Gehört die Türkei in die Europäische Union?
In seinem letzten Vortrag als Kardinal äußerte sich der neue Papst über die Kultur der Aufklärung, die Wurzeln Europas und einige sich daraus ergebende interessante Folgerungen. Von Benedikt XVI.
(kreuz.net) Es gehört zum Wesen der Kultur der Aufklärung, mit einem universalen Anspruch aufzutreten.
Diese Kultur betrachtet sich nämlich als Kultur einer Vernunft, die endlich das vollkommene Selbstbewußtsein
erreicht hat, in sich vollendet ist und darum keiner Ergänzung durch andere kulturelle Faktoren bedarf.Diese Ansprüche werden offenbar, wenn sich die Frage stellt, wer Mitglied der europäischen Gemeinschaft werden kann, besonders in der Debatte um den Eintritt der Türkei in die EU.
Bei der Türkei handelt es sich um einen Staat – oder vielleicht besser: um einen Kulturraum – der keine christlichen Wurzeln besitzt, sondern von der islamischen Kultur geprägt ist.
Später hat Atatürk versucht, die Türkei in einen weltlichen Staat umzuformen, indem er den Laizismus, der in der christlichen Welt Europas gereift war, auf moslemischem Boden einpflanzte.
Man kann die Frage stellen, ob das möglich ist. Die Thesen der aufklärerischen und laizistischen Kultur Europas gehen davon aus, daß nur die Normen und Inhalte der Kultur der Aufklärung in der Lage sind, die Identität Europas zu bestimmen.
In der Folge kann jeder Staat, der sich diese Kriterien zueigen macht, zu Europa gehören. Letztendlich spielt es also keine Rolle, welchem Wurzelwerk die Kultur der Freiheit und Demokratie aufgepflanzt wird.
Aus genau diesem Grund erklärt man, daß die Wurzeln nicht in die Definition der Fundamente Europas einbezogen werden können, weil es sich um tote Wurzeln handle, die nicht Teil der gegenwärtigen Identität seien.
Die neue Identität, die einzig durch die Kultur der Aufklärung bestimmt ist, führt folglich dazu, daß auch Gott im öffentlichen Leben und in den Grundlagen des Staates keine Rolle mehr spielt.
Auf diese Weise wird alles logisch und irgendwie auch plausibel.
Was können wir uns Schöneres wünschen, als daß Demokratie und Menschenrechte überall respektiert werden?
Doch es stellt sich dennoch die Frage, ob es sich bei der laizistischen Kultur der Aufklärung wirklich um jene endlich entdeckte Kultur einer Vernunft handelt, die allen Menschen gemeinsam ist, eine Kultur, die – wenn auch auf historisch und kulturell unterschiedlichem Boden – überall Zugang haben sollte.
Man kann sich auch fragen, ob diese Kultur wirklich so in sich selbst vollendet ist, daß sie keiner Wurzeln außerhalb von sich selber bedürfte.
Aus dem Vortrag von Joseph Kardinal Ratzinger anläßlich der Verleihung des „Preises des Heiligen Benedikt für die Förderung des Lebens und der Familie in Europa“ in Subiaco bei Rom am Vorabend des Todes von Papst Johannes Paul II.
Große Worte und Werte
Der Titanenkampf um Europa
Wen beleidigen die christlichen Wurzeln Europas?
Gehört die Türkei in die Europäische Union?
Hat die Menschheit den Stein der Weisen entdeckt?
Zweimal: nein!
Ist die Aufklärung kurzerhand abzulehnen?
Warum Benedikt?
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Samstag, 7. Mai 2005 13:27
Yersinia: @stern: da hast du ir gegenüber argumentativ wohl
den Schleudersitz gezogen? Aber schon gut, das Verständnis bzw das Wissen um die Dynamik in Kommunikationsprozessen ist nicht jedes Menschen Sache.
Samstag, 7. Mai 2005 08:23
franco.felice: „Ideologie der Falschausleger“?
