Die Pius-Patres sind heute, was die Jesuiten damals waren
In einer Revolution werden die schlechten, freiheitsbeschränkenden Gesetze abgeschafft. Aber die guten Gesetze zur Überwachung und Kontrolle der Kirche müssen beibehalten werden. Von Hubert Hecker.
Italienische Hetzkarikatur aus dem Jahr 1902: Der Jesuit beherrscht den Vatikan.
(kreuz.net) In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Katholische Kirche von den deutschen
Fürstenstaaten unterdrückt.
Viele Bischöfe unterwarfen sich anfangs diesem politischen System, etwa
die Limburger Bischöfe, Mons. Jacob Brand († 1833) oder Mons. Johann Wilhelm Bausch († 1840).
Erst der
Bekennerbischof Peter Joseph Blum († 1884) besann sich eines Besseren.
Die Kirche wehrt sich
Mons. Blum
kam im Jahre 1842 als Vertreter der Ultramontanen – der papst- und glaubenstreuen Katholiken – auf den
Limburger Bischofssitz.
Im März 1848 forderten 30.000 Demonstranten in Wiesbaden die bürgerlichen Grundfreiheiten.
Eine der Forderungen betraf die „volle Religionsfreiheit“.
Fast in allen deutschen Diözesen gründeten
Geistliche und Laien „Piusvereine für Freiheit der Kirche und Religion“.
Man wollte so die kirchliche
Unabhängigkeit gegenüber staatlichen Übergriffen erkämpfen.
Dieser Papst hatte im Jahr 1848/49 bei Putschplänen
und Aufruhr im Kirchenstaat die Wut und Gewalt linker Kirchenhasser erfahren.
Daher warnte er später
vor Kommunisten, Liberalen und Nationalisten.
Der Papst sprach den deutschen Katholiken aus der Seele.
Diese machten nämlich ganz ähnliche Erfahrungen mit den sogenannten Liberalen und ihren Hetzmedien.
Keine Glaubensfreiheit
Der übelste Haßprediger war in den Jahren 1848/49 der mörderische Ideologe
Karl Marx († 1883).
Mit seiner ‘Neuen Rheinischen Zeitung’ hetzte er gegen die damalige deutsche Nationalversammlung,
gegen die Kirche und gegen die ultramontane Konkurrenz der ‘Kölnischen Zeitung’.
Eine üble Rolle spielte
auch das kleine Kampfblatt ‘Freie Zeitung’. Es erschien ab dem 3. März 1848 täglich in Wiesbaden.
Ihre
totalitäre Ideologie formulierte die Zeitung am 6. Juli 1848 in einem Leitartikel:
„In einer Revolution
werden die schlechten, freiheitsbeschränkenden Gesetze abgeschafft, aber die guten Gesetze zur Überwachung
und Kontrolle der Kirche müssen beibehalten werden.“
Die ‘Freie Zeitung’ forderte Freiheiten für alle
Bürger – außer für die Kirche:
„Solange auf dem kirchlichen Gebiet das Prinzip der Demokratie nicht
zur Anerkennung gekommen ist, so lange muß der Staat Kontrolle und Herrschaft über die Kirche haben.“
Für die Verwaltung der Presse forderte die ‘Freie Zeitung’ erwartungsgemäß kein ähnliches Prinzip.
Eine ähnliche Kirchenkampfparole hat kürzlich der Spiegel-Journalist Peter Wensierski ausgegeben.
Er forderte eine totalitäre Unterwerfung der Kirche unter die staatlich propagierten Trends.
Die Pius-Brüder
von damals
Einen besonders eingefleischten Haß zeigten die Kirchenfeinde gegen die Jesuiten.
Diesen
damals großartigen Söhnen Jesu Christi brannten die Journalisten das gleiche Stigma ein wie heute den
Pius-Patres.
Denn die Jesuiten standen treu und unerschütterlich zu Kirche und Papst.
Die ‘Freie Zeitung’
forderte von Papst Pius IX. ganz unfreiheitlich, er solle den „verderblichen Orden nochmals – wie 1773 –
und hoffentlich nun zum letzten Male verbieten und exkommunizieren“.
