In der Liturgie des Zweiten Vatikanums herrscht der Minimalismus: „Je weniger desto besser“. Wer dagegen aufbegehrt, ist der Buhmann. Von Verena Zweber.
(kreuz.net) Aus der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Maria Magdalena in Höntrop im Bistum Essen gibt
es Merkwürdiges zu berichten.
Höntrop ist ein westlicher Stadtteil von Bochum mit etwa 20.000 Einwohnern.
Der Stadtdechant von Bochum und Pfarrer von Sankt Maria Magdalena, Hw. Dietmar Schmidt, hält es nicht
für nötig, bei der Zelebration der Heiligen Messe eine Stola zu tragen.
Statt dessen benützt er eine
Art Skapulier, das er über seine sogenannte Mantelalbe legt.
Die meisten Katholiken nehmen derartige
Mißbräuche in der Liturgie schon lange resigniert hin.
Doch in Höntrop bläst ein kräftiger Gegenwind.
Hw. Schmidt wurde wegen seiner liturgischen Mißbräuche gemäß der römischen Instruktion von März
2004, ‘Redemptionis sacramentum’, bei seinen verantwortlichen Vorgesetzten angezeigt.
Nun bleibt abzuwarten,
wie die Essener Bistumsleitung auf das Thema „Zelebration ohne Stola“ reagiert.
Im Erzbistum Köln ist –
gemäß den Bestimmungen der Weltkirche – auch eine Mantelalbe mit Stola nicht als Gewandung für den
Hauptzelebranten zugelassen.
Die ‘Allgemeine Einführung in das Meßbuch’ und ‘Redemptionis sacramentum’
regeln die Frage der liturgischen Gewänder.
In der Sache wurde auch eine Anzeige in Rom vorgebracht.
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26 Lesermeinungen
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@Lateinheini Lieber Lateinheini, auch wenn Sie ein Bayernfan sind, was Sie mir durchaus sehr sympathisch
macht, muss ich Ihnen heftig widersprechen. Paramente, Kirchenmusik, Architektur etc. sind nicht bloß
beliebige Äußerlichkeiten, sondern sie sind greif- und hörbar gewordener Glaube an die göttliche Majestät.
In der Schönheit der Liturgie erfahren wir ahnungsweise etwas von der Schönheit und Erhabenheit Gottes.
Dies ist zumindest in der kath. und orthodoxen Kirche und in Teilen auch in den aus der Reformation hervorgegangen
Gemeinschaften so. Ich verstehe, dass Sie dies als Protestant nicht so nachvollziehen können. Für mich
zeigt sich gerade in einer aufwendigen und feierlichen Liturgie ein Stück dessen, was ich nur ahnungsweise
hier auf Erden erfahren kann, nämlich der Transzendenz. Jesus übrigens waren im Judentum vergleichbare
Dinge durchaus nicht unbekannt, schließlich kannte er den Tempelkult. Diesen hat er als solchen nicht
in Frage gestellt, sondern nur die Wechseltische im Tempelhof. Er spricht vom Haus seines Vaters. Übrigens
kannte Jesus sogar das Phänomen einer Sakralsprache, denn zu seiner Zeit war die hebräische Liturgiesprache
nicht mehr Umgangssprache, dies war das Aramäische geworden. Jesus war nicht gegen göttlichen Kult an
sich. Die Veräußerlichung des Kultes ist sicherlich immer eine Gefahr, aber nicht nur im traditionellen
Verständnis. In die gleiche Gefahr laufen zB. moderne Jugendgottesdienste, die mehr als modernes Event
mit „cooler“ Musik daherkommen.
Die Stola… … ist Amtszeichen des Priesters. Ohne Stola keine Amtshandlungen. Dazu gehört nunmal die
Zeloebration der Heiligen Messe. Zumindest also diese sollte Vorhanden sein. Was das Messgewand anbelangt,
nun das kann ja jeder sehen wie er will, aber nach den in den genannten Artikeln ist es Vorschrift eines
zu tragen. Ob es einem passt oder nicht. Egal ob Laie oder Priester.
#21 lateiniheini 19:48:35 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Typisch… …Hauptsache, die Kluft stimmt! Äußerlichkeiten stehen also im Vordergrund! Je mehr Gold,
Klunkern, Orden und sonstiges Gebammel, desto besser- desto besser natürlich auch der Glaube- wie beeindruckend-
in der Tat! Da verblassen doch tollen Messgewänder der Herren Jesus, Petrus, Paulus u.a. vollkommen!Naja,
das waren ja auch schließlich nur einfache Wanderprediger – von diesen ganzen „Kostümierten“ werden
die doch sowieso nicht mehr ernst genommen! Bleibt nur zu hoffen, dass die dann wenigstens so viel Weihrauch
schwenken, dass man den ganzen prunkigen Glitzer nicht erst sieht!
#20 Meinerven 17:30:13 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Das Messgewand… …ist doch keine heilige Kuh, die angebetet wird! Festlich, dem Anlass entsprechend,
die passende lithurgische Farbe, aber was soll an dem jetzt unwürdig sein? Außer dass es in irgendeinem
Vorschriftenkatalog anders drinsteht. Neulich beim Bibellesen begegnete mir übrigens folgendes: „Ich
bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir
auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer
nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören!„Amos
5,21-23, Also, versteht mich bitte nicht falsch. Ein würdiger Gottesdienst bedarf eines würdigen Rahmens.
Aber Gott steht im Mittelpunkt, nicht die äußere Form.
Herr Dechant Dietmar Schmidt arbeit seit langem im Auftrag Luzifers ! Wer Herrn Dietmar Schmidt einmal
kennen lernen durfte, weiss welcher Fakultät er angehört. Die gute und lebendige Gemeinde St. Maria
Magdalena zu Wattenscheid-Höntrop, die von hw. Pfr. Wilhelm Erlemeyer + bis vor Jahren immer noch lebte,
hat er und seine Freunde (Kohorte) seit seiner Amtsübernahme dort in den Abgrund geführt. Die Vitrine
mit den Messgewändern steht übringens nicht in der Magadlenenkirche zu Bochum-Höntrop, sie ist in der
Propsteikirche Bochum-Mitte (St. Peter & Paul) installiert worden für viel Geld. Dafür wurde ein Beichtstuhl
geopfert. Auch der dortige Propst Michael Ludwig (lebt mit einer Konkubine zusammen)arbeitet im Auftrag
Luzifers. Erst vor kurzem hat er die hl. Messen (seit Ludwigs Amtsübernahme sind es nur noch Veranstaltungen
mit Brotausteilung) am Morgen gänzlich abgeschafft, mangels Gläubiger die sich vollends distanziert
haben von ihm. Der Bischof aus Essen, Dr. F.-J. Overbeck – wird nichts unternehmen, denn er hat offensichtlich
die gleichen Schwingungen wie Marx, Zollitzsch etc. etc.!
#14 KeinSexVDE † 11:53:50 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Priester nicht mehr als solche zu erkennen? Nun, wie bei allen anderen Menschen auch, ändert sich eben
die Kleidung der Priester mit der Zeit. Wer schon einmal ein mittelalterliches Gewand an hatte, wird nicht
umhin können, festzustellen, dass diese langen Gewänder (ebenso wie lange Kleider / