Kinderschlachtung
Mütter: hilflos. Kinder: rechtlos. Der Staat: gesetzeslos.
Der Wiener Landtag beschloß, daß Helfer, die vor den Abtreibungsstätten Alternativen zum Tod anbieten, weggewiesen werden können. Die Hilfsangebote wurde schon über 5.000 Mal genutzt: 5.000 geborene Kinder – ein herber Geschäftsverlust für die Abtreiber. Das soll die Polizei in Zukunft verhindern. Ein Kommentar von Jutta K. Lang.
(kreuz.net/JfdL, Wien) Schwangeren Frauen wird durch die in Wien verabschiedete Novelle die letzte Hilfestellung entzogen.

Es ist ein Faktum, daß etliche Mütter die angebotene Hilfe als Ausweg aus ihrer Verzweiflung gerne entgegengenommen haben.

Heute sind sie von Herzen dankbar, daß sie mit der Freude am Kind anstatt mit dem Leid der Abtreibung leben dürfen. Wenn tatsächlich keine Frau eine Abtreibung will, wie sogar die SPÖ ständig beteuert, warum soll ihr dann diese letzte Möglichkeit, dem Wunsch ihres Herzens zu folgen, weggenommen werden?

Man nimmt ihnen die Freiheit, alle Hilfen in ihre Entscheidung einzubeziehen und läßt sie mit dem Druck der Abtreibung alleine.

Das ist Psychoterror.

Seit Einführung der Abtreibungsgesetze wird ungeborenen Kindern das Lebensrecht verweigert.

Aber damit nicht genug:

Obwohl laut Gesetz die Abtreibung nach wie vor nicht erlaubt ist, sondern nur die Strafe entfällt, will nun der Staat das Töten der ungeborenen Bürger sogar unter seinen offiziellen Schutz stellen.

Die Polizeikräfte des Landes müssen Sorge tragen, daß das tödliche Geschäft in den Tötungskliniken schnell und ungestört über die Bühne geht. Hier werden Staatsgewalt und Steuergelder mißbraucht.

Ein ehemaliger Rechtsstaat wird zu einem Land, in dem Gesetzeslosigkeit nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert wird.

Die ÖVP: rückgratlos. Die Zukunft: kinderlos. Das Abtreibungsgeschäft: grenzenlos.

Die SPÖ sprach immer schon klar gegen die Solidarität mit den ungeborenen Mitmenschen. Aber auch die ÖVP hat nun ihre Karten aufgedeckt.

Während das Parteiprogramm noch von uneingeschränkter Achtung vor dem menschlichen Leben, von Ablehnung des Schwangerschaftsabbruches und von Beratung und Hilfe für Schwangere in Konfliktsituationen redet, sind nun mit einem Schlag alle Grundsätze vergessen.

Populismus bringt wohl mehr Wählerstimmen als Rückgrat. Und was zählt im Vergleich zur Macht der Großen schon das Leben der Kleinen?

Die Zukunft sieht düster aus.

Ich zitiere aus einem Leserbrief in „Die Presse“ von 5. April 2005:

Kinder haben in Österreich keinen Platz mehr. Nicht im Denken, nicht in der von außen diktierten Lebensplanung, nicht einmal am Kinderspielplatz. Dort tummeln sich die Hunde. Gefühlsarmut, gesellschaftliche Kälte werden allseits beklagt: Ein Kinderlächeln läßt sich nicht mit Gold aufwiegen.

Unlängst schrieb ein Düsseldorfer Erziehungswissenschaftler: ‘Bald werden nur mehr angegraute Ichlinge in Selbsthilfegruppen hocken und sich mittels vergilbter Bilder wohlige Kindheitserinnerungen wachrufen.’ Das Lachen bleibt einem im Hals stecken.

Und wenn schon? Aus ideologischen Gründen wird schwangeren Müttern die letzte Hilfe genommen. Der Staat entrechtet seine wehrlosesten Bürger und entpuppt sich als eine Diktatur der Mehrheit.

Die Politik geht für Wählerstimmen über Leichen, und das Lachen der Kinder versiegt.

Doch eines zumindest ist sichergestellt.

Der Wiener Abtreiber Christian Fiala lacht sich in die Faust. Denn während Schulen schließen und Kindergärten zu Altenheimen umfunktioniert werden, blüht und gedeiht sein Unternehmen.

Und *niemand* hat das Recht, ihm in sein mörderisches Handwerk zu pfuschen.
      
2 Lesermeinungen
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#3   Berengeria   15:58:01 | Donnerstag, 5. Mai 2005
Das Schweigen der Grünen
Zu diesem Beschluß des Wiener Landrates wie auch in der gesamten Abtreibungsfrage vermißt man den Protest der Grünen, die doch sonst schon aufschreien, wenn die Rede auf die Tötung von Tieren kommt.
Zeigt dies – als pars-pro-toto-Symptom für die gesamte Gesellschaft – an, daß der Mensch weniger wert geworden ist als ein Tier?
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#1   Paul Mayer   15:28:19 | Dienstag, 3. Mai 2005
Gebet
Der Leiter von Human Life Intern., Mag. Dietmar Fischer und sein gutes Team benötigen besonders unsere Gebetsunterstützung!
Bitte beten Sie auch für die Bekehrung aller Menschen, die in eine Abtreibung direkt oder indirekt involviert sind: Mütter, Väter, Angehörige, Ärzte, Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Politiker etc. (ganz besonders für Dr. Fiala)
Gott kann große Wunder tun.
Fam. Mayer
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