Auch in der Bischofsstadt Limburg
hatten die journalistischen Kirchenjäger „finstere Umtriebe jesuitischer Dunkelmänner“ ausgemacht.
In Limburg hatte man schon am 23. März 1848 einen ‘Centralverein für Freiheit der Kirche und Religion’
gegründet.
Das Hetzblatt vermutete dahinter „unzweifelhaft die Jesuitenpartei“.
Diese „überall verfemte
Partei“ hätte schon die „ausgedehntesten Wahlumtriebe“ forciert. Man wolle bei den nächsten Wahlen eine
„verhältnismäßige Vertretung der katholischen Bevölkerung“.
Für die ‘Freie Zeitung’ war das eine
„Unverschämtheit“.
Vernichtung des Jesuitismus
Als weitere „pfäffische Machination dieser Jesuitenpartei“
bezeichnen die antiklerikalen Journalisten die „Errichtung eines Knabenseminars zur Erziehung katholischer
(jesuitischer) Geistlicher“.
Schließlich sahen die Zeitungsschreiber „im Geiste der Jesuiten barmherzige
Schwestern in unser Land einziehen“.
Die ‘Freie Zeitung’ verbreitete mehrer Aufrufe zur „Vernichtung
des Jesuitismus“:
So erklärte das Hetzblatt in einem Appell „an die Bürger Limburgs“:
„Werft das schmähliche
Joch des Ultramontanismus von Euch!“
„Stoßt die freiheitsmörderische Clique von Euch – und die Fesseln
des freien Geistes werden gesprengt werden!“
Ein anderer Aufruf richtete sich an die „freisinnigen Katholiken
des Vaterlandes“ – damit waren die altliberalen Kräfte gemeint, die der verflossenen Aufklärungszeit
nachweinten:
„Tretet diesem Jesuitentreiben entgegen und macht die Kirche frei: Fort mit den Jesuiten,
den Seelenmördern!“
Die Ultramontanen bringen die Kirche wieder hoch
Zur Veranschaulichung der Jesuitenherrschaft
wurden im Inseratenteil der Zeitung „kreuzfidele Jesuiten-Lieder“ eines gewissen Max Langenschwarz beworben.
Zum Beispiel dieses:
„Ein heilig Leben führen wir / ein Leben mit der Nonne. Die frommen Völker schnüren
wir / und löschen jede Sonne.“
Die ‘Freie Zeitung’ überlebte die Jesuiten nicht. Sie mußte ihr Erscheinen
im Jahr 1849 mangels Resonanz einstellen.
Im gleichen Jahr begann Bekennerbischof Peter-Joseph Blum mit
dem Aufbau eines Knabenseminars.
Im Jahr 1850 kamen zwei Barmherzige Schwestern vom Vinzenzorden als
Krankenpflegerinnen nach Limburg. Sie legten den Grundstein für das spätere Vinzens-Hospital.
1852
führten zum ersten Mal „richtige“ Jesuiten im Bistum Limburg eine Volksmission durch, nämlich in Frankfurt
am Main.
Täglich wollten sechs- bis achttausend Katholiken die jesuitischen Volksmissionare hören –
nicht zuletzt darum, weil sie durch eine jahrzehntelange unlautere Pressekampagnen verteufelt worden waren.
Email-Adressen der Empfänger
68 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Ruhrgebietler: Bestimmt nicht wegen seiner überspannten Gnadenlehre. Er wurde ernannt wegen seiner einzigartigen
persönlichen Bedeutung und seiner Durchdringung der christlichen Lehre, die bis zum hl. THomas unerreicht
blieb. Übrigens, auch Thomas vertritt Positionen, die wir heute als nicht-kirchlich erkennen können.
#66 Brandenburgis 22:57:19 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Wie gesagt, ich habe nichts gegen Schopenhauer. Doch ist er – im Gegensatz zum Konzil vonTrient – nicht
letzte Autorität. Und strikter Augustinismus entspricht weder der Bibel, noch der kirchlichen Lehrtradition.
