Zölibat
Warum will er keine verheirateten Priester?
Dieser Erzbischof wird nicht flüchten, wenn der Wolf in die Herde einbricht. Denn er ist selber der Wolf.
Bischof Rouet auf der Webseite der Erzdiözese Poitiers
Bischof Rouet auf der Webseite der Erzdiözese Poitiers
(kreuz.net) Krawatten-Erzbischof Albert Rouet (74) von Poitiers ist ein hartgesottener Altliberaler.

Darum wurde er am 4. April von der antikirchlichen französischen Tageszeitung ‘Le Monde’ als „eine der freiesten Gestalten im französischen Episkopat“ in den Himmel gelobt.

Poitier ist eine 91.000-Seelen-Stadt im westlichen Zentralfrankreich.

Der Erzbischof erklärte vor ‘Le Monde’, daß es in der französischen Kirche keinen „systematischen“ Kindesmißbrauch gebe, weil die Kirche in dem Land „keine Macht“ mehr habe.

Den Papst bezeichnet er als „mehr Theoretiker denn Historiker“: „Er ist der Professor geblieben, der glaubt, daß ein Problem, wenn es gut umschrieben ist, zur Hälfte schon gelöst ist.“

Doch im Leben sei das anders: „Die Kirche hat Schwierigkeiten, in der chaotischen Welt von heute ihren Platz zu finden – das ist der Kern des Problems“ – glaubt der Altliberale.

Nur altliberale Aussagen muß man wörtlich nehmen

Der Erzbischof beklagt in der Kirche ein gewisses „Einfrieren des Wortes“.

Er meint damit: „Die kleinste Infragestellung in der Exegese oder Moraltheologie wird als gotteslästerlich betrachtet.“

Gleichzeitig herrsche in der Kirche ein ungesundes Klima der Verdächtigung: „Die Institution ist mit einem römischen Zentralismus konfrontiert, der auf einem Netz von Denunziationen beruht.“

Gewisse Kreise würden ihre Zeit damit verbringen, die Haltungen dieses oder jenes Bischofs anzuklagen: „Diese Haltungen verschärfen sich durch das Internet.“

Von der altliberalen Gesinnungspolizei, die den katholischen Glauben innerkirchlich immer noch brutal diskriminiert, sagt er kein Wort.

Nur die Altliberalen sind offen und tolerieren jede Meinung

Mons. Rouet sieht eine parallele negative Entwicklung in Kirche und Gesellschaft.

Die Gesellschaft wolle mehr Sicherheit, mehr Gesetze, die Kirche dagegen mehr Identität, mehr Dekrete und mehr Regeln:

„Man schützt sich, man schließt sich ein, das ist das Zeichen einer in sich geschlossenen Welt, das ist eine Katastrophe!“

Der Erzbischof ist auf den in seinem Land erwachenden Katholizismus stinksauer:

„Nach der Veröffentlichung von Pressekarikaturen über kirchliche Mißbrauchsfälle, habe ich [katholische] Reaktionen erlebt, die den Reaktionen der islamischen Integristen über die Mohammed-Karikaturen ebenbürtig sind.“

Überzeugungs-Christentum ohne Überzeugungen

Immerhin nimmt Mons. Rouet zur Kenntnis, „daß wir am Ende einer Epoche“ sind:

„Wir sind von einem Gewohnheits-Christentum zu einem Überzeugungs-Christentum gegangen“ – triumphiert er: „Wir sind dabei, uns zu verändern.“

Mons. Rouet gibt das Beispiel seiner Diözese: „Vor siebzig Jahren gab es dort 800 Priester. Heute gibt es 200.“

Aber: „In dem Bistum gibt es auch 45 Diakone und 10.000 Personen, die zu 320 Ortsgemeinschaften gehören, die wir in den letzten fünfzehn Jahren gegründet haben.“

Der Erzbischof ist von sich begeistert: „Das ist besser. Man muß mit einer Pastoral im Sinne der Französischen Staatsbahnen aufhören und statt dessen Bahnlinien schließen und neue eröffnen.“

„Wenn man sich an die Leute anpaßt, an ihre Art zu leben, ihren Lebensrhythmus, dann nimmt die Teilnahme zu, eingeschlossen beim Katechismus-Unterricht. Die Kirche ist zur Anpassung fähig.“

Alte Klassenkampf- Schemata

Der Erzbischof stellt fest, daß die französische Kirche nicht mehr in der Lage ist, 36.000 Pfarreien aufrecht zu erhalten:

„Man kann das als eine Misere betrachten, der man um jeden Preis entkommen muß. Dann wird man entsprechend den Priester wieder sakralisieren“ – klebt der Prälat an seinen altliberalen Denk-Schemata.

