10:35:03 | Montag, 3. Mai 2010
Zuerst produzieren die Altliberalen Mißbräuche. Dann benützen sie diese, um ihre kirchenfeindlichen Forderungen damit zu begründen. Ein Kommentar.

Die kürzliche Diskussionsrunde im Pfarrzentrum Eichenau in einem Artikel auf ‘merkur-online.de’
(kreuz.net) Seit Monaten spielen die deutschen Regimemedien seltene kirchliche Mißbrauchsfälle künstlich
hoch, um die Katholische Kirche in der Öffentlichkeit zu diffamieren.
Sie können dabei auf den Rückhalt
kriecherischer Amtsbischöfe zählen, denen der eigenen Ruf in den kirchenfeindlichen Medien wichtiger
ist als das Wohl der Kirche.
Ein Beispiel für den Kirchenkampf der Medien ist ein Artikel der Journalistin
Eva Dobler vom 28. April in der Münchner Tageszeitung ‘Merkur’. Hinterlistig benützt sie zweideutige
Formulierungen, um die Kirche mit infamen Unterstellungen zu beschmutzen.
Gegenwärtig kratzen deutsche
Journalisten in bekannter Goebbels-Manier alles zusammen, was irgendwie als „Mißbrauch“ hingedreht werden
kann – von „auf die Zehe treten“ bis zu „über den Kopf streicheln“.
Frau Dobler spricht verschlagen
von lawinenartigen „Meldungen“ über Fälle sexuellen Mißbrauchs, schweigt sich aber eisern über die
tatsächlichen Zahlen und Zahlenverhältnisse aus.
Von Herzen freut sie sich, daß die organisierte Medienkampagne
„die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche zutiefst erschüttert“ hat.
Sie erwähnt auch die Konsequenz
der Kampagne. Als erste: „Vielerorts bleiben die Gotteshäuser leer“.
Altliberal ist ein Synonym für
MißbrauchDann berichtet die Journalistin über eine Diskussion im Pfarrzentrum der Schutzengelkirche
in der 12.000-Seelen-Gemeinde Eichenau im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck.
Dort trafen sich
Vertreter aus Kirche, Medizin und Justiz um die kirchenfeindliche Diskussion anzuheizen.
Zuerst hämmerte
Elke Hümmeler vom Erzbischöflichen Ordinariat München auf die Kirche ein.
Frau Hümmeler ist Vorsitzende
der Kommission „Prävention vor sexuellem Mißbrauch“. Gegenwärtig gräbt sie verzweifelt in sechzig
Jahre alten Akten herum, um die Mißbrauchs-Diskussion in ihrer Erzdiözese am Leben zu erhalten.
Sie
habe dabei „ganz viel Vertuschung“ gefunden – stöhnte sie vor der Versammlung.
In Wahrheit wurden die
seltenen kirchlichen Fälle von Kinderschändung nicht anders behandelt als dies in jedem anderen gesellschaftlichen
Bereich bis heute der Fall ist.
Frau Hümmelers Beweis für die angebliche Vertuschung: Die Akten seien
häufig nicht stimmig oder unvollständig.
Als besonders schwarze Zeit benennt sie die 70er und 80er
Jahre.
Sie ließ unerwähnt, daß das die Jahre waren, als die angebliche altliberale Erneuerung durch
das ruinöse Zweite Vatikanische Konzil ihren traurigen Höhepunkt erreichte.
Vorkommende Mißbräuche
wurden damals regelmäßig von marginalisierten katholischen Medien angeprangert, aber von der altliberalen
Kirchenbürokratie und von der mit ihr verbündeten Regimepresse totgeschwiegen.
Das Anprangern von Mißbräuchen
galt damals als „typisch katholische Leibfeindlichkeit“.
Die Mißbräuche wurden fast ausschließlich
von altliberalen Kirchenmitgliedern durchgeführt.
Der Ortspfarrer hat seinen AuftrittIn der Runde
benutze auch Pfarrer Albert Bauernfeind von Eichenau die Gunst der Stunde.
Er lancierte ein plumpes Ablenkungsmanöver
und erklärte, daß sich die Katholische Kirche „momentan in ihrer größten Krise der Neuzeit“ befinde.
Dann benützte er die Mißbrauchs- Hysterie, um einen altliberalen Angriff gegen das „hierarchisch organisierte
und weltfremde System der Kirche“ zu reiten.
Der rabiate Pfarrer hätte auch sagen können, daß das
„hierarchische und weltfremde System der Kirche“ dazu führt, daß die Mißbrauchszahlen in der Kirche
besonders tief sind.
Aber dem Mißbrauchs Mißbraucher ging es nicht um Mißbräuche.
Er stellte vielmehr
die – so der Artikel – „vehemente Forderung“ nach Abschaffung des Zölibats, Einführung sexueller Mißbräuche
in die Kirche und Erfindung eines Frauenpriestertums.
So viele Teufeleien konnten im Erzbischöflichen
Ordinariat in München unter Mons. Reinhard Marx nicht ungehört bleiben. In diesen Tagen wurde Hw. Bauernfeind
zum Stadtpfarrer von Fürstenfeldbruck befördert.
Hw. Bauernfeind beschimpfte in seinem Amoklauf auch
die Priesterseminarien, die längst zu banalen Studentenheimen degeneriert sind.
Dort herrsche ein „klerikales
Elitedenken“, das die „Weltfremdheit“, „Isoliertheit“ und auch das „mangelnde Selbstbewußtsein“ des einzelnen
Alumnus fördere. Dies begünstige den sexuellen Mißbrauch – phantasierte er.
Der Ideologe zerschellt
an der WahrheitDann wurde es für Hw. Bauernfeind richtig peinlich.
Denn Dr. Herbert Steinböck, Chefarzt
des Fachbereichs Forensik im Krankenhaus München-Haar, warnte vor den wütenden Vereinfachung des altliberalen
Pfarrers: „Es gibt aber auch Pädophile, die sehr selbstbewußt sind.“
Es gebe schlichtweg keine Verfahren,
mit der man die Gefahr ausschalten könnte, einen Pädophilen einzustellen – versuchte der Fachmann dem
durchgedrehten Pfarrer beizubringen.
Außerdem seien die Fälle sexuellen Mißbrauchs in der katholischen
Kirche nicht häufiger als in anderen gesellschaftlichen Bereichen – versetzte er Hw. Bauernfeind einen
weiteren, herben Schlag.
Dabei sagte Steinböck allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn die kirchlichen
Mißbrauchszahlen sind im gesellschaftlichen Vergleich weit unterdurchschnittlich.
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