„ich frage mich nur,
wer von uns,
und denen,
die hier mal schrieben,
wohl eher die Idiologie der Falschausleger betreiben würden?“ –
Nun GertdEric, wer die Ideologie (!) des Falschauslegens mit Fleiß betreibt – und sogar die Geschichte ungerührt auf den Kopf stellt –, das frage ich mich nicht, das hast Du bewiesen:
„ich dachte immer,
der erste Kreuzzug ging gegen die Albingenser“…
Noch einmal: Der erste Kreuzzug fand nach dem Aufruf Papst Urban II statt. Da er bereits 1099 starb, der Kreuzzugsgedanke sich aber erst später auf andere Ereignisse übertrug, muß der Kreuzzug gegen die Albigenser (!) numerisch mit ???? eingeordnet werden??
Dazu stelle ich fest, daß es in diesem Forum zunehmend nicht mehr auf Objektivität ankommt. Das scheint mir vor allem der, dessen Vakuolen wohl allesamt seinen Salat absorbiert haben, mit Ausnahme der mit einem bestimmten Sekret gefüllten, zu verursachen.
Das, lieber GerdEric, ist das Problem, und das ist vielleicht größer als das sich Dir stellende: daß es Leute gibt, die es wagen, hier „mal“ zu schreiben! … und denjenigen, die hier „immer schreiben“, fluchtartig den Rücken kehren, so wie ich das nun, gleich dem erwähnten Doktor, ebenfalls tue.
Wünsche Dir trotzdem alles Gute,
denn „errare humanum est“
Franco
wer von uns,
und denen,
die hier mal schrieben,
wohl eher die Idiologie der Falschausleger betreiben würden?“ –
Nun GertdEric, wer die Ideologie (!) des Falschauslegens mit Fleiß betreibt – und sogar die Geschichte ungerührt auf den Kopf stellt –, das frage ich mich nicht, das hast Du bewiesen:
„ich dachte immer,
der erste Kreuzzug ging gegen die Albingenser“…
Noch einmal: Der erste Kreuzzug fand nach dem Aufruf Papst Urban II statt. Da er bereits 1099 starb, der Kreuzzugsgedanke sich aber erst später auf andere Ereignisse übertrug, muß der Kreuzzug gegen die Albigenser (!) numerisch mit ???? eingeordnet werden??
Dazu stelle ich fest, daß es in diesem Forum zunehmend nicht mehr auf Objektivität ankommt. Das scheint mir vor allem der, dessen Vakuolen wohl allesamt seinen Salat absorbiert haben, mit Ausnahme der mit einem bestimmten Sekret gefüllten, zu verursachen.
Das, lieber GerdEric, ist das Problem, und das ist vielleicht größer als das sich Dir stellende: daß es Leute gibt, die es wagen, hier „mal“ zu schreiben! … und denjenigen, die hier „immer schreiben“, fluchtartig den Rücken kehren, so wie ich das nun, gleich dem erwähnten Doktor, ebenfalls tue.
Wünsche Dir trotzdem alles Gute,
denn „errare humanum est“
Franco
Freitag, 6. Mai 2005 22:39
GerdEric: franco.felice
GerdEric, daß Du jene nennst, die den Islam mit dem Schwert durchsetzten, später aber aus ihrer Wahlheimat
vertrieben wurden, ehrt Dich.
Danke, aber auch das Christentum wurde nicht durch fromme Sprüche verbreitet,
zB bei den Sachsen…
dann lebten wir wie in Afghanistan zur Zeit der eingeschleppten Bibeln.
ich frage mich nur,
wer von uns,
und denen,
die hier mal schrieben,
wohl eher die Idiologie der Falschausleger betreiben würden?
Im übrigen war der erste Kreuzzug auch Konsequenz auf die wiederholten, territorialen Eroberungen der Seldschuken, die Teile dem byzantinischen Reich entrissen hatten.
ich dachte immer,
der erste Kreuzzug ging gegen die Albingenser…
und die türkischen Herrscher am Bosporus mussten die bäurische orthodoxe Bevölkerung vor den Kreuzfahrern schützen,
weil die nicht wussten,
was Christen und was Muslime sind…
herzliche Grüsse
slm
GerdEric
Danke, aber auch das Christentum wurde nicht durch fromme Sprüche verbreitet,
zB bei den Sachsen…
dann lebten wir wie in Afghanistan zur Zeit der eingeschleppten Bibeln.
ich frage mich nur,
wer von uns,
und denen,
die hier mal schrieben,
wohl eher die Idiologie der Falschausleger betreiben würden?