Als Alternative schlägt er vor, „etwas anderes zu erfinden“.

Mons. Rouet denkt in Schablonen und dialektischen Gegensätzen: „Muß sich die Kirche auf ihre Kleriker oder auf ihre Getauften stützen?“ – fragt er.

Dann verkündet er die Binsenwahrheit, daß die Kirche sich „auf die Laien“ stützen und nicht länger auf der Basis eines „mittelalterlichen Rahmens“ funktionieren solll: „Das ist eine Herausforderung“.

„Ich könnte sie nicht bezahlen“

An diesem Punkt wird Mons. Rouet gefragt, ob er auch an verheiratete Priester denke:

„Nein und ja“ – antwortet er.

Er könne sich durchaus vorstellen, morgen zehn verheiratete Männer – die er bereits kenne – zu Priestern zu weihen. Aber: „Ich könnte sie nicht bezahlen.“

Sie müßten darum arbeiten und wären nur am Wochenende für die Sakramente verfügbar.

Doch das wäre nach Ansicht des Erzbischofs eine Katastrophe. Denn: „Dadurch würde man zu einem kultischen Bild des Priester zurückkehren“ beschwört er: „Das wäre eine falsche Modernität“.

Darum schlägt er vor, die Art der Ausübung des Priestertums zu ändern.

Erst dann wäre die Weihe verheirateter Männer für ihn sinnvoll: „Der Priester soll nicht mehr der Chef seiner Pfarrei sein“.

Er müsse die Getauften unterstützen, damit sie erwachsen werden im Glauben, er müsse sie formen und verhindern, daß sie um sich selber kreisen – klopft der Erzbischof leere altliberale Sprüche.

Dann würde der Priester die Eucharistie als „Geste der Brüderlichkeit präsidieren“.

Privatisierter Glaube

Das katholische Glaubensbekenntnis nimmt der Erzbischof nicht so ernst: „Es geht nicht mehr darum, eine offizielle Lehre zu wiederholen, sondern den Christen zu erlauben, ihre eigene Zugehörigkeit frei auszusagen.“

Dabei läßt Mons. Rouet erwartungsgemäß offen, auf welchem Fundament die Einheit der Kirche – die er nicht mehr als Glaubensgemeinschaft sieht – aufruhen soll.

Auf die Frage, was seine größte Sorge um die Kirche sei, antwortet er: „Die Kirche ist in Gefahr, eine »Subkultur« zu werden.“

Dann lobt er seine Generation, welche die Kirche in den Abgrund geführt hat und sich mit dem gescheiterten Projekt der Inkulturation und des „Sprunges in die Gesellschaft“ identifiziert hat:

„Heute besteht die Gefahr, daß die Christen sich untereinander verhärten, einfach weil sie den Eindruck haben, einer verständnislosen Welt gegenüberzustehen“ – kritisiert er die Erneuerung der Kirche.

Doch man könne die Menschen nicht erleuchten, indem alle möglichen gesellschaftlichen Mängel anklage.

