 2010
@Satyagraha
Kennen Sie nicht das berühmte Foto der vietnamesischen Boat-People, die, ihren kommunistischen Peinigern entronnen, ihren Rettern auf dem Südchinesischen Meer triumphal Heiligenbilder und Abbilder der Muttergottes entgegen halten? – Ich fürchte, ein Mensch wie Sie wird das nie verstehen.
Redaktion benachrichtigen
#5   Pascal123   14:29:44 | Dienstag, 20. April 2010
@satyagraha
Wissen Sie das oder vermuten Sie das auch nur???
Waren Sie dort??
Ich kann Ihnen sagen das Angehörige unserer Kirche zuerst eine „Kirche“ aufgebaut haben um am Sonntag nachdem Erdbeben eine Gottesdienst feiern zu können.
Für Sie mag das schwer Vorstellbar sein aber Glaube gibt Menschen halt und Kraft in schwierigen Situationen und Sie sollten nicht abfällig darüber urteilen oder reden nur weil Sie das nicht verstehen.
Gläubige Unserer Gemeinschaft nehmen Tagesmärsche aufsich um einen Gottesdienst besuchen zu können und das jede Woche und mit Freuden.
Nur weil man etwas nicht versteht muss es nicht schlecht sein.
Redaktion benachrichtigen
#4   Das Kind   14:27:31 | Dienstag, 20. April 2010
@Satyagraha
Es steht geschrieben: „Die Menschen suchten zuerst einen Ort, an dem sie Gott anrufen konnten – noch bevor sie sich nach einem Platz zum Schlafen umsahen“
Von Toten und Verwundeten ist dort nicht die Rede. Sie müssen sorgfältiger lesen, das ist die Basis für Dialog.
Redaktion benachrichtigen
#3   Guiseppe   14:26:30 | Dienstag, 20. April 2010
@ Satyagraha
Satyagraha: „… und die kirche schwieg“
Wer nicht mal (mehr) weiß, wie eine Kirche innen aussieht und sich soweit von ihr entfernt hat – oder einfach nur taub ist, dass er die Kirche gar nicht hören kann, wird ihr oder einem ihre Päpste immer „Schweigen“ vorwerfen können.
Wie armselig das nur ist!
Redaktion benachrichtigen
#2   Siegfried   14:16:55 | Dienstag, 20. April 2010
Der Glaube in Haiti
Wenn wir in Europa nur die Größe besitzen würden und vom Glauben der Menschen in Haiti uns anstecken lassen würden.
Wir in Europa wir haben mehr verloren als die Menschen in Haiti.
Die Menschen in Haiti haben viele Grundlagen verloren, die das körperliche Leben angenehm werden lassen.
Wir in Europa haben verloren was das Leben der menschlichen Seele bereichert.
Geben wir von dem Materiellen an die Menschen in Haiti, beten wir zu Gott, daß wir uns im Geistigen von den Menschen in Haiti anstecken lassen.
Bitten und beten wir um diesen Ausgleich, der uns bereichern würde. o^/ :)% :(3 :)% o^/
Redaktion benachrichtigen
#1   Satyagraha †   14:13:07 | Dienstag, 20. April 2010
richtige richtung?
so wie in den bürgerkriegen unter aristide, in denen menschen mit autoreifen über dem kopf verbrannt wurden – und die kirche schwieg?
wenn irgendetwas in haiti in die richtige richtung laufen würde, dann wäre es sicher nicht einer der ärmsten, korruptesten und kriminellsten staaten der welt.
und wenn sie ernsthaft glauben, dass menschen zuerst nach dem kreuz als nach ihren toten und verwundeten angehörigen suchen, dann sind sie nicht nur ignorant sondern auch noch blind.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Kirche in NotDie Christen müssen immer vor der Kamera lächeln Kirche in NotFischer aus dem trockenen Land Kirche in NotJuden reißen nieder – Katholiken bauen auf Kirche in NotUnvorstellbares Leid Kirche in NotFrüher war er Oberarzt in der Radiologie Kirche in Not„Die Christen wollen nur noch weg“ Kirche in NotDie Kirche wird bedroht Kirche in NotVermutlich hilft nur noch Beten Kirche in Not„Unsere neue Regierung ist rassistisch“ Kirche in NotEr kann diese schreckliche Mauer wohl kaum niederreißen Kirche in NotDer Grund für die Schlächtereien Kirche in NotKleine Fortschritte Kirche in NotChristenverfolgung ist im System begründet Kirche in NotNach außen mimt er den frommen Katholiken Kirche in NotDoch kein Religionskrieg
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net