Theologie der Armen: Keiner in Haiti hat Gott angeklagt
Während der Gottlose, der keine berechtigte Hoffnung hat, seine trockene Spucke schluckt: „Die Erdbebenopfer suchten zuerst einen Ort, an dem sie Gott anrufen konnten – noch bevor sie sich nach einem Platz zum Schlafen umsahen.“
Weihbischof Joseph Lafontant auf einem Pressebild des Hilfswerks ‘Kirche in Not’
(kreuz.net) Außer dem Erzbischof, Mons. Joseph Serge Miot, kamen beim Einsturz der erzbischöflichen
Residenz in der Haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince auch der Generalvikar und drei weitere Priester
ums Leben.
Insgesamt starben bei dem Beben 17 Seminaristen und 45 Ordensleute.
In der Gesamtbevölkerung
geht man inzwischen von bis zu 225.000 Toten und Vermißten aus. Immer noch werden unter den Trümmern
neue neue Leichen entdeckt.
Das erklärte Weihbischof Joseph Lafontant – der Apostolische Administrator
der Hauptstadt Port-au-Prince – am 12. April vor dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
Haiti sieht
nach Angaben des Weihbischofs immer noch aus wie ein Land nach einem Flächenbombardement.
Der Glaube
ist von größter Bedeutung
Die Kirche muß auch das Trauma aufarbeiten, das Seminaristen, Priester und
Ordensleute erlitten haben.
Dabei sei der Glaube von größter Bedeutung.
Nach dem Erdbeben hätten
Journalisten aus der ganzen Welt die Frage gestellt: Wie kommt es, daß die Menschen sofort nach dem Erdbeben
begonnen haben, zu Gott zu rufen, zu beten und nach Orten für die Anbetung zu suchen?
In den ersten
Tagen nach der Katastrophe schrieen die Menschen überall nach Gott und flehten Jesus um Hilfe an:
„Die
Menschen suchten zuerst einen Ort, an dem sie Gott anrufen konnten – noch bevor sie sich nach einem Platz
zum Schlafen umsahen“ – berichtet Mons. Lafontant.
Die Kirchen waren zerstört. Aber einige Kreuze standen
noch: „Die Menschen versammelten sich vor ihm und beteten.“
Dann begannen von Priestern geleitete Gebetsversammlungen
unter Zeltdächern oder Plastikplanen:
„Schließlich machten sie sich daran, die verschütteten Tabernakel
unter dem Geröll zu suchen und in Sicherheit zu bringen.“
Danach wurden Altäre errichtet und Heilige
Messen gefeiert: „So erhob sich der Glaube aus den Ruinen und wurde zu einem eindrucksvollen Zeugnis Haitis
in der Welt.“
Keiner in Haiti habe Gott nach Angaben des Weihbischofs wegen des Erdbebens angeklagt:
„Wir, die Priester und Bischöfe, haben den Menschen erklärt, daß das Erdbeben keine Strafe Gottes
sei, aber daß wir die Katastrophe als Chance begreifen können, gemeinsam neu anzufangen. Denn das Erdbeben
hat uns alle gleich gemacht: reich, arm, schwarz, weiß – alle sind in derselben Situation.“
Die Katholische
Kirche bildet in Haiti das Rückgrat des Schulwesens: „Bis zu 85 Prozent aller Schulen des Landes werden
von der Kirche getragen.“
Die Menschen vertrauen der Kirche und wissen: „Solange die Kirche beteiligt
ist, laufen die Dinge in die richtige Richtung.“
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39 Lesermeinungen
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Letztlich gibt es Grundentscheidungen, die nicht diskutierbar sind Verglichen mit der Dominikanischen
Republik oder Kuba ist Haiti ein verwahrloster Staat. Das verdankt er auch dem Fatalismus und der Faulheit
seiner Einwohner. Die leben halt nach der jenischen Devise: Ich muß nichts werden, und brauch nichts
zu bleiben. Warum sollten solche Leute jemanden anklagen? Die Hand aufhalten, wo es was holen gibt genügt
denen.
#35 FranzvPaul 18:32:22 | Dienstag, 20. April 2010
Umgekehrt, engelhardt! Glaube? Schaut man sich z.B. auch Suedamerika an, entsteht der Eindruck dass ein
Land umso unsicherer ist, je mehr Katholiken dort wohnen. Je unsicherer es ist, umso mehr Katholiken gibt
es. Der Glaube schrumpft zur Kopfreligion, wenn es den Leuten gut geht.
#34 engelhardt † 18:10:26 | Dienstag, 20. April 2010
Glaube? Wenn die Haitianer so gottesfuertig sind, warum ist Haiti dann eines der unsichersten Laender
der Welt? travel.state.gov/…tw/cis/cis_1134.html Schaut man sich z.B. auch Suedamerika an, entsteht
der Eindruck dass ein Land umso unsicherer ist, je mehr Katholiken dort wohnen.
#33 FranzvPaul 17:53:21 | Dienstag, 20. April 2010
Das ist nämlich die Auflösung der Theodizee, rums! @Vogel „Die einen fragen: Wie kann Gott das Elend
zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen?(…)“ Diese Frage Bedarf einer gewissen Reinigung. Das „warum“
ist anmaßend weil Gott, der Herr, sich nicht rechtfertigen muss. Wir Gläubigen stellen diese Frage nicht
und die Ungläubigen stellen sie an einen fiktiven Gott, an den sie nicht glauben. Die Theodizee gibt
es nicht, sie führt sich selber ad absurdum.
@Vogel Die einen fragen: Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen?(…) Diese
Frage Bedarf einer gewissen Reinigung. Das „warum“ ist anmaßend weil Gott, der Herr, sich nicht rechtfertigen
muss.
Die Unordnung der Natur Die über die Welt hereinbrechenden Katastrophen zeugen von der durch die Erbsünde
hervorgerufenen Erschütterung der ganzen Schöpfung und treffen Menschen guten und bösen Willens, die
sich aber in der Art und Weise im Umgang mit dem Leiden und Sterben markant unterscheiden. www.razyboard.com/…07892-5848147-0.html
Die Katastrophen stehen aber nicht ausserhalb des ewigen Ratschlusses Gottes, der das Uebel zulässt,
um darauf Gutes werden zu lassen.
Gute und böse @Vogel:Die einen fragen:Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen?
Die, die mitten im Elend stecken, jammern nicht, sondern beten zu Gott. Du bist ein Optimist. Das wäre
schön! Die GUTEN, die im Elend stecken, jammern nicht, sondern beten zu Gott. Aber die BÖSEN fluchen:
Wenn es einen Gott gäbe, gäbe es keine Naturkatastrophe. Elend führt nicht automatisch zu Gott.
#29 Weißer Ritter 17:13:53 | Dienstag, 20. April 2010
Glaubt er das wirklich? „Denn das Erdbeben hat uns alle gleich gemacht: reich, arm, schwarz, weiß – alle
sind in derselben Situation.“ Glaubt er das wirklich? Vor Gott sind wir alle gleich. Aber in so einer
Situation ist der reiche Überlebende natürlich der glückliche Gewinner, der arme Überlebende der Verlierer.
Denn der Reiche kann schnell wieder alles aufbauen, und der Arme bekommt nichts. Ja, er muß unter Umständen
bei dem Reichen Kredit nehmen, was den Armen auf Dauer noch ärmer macht. Und der Versuch der USA, daß
Land unter die eigene Knute zu bekommen, verheißt in der Hinsicht überhaupt nichts gutes.
„Das Erbe der Kolonialzeit“ Dieses Argument ist einer der Klassiker unter den modernen Legenden wenn es
darum geht, den Selbsthass der Europäer zu zelebrieren. In Wahrheit hat die Kolonialzeit überhaupt nichts
mit der vermeintlichen Entwicklungsschwäche so genannter Entwicklungsländer zu tun. Dieser Zusammenhang
ist schlicht inexistent.
Dienstleister @Lisi:Du meinst, er leistet, wie ein Dienstleister. Nein! Gar nicht beim Dienstleister kommt
der erste Impuls vom Auftraggeber. Das ist gerade das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe. Der Mensch,
der in der heiligen Gnade lebt ist aus eigener Kraft (aber nicht alleine, sondern in Gott) in der Lage
sich im Leiden zu Gott hinzuwenden, weil VORHER schon die heiligmachende Gnade in ihm ist. Der Mensch,
der in Gottferne lebt braucht wenigstens eine vorausgehende aktuelle Gnade, um sich Gott zuwenden zu können.
Gerade hier haben wir KEIN Dienstleisterverhältnis. Später, wenn wir uns zu Gott hinwenden und dadurch
Trost erhalten kommt dann „beantragte“ Gnade, aber als Geschenk und nicht aufgrund strenger Gerechtigkeit.
Gebet zu Gott Die einen fragen: Wie kann Gott das Elend zulassen. Warum gibt es Naturkatastrophen? Die,
die mitten im Elend stecken, jammern nicht, sondern beten zu Gott. Warum ist das so? Warum schimpfen die
armen nicht bzw. die Menschen im Elend – immer sind es diejenigen, die schimpfen – die gar nicht vom Elend
betroffen sind.
@Wohlehrwürden Du meinst, er leistet, wie ein Dienstleister. Nenne Gott doch der Einfachheit halber Vater.
Nenne auch den Priester der Einfachheit halber, Vater.
Wurde aufgerichtet Wenn wir versuchen unseren Blick auf den Herrn zu richten, sind wir schon ein bisschen
aufgerichtet worden. Aus eigener Kraft schafft man das nicht alleine. Es ist schon eine Leistung in Gott.
@Wohlehrwürden Wir werden uns im Leid an die Mutter des Herrn, die uns zu ihrem Sohne führt. Sie bereitet
uns vor für ihn. Sie bittet für uns bei ihrem Sohne. Muß ich mehr sagen?
Beim Herrn Trost zu suchen ist eine gewaltige Leistung Lisibald: wenn Du dazu nur im Leid imstande bist
und dann so wie ein Hund zu seinem Herrn gelaufen kommt, um sich auzuheulen. Der Gottlose findet im Leid
den Weg zu Gott nicht. Er verliert sich im Welt-, Selbst-, Nächsten- und Gotteshass. In der Not ist die
erste Frage: Bei wem man Hilfe sucht. Der Gerechte sucht seine Hilfe im Herrn. Im Leiden ist der Mensch
zu nicht viel fähig. Die zentralen Ausrichtungen sind hier massgeblich. Ich habe nicht gesagt, dass der
Mensch NUR im Leiden seinen Blick auf Gott richten soll. Aber im Leiden ist das die Hauptaufgabe. Im Glück
kann man zusätzlich Gott loben, danken und preisen und anderen Helfen.
@Wohlehrwürden Im Leiden besteht die wesentliche Aufgabe des Menschen darin seinen Blick auf Gott zu
richten. Ist aber sehr armselig, wenn Du dazu nur im Leid imstande bist und dann so wie ein Hund zu seinem
Herrn gelaufen kommt, um sich auzuheulen. Besser Du suchst den Herrn zu trösten, anstatt Dich von ihm
trösten zu lassen. Es gibt einen Gott, der auf Erden Gericht hält.
Typen von Menschen @Lisibald:„Die Zwei Typen von Menschen“ In der Sonderschule den Radiergumme gehütet,
so what?! Ich rede von keiner Typisierung auf der Wesensseite (Wesen, Geburt, Herkunft, Anlage, Rasse),
sondern auf der Existenzseite (eigenes Wirken in der Welt, Zielsetzung). Hier ist es sehr gut erklärt: prophetie.at/…ment/51-psalm-1.html Und hier gleich die Exegese des betreffenden Psalms generationacts.de/…psalmen/psalm1_4.pdf
Ja! Natürlich habe ich Leid erlebt. Das ist ein Proprium der menschlichen Existenz, besonders nach dem
Sündenfall. Im Leiden besteht die wesentliche Aufgabe des Menschen darin seinen Blick auf Gott zu richten.
Wo die Not am größten ist Gott am nächsten. In Absurdistan werden Priester am Nasenring in die Arena
geschliffen, in Haiti drängen sich die Menschen um das Kreuz des Erlösers. „Glückselig sind die, die
wissen, dass sie vor Gott arm sind. Denn ihnen gehört das Himmelreich. Glückselig sind die, die an der
Not der Welt leiden. Denn sie werden getröstet werden.“
Haiti lebt Keiner in Haiti hat Gott angeklagt Wenn das wahr ist, dann kann es um Haiti nicht so schlecht
gestanden haben, wie man häufig sagte. Im Leiden ist genau das die Frage, die Gute von Bösen trennt.
Was die Psalmen beten Eines der wichtigsten Themen der Psalmen scheint mir Folgendes zu sein: Die Zwei
Typen von Menschen: – Die Spötter und Gottlosen, die jedes Leid als Bestätigung ihrer Gottlosigkeit
sehen und gegen Gott murren und sich über die Leidenden lustig machen und über die spotten, die auf
Gott vertrauen. – Die Frommen, die sogar im Leid auf Gott vertrauen und sogar das schlimmste existentielle
Leid Gott aufopfern für ihre Fehler und zu einer besseren Zukunft, indem sie Gott die Treue halten und
ihm folgen. Menschen, die in allem und jederzeit Gott vor Augen haben. Sie bleiben auf übernatürliche
Weise gelassen auch wenn der körperliche Schmerz ihr ganzes Gebein durchdringt und sie auf tiefste demütigt,
indem der Schmerz dem Menschen seine Niedrigkeit vor Gott zeigt. Der Mensch ist kaum mehr in der Lage
zu denken und zu handeln und zittert vor Angst. Aber trotzdem bleibt im innersten ein Kern der Gelassenheit
aus der Geborgenheit in Gott.
Das wird Segen bringen! Das ist eben anders, als die gottlosen Juden welche Gott lästern und schreien:
„Kann es nach unserem Elend noch den Glauben an Gott geben!“ Der katholische Glaube ist anders. Er hat
eine Antwort auf das Leiden: Das Kreuz des Sohnes Gottes.
@satyagraha Anscheinend kennen Sie sich dann aber doch nicht sooo gut aus. Wenn Sie zum Beispiel die Arbeit
der Evangelischen Kirchen und Freikirchen sehen würden, die nicht nur Soforthilfe leisten sondern hilfe-zur-selbsthilfe
und erst überhaupt handel und sozialwesen in jeglicher form überhaupt möglich machen, dann würden
Sie anders reden. Soziales leben und Zusammen leben wird vielfach erst durch Kirchliche Arbeit aller Konfessionen
ermöglicht. Dort werden Schulen und Firmen gebaut die allen Menschen zumindest bei Uns zugänglich sind,
und die sehr begehrt sind weil dort gute Arbeitsverhältnisse und Bezahlung gewährleistet sind. Familiäre
Unterstützung,medizinische und ökonomisch-soziale Arbeit gäbe es ohne Kirchen dort in diesem Umfang
gar nicht.