Offensichtlich hat der altliberale Erzbischof immer noch nicht genug von der Konzilskirche, die ihrem weltlichen Bräutigam wie eine ungewünschte, lästige Braut nachrennt und sich dabei vor Engeln und Menschen lächerlich macht.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Leo Miles   09:05:44 | Mittwoch, 19. Mai 2010
Hm, „frei“ von was
Darum wurde er am 4. April von der antikirchlichen französischen Tageszeitung ‘Le Monde’ als „eine der freiesten Gestalten im französischen Episkopat“ in den Himmel gelobt.
Frei von katholischem Glauben? Frei von Gottes Gnade? Frei von den Geboten? Frei von der Lehre Jesu Christi? Frei vom Evangelium? Oder Frei-Maurer?
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#15   klausvonjaus   01:52:00 | Mittwoch, 19. Mai 2010
Oh Mann Oh Mann
Überall laufen rote, rosa und braune Hunde umeinander. Das kann kein normaler Mensch mehr aushalten.
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#14   Gotthard   23:23:01 | Dienstag, 18. Mai 2010
@trismegistos
Kein normaler Arbeitgeben darf einen Menschen wegen seines Geschlechts oder seiner Herkunft von einem Beruf ausschließen. Das Antidikriminierungsgesetz verbietet das. Die Kirche muß sich daran jedoch nicht halten und darf Frauen aus vielen Berufen ausschließen.
Von welchen Berufen mit einem Arbeitsvertrag werden Frauen in der Kirche ausgeschlossen?
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#13   Degenhardt   21:15:42 | Dienstag, 18. Mai 2010
richtig erkannt
volle Zustimmung
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#12   Trismegistos III   14:50:20 | Dienstag, 18. Mai 2010
Laizismus
Aristide Briand hat 1905 in Frankreich etwas sehr kluges getan. Er hat sich für die Trennung von Staat und Kirche stark gemacht. Diesen Laizismus brauchen wir auch.
Es ist wichtig der Kirche, besonders der katholischen, Macht und Einfluss zu nehmen.
Kein normaler Arbeitgeben darf einen Menschen wegen seines Geschlechts oder seiner Herkunft von einem Beruf ausschließen. Das Antidikriminierungsgesetz verbietet das. Die Kirche muß sich daran jedoch nicht halten und darf Frauen aus vielen Berufen ausschließen.
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#11   Siegfried   14:12:05 | Dienstag, 18. Mai 2010
Der Schaden liegt im Modernismus
die Lebenswahrheit, daß der Modernismus dem Menschen, der Gesellschaft und besonders der Kirche großen Schaden zufügt hatte PP. Pius XI. erkannt und mit dem Antimodernisteneid gebannt.
PP. Paul VI. hat sich durch die innerkirchliche Leitung einiger Modernisten in die Verirrung treiben lassen. Der Eid wurde nicht abgeschafft. Aus Laschheit wurde er unterlassen. Dies ist der größte Schäden, der dem letzten Konzil angeheftet werden muß. Es gibt kein Dokument von dem Konzil, das die Tür für den Modernismus geöffnet hat.
:)% Der Heilige Vater handelt segensreich, wenn er darauf hinweist, „Schlampigkeiten im der kirchlichen Personalpolitik, haben den vorgeschriebenen Eid verhindert. Die vorgeschriebene Eid gemäß der (damaligen) Anordnung, muß von allen betroffenen sofort abgelegt werden!“
Wer den Eid nicht ableget, wden Eid mißachtet, verliert sofort das Amt.
Die Kirche hat mehr tiefgläubige Priester, die für ein Bischofsamt geeignet sind, als es in der Öffentlichkeit, durch die Medien und Ordinariate aufgezeigt wird.
Diese Kenntnis ist die Ursache für die Angst, der modernistischen, freimauerischen Bischöfe. Aus diesem Grunde käpmfen die Typen nun völlig unkonttrolliert, bis zum persönlichen Schaden wie es die Herren, Zollitsch, Lehmann und Schönborn, zeigen.
Beten wir für den Heiligen Vater, damit die kirchliche Einigung mit den 4 Weihbischöfen und den traditionellen Priestern bald beendet werden kann. Zum Segen der Kirche und zum Heile der Menschen. o^/ :(3 o
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#10   vitrivius2010   13:58:27 | Dienstag, 18. Mai 2010
Ein Alt-Kommunist der nach dem Staat ruft…
…sowas gab es früher auch nicht PONTIFEX. Aber nachdem sogar schon bei der Staatsanwaltschaft LDS-Kranke sitzen, ist dein Ruf verständlich, TUNTE
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#9   Pontifex   13:09:16 | Dienstag, 18. Mai 2010
Vitrivius,
