18:11:31 | Dienstag, 4. Mai 2010
Benedikt XVI.
Das am tiefsten verwurzelte Vorurteil in der Geschichte des amerikanischen Volkes: Der Anti-Katholizismus ist der Antisemitismus des Intellektuellen. Von Pat Buchanan.

Der Anti-Katholizismus ist – so der Schriftsteller Peter Viereck – „der Antisemitismus des Intellektuellen“.
(kreuz.net) Der Anti-Katholizismus ist – so der Schriftsteller Peter Viereck – „der Antisemitismus des
Intellektuellen“.
Nach Angaben von Arthur Schlesinger Sr. ist er „das am tiefsten verwurzelte Vorurteil
in der Geschichte des amerikanischen Volkes“.
Wenn es noch einen Zweifel gegeben hätte, daß Haß und
Feindschaft gegen die Katholische Kirche andauern, dann wurde dieser Zweifel von dem Mob beseitigt, der
sich heulend erhob und dem Papst „Trete zurück!“ zubrüllte.
Eine aufgekochtes MärchenAmerikanischen
Katholiken sind Nachrichten über pädophile Priester, die sich über Kinder hermachten, oder über perverse
Priester, die Burschen verführten, leider allzu bekannt.
Es war ebenso bedauerlich, daß einige Bischöfe
Pädophile und Verführer deckten und es korrupten Klerikern ermöglichten, sich weiterhin Burschen unter
den Nagel zu reißen.
Aber für amerikanische Katholiken ist das eine alte Geschichte.
Die fehlbaren
Priester wurden laisiert. Einige landeten im Gefängnis – wie John Geoghan, der in seiner Zelle erwürgt
wurde.
Bischöfe wurden ihres Amtes enthoben. „Null Toleranz“ ist seit einem Jahrzehnt die Vorgehensweise.
Ein Rachefeldzug gegen den PapstPapst Benedikt XVI. reiste nach Amerika und entschuldigte sich für
das, was diese Leute verbrochen hatten.
Niemand hat sich mit mehr Energie darum bemüht, das auszurotten,
was er den „Schmutz“ in der Kirche genannt hat.
Zwar hat es jüngst Skandale in Irland und Deutschland
gegeben. Aber warum gibt es den Angriff gegen den Papst hier in Amerika?
Die Antwort lautet: Die ‘New
York Times’ führt in Nachrichtenmeldungen, Kommentaren und Kolumnen einen Rachefeldzug gegen diesen traditionalistischen
Papst.
Verleumdungs-Journalismus„Der Vatikan weigerte sich einen
US-Priester, der Buben mißbraucht
hatte, zu laisieren“ – schmetterte die ‘New York Times’ in einer Schlagzeile über einem Artikel von Laurie
Goodstein.
Der Text begann so: „Führende vatikanische Mitarbeiter – einschließlich der zukünftige
Papst – laisierten einen Priester nicht, der 200 taube Burschen mißbrauchte.“
Oder: „Im Jahr 1996 ließ
Kardinal Ratzinger zwei Briefe unbeantwortet, die ihm der damalige Erzbischof Rembert G. Weakland von
Milwaukee zu dem Fall geschickt hatte.“
Die Fakten:
Der teuflische Priester, Hw. Lawrence C. Murphy,
begann seine Tätigkeit in der Gehörlosen-Schule von St. John im Jahr 1950, noch bevor Joseph Ratzinger
zum Priester geweiht war.
Erste Berichte über seine Mißbräuche an gehörlosen Kindern wurden in den
50er Jahren bekannt. Doch unter drei Erzbischöfen unternahm man nichts.
Schließlich alarmierten die
Eltern der Burschen die Polizei und die Staatsanwaltschaft Wieder geschah nichts.
Mons. Weakland – der
im Jahr 1977 Erzbischof wurde – schrieb im Jahr 1996 zum ersten Mal nach Rom.
Dabei ist zu bedenken,
was John Allen – Journalist beim ‘National Catholic Reporter’ – schrieb: Kardinal Ratzinger „trug bis
zum Jahr 2001 keine direkte Verantwortung für die vatikanische Antwort auf die Krise.“
Und: „Vor dem
Jahr 2001 hatte Kardinal Ratzinger persönlich nichts mit der großen Mehrheit der Mißbrauchsfälle zu
tun, auch nicht mit dem kleinen Prozentsatz davon, der bis nach Rom berichtet wurde.“
Als Kardinal Ratzinger
von Papst Johannes Paul II. beauftragt wurde, den Stall zu reinigen, war Hw. Murphy bereits drei Jahre
tot.