Die Kirche lehrt zu Recht, daß der Wille des Menschen auch nach dem Sündenfall frei ist. Es liegt in
der Gewalt des Menschen, das Böse oder das Gute zu tun bzw. zu lassen. Augustinus und Luthers Lehre ist
unwahr und un-menschlich. Und damit eine Gute Nacht!
#64 Brandenburgis 22:39:21 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Es ist in jeder Hinsicht abzustreiten, daß die römische Kirche seit Trient semipelagianisch sei. Das
mag in der Praxis gelegentlich so erscheinen, ist aber in der Tat verfehlt. Das gigantische Werk der Gegenreformation
wäre als pelagianischer oder semipelagianischer Organismus gar nicht zu realisieren gewesen. Schopenhauer
ist ja ganz nett, ich schätze ihn auch, aber hier ists sein Urteil zu oberflächlich.
#63 santa rita 22:15:03 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Dazu meint Schopenhauer: Der AUGUSTINISMUS, mit seinem Dogma von der Erbsünde und was sich daran knüpft,
ist, wie schon gesagt, das eigentliche und wohlverstandene Christenthum. Der PELAGIANISMUS hingegen ist
das Bemühen, das Christenthum zum plumpen und platten Judenthum und seinem Optimismus zurückzubringen.
Den die Kirche beständig theilenden Gegensatz zwischen Augustinismus und Pelagianismus könnte man, als
auf seinen letzten Grund, darauf zurückführen, daß Ersterer vom Wesen an sich der Dinge, Letzterer
hingegen von der Erscheinung redet, die er jedoch für das Wesen nimmt. Z.B. der Pelagianer leugnet die
Erbsünde; da das Kind, welches noch gar nichts gethan hat, unschuldig seyn müsse; – weil er nicht einsieht,
daß zwar als Erscheinung das Kind erst anfängt zu seyn, nicht aber als Ding an sich. Eben so steht es
mit der Freiheit des Willens, dem Versöhnungstode des Heilands, der Gnade, kurz mit Allem. – In Folge
seiner Begreiflichkeit und Plattheit herrscht der Pelagianismus immer vor: mehr als je aber jetzt, als
Rationalismus. Gemildert pelagianisch ist die Griechische Kirche, und seit dem Concilio Tridentino ebenfalls
die katholische, die sich dadurch in Gegensatz zum Augustinisch und daher mystisch gesinnten Luther, wie
auch Kalvin, hat stellen wollen: nicht weniger sind die Jesuiten semipelagianisch. Hingegen sind die Jansenisten
augustinisch und ihre Auffassung möchte wohl die ächteste Form des Christenthums seyn.
#62 Brandenburgis 21:53:54 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Wie gesagt, nichts gegen den hl. Augustinus, der viel mehr gerade auch in der Priesterausbildung studiert
werden sollte. Nur ist die misliche Situation in der KIrche fast uneingeschränkt dem Modernismus [des
2. Vatikanums] zuzuschreiben, und der hat eigentlich mit den Lehren des Heiligen wenig zu tun. Das merken
wir u.a. daran, daß das Luthertum, das ja in mancher Hinsicht ein Neo-Augustinusmus ist, mit der Abwehr
des Modernismus ähnlich große Schwierigkeiten hat, wie unsere Kirche. Mein Rezept lautet jedenfalls
Augustinus ja – doch auf der Basis des Tridentinums.
#60 Brandenburgis 21:02:42 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Die Konzilssekte ist natürlich unschön, doch Augustinus, den ich außerordentlich schätze, ist auch
mit Vorsicht zu genießen, besonders wenn man ihn und seine Gnadenlehre absolut setzt. Bereits sein Zeitgenosse,
der hl. Vincenz konnte und wollte Augustinus in seinen Engführungen nicht folgen, und zeigte an Hand
des für diesen Zweck entwickelten Traditionsprinzips auf, daß die Gnadenlehre des Augustinus nicht der
Tradition entspricht! Es war eine Katastrophe, daß letztlich ohne Anlaß und Notwendigkeit Luther den
falsch verstandenen und massiv überspitzten Augustinusmus reaktivierte und zur schärfsten Waffe seiner
Pseudo-Reformation machte (sola gratia). Immerhin führte das dazu, daß schließlich im ss. Konzil von
Trient das Problem nach Jahrhunderten dogmatisch und in theologisch herausragender Form gelöst wurde.