Sie fallen in jedem Faden durch Ihre perversen Mord- und Folterphantasien auf! Sie sollten sich in Behandlung begeben, bevor Sie sich an Unschuldigen vergreifen. Vielleicht sind Sie schon ein Fall für die Staatsanwaltschaft.
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#8   vitrivius2010   11:45:22 | Dienstag, 18. Mai 2010
Armer alter Mann leidet an LDS
Leider ist das einzige Gegenmittel gegen das furchtbare LDS-Syndrom, noch nicht als Medikament zugelassen. Dr. Schnellheiltihn berichtet von sensationellen Heilerfolgen. Die Therapie beinhaltet eine dreistündige Massage mit einer Eistenstange, die man mit voller Wucht auf den Patienten haut, und einer Wärmetherapie, bei dem der Patient ein bis zwei Stunden lang auf einem Scheiterhaufen steht. Danach ist der Patient garantiert geheilt. Die Nebenwirkungen sind nicht weiter beachtenswert (ein bisschen Tod).
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#7   noch ein Landorganist   11:40:16 | Dienstag, 18. Mai 2010
Probleme?
Die versammelte Idiotenrunde kommt nicht damit klar, wenn die Beschimpfungsrunde mal nicht gegen Katholiken, sonden gegen linke Verbrecher geht.
Deswegen jammern und heulen sie, dabei könnten sie ja einfach weiter die linksfaschistischen Mainstreammedien mit ihren bequemen Lügen lesen, statt sich selbst hier täglich mit der Wahrheit zu konfrontieren. :)%
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#6   Sefirot   11:28:23 | Dienstag, 18. Mai 2010
Jetzt bezieht ein Episkopus einmal
„altliberale“ Positionen und schon gilft kreuz.net in der
sattsam bekannten Kakaphonie weiter… :-! :-! :-!
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#5   Pater Odio †   11:20:24 | Dienstag, 18. Mai 2010
Der Mensch wird geblendet von antikirchlichen Hetzmedien
und kreuz.net ist die neutrale Oase in der Medienwüste Satans. Während die linksfaschistischen Hetz-Zeitschriften wie der Spiegel oder SZ mit den Freimaurern den Kirchenhass schüren, verbreitet kreuz.net die Liebe wie sie Joseph Goebbels… ich meine Jesus Christus verkündete.
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#4   RRR   11:15:42 | Dienstag, 18. Mai 2010
@ Gunsenum
KOmmt die Redaktion nicht ohne Beleidigungen und Schmähungen aus?
Nein. Anscheinend ist das die Pius-Variante des achten Gebot.
Die „Redaktion“ hält ihre Leser auch für dermaßen tumb und schwachsinnig, dass sie nicht einmal die Quellen für ihre Texte angibt, sondern nur Fragmente zusammenschneidet und mit verunglimpfenden Kommentaren vermischt. Gossenjournalismus der untersten Schublade eben. Ein einfacher Link auf das Interview täte es auch – aber dann würden sich die Leser womöglich ein eigenes Urteil bilden, und das muss im Sinne des Pius-Subjektivismus um jeden Preis verhindert werden.
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#3   engelhardt †   11:12:47 | Dienstag, 18. Mai 2010
Kleiner Tipp
Kleiner Tipp an die Redaktion:
Das ganze waere verstaendlicher, wenn ihr Berichterstattung und Kommentar trennen wuerdet.
Also: erst schreiben, was der Mann zu sagen hat, dann schreiben, wass ihr darueber denkt.
Ansonsten ist der Artikel naemlich voellig unleserlich.
Der uebermaessige Gebrauch von Adjektiven und Adverben ist sowieso schlechter Schreibstil.
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#2   Gunsenum   11:05:45 | Dienstag, 18. Mai 2010
KOmmt die Redaktion nicht ohne…
Beleidigungen und Schmähungen aus? Warum ist jeder, der nicht gleich der Piusfraktion angehört hier „altliberal“, „weinerlich“, „radikal“, „albern“, „schwachsinnig“, „kirchenfeindlich“, „unseriös“, „widernatürlich“…(Potpourri aus den vergangenen Meldungen). Solange kreuz.net nicht auf sowas verzeichten kann, ist es kein seriöses Medium, sondern ein hohl tönendes Erz!
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#1   Ottonis   11:04:42 | Dienstag, 18. Mai 2010
mit 30 jahren Verspätung auch in der Kirche
Morgen sind wir tolerant, tolerant, tolerant
und finden selbst die größten Idioten interessant.
Wir reichen jedem Arsch die Hand.
Und was uns stört in diesem Land,
das wird ab morgen nicht mehr eine Schweinerei genannt.
Ab morgen sind wir positiv
und nicht mehr so auf dem qui-vive.
Wir rücken nichts mehr gerade,
nein, wir lassen alles schief,
Na, klar!
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