Eucharistie
Hat er vorher sein Lotterleben gebeichtet?
Am Samstag hat der italienische Ministerpräsident vor laufender Kamera die Heilige Kommunion auf die Zunge empfangen.
Unscharfer Videomittschnitt von der Mundkommunion Berlusconis am Samstag in Mailand.
Unscharfer Videomittschnitt von der Mundkommunion Berlusconis am Samstag in Mailand.
(kreuz.net) Am 17. April empfing der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi (73) in Mailand die Heilige Kommunion.

Das zeigen im Internet kursierende Videoaufnahmen.

Anlaß war das Requiem für den verstorbenen Fernsehregisseur Raimondo Vianello (87).

Italienische Medien empören sich nun über den Kommunionempfang.

Geschiedener Geschiedener

Der Ministerpräsident ist seit 1965 mit Carla Elvira Lucia Dall’Oglio verheiratet. Sie gebar ihm eine Tochter und einen Sohn.

Im Jahr 1985 ließ Berlusconi seine Ehe vor dem italienischen Staat scheiden.

Fünf Jahre später ging er mit der Schauspielerin Miriam Bartolini, die sich Veronica Lario nennt, eine ehebrecherische Zivil-Liaison ein.

Mit ihre zeugte er drei weiter illegitime Kinder.

Doch Anfang Mai 2009 zerbrach auch diese Verbindung. Anlaß waren die zahllosen Affären des Schürzenjägers Berlusconi – unter anderen mit Prostituierten und Tanzmädchen.

Es ist nicht auszuschließen, daß Berlusconi vor dem Kommunionempfang sein liederliches Leben bereut und seine Sünden gebeichtet hat.

Darauf wies der altliberale Kurienerzbischof Rino Fisichella laut der britischen Tageszeitung ‘Times’ hin. Gegenwärtig lebt Berlusconi nicht im öffentlichen Ehebruch.

Priester überrumpelt

Der emeritierte Bischof von Foggia, Mons. Giuseppe Casale, meinte allerdings vor der italienischen Agentur ‘Adnkronos’, daß sich Berlusconi trotzdem vom Kommunionempfang hätte fernhalten sollen. Sein Verhalten entspreche nicht dem eines Christen.

Der Regent der Apostolischen Pönitenziarie, Bischof Gianfranco Girotti, hoffte vor der römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’, daß der Ministerpräsident die Kommunion im Stand der Gnade empfangen habe.

Berlusconi habe „formal gesprochen“ die Kommunion empfangen können, da er nicht länger in seiner ehebrecherischen Verbindung lebt.

Er müßte aber vorher gebeichtet haben.

Die erzbischöfliche Kurie von Mailand erklärte in einer Stellungnahme, daß der Zelebrant des Requiems den italienischen Ministerpräsidenten unerwartet vor sich in der Kommunionreihe gesehen habe.

Der Geistliche habe es in dieser Situation für schwierig befunden, dem Ministerpräsidenten die Kommunion zu verweigern.

Immerhin die Mundkommunion

Berlusconi empfing die Mundkommunion. Das ist in Italien häufig bei Katholiken der Fall, die selten zur Messe gehen und nicht wissen, daß Papst Johannes Paul II. in dem Land die Handkommunion eingeführt hat.

Bereits im Juni 2008 konfrontierte Berlusconi den Bischof von Tempio Pausania, Mons. Sebastiano Sanguinetti (65), mit der Frage: „Exzellenz, warum ändert die Kirche nicht die Regeln für uns Getrennte und erlaubt uns die Heilige Kommunion?“

Der Bischof war um eine Antwort nicht verlegen: „Sie, der Sie Macht haben, wenden Sie sich an den, der höher gestellt ist als ich“ – antwortete der Prälat mit Anspielung auf ein Treffen, das Berlusconi einige Tage vorher mit dem Papst gehabt hatte.