Daß schwärmerische Bewegungen in der rk Kirche häufig wider den Stachel löcken, darf uns nciht dazu
verleiten, in die Irrtümer des Augustinus zurückzufallen.
#59 santa rita 20:43:51 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Brandenburgis Es ist der im Gegensatz zur völlig pelagianischen Konzilssekte stehende Augustinismus mit
seiner Lehre von der Erbsünde und alles was damit zusammenhängt.
#57 santa rita 19:43:10 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Es ist eine Beleidigung die Priesterbruderschaft St. Pius X mit den Jesuiten zu vergleichen. Die FSSPX
steht vielmehr in der Tradition der Bewegung von Port Royal, die sich als Reaktion auf das dekadente französische
Establishment entwickelt hatte und deren Protagonisten Antoine Arnould, Saint Cyran und Blaise Pascal
in brillianter Weise den moralischen Laxismus und die Machtgier der Jesuiten entlarvt haben.
Clarissas große Geste Verstehe ich Sie richtig, Clarsissa, dass Sie meinen: 1848 wäre die Stigmatisierung
der Jesuiten als Verfemte und Geschändete weder berechtigt noch erfolgreich gewesen, heute aber sei die
Pressehetze gegen die Pius-Brüder, ihre Stigmatisierung als rechtsradikale Fundamentalisten „der taugliche
Versuch am tauglichen Objekt?
Nun, mio caro, uneingeschränkt zurecht stellten Sie fest: „Diesen damals großartigen Söhnen Jesu Christi
brannten die Journalisten das gleiche Stigma ein wie heute den Pius-Patres.“ Aber auch hier gilt es wohl,
das Unvergleichbare im Vergleichbaren nicht aus dem Blick zu verlieren: Seinerzeit handelte es sich –
aus bereits genannten Gründen – um den untauglichen Versuch am untauglichen Objekte; heute indes um den
tauglichen am tauglichen.
Was wird verglichen, Clarissa? Brandenburgis: Das Forum als gegenseitiger Müll-Bewurf? Vor allem will
kein einziger Katholik den MÜll lesen, den die Klarisse hier ablässt clarissa colonia hat eine sinnvolle
Frage gestellt: Ob man nicht bei aller Vergleichsbesoffenheit, in die man sich so schnell und leicht hineinredet,
in der Menge des scheinbar Gleichen nicht auch das tatsächlich Ungleiche sehen müßte? 1) Die Gesellschaft
Jesu war und ist ein Hort der Bildung. 2) Die Pressekampagnen gegen die Jesuiten waren erfolglos, weil
die Schreiberlinge dem Objekte ihrer Kritik das intellektuelle Weihwasser zumeist nicht reichen konnten.
3) Angesichts der (angeblich vergleichbaren) „Pressekampagnen“ liegt doch die Frage nahe: Wollen in Frankfurt/M.
heute auch „täglich … sechs- bis achttausend Katholiken“ die bildungsasketischen Vorträge der Piusbrüder
hören? Im Artikel werden die Jesuiten mit der Pius-Bruderschaft nur aus der Pressesicht verglichen: Diesen
damals großartigen Söhnen Jesu Christi brannten die Journalisten das gleiche Stigma ein wie heute den
Pius-Patres. Diese Stigmatisierung der Pius-Brüder durch die Presse ist tatsächlich ähnlich wie die
der Jesuiten damals durch die „Freie Zeitung“.
