Blasphemie
Skandale auf Kosten der Kirche
Die beste Werbung ist offenbar jene, die das Christentum in die Pfanne haut. Obwohl weltweit immer mehr – offensichtlich zahnlose – Gesetze gegen Rassismus und Diskriminierung verabschiedet werden, wird es immer schlimmer.
(kreuz.net, London) Eine britische Organisation, die im Land über die Qualität der Werbung wacht, veröffentlichte kürzlich ihren Jahresbericht. Darin kommen die gröbsten und häßlichsten Verfehlungen zur Sprache.

Die Organisation nennt sich ‘Advertising Standards Authority’ – zu deutsch: Kontrollorgan für Normen in der Werbung. Dessen Jahresbericht wurde vor rund einer Woche veröffentlicht. Die Bewertung stützt sich vor allem auf die Anzahl der eingegangenen Beschwerden.

Im Jahr 2004 wurden insgesamt 12.177 Beschwerden bei der Instanz eingereicht. Diese erwirkten, daß 1835 Werbungen aus dem Verkehr zurückgezogen wurden. Nicht weniger als 75 Prozent der Beschwerden bezogen sich auf Werbebotschaften, die den christlichen Glauben mißbrauchten.

Am sauersten stieß der britischen Bevölkerung eine Reklame auf, die für einen in Großbritannien sehr populären sauren Hackfleischkuchen warb. Eine ansehnliche Schar von 800 Beschwerdeführern empfanden den ausgestrahlten Fernsehspot als unerträglich.

Gezeigt wurde darin eine Frau namens Maria, die mit der Geburt ihres Kindes beschäftigt ist. Im Laufe der Szene stellt sich immer deutlicher heraus, daß sich der Vorgang in einer Kirche abspielt. Irgendwie wurde die Szene dann auch noch mit sauren Hackfleischkuchen in Zusammenhang gebracht.

Die Kontrollinstanz erklärte, daß diese Werbung den Branchenrichtlinien widerspreche. Der Spot wurde zurückgezogen. Doch der wohl beabsichtigte medienwirksame Skandal entschädigte den Sauerhackfleischkuchenproduzenten reichlich. So erklärten die Beschwerdeführer: „Man wollte einen Skandal und hat diesen auch bekommen. Dadurch hat sich die Firma auf Kosten des Glaubens ins Gespräch gebracht.“

Die zweitmeisten Beschwerden provozierte ein Werbeplakat, mit dem der britische Fernsehsender ‘Channel 4’ für sich selber Reklame machte. Das Plakat wurde 264 mal beanstandet. Es zeigt die Fernsehfamilie einer auf ‘Channel 4’ gesendeten Seifenopera. Der Serienfilm wird im Programm unter dem Namen „Schamlos“ geführt.

Wieder einmal muß Leonardo da Vinci und sein „Letztes Abendmahl“ hinhalten. Die schamlosen Hauptdarsteller zeigten sich auf der Werbung in der Pose Jesu Christi und der Apostel. Daß das Ereignis, welches die drei wichtigsten Tage der vorösterlichen Karwoche einleitet, mit „Frohe Weihnachten 2004“ beschriftet ist, scheint weder der Werbeagentur noch dem ahnungslosen Publikum aufgefallen zu sein.

Dummheit ist nicht verboten. Offensichtlich deshalb verweigerte die Kontrollinstanz ein Einschreiten gegen das Plakat, welches die Nacht vor Christ Tod in einen leichtgeschürzten Spiel und Spaß Anlaß umfunktioniert.

Die dargestellte Szene würde nur das Kunstwerk eines Malers nicht das christliche Abendmahl parodieren, vermutete die sogenannte Kontrollinstanz.

Einen besonders zynischen Fall der Glaubensverhöhnung leistete sich der internationale Pharmakonzern Schering. Er betitelte ein Werbeplakat für die berüchtigte „Tötungspille danach“ mit der Aufschrift: „Unbefleckte Empfängnisverhütung“.

Die „Tötungspille danach“ ist ein Kindergift, durch das Mütter ihre Kinder in den ersten Schwangerschaftstagen mit geringem Aufwand zu Tode bringen können.
      
2 Lesermeinungen
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#2   wi-bi   12:29:08 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
hmm
obwohl weltweit immer mehr – offensichtlich zahnlose – Gesetze gegen Rassismus und Diskriminierung verabschiedet werden, wird es immer schlimmer.
Zuerst wollte ich es nicht glauben, dass dieser Satz aus den Händen eines kreuz.net Redakteurs stammt. Aber es steht da. Schwarz auf Weiß. Unglaublich.
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#1   Marcel   10:24:08 | Montag, 2. Mai 2005
Katholische Liga
Über die unzähligen Attacken gegen die Kirche in den Vereinigten Staaten führt die mutige Catholic League www.catholicleague.org/ Buch.
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