#7 Satyagraha † 14:47:58 | Dienstag, 20. April 2010
@ pascal die realität in der karibik ist doch wirklich eine ganz andere: gewalt, instabile politische
systeme, das erbe der kolonialzeit – all dies verhindert in der region seit jahrzehnten eine vernünftige
entwicklung. sicher ist es ok, wenn menschen im glauben ihre wurzeln haben und sich darin wiederfinden.
nur – die probleme löst das eben nicht. wenn die gläubigen vor oder nach dem gottesdienst straßen bauen,
gemeinsam brunnen graben oder felder wieder bestellen würden, würde das tatsächlich etwas bewirken.
und die rolle der kirchen (es geht hier längst nicht nur um die rkk) in der region ist nun mal keine
rühmliche. und ja, ich kenne die karibik. sonst würde ich mir kein urteil anmaßen.
@Satyagraha Kennen Sie nicht das berühmte Foto der vietnamesischen Boat-People, die, ihren kommunistischen
Peinigern entronnen, ihren Rettern auf dem Südchinesischen Meer triumphal Heiligenbilder und Abbilder
der Muttergottes entgegen halten? – Ich fürchte, ein Mensch wie Sie wird das nie verstehen.
@satyagraha Wissen Sie das oder vermuten Sie das auch nur??? Waren Sie dort?? Ich kann Ihnen sagen das
Angehörige unserer Kirche zuerst eine „Kirche“ aufgebaut haben um am Sonntag nachdem Erdbeben eine Gottesdienst
feiern zu können. Für Sie mag das schwer Vorstellbar sein aber Glaube gibt Menschen halt und Kraft in
schwierigen Situationen und Sie sollten nicht abfällig darüber urteilen oder reden nur weil Sie das
nicht verstehen. Gläubige Unserer Gemeinschaft nehmen Tagesmärsche aufsich um einen Gottesdienst besuchen
zu können und das jede Woche und mit Freuden. Nur weil man etwas nicht versteht muss es nicht schlecht
sein.
@Satyagraha Es steht geschrieben: „Die Menschen suchten zuerst einen Ort, an dem sie Gott anrufen konnten –
noch bevor sie sich nach einem Platz zum Schlafen umsahen“ Von Toten und Verwundeten ist dort nicht die
Rede. Sie müssen sorgfältiger lesen, das ist die Basis für Dialog.
@ Satyagraha Satyagraha: „… und die kirche schwieg“ Wer nicht mal (mehr) weiß, wie eine Kirche innen
aussieht und sich soweit von ihr entfernt hat – oder einfach nur taub ist, dass er die Kirche gar nicht
hören kann, wird ihr oder einem ihre Päpste immer „Schweigen“ vorwerfen können. Wie armselig das nur
ist!
Der Glaube in Haiti Wenn wir in Europa nur die Größe besitzen würden und vom Glauben der Menschen in
Haiti uns anstecken lassen würden. Wir in Europa wir haben mehr verloren als die Menschen in Haiti. Die
Menschen in Haiti haben viele Grundlagen verloren, die das körperliche Leben angenehm werden lassen.
Wir in Europa haben verloren was das Leben der menschlichen Seele bereichert. Geben wir von dem Materiellen
an die Menschen in Haiti, beten wir zu Gott, daß wir uns im Geistigen von den Menschen in Haiti anstecken
lassen. Bitten und beten wir um diesen Ausgleich, der uns bereichern würde. o^/ :)% :(3 :)% o^/
#1 Satyagraha † 14:13:07 | Dienstag, 20. April 2010
richtige richtung? so wie in den bürgerkriegen unter aristide, in denen menschen mit autoreifen über
dem kopf verbrannt wurden – und die kirche schwieg? wenn irgendetwas in haiti in die richtige richtung
laufen würde, dann wäre es sicher nicht einer der ärmsten, korruptesten und kriminellsten staaten der
welt. und wenn sie ernsthaft glauben, dass menschen zuerst nach dem kreuz als nach ihren toten und verwundeten
angehörigen suchen, dann sind sie nicht nur ignorant sondern auch noch blind.