09:46:11 | Montag, 24. Mai 2010
So wird die Kirche an die Wand gefahren: Mit der Beförderung kirchenfeindlicher Regimepriester hoffen sich die Deutschen Bischöfe, die Journaille zu besänftigen. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Am Samstag hat die Tageszeitung ‘Stuttgarter Nachrichten’ den Krawattenpriester
Michael Broch
für seinen „Freimut“ hochgelobt.
Das ist kein Wunder. Denn Hw. Broch spricht den Journalisten nach dem
Mund. Den Mut und Verstand, kirchliche Positionen zu verkündigen, hat der Geistliche nicht.
Hw. Broch
wurde von den Bischöfen für seine Regimetreue fürstlich belohnt. Er darf für den Anti-Kirchen Sender
‘ARD’ das „Wort zum Sonntag“ sprechen.
Die deutschen Bischöfen beförderten den Judas-Priester aus der
Diözese Stuttgart- Rottenburg jüngst zum geistlichen Direktor des katholischen ‘Instituts zur Förderung
des publizistischen Nachwuchses’.
Hw. Broch rechtfertigt sich vor den ‘Stuttgarter Nachrichten’ warum
er im „Wort zum Sonntag“ statt Christus zu verkündigen, irgendwelche Belanglosthemen anspricht oder
religiöse
Minderheiten verleumdet:
„Mir ist wichtig, daß wir eben nicht missionieren.“
Ein Produkt der altliberalen
BunkermentalitätEine Frage nach den medial aufgebauschten kirchlichen Mißbrauchfällen nimmt der Krawattenpriester
wie auf Knopfdruck zum Anlaß, um gegen den Zölibat zu wettern:
„Das System Kirche darf nicht von ein
paar zölibatären Männern beherrscht werden.“
Dann legt er gegen den Papst los: „Ein Kardinal Ratzinger
war nie liberal“ – scheint er den Heiligen Vater zuerst noch zu loben.
Benedikt XVI. komme „aus einer
kirchlichen Bischofshierachie heraus, deren Bunkermentalität auffällig ist.“
Die Bunkermentalität
der Bischofshierarchie ist zweifellos der Grund, warum Hw. Broch auf die Förderung und Beförderung durch
die einbetonierten deutschen Kirchenführer zählen kann.
Der Journalist versteht nichtZum Thema Papst
spricht Hw. Broch aus eigener Erfahrung: „Ich habe bei Professor Ratzinger und bei Professor Küng mein
Staatsexamen in Tübingen abgelegt.“
Sein Urteil: „Während der Küng schon immer seine eigene Art pflegte,
waren für Ratzinger die Kirchenväter das große Thema. Ich denke, das zeigt doch einiges.“
Der Journalist
der ‘Stuttgarter Nachrichten’ versteht nicht und fragt nach: „Was zeigt es?“
Mit mehr Sex und mehr Krawatten
wird alles besserHw. Broch antwortet nicht und flüchtet in die Unterhose: „Wer sind wir denn, mit einer
völlig antiquierten Sexualmoral?“
Offenbar hofft der rüstige Rentner, daß mit mehr Sex alles besser
wird.
Doch der Gedanke an Sex läßt ihn den Faden verlieren.
Er schießt jetzt in alle Richtungen:
„Das gefährliche an der katholischen Kirche ist das geschlossene System, die Männerwirtschaft.“
Oder:
„Das Priesteramt ist häufig für junge Neoklerikale interessant, die schon im Studium gerne mit dem römischen
Kragen rumrennen würden.“
Hw. Broch bevorzugt den Krawattenstrick um den Hals und fügt bezüglich des
Priestergewands hinzu: „Den müßte ich gerade im Staatstheater im Kostümfundus holen.“
Es ist allerdings
hinzuzufügen, daß das moderne Staatstheater fast ausschließlich in Krawatte aufgeführt wird.
Ich
bin ÖkonomikerDann bäumt sich Hw. Broch auf wie Moby Dick: „Wenn es so weitergeht, fährt Papst Benedikt
die Kirche an die Wand!“
Uff! Es ist vollbracht! Der Papst ist am Kreuz.
Dem Journalisten der ‘Stuttgarter
Nachrichten’, der sich solche Ausfälle gegen seine Bosse nicht einmal im Fieber leisten könnte, fährt
der kalte Schweiß über die Stirn.
Er stottert: „Das sind harte Worte. Fürchten Sie da nicht den langen
Arm Roms?“
Doch Hw. Broch beruhigt den Armen und verweist auf seine lachhaften kirchlichen Oberen: „Sie
werden lachen: Ich bin loyal, auch wenn ich motze“. Gelächter aus dem Publikum, das sich noch an Hw.
Brochs Behauptungen über das „geschlossene System“ der Kirche erinnert.
Er habe als Medienpfarrer „mehr
Freiheiten“ – denn seine Kirchenbezirke aus Rottenburg, Freiburg und Mainz hätten Respekt vor der
Pressefreiheit –
spöttelt er.
Dann kommt der Schlußwitz.
Auf die Frage nach Hw. Brochs „Trost, wenn Sie gerade auf
Ihre Kirche schauen“ lassen die ‘Stuttgarter Nachrichten’ den Regimepriester sagen:
„Ich bin Ökonomiker.“
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