Gentechnik
Das Kind wird getötet und einem Tier eingespritzt
Zellen von Kleinstkindern werden seit langem in Tiergehirne gespritzt. Die Kirche und die katholischen Parteien beschränken sich auf tatenlose Alibi-Stellungnahmen. Darum hoffen Lebensschützer, die „Grüne Partei“ als Bundesgenossen zu gewinnen…
(kreuz.net) Menschenversuche deutscher Biotechniker haben dem aus der Mythologie stammenden Wort „Chimären“ wieder zu Aktualität verholfen. Eine Chimäre ist ein Mischwesen aus Mensch und Tier. Chimären werden schon seit Jahren hinter gut verschlossenen Labortüren produziert, indem Zellen aus Kinderleichen Tieren eingepflanzt werden.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, daß Biotechniker des „Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie“ Zellen von getöteten Kleinstkindern in das Gehirn von Affen spritzen. Ein Teil der Kinderzellen habe sich im Affenhirn zu Nervenzellen entwickelt. Die Primaten überlebten die sehr tierquälenden Experimente nicht.

Der Vorsitzende des deutschen ‘Nationalen Ethikrates’, Spiros Simitis, bezeichnete das Vorgehen der Techniker als „absolut inakzeptabel“ und verlangte von ihnen eine Stellungnahme zu den Versuchen, damit der bioethische Diskurs nicht wieder überrannt werde.

Ende Juni wird sich der deutsche Ethikrat offiziell mit dem Thema „Chimären“ befassen. Es ist Eile geboten, denn eigentlich kommt man zu spät.

Versuche mit Zellen ermordeter Kleinstkinder sind für Stammzellenforscher keine Seltenheit. Die Labors werden sich allerdings noch nach einem präsentablen Ausdruck für die Chimären umsehen müssen.

Gegenwärtig werden solche Experimente, denen häufig Zellen von abgetriebenen Kindern zugrundeliegen, als „Forschung an embryonalen Stammzellen“ ausgegeben.

In den USA erklärte die ‘Nationale Akademie der Wissenschaften’, welche die US-Regierung berät, erst vor einer Woche, daß sie Tierexperimente mit Zellen getöteter Kinder befürwortet. Das Gremium schlug auch vor, solche Menschenversuche mit Steuergeldern zu bezahlen. Das wäre für die USA ein Novum.

Die ‘Nationale Akademie’ kann sich nur mit jenen Experimenten nicht anfreunden, bei denen Zellen aus Kinderleichen in die Geschlechtsorgane oder das Gehirn von Tieren gespritzt werden.

Im ersten Fall besteht theoretisch die Gefahr, daß sich Tier und Mensch miteinander fortpflanzen können. Im anderen Fall befürchtet die Kommission die Möglichkeit eines Tieres, das plötzlich Intelligenz entwickelt.

Gemacht wird es trotzdem. Letzten Freitag berichtete das Nachrichtenportal ‘Yahoo’, daß einem Schaffötus in den USA vor knapp zwei Monaten menschliche Kinderzellen ins Hirn eingespritzt wurden. Das Tier gehört zu einer rund 50 Tiere umfassenden Herde, in der viele Schafe menschliche Lebern, Herzen oder andere Organe besitzen.

Was für die Amerikaner ein Problem ist, treibt der deutsche Biotechniker Oliver Brüstle seit Jahren. Brüstle veröffentlichte im Jahr 1998 – er war damals in den USA tätig – Ergebnisse derartiger Experimente. Unter anderem spritze er Zellen von abgetriebenen Kindern, die mindestens zwei Monate alt waren, in die Gehirne von Ratten-Embryonen.

Dank solcher Experimente stieg Brüstle zum Direktor des neu gegründeten „Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie“ an der Universität Bonn auf.

Ähnliche Menschenversuche plant auch der kalifornische Biotechniker Irving Weissman. Er will Mäuse gentechnisch so manipulieren, daß die Hirnzellen noch vor der Geburt der Mäuse absterben. Als Ersatz sollen den Tieren menschliche Hirnzellen eingespritzt werden. Ziel ist die Produktion einer Maus, deren Gehirn ganz aus menschlichen Nervenzellen besteht.

Südkoreanische Biotechniker führten bis 2003 ähnliche Manipulationen an Nagetieren durch. Die Menschen- und Tierversuche mußten aufgrund der Proteste von Lebensrechtlern abgebrochen werden.

Ein Biotechniker von der Universitätsklinik Großhadern in München beklagte sich kürzlich vor der Presse über die deutsche Gesetzeslage. Er würde gerne kindliche Herzmuskelzellen in Mäuse einspritzen. In den USA gibt es nach Aussagen des Technikers lediglich für staatlich geförderte Forschung ethische und rechtliche Normen: „In privaten Laboren ist das meiste erlaubt. Vieles, wovon wir im strikt reglementierten Deutschland nur träumen können, wird drüben längst gemacht.“

Die Reglementierungen in der Kinderzellenforschung seien in den USA ein Wahlgag: „Das Ganze ist nur ein Alibi für den US-Präsidenten, der seinen konservativen Wählern dann sagen kann: ,Schaut her, ich tu was dagegen’.“

Lebensschützer hoffen jetzt auf die „Grüne Partei“. Es stimme zwar, daß die „Grünen“ für den Schutz des Menschen kein Musikgehör hätten. Man hoffe aber, die Umweltschützer, die gegenwärtig sogar in der Bundesregierung sitzen, für die Vivisektion und das grausame Leiden der Versuchstiere zu sensibilisieren.
      
Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
Weiterlesen:
GentechnikBritische Halbrumänen GentechnikIn Deutschland läuft die Forschung mit Kinderzellen an
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net