Trotzdem kommentiert Maureen Dowd – Kolumnistin bei der ‘New York Times’ – den Fall so:
„Jetzt
hören wir die widerliche Neuigkeit, daß Kardinal Joseph Ratzinger, Gottes Rottweiler genannt, als er
in der Kirche für Glauben und Sünde zuständig war, verschiedene Warnungen ignorierte und im Fall von
Hw. Lawrence C. Murphy, eines Priesters aus Wisconsin, der 200 gehörlose Burschen mißbrauchte, wegschaute.“
Frau Goodstein stellt Erzbischof Weakland als jenen hin, der zu langsam handelte.
Der wahre Skandal
wird vertuschtDie Kontroverse um den
unerfreulichen Abschied des ultraliberalen Erzbischofs aus der
Erzdiözese Milwaukee wird kurz und am Ende der Geschichte erwähnt.
Sie hätte früher angesprochen
gehört.
Denn Mons. Weakland ist ein
Homosexueller. 1980 gestand er in einem Brief seine „tiefe Liebe“
für einen männlichen Buhler, der den Erzbischof um 450.000 Dollar Vertuschungsgeld aus der Kirchenkasse
erleichterte, damit die schmutzige Geschichte nicht bekannt würde.
Ein Liebling der MedienNach Angaben
des konservativen Kolumnisten Rod Dreher (43), versetzte Mons. Weakland den untergebenen Hw. William Effinger,
der im Gefängnis sterben sollte, von einer Pfarrei in die nächste.
Dabei wußte er, daß Effinger ein
Serien-Kinderschänder war.
Ein Opfer Effingers verklagte die Erzdiözese, verlor den Prozeß aber wegen
Verjährung. Deshalb lancierte Mons. Weakland eine Gegenklage und bekam vom Opfer des Mißbrauchs-Priesters
4.000 Dollar zugesprochen.
Dreher beschreibt Mons. Weaklands Amtszeit so:
„Er wies katholische Schulen
an […], den Kindern beizubringen, wie sie als Teil der Aids-Erziehung Kondome benützen.
Er billigte
einen sehr expliziten Sex-Unterricht für Pfarreikinder. Darin wurde gelehrt, daß es in Sachen Abtreibung,
Empfängnisverhütung und vorehelichen Geschlechtsverkehr »kein richtig oder falsch« gebe.
Er setzte
sich für Homo-Rechte und für eine Priesterinnen-Weihe ein, griff Papst Johannes Paul II. scharf an,
verleumdete Lebensrechtler als »Fundamentalisten« und erklärte, daß man für die Abtreibung und gleichzeitig
ein guter Katholik sein könne.
Im Jahr 1988 sagte er über die Opfer des sexuellem Mißbrauchs: »Nicht
alle halbwüchsigen Opfer sind so unschuldig. Einige können sexuell sehr aktiv, aggressiv und oft bauernschlau
sein.«“
Mons. Weakland gehört zu jener Art von Priestern, die von der ‘New York Times’ geliebt werden.
Er ist eine der Personen, auf die sich diese Zeitung bezieht, wenn es darum geht, den Papst zu zerfleischen
und die Kirche zu beschimpfen.
Wer entscheidet, was auf die Titelseite kommt?Die New Yorker ‘Catholic
League’ von Bill Donahue hat mitgeteilt, daß achtzig Prozent der Opfer des klerikalen Mißbrauchs männlich
und „die meisten Mißbräuche homosexueller Natur sind“.
Schon vor zehn Jahren plapperte Richard Berke –
Journalist bei der ‘New York Times’ – vor der ‘Gay and Lesbian Journalists Association’ heraus, daß wohl
„drei Viertel der Leute, die entscheiden, was auf der Titelseite erscheint, kaum versteckte Homosexuelle
sind.“
Gibt es vielleicht bei der ‘New York Times’ einen Interessenkonflikt, wenn es darum geht, über
einen traditionalistischen katholischen Papst zu berichten?
Pat Buchanan ist ein US-Politiker und ehemaliger
Präsidentschaftskandidat. Sein Artikel erschien am 6. April auf der Webseite ‘townhall.com’.(c)Bild:
michael_swan, CC
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