15:37:42 | Donnerstag, 10. Juni 2010
Ein deutscher Bischof hat gestanden, was wenige zugeben wollen: Es gibt heute im Vergleich zur Anzahl der praktizierenden Gläubigen nicht weniger Priester als früher.

Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen auf einem Pressefoto seines Bistums.
(kreuz.net, Essen) „In unserem Bistum sollen Gläubige, die im tridentinischen Ritus Eucharistie feiern
wollen, Raum finden.“
Das sagte Bischof Franz-Josef Overbeck (45) von Essen im Interview mit der deutschen
Zeitung ‘Tagespost’.
Zur Frage, ob er der altgläubigen Priesterbruderschaft Sankt Petrus eine Pfarrei
übertragen wolle, sagte der Bischof: „Ich halte es für klug, weiter so vorzugehen wie bisher.“
Offenbar
meint der Bischof damit die Integration der Alten Messe in neugläubige Pfarreien.
Der Bischof besitzt
gute Kontakt zu den Priestern um Pater Bernhard Gerstle von der Petrusbruderschaft.
Pater Gerstle hört
im Essener Dom regelmäßig Beichte und pflegt selbstverständlich die Einheit mit dem Bischof.
Gläubigen-Mangel
Im Interview plädierte Bischof Overbeck für eine „nüchterne Sicht des Priestermangels“:
„Betrachtet
man ihn einmal unter dem Gesichtspunkt der regelmäßigen Gottesdienstbesucher, haben wir eine annähernd
gleiche Relation wie in der Vergangenheit zwischen jungen Priestern und jungen konstanten Meßbesuchern.“
„Am Zölibat nicht rütteln“Mons. Overbeck hat „unzählige Gespräche“ mit seinen Priestern geführt.
Er will das Vertrauen und Selbstbewußtsein der Geistlichen stärken.
Mons. Overbeck:
„»Ich werde nicht
am Zölibat rütteln«. Es ist die den Priestern angemessene Lebensform.“
Die Pfarreien im Ruhrgebiet
seien „ungewöhnlich groß“. Das mache das Leben der Priester nicht einfacher:
„Ich sage als Bischof
aber sehr klar: »Ich werde nicht am Zölibat rütteln«. Es ist die den Priestern angemessene Lebensform.“
Auf den Hinweis, daß andere deutsche Bischöfe an der Ehelosigkeit der Priester rütteln, erklärt Mons.
Overbeck:
„Das kann die Meinung der betreffenden Mitbrüder sein – ich habe sie nicht und werde sie auch
nicht teilen.“
Die jungen Priester sind traditionellBischof Overbeck stellt im Klerus auch einen Unterschied
zwischen den Generationen fest:
„Die Konzilsgeneration und die, die kurz vorher den Weg zum Priestertum
gefunden haben, fragen sich heute oftmals kritisch, ob sie die richtigen Wege eingeschlagen haben.
Und
nicht wenige der Älteren fragen sehr befremdet, was die Jüngeren machen.
Die Jüngeren leben eher eine
in der Tradition verhaftete Form des Priesterseins. Das gilt zwar nicht für alle, aber doch für einen
großen Teil.“
Die jüngeren Priester hätten heute eine ganz andere biographische und innerliche Ausgangssituation
als die älteren Mitbrüder in den 50er und 60er Jahren.
Heute müßten sich die jüngeren Priester gegen
„ganz viele andere durchsetzen“.
Mons. Overbeck hat es als die Aufgabe der Bischöfe erkannt, „Priestern
zu vertrauen und sie zu stärken“.
Ferner müsse „die Wertschätzung der Eucharistie“ mehr in die Mitte
gerückt werden.
Zur Lehre der Kirche stehenSeinen
Auftritt in einer Schwatzsendung des deutschen Fernsehens
vom letzten April würde der Bischof nach wie vor absolvieren.
Es gehöre zu seinen Pflichten, öffentlich
und wahrnehmbar zu diskutieren.
Die Aussagen des Bischofs erregten damals den Zorn unbereuter Homosexueller.
Der Bischof trägt das mit Fassung:
„Wir müssen damit leben lernen, daß die Kirche und ihre Lehre nicht
mehr unumstritten hingenommen werden.
Und zwar gerade dann, wenn wir im moraltheologischen Sinne mit
oftmals sperrigen, gerade lehramtlichen Äußerungen an die Öffentlichkeit treten, die von vielen nicht
mehr mitvollzogen werden:
Auch dazu müssen wir stehen.
Es wäre sicherlich eindeutiger gewesen, wenn
ich in der Sendung von Anne Will gesagt hätte: Homosexualität ist nicht Sünde im Sinne der Anlage,
sondern im Sinne einer ausgelebten Homosexualität.
Das steht auch so im Katechismus – aber das kann
man in einer Sendung dieser Art, so schnell jedenfalls, nicht sagen.“Die Kirche müsse „die Menschenwürde
um Gottes willen auch überall dort verteidigen, wo sie mit Füßen getreten wird“.
Die Grundbotschaft
der Kirche müsse klar bleiben: Sexualität, Partnerschaft und Liebe gehören zusammen.
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golfi 23:52:22 | Freitag, 11. Juni 2010
#34
Coracao † 22:11:24 | Freitag, 11. Juni 2010
#31
monens 09:17:16 | Freitag, 11. Juni 2010
#29
kristall 00:00:35 | Freitag, 11. Juni 2010
#27
RRR 21:35:05 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#23
iDJM † 20:10:52 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#22
Job 20:09:57 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#20
iDJM † 20:05:05 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#18
LOGDBC 20:02:38 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#15
Gotthard 17:57:12 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#14
Samurai 17:56:24 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#12
Samurai 17:48:45 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#10
Freinsberg 17:35:07 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#9
JakobP1987 17:26:44 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#8
Hypathia † 17:25:52 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#7
Schüttel 17:09:04 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#6
Samurai 16:29:24 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#5
sriz 16:24:10 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#4
iDJM † 16:23:17 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#3
Samurai 16:23:05 | Donnerstag, 10. Juni 2010
#1
Job 16:17:09 | Donnerstag, 10. Juni 2010