14:17:44 | Montag, 3. Mai 2010
Der angebetete
altliberale Teekrug geht zum Brunnen, bis er bricht. Und dem lieben Gott ist angeblich sowieso alles recht.

Der Franziskanerdiakon Benno-Maria Kehl hat seinen Abschied vom Franziskanerorden gemalt
(kreuz.net) „Ich bin etwas früher zurück von Kanada und möchte Euch informieren, da sich einiges in
meinem Leben verändert hat.“
So beginnt die März-Eintragung auf der Webseite des Schweizer Franziskaners,
Diakon Benno-Maria Kehl.
Auf der Homepage findet sich auch ein gerütteltes Maß an Selbstdarstellung.
Der Ordensbruder ist für seine Straßenarbeit in Zürich bekannt und erhielt dafür von dem altliberalen
Kirchenapparat viel Anerkennung.
In seinem Webseiten-Eintrag dreht und wendet er sich: „Seit der letzten
Fastenzeit (2009) ist ein intensiver Prozeß in mir aufgebrochen, den ich selber lange nicht ganz verstanden
habe.“
Es folgen noch einige hochtrabende Sätze.
Dann die banale Wirklichkeit: „So bat ich unsere Ordensoberen,
mich aus dem Franziskaner Orden zu entlassen, da ich durch das Neue, das in mir angebrochen ist, keinen
Platz mehr habe in den strikten Ordensregeln.“
Mit anderen Worten: Der Bruder will ins bürgerliche Leben
zurückkehren und heiraten.
Immerhin gibt er zu, daß sein Schritt ein Bruch der Ordensgelübde darstellt:
„Mir fiel der Schritt nicht leicht und es flossen auch genug Tränen.“
Er würde die letzen zwanzig Jahre
wieder im Franziskanerorden verbringen und bleibe dem „franziskanischen Geist“ immer in „Liebe, Dankbarkeit
und Zuneigung“ verbunden.
Gleichzeitig redet sich Kehl ein, daß er mit Gott, Franziskus und sich selber
ins Reine gekommen sei – und schiebt selbstgerecht nach:
„Hätte die Kirche für Kleriker oder der Orden
für die Brüder einen Raum, wo auch eine Beziehung, die von einer ganzheitlichen Liebe geprägt ist,
einen guten Platz fände, gäbe es sicher einen anderen Weg.“
Er habe schon lange versucht, die „Liebe
zu einer Frau“ aus seinem Leben zu verbannen:
„Nun hab ich mich entschieden, mich auf diese Beziehung
zu Seraina einzulassen.“
Der abgefallene Franziskaner will aber weiterhin im „Weinberg des Herrn“ arbeiten:
„Ich werde auch weiterhin für die Gassenarbeit, Stiftung »Zueflucht«, und die Afrikavereine Wasserrecht
und Tautropfen meinen vollen Einsatz geben.“
Dabei vertraut er, daß Gott ihm den „Denar“ zum Leben weiterhin
zukommen lasse:
„Ich hab mit diesem Entscheid auch Menschen enttäuscht, aber das muß ich ihnen zumuten.“
Unter dem Text findet sich ein Bild mit einer an einer Türe hängenden Kutte. Dazu schreibt Kehl:
„Das
Bild malte ich am Aschermittwoch, als ich die Kutte das letzte Mal getragen hab. Kirchenrechtlich kann
man sagen ich hab meine Ordensberufung an den Nagel gehängt.“
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Helvetius 22:54:25 | Donnerstag, 6. Mai 2010
#19
monens 10:56:37 | Dienstag, 4. Mai 2010
#18
FranzvPaul 22:49:02 | Montag, 3. Mai 2010
#17
fides et ratio 22:47:58 | Montag, 3. Mai 2010
#15
Cuba 18:04:30 | Montag, 3. Mai 2010
#14
Romulus 17:04:46 | Montag, 3. Mai 2010
#13
Goldengel 16:37:25 | Montag, 3. Mai 2010
#10
SwingingBoy † 16:30:57 | Montag, 3. Mai 2010
#9
JunkerJörg 16:20:36 | Montag, 3. Mai 2010
#8
Goldengel 16:09:23 | Montag, 3. Mai 2010
#6
RRR 15:58:03 | Montag, 3. Mai 2010
#4
Mathilde 15:41:06 | Montag, 3. Mai 2010
#2
antivaticanum 14:48:55 | Montag, 3. Mai 2010