@ Vogel: Schön, dass hier auch miteinander gesprochen wird! Ich habe einmal eine heilige 7jährige gekannt,
die ihre Mutter dazu gebracht hat, regelmäßig die Messe mitzufeiern. Aber das ist eher die Ausnahme,
stimmt schon… Wir gehen vermutlich auf eine Gesellschaft zu, in der es überhaupt nicht mehr selbstverständlich
ist, Christ zu sein. Seit 1000 hat die europäische Kirche nur von Hörensagen gewußt, was eigentlich
„Mission“ bedeutet. Erwachsenentaufen waren so gut wie unbekannt. Das ändert sich soeben – bzw. hat es
sich schon geändert. Sehr viel Energien werden auf Nebenkriegsschauplätze investiert. Die Beziehung
zu Gott scheint angesichts der Fragen wie Pflichtzölibat, tridentinische Messe, dieser Bischof ode ‘jener
und was auch immer nebensächlich. Was meinst du: Wie scchaut unsere kirch ein 50 Jahren aus?
für Diakonus vielen Dank für Deine Bemühungen. Du hast Recht, es ist der richtige NAME. Bei Wikipedia
steht ganz unten auch etwas vom Ausschluß der Frauen geschrieben. Weiterhin steht da, daß im christlichen
Glauben, der Glaube von Müttern an die Kinder weitergegeben wird (wurde), wohingegen man bei den Mitras
nur durch Mission zum Glauben kommen konnte. In der heutigen Zeit bringen nur noch wenige Mütter und
Väter den Glauben an die Kinder weiter. Was nutzt es denn, wenn die Kinder jetzt z.B. durch die I. Heilige
Kommunion etwas mehr „angesteckt“ worden sind und bei uns auch 3/4 davon Meßdiener werden möchten. Von
diesen Kindern gehen aber höchstens die Hälfte der Eltern regelmäßig zur Kirche. Meinst Du, es gelingt
Kindern oft ihre Eltern zum Kirchgang zu bewegen, eher selten… Ich habe einmal ein ungetauftes Mädchen
erlebt, daß alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um getauft zu werden, damit sie auch zur I. Heiligen
Kommunion gehen kann. Da waren dann einige Gespräche zwischen den Eltern und dem Pfarrer notwendig, bis
es dann soweit war. In der Regel haben es wohl eher die Eltern (jedenfalls bei kleinere Kindern) in der
Hand, ob und wie oft ihre Kinder zur Kirche gegen. Vielleicht sollten wir uns mal eine Scheibe von den
Menschen abschneiden, die in der Zeit gelebt haben, in der es überhaupt noch nicht üblich war, Christ
zu sein.
#47 FranzvPaul 10:07:38 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Die Piusbruderschaft fühlt sich abgelehnt, monens. Warum so viel Ablehnung gegen die Pius-Bruderschaft ?
Von außen aber wird sie vorwiegend ignoriert. Abgelehnt werden bestimmte, meist rechtslastige und andere
aggressive Äußerungen und Auftritte.
Warum so viel Ablehnung gegen die Pius-Bruderschaft ? Schaut man sich in der v.a. deutschen Kirchenlandschaft
um, so findet man schnell eine Antwort; mag es wohl daran liegen, dass die Pius-Bruderschaft sich nicht
dem Weltgeist anbiedert und somit auch keine „neue Katechese“ in Umlauf setzt www.razyboard.com/…07914-5901980-0.html
sondern ein unerschütterliches Bekenntis zur Tradition ablegt und so auch die häretisch durchzogenen
„oekumenischen Kirchentage“ (?) www.razyboard.com/…07914-5910765-0.html nicht hochjubelt ?!
@Domenico Tuttisanti Das sage ich daher, weil die Welt als seinen Spiegel beschrieben hat…und wisst
ihr auch, was mir die Welt ist??? Nur ein Monster kann so schreiben.
#40 FranzvPaul 09:00:44 | Donnerstag, 20. Mai 2010
Der gelbe Neid läßt ebenso Barrieren überwinden wie die Geilheit, Domenico Tuttisanti. Bildungsphilister,
resp. Da meint man, man hätte sich an den Zügeln und dann passiert sowas.
