12:47:15 | Montag, 10. Mai 2010
Wenn der Erzbischof von Wien damals nicht einverstanden war, warum hat er sich dann nicht gemeldet? Die Antwort: Weil er schon damals ein Opportunist war.

Links: José Kardinal Saraiva Martins
Rechs: Christoph Kardinal Schönborn
© Wikipedia-Benützer ‘Th1979’,
GFDL(kreuz.net) Der emeritierte portugiesische Kurienkardinal José Saraiva Martins (78) hat dem altliberalen
Wiener
Plauderkardinal Christoph Schönborn kritisiert.
Ende März hatte Kardinal Schönborn vor dem
kirchenfeindlichen ‘Österreichischen Rundfunk’ verlauten lassen, daß Kardinal Angelo Sodano eine Untersuchungskommission
gegen den damaligen Erzbischof von Wien, Hans-Hermann Kardinal Groër († 2003), verhindert habe.
Der
Letztverantwortliche für die damaligen Ereignisse war allerdings Papst Johannes Paul II. († 2005).
Kardinal
Sodano war von 1991 bis 2006 als Staatssekretär der zweite Mann im Vatikan. Er ist gegenwärtig der Dekan
des Kardinalskollegiums.
Ende April brach Kardinal Schönborn auch eine Lanze für die
widernatürliche
Männerliebe.
Die öffentlichen Angriffe des Wiener Prälaten gegen den Dekan des Kardinalskollegiums
haben in Italien für einen riesigen Aufruhr gesorgt.
Doch jetzt scheinen die Römer langsam von dem
Diffamierungs- und
Homo-Kardinal die Nase voll zu haben.
Heute kommentierte José Kardinal Saraiva Martins
dessen Angriffe vor der bekannten italienischen Webseite ‘pontifex.roma.it’.
Kardinal Martins ist ehemaliger
Präfekt der Heiligsprechungskongregation.
Auf die Frage, ob er mit den Aussagen von Kardinal Schönborn
einverstanden sei, erklärt er:
„Sehen Sie, jeder ist frei zu sagen, was er will und muß dafür die
Verantwortung tragen. Es steht mir nicht zu, einen Mitbruder im Bischofsamt zu beurteilen.“
Es gebe allerdings
verschiedene Arten, die eigenen Gedanken vorzubringen:
„Ich persönlich hätte zuerst den Mitbruder angerufen
und um Erklärungen gebeten, die mitbrüderliche Korrektur gesucht und die Sachen mit ihm ausgemacht.
Die Probleme kann man nicht über die Medien lösen. Das ist die am wenigstens geeignete und überzeugende
Methode, ein Thema anzugehen.“
Außerdem gebe man „unseren Feinden“ den Eindruck einer Kirche, die von
Polemiken zerfleischt ist, was angeblich „nicht im geringsten“ zutreffe.
Der Kardinal formuliert seine
Ansicht so: „Mein Mitbruder hätte andere Methoden verwenden sollen und müssen. Man lanciert solche Anschuldigungen
nicht so brutal über die Medien.“
Kardinal Martins spricht seinem Mitbruder den „guten Willen“ nicht
ab, aber dieser habe der Kirche mit seinen Aussagen keinen guten Dienst erwiesen:
„Um die Sache klarzumachen:
Ich hätte das nicht so gemacht und die Angelegenheit tut mir leid.“
Der emeritierte Kurienkardinal weist
darauf hin, daß die Polemiken um die Pädophilie im Abklingen begriffen waren:
„Jetzt besteht die Gefahr,
daß der Brand sich noch mehr und intensiver ausbreitet, da man einen ehemaligen Staatssekretär und Dekan
des Kardinalskollegiums angreift.“
Kardinal Martins stellt die Frage: „Wenn der Erzbischof von Wien damals
nicht einverstanden war, warum hat er sich dann nicht gemeldet?“ Das müsse man Kardinal Schönborn selber
fragen.
Doch: „Den Repräsentanten der Einheit der Kardinäle öffentlich zu diskreditieren, ist nicht
angebracht.“
Die Wahrheit müsse immer gesagt werden, „aber sie muß mit Liebe formuliert werden“:
„Ich
persönlich hätte diese Aussagen nie gemacht, und ich halte sie in diesem Augenblick für einen Fehler.“
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Josef_G 20:14:18 | Mittwoch, 12. Mai 2010
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Goldengel 19:26:27 | Dienstag, 11. Mai 2010
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Goldengel 07:58:10 | Dienstag, 11. Mai 2010
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devmann 07:05:34 | Dienstag, 11. Mai 2010
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devmann 22:11:49 | Montag, 10. Mai 2010
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devmann 20:47:39 | Montag, 10. Mai 2010
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Brummi † 20:12:07 | Montag, 10. Mai 2010
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Brummi † 20:04:53 | Montag, 10. Mai 2010
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Josef_G 19:23:47 | Montag, 10. Mai 2010
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wickerl 16:52:54 | Montag, 10. Mai 2010
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devmann 16:21:43 | Montag, 10. Mai 2010
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Schüttel 14:33:23 | Montag, 10. Mai 2010
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Siegfried 14:26:45 | Montag, 10. Mai 2010
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Josef_G 14:20:26 | Montag, 10. Mai 2010
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wickerl 13:47:26 | Montag, 10. Mai 2010