Volksaltar
Wie symbolisch: Ein Steinklotz auf gläsernen Füßen
Von vorgestern: Eine katholische Pfarrei stellt im Jahr 2010 in ihre Betonkirche aus den 60er Jahren eine Art Couchtisch aus den 70er Jahren auf.
Der Mahltisch in der Kirche in Dübendorf im Kanton Zürich (Bild) sieht ähnlich aus wie die vom selben Architekten geplante Konstruktion für die Kirche in Pfäffikon.
Der Mahltisch in der Kirche in Dübendorf im Kanton Zürich (Bild) sieht ähnlich aus wie die vom selben Architekten geplante Konstruktion für die Kirche in Pfäffikon.
(kreuz.net, Pfäffikon) Gegenwärtig renoviert die Pfarrei Pfäffikon im Kanton Zürich den Chorraum ihrer halbrunden Betonkirche.

Darüber berichtete die Regionalzeitung ‘Zürcher Oberländer’ am 17. April.

Die Gemeinde Pfäffikon gehört zum Bistum Chur. Sie liegt rund zwanzig Kilometer östlich von Zürich.

Die spartanische Betonkirche der Gemeinde wurde Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts mit der damals üblichen Geschmacklosigkeit erbaut und 1965 eingeweiht.

Im Dezember 2009 stimmte eine Versammlung der Pfarrgemeinde über die Renovierung des Kirchenraums ab.

Das Bauprojekt wird, wie in der Schweiz üblich, in Eigenregie der Pfarrgemeinde und weitgehend unabhängig vom Bischof durchgeführt.

Für Unruhe sorgte der Vorschlag, den bestehenden, zehn Tonnen schweren Altar durch einen mobilen Mahltisch zu ersetzen.

Diesen hätte man bei Bedarf praktischerweise zugunsten einer Theater- oder Musikproduktion auf die Seite schieben können.

Das vorgestellte Mahltisch-Model sollte etwa 160 Kilo wiegen, bestand aus mehreren bemalten Holzstücken mit einer Steinumrandung und erinnerte an anspruchslose Kinderkunst.

Der Vorschlag gefiel einigen Anwesenden nicht, obwohl es damals hieß, daß der Bischof damit einverstanden sei.

Darum reiste eine Delegation zu einem Gespräch nach Chur. Offensichtlich erreichte man dort einen Kompromiß.

Die Gesprächsergebnisse wurden von Generalvikar Martin Grichting in einem Schreiben vom 1. Februar zusammengefaßt.

Man nehme „gerne zur Kenntnis“, daß kein „mobiler“, sondern ein feststehender Altar geplant sei, freute sich der machtlose Prälat.

Für erfreulich hält der Generalvikar zudem, daß das bestehende Kreuz samt Korpus im Chor der Kirche verbleibt.

Der Bischof „rege“ im weiteren „an“, daß die Reliquien wenn möglich in der Altarplatte belassen würden.

Falls nicht, „bittet“ er, die Reliquien in einer wirklich sicheren Weise in die Plexiglasstützen des neuen Altars einzulassen.

Mons. Huonder möchte einer möglichen Profanisierung der Reliquien unter allen Umständen zuvorkommen.

Der Architekt Walter Moser erklärte dem ‘Zürcher Oberländer’, welche Form er sich für den Kompromiß- Mahltisch ausgeheckt hat.

Für die Produktion des Möbels will er den bestehenden zehn Tonnen schweren Mahltisch verwenden.

Aus der bisherigen Altarplatte soll eine 25 Millimeter dicke und etwa 340 Kilogramm schwere Auflagefläche für den künftigen Mahltisch herausgefräst werden: „So wird Kontinuität gewahrt“ – philosophierte Moser.

Sie wird anschließend auf eine Reihe durchsichtiger Stelzen aus Plexiglas gestellt.

In der katholischen Kirche von Dübendorf, ebenfalls im Kanton Zürich, steht ein ähnlicher, ebenfalls von Moser entworfener Koloß auf Plexiglas-Füßen.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Kraut   23:39:07 | Sonntag, 2. Mai 2010
Wegschieben
…den ganzen Bau.
Was hier vonstatten geht ist nichts anderes als Materialverschwendung.
Geschmackloser geht es kaum.
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#14   Matthäus 10.2 †   03:31:25 | Sonntag, 2. Mai 2010
Biene Maja
geht jedem Arschkriecher auf den Leim.
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#13   Biene Maja   02:17:24 | Sonntag, 2. Mai 2010
Antwort
das weiß ich schon lange rede und die Leute schlafen immer noch sag ich schon lange die Biene Maja und ich habe ein schlechtes Bauchgefühl dabei
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#12   Legolas der Schnelle   01:20:15 | Sonntag, 2. Mai 2010
Augen auf, Du bist im Krieg: Wir deutschen Christen dürfen uns
von den Antideutschen nicht an der Nase herumführen lassen:
de.altermedia.info/…-28-04-10_44148.html
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#11   Leo Miles   23:19:51 | Samstag, 1. Mai 2010
Ephraim Kishon
bezeichnete die „moderne Kunst“ richtigerweise als Ausdruck eines kranken, degenerierten Geistes. Was soll bei V2 auch anderes herauskommen…
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#10   Gotthard   21:22:52 | Samstag, 1. Mai 2010
@botschafter
Nur in einer Religion ist es wünschenswert, seinem Gott möglichst wenig Ehrerbietung zu leisten, in der katholischen.
diesen Schwachsinn wirst du sicher auch noch begründen?
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#9   Botschafter   20:50:51 | Samstag, 1. Mai 2010
Ehrerbietung
Nur in einer Religion ist es wünschenswert, seinem Gott möglichst wenig Ehrerbietung zu leisten, in der katholischen.
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#8   l'alleanzadifensivaperlaverità   19:25:20 | Samstag, 1. Mai 2010
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#7   ganjah warrior   18:55:56 | Samstag, 1. Mai 2010
gesegneten sabbat
und einen frohen monat mai www.youtube.com/watch?v=HkTyhY4a2rQ und ich frage mihc, was ist ein coach-tisch? Idance&Itection! :(3
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#6   Brian von Nazaret   18:50:14 | Samstag, 1. Mai 2010
Chance vertan.
Nun müssen sich Chor und Orchester weiter quetschen. Aber einen Tisch von nur 160kg hätte man auch nicht mal eben umsetzen können. O:)
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#5   Walther von Stolzing   18:46:26 | Samstag, 1. Mai 2010
Nein, das ist nicht die Umsetzung des Pastoralklonzils.
Das ist der sogenannte „Geist des Konzils“, aka „Rauch des Satans“.
Der NOM gehört abgeschafft.
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#4   antivaticanum   18:39:49 | Samstag, 1. Mai 2010
Verwüstung? Nein, Konzil!
Das sind die Fakten: Das ist keine Verwüstung, sondern die Umsetzung der Synode Satans!
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#3   sct   18:30:10 | Samstag, 1. Mai 2010
Umgh…
Greuel der Verwüstung
:-!
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#2   Wohlehrwürden †   18:23:58 | Samstag, 1. Mai 2010
Schwebende Jungfrau
Schwebende Steinplatte statt schwebende Jungfrau.
Fehlt nur noch der Spitze Zauberhut und das Spektakel ist perfekt!
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#1   Goldengel   18:22:02 | Samstag, 1. Mai 2010
aha…
der schwebende Tisch.
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