Bildungsphilister, resp. „Bildungskamele, auf deren Höckern viele gute Einsichten und Kenntnisse sitzen,
ohne zu hindern, dass das Ganze doch eben nur ein Kamel ist.“ (Fr. Nietzsche)
Ob man nicht bei aller Vergleichsbesoffenheit, in die man sich so schnell und leicht hineinredet … in
der Menge des scheinbar Gleichen nicht auch das tatsächlich Ungleiche sehen müßte? 1) Die Gesellschaft
Jesu war und ist ein Hort der Bildung. 2) Die Pressekampagnen gegen die Jesuiten waren erfolglos, weil
die Schreiberlinge dem Objekte ihrer Kritik das intellektuelle Weihwasser zumeist nicht reichen konnten.
3) Angesichts der (angeblich vergleichbaren) „Pressekampagnen“ liegt doch die Frage nahe: Wollen in Frankfurt/M.
heute auch „täglich … sechs- bis achttausend Katholiken“ die bildungsasketischen Vorträge der Piusbrüder
hören?
#36 alfmöllmack 01:45:06 | Donnerstag, 20. Mai 2010
@Laus von Graus Ich weiss ihren verdeckten Hilferuf zu würdigen, Exzellenz. Ich würde ihnen ja aus christlicher
Nächstenliebe gern behilflich sein, aber meine Frau erlaubt mir das nicht. Sie werden weiterhin einsam
onanieren müssen.
@ Heggi: Danke! Ihnen die Bedeutung der Liturgie für Gebet und Glaube nahe zu bringen, ist wohl vollkommen
sinnlos. Danke für dieses treffliche Beispiel! Solche Beleidigungen passen gut zu den Sympathisanten
der Pius-Brudeschaft. Jesuiten hätten nie auf einem dermaßen stupiden Niveau so präpotent zu argumentieren
versucht!
@alfmöllmack Zu irgend etwas sind die Pussi [Pius]-Brüder schon nütze, wir wissen bloß noch nicht
wozu Sie wissen noch nicht wozu, wir wissen es schon!
diakonus Wenn Sie tatsächlich ein Diakon sein sollten, dann dann haben Sie mit Ihrer wohl kritisch gemeinten
Bemerkung, daß die Piusbrüder „auf die äußere Form der Liturgie großen Wert legen“, den Vogel der
Dummheit oder Inkompetenz abgeschossen. Ihnen die Bedeutung der Liturgie für Gebet und Glaube nahe zu
bringen, ist wohl vollkommen sinnlos.
@Ernst Schneider Mein Großvater pflegte die Jesuiten immer als die Himmels-SS zu bezeichnen. Bestätigt
wieder mal den alten Satz: Der Apfel fällt nicht weit von Pferd.
Brandenburgis – Naivität Fakten kann man nicht mit Beschimpfungen entwerten. Kann da bei derartigen Reaktionen
nicht auch Naivität vermutet werden? Josef Berens (als einfacher, selbst denkender Katholik
Konrad – Engstirnigkeit, Blindheit und Naivität Die Jesuiten waren immer und sind auch heute noch die
intelligentesten Orden. Das man ihnen heute amtskirchlich nicht mehr folgen will oder kann, liegt nicht
an der Ordensgemeinschaft sondern an der Engstirnigkeit, Blindheit und Nivität des Vatikans. Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
Vielleicht besinnen sich die Jesuiten auf ihre große Tradition in Solidarität mit dem römischen Papst
und seiner Verkündigung der Glaubenswahrheit. Dann bräuchte es keine Piusbrüder!
Wenn die Piustruppe heute das ist, was damals die Jesuiten waren – also, laut +.net treu zu Papst und
Kirche stehen – wieso tun sie das dann nicht einfach und halten ihre Parallelkirche aufrecht?
Ihr Großvater, Herr Schneider, scheint Ihrer Aussage zufolge dann wesentlich Schuld an Ihrer religiösen
Verwahlosung zu sein, Sie Scheinfirmpatererschleicher, homoleidender und mental schwach bestückter! Jawoll!