Im übrigen war der erste Kreuzzug auch Konsequenz auf die wiederholten, territorialen Eroberungen der Seldschuken, die Teile dem byzantinischen Reich entrissen hatten.
ich dachte immer,
der erste Kreuzzug ging gegen die Albingenser…
und die türkischen Herrscher am Bosporus mussten die bäurische orthodoxe Bevölkerung vor den Kreuzfahrern schützen,
weil die nicht wussten,
was Christen und was Muslime sind…
herzliche Grüsse
slm
GerdEric
Freitag, 6. Mai 2005 22:23
franco.felice: „Mont Segur“
GerdEric, daß Du jene nennst, die den Islam mit dem Schwert durchsetzten, später aber aus ihrer Wahlheimat
vertrieben wurden, ehrt Dich. Hatten diese von Dir Beschenkten doch schon 730 dieses Reich bis an die
Pyrenäen ausgedehnt, und wenn Karl Martell ihnen nach Überschreiten nicht ein Martellato beschert hätte,
wäre der Grünen Multikult gar nicht erst möglich; dann lebten wir wie in Afghanistan zur Zeit der eingeschleppten
Bibeln. Oder meinst Du, der muselmanischen Zange (Pyrenäen-Bosporus) wäre auch nur ein einziger entkommen?
Im übrigen war der erste Kreuzzug auch Konsequenz auf die wiederholten, territorialen Eroberungen der Seldschuken, die Teile dem byzantinischen Reich entrissen hatten.
Aber solchen wie dem Megalomanen sacerdotalis, seiner „Heiligkeit“ stern, der sich hier als einzig Gläubigen präsentiert („Pharisäer!“ nannte Jesus solche) und sich wortreich Gedanken macht, ob die Kommunion besser von rechts als von links gereicht wird, geht es doch gar nicht um die Wahrheit, sondern, nachdem der Deutschen Identität von einer grünlichen Schicht erfolgreich als negativ diffamiert wurde, nur noch darum, nach der deutschen nun auch die europäische Identität zu killen.
Seine „Heiligkeit“, die „nackte Weiber“ („Bildnisse“ gibt ‘s aber in der Sixtinischen zuhauf) nicht ertragen kann – da offenbar sogar Antonius in Reserve –, sollte nicht seinen Salat immer in den verkehrten Raum stopfen. R.I.P.! Der Doktor, der sich dem Forum schnell abwandte, hatte ganz recht.
Im übrigen war der erste Kreuzzug auch Konsequenz auf die wiederholten, territorialen Eroberungen der Seldschuken, die Teile dem byzantinischen Reich entrissen hatten.
Aber solchen wie dem Megalomanen sacerdotalis, seiner „Heiligkeit“ stern, der sich hier als einzig Gläubigen präsentiert („Pharisäer!“ nannte Jesus solche) und sich wortreich Gedanken macht, ob die Kommunion besser von rechts als von links gereicht wird, geht es doch gar nicht um die Wahrheit, sondern, nachdem der Deutschen Identität von einer grünlichen Schicht erfolgreich als negativ diffamiert wurde, nur noch darum, nach der deutschen nun auch die europäische Identität zu killen.
Seine „Heiligkeit“, die „nackte Weiber“ („Bildnisse“ gibt ‘s aber in der Sixtinischen zuhauf) nicht ertragen kann – da offenbar sogar Antonius in Reserve –, sollte nicht seinen Salat immer in den verkehrten Raum stopfen. R.I.P.! Der Doktor, der sich dem Forum schnell abwandte, hatte ganz recht.
Freitag, 6. Mai 2005 21:57
GerdEric: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 6. Mai 2005 09:34
stern †: @ GerdEric, Agropoli und MontSegur
lieber GerdEric,
der MontSegur Kartoffelsalat schmeckt noch besser, wenn man z.B. statt Essig reichlich Weiswein nimmt. Die Stimmung nach dem Verzehr ist phantastisch und um so besser kann man sich an den Urlaub in Agropoli erinnern.
der MontSegur Kartoffelsalat schmeckt noch besser, wenn man z.B. statt Essig reichlich Weiswein nimmt. Die Stimmung nach dem Verzehr ist phantastisch und um so besser kann man sich an den Urlaub in Agropoli erinnern.
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