      
18 Lesermeinungen
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#19   lateiniheini   19:51:55 | Donnerstag, 22. April 2010
Tjaja…
…da bekommt dieser Jungmädchenficker, dieser alte Bock, die Mundkommunion! Silvio Korrupti kniet artig vor dem Priester und streckt ihm die Zunge raus!
Ganz toll, wahrscheinlich hat er auch vorher seine Sünden gebeichtet und irgendeiner hat sich dabei einen runtergeholt!
Loggisch, wenn er gebeichtet hat (vor dem Priester und nicht vor Gott) ist alles okay! Aber wehe, wenn ein unbescholtener Protestant an der Kommunion teilnimmt…das Geschrei hier ist toll! Ich bin begeistert! Aber das ihrs wisst, Berlusconi ist genauso ein Kind Gottes, wie Franz Schmidberger, Papst Benedikt, Angela Merkel oder Friedhelm Müller aus Darmstadt!
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#17   antivaticanum   23:34:26 | Mittwoch, 21. April 2010
Ach, was soll denn das Geschreie?
Die Konzilssekte verteilt das Brot der Freundschaft, das kann sie jedem geben, denn der Leib Christi ist hier nicht gegenwärtig, da die Intention schon seit Jahrzehnten in dubio ist. Nehmen Sie morgens Ihr Brötchen, sagen Sie:
„Das ist der Leib Christi“ und anschließend den Café und sagen Sie: „Das ist das Blut Christi, das für Zollitsch, Marx und alle vergossen wurde“ und Sie frühstücken, nichts anderes macht die Konzilssekte! Darum kann sie jedem Verbrecher, Gottesleugner und sogar dem Diabolus ihr Häppchen geben. Wohl bekomm’s!
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#16   Vox e luce   22:14:19 | Mittwoch, 21. April 2010
Was macht denn dieses bisschen Leibeslust
heut noch aus?! Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.
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#15   FranzvPaul   21:01:29 | Mittwoch, 21. April 2010
Die Sätze sind viel zu lang und komplex für kreuznet!
clarissa colonia: Spannend, spannend, wie groß das Interesse dieses aus bruderschaftlichem Umfeld …
äää … :-D
Nicht, daß das falsch wäre aber Mißverständnisse sind da halt vorprogrammiert.
:-S
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#14   holzwurm   20:59:57 | Mittwoch, 21. April 2010
Wenigstens
die Sünde der Homoperversion hat Berlusconi nicht begangen. Jeder Sünder, der bereut und umkehrt, ist Gott willkommen.
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#13   Einfalt   20:59:24 | Mittwoch, 21. April 2010
@clarissa colonia
„Man kann wetten, dass jede öffentliche Meinung, jede allgemeine Konvention eine Dummheit ist, denn sie hat der großen Menge gefallen.“ – Nicolas-Sébastien de Chamfort, Maximen und Gedanken
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#12   clarissa colonia   20:54:13 | Mittwoch, 21. April 2010
Spannend, spannend,
wie groß das Interesse dieses aus bruderschaftlichem Umfeld betriebenen Internetportals doch an den Sünden anderer Leute ist …
Ob die der Bruderschaft nahestehende Redaktion jene nicht um ihren priesterlichen Dient bei der Betreuung des vor Verlassen dieses Portals verpflichtend einzurichtenden Internet-Beichtstuhls betrauen sollte?
Denn, scheints mir, die redaktionellen und zuschreibenden Sündenfahnder hätten da beim Verlassen diesers Portals regelmäßig auch so manches bußsakramentlich aufzuarbeiten …
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#11   Alois Bischof   20:07:07 | Mittwoch, 21. April 2010
Silvio
hat mehr Recht auf die Hl. Kommunion als z.B. die „katholischen“ Linkspolitiker Italiens die von den linken Zeitungen immer wieder verteidigt und als christliche Helden gefeiert werden, jedoch mitunter die Abtreibung fördern.
Silvio Berlusconi ist übrigens Freimaurer in der Propaganda Due (P2)-Loge. Das wäre in dieser Zeit des Lebens des Ministerpräsident der einzige Grund zur Verweigerung der hl. Kommunion.
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#10   sanfrancesco   19:40:13 | Mittwoch, 21. April 2010
Hallo, eine kleine Korrektur zum Kommunionempfang in Italien
„Berlusconi empfing die Mundkommunion. Das ist in Italien häufig bei Katholiken der Fall, die selten zur Messe gehen und nicht wissen, daß Papst Johannes Paul II. in dem Land die Handkommunion eingeführt hat“.
In Italien (wo ich immerhin mehr als 5 jahre gelebt habe und immer wieder hin reise) hat sich die Handkommunion weit nicht so durchgesetzt, wie in unseren deutschsprachigen Landen. In der durchschnittlichen Sonntagsmesse werden etwa 40% der Gläubigen Mundkommunion empfangen. Wenn ein höherer Würdenträger die Messe feiert und die Kommunion austeilt, werden es mehr sein.
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#9   FranzvPaul   18:40:15 | Mittwoch, 21. April 2010
Die hat er doch ohnehin, reg dich ab!
Inquisitor: Stimmenfang!
Keine Ahnung von Parteipolitik, die Linnggen. :-D :-D :-D
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#8   keineChancedenPerversen   18:34:56 | Mittwoch, 21. April 2010
@Po-Junker Jörg
Abnormer, ist dein Hirn in deinem Po?
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#7   Inquisitor   18:32:27 | Mittwoch, 21. April 2010
Stimmenfang!
Wieviele Stimmen wird im dieses Bild bei der nächsten Wahl von konservativ-katholischer Seite wohl bringen.
Eine unbezahlbare Wahlwerbung bei diesem Klientel.
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#6   gv.grugenbusch   18:24:11 | Mittwoch, 21. April 2010
Der züngelnde
oder auch orale Empfang ist seit jeher ein probates Mittel, um alle Sünden getilgt zu bekommen. Mitunter sollen sogar vom Homobacter befallene Christenmenschen durch das gekonnte Hervorstrecken des (im übelsten Falle) belegten Reptils geheilt worden sein.
Zeigen wir also (wie im Hause von Grugenbusch seit Generationen üblich) die lingua, um den heiligen Leib würdig und recht (digne iusteque) zu empfangen!
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#5   Vogel   18:20:34 | Mittwoch, 21. April 2010
stört die Kamera nicht?
Mag das ein Pfarrer, ein Bischof usw. wenn immer ein
Kameramann um ihn herumtanzt? Was sind das eigentlich für Menschen, die – abgesehen von Taufe, Hochzeit, Kommunion – in der Kirche fotographieren und filmen?
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#4   ErnstSchneider   18:13:44 | Mittwoch, 21. April 2010
Vielleicht hat Berlusconi
dem Vatikan ein grozzügige Spende zukommen lassen.
Wer weiss :-S
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#3   Homosex ist schwer gestört   18:11:18 | Mittwoch, 21. April 2010
Sodomiten- JunkerJörg
Und spielt man schon wieder den Moralapostel, als unbußfertiger Sodomit? Etwas eingebildet.
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#2   Vogel   18:09:29 | Mittwoch, 21. April 2010
Hast Du gebeichtet???
nein noch nicht – normalerweise müßten wir dann in der Bank sitzenbleiben. Dies wäre konsequent. Aber, dies ist eben der Unterschied zwischen Theorie und Praxis
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#1   JunkerJörg   17:56:20 | Mittwoch, 21. April 2010
Italien – Deutschland 1:1
Naja – in Deutschland darf ja ein lügender Bischof sogar die Kommunion austeilen!
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