@ ErnstSchneider Nun, mit der SS würde ich sie nicht vergleichen, damit würde man diesem rechtsradikalen
Drecksladen SS zuviel Ehre zukommen lassen, aber Fakt ist, daß die SJ der einzige Orden ist, der neben
den evangelischen Räten auch noch den Gehorsam dem Papst gegenüber in seiner Regel stehen hat.
#18 Jefomowitsch 19:48:15 | Mittwoch, 19. Mai 2010
Elendester Sünder Wieso haben die Fürsten und Mächtigen denn so einen Hass auf die Jesuiten gehabt???
Die Beliebtheit kann es nicht gewesen sein, beliebt waren sie zumeist selbst. Geld kann es ja auch nicht
gewesen sein, denn sie behaupten die Jesuiten hätten keines gehabt.
+nette Geschichtsschreibung Die Pius-Patres sind heute, was die Jesuiten damals waren Ach, die Jesuiten
waren rechtsextreme Holocaustleugner? Man lernt nie aus…
@ruhri von noch dümmeren schreiberlingen auf +.net und noch viel dümmeren kommentierungen entgotteter
kommentatoren, Ahh, ein Anflug von Selbsterkenntnis? Darf man noch hoffen?
Elendster Sünder, leider wahr, was die – haltlosen – Beschuldigungen gegen die SJ damals betrifft. Leider
in dem Sinne, daß man offenbar einen Sündenbock brauchte. Allerdings stimmt es auch, daß die SJ von
Beginn an sehr großen Wert auf eine intellektuell hohe Ausbildung ihrer Ordensmitglieder legte, die deswegen
nicht selten Berater an Fürstenhöfen waren- und soetwas bringt Neider auf den Plan.
Schneiderlein „Die Piusbrüder interessieren doch keinen.“ warum kommentierst du sie dann ständig? Dein
Schwachsinn ist schon enorm weit fortgeschritten
Wenn man will, finden sich immer Vorwände Die standhafte Glaubenstreue, der missionarische Erfolg und
die Beliebtheit unter dem Volk schufen dem Jesuitenorden viele Feinde. Der Haß und die Ränke der ehebrecherischen
Marquise de Pompardour und der Freigeister und Philosophen in den Kabinetten der europäischen Fürstenhäuser
lösten eine Welle falscher Beschuldigungen aus. Den Fürsten und Königen wurden die Jesuiten als Verschwörer
dargestellt; außerdem lockte man sie mit dem angeblichen reichen Schätzen des Ordens als Beute. Papst
Klemens XIII. blieb standhaft gegen die Drohungen und Angriffe. Kurz vor der vollständig Besetzung des
Kirchenstaates starb er. Als neuen Papst setzen die Fürstenhöfe durch Druck auf das Kardinalskollegium
den schwachen Papst Klemens XIV durch, der schließlich nachgab und mit der Bulle „Dominus ac redemptor
meus“ den Jesuitenorden zum ersten Mal am 21. Juli 1773 aufhob. 25.000 Männer vom Volk geliebt und über
die ganze Welt verbreitet ergaben sich sofort. Dieser angeblich so übermächtige und rachsüchtige Orden
erstarb widerstandslos. Am Ende zeigte sich, daß der Orden schuldlos war. Die mit Beschlag belegten Archive
lieferten nichts, was man gegen den Orden hätte verwenden können. Man fand auch keine Schätze. Auch
auf die Einkerkerung des Paters General, Ricci, ließ sich keine reiche Beute erpressen. Die kläglichste
Figur an der ganzen Geschichte, Klemens XIV. wurde bald darauf krank und starb kaum ein Jahr nach Aufhebung
des Ordens im Wahnsinn. Bolanden, Bankrott S. 343 ff.
Die hetzende Meute von heute Heute ist die gegen die Tradition operiernde Front breitschichtiger und auch
nicht selten gut getarnt ( innerhalb der Kirche ). Die Zeremonienmeister dieses düsteren Orchesters schwingen
den freimaurerischen Taktstock www.razyboard.com/…07907-5903661-0.html in geschickter Hinterhältigkeit
durch eine breite Palette von Instrumenten der Intrige. Die Pius-Bruderschaft aber mag in diesem falsch
spielenden Orchester nicht mitwirken und gerät daher auch ins Visier deren Kundschafter. Ob wir wohl
bald wohl auch von an den Haaren herbeigezognen „Missbrauchsvorwürfen“ bez. der Pius-Bruderschaft lesen
werden ? Unerschütterliche Bekenner der Wahrheit Jesus Christus und wahre Hirten der Kirche www.razyboard.com/…07887-5896399-0.html
sind diesem unsäglichen Orchester gar nicht genehm. Diese mögen es lieber lau und flau, gleichgültig
und feige, so ganz nach dem Strickmuster ihrer aufgetischten „Humanität“ www.razyboard.com/…07667-5901977-0.html
die sich an erfundenen und von ihnen unterwanderten „Kirchen?tagen“ hochjubeln lässt www.razyboard.com/…07914-5910765-0.html
Die Bastion der Pius-Bruderschaft aber wird niemals nach dem freimaurerischen Taktstock der Lüge spielen
!
@ Vogel Ich vermute, den Bericht, den sie erwähnen war über den Mithraskult. de.wikipedia.org/wiki/Mithras
Ich glaube aber nicht, dass es so eindeutig ist, dass ausschließlich die Einstellung zu Frauen den weltgeschichtlichen
Ausschlag gegeben haben!
Orden Orden gibt es doch wie Sand am Meer, JESUS aber ist einmalig. Im Fernsehen kam jetzt mal ein Bericht
über die ersten Christen, wie sich alles entwickelt hat usw. Da gab es eine Gruppierung, die den Christen
sehr ähnlich war und die am Anfang auch beliebt war, den Namen habe ich leider vergessen. Das Problem
war nur, sie waren eine reine Männer-Religion, bei den katholischen Christen waren hingegen die Frauen
auch gerne gesehen – deswegen haben u.a. auch überlebt. Die „anderen“ waren also nicht gegen JESUS, sondern
haben keine Frauen aufgenommen. Die katholische Kirche besitzt also eine 2000jährige frauenfreundliche
Tradition.
Jesuiten… … lieferten außerdem um das 16. Jh. die beliebtesten Spione ab. Jeder Herrscher von seiner
„allerchristlichsten Majestät“ dem Sonnenkönig, über Innosenz den XI, aber auch die Habsburger und
Briten fanden nie wieder so „brutale“, illoyale und prinzipienlose Spione wie die Jesuiten. Super Vergleich
!!!
treu zur Kirche? Denn die Jesuiten standen treu und unerschütterlich zu Kirche und Papst. Das kann man
ja von den heutigen Piusbrüdern nicht behaupten.
Ungehorsam ggü. dem Papst „Die Pius-Patres sind heute, was die Jesuiten damals waren“. Waren die Jesuiten
schon damals ungehorsam ggü. dem Papst – so wie es heute die Piusbruderschaft ist?
wieder mal dummlaber von noch dümmeren schreiberlingen auf +.net und noch viel dümmeren kommentierungen
entgotteter kommentatoren, die nicht die ewig gültige trid. Liturgie besuchen!
Pius-Patres und Jesuiten Die Jesuiten waren bekannt dafür, * dass sie ihre Kraft aus dem Gebet und den
Exerzitien schöpfen. * dass sie getreu hinter dem Papst und der Kirche mit all ihren Konzilien ohne wenn
und aber standen. Ich will nicht ausschließen, dass das auch für einzelne Pius-Patres zutreffen mag.
Die Vereinigung als ganzes ist aber bekannt dafür, * dass sie auf die äußere Form der Liturgie großen
Wert legen, * dass sie bei päpstlichen Aussagen und Konzilsentscheidungen ihre eigene Auswahl treffen.
Der Vergleich hinkt. Die Gleichsetzung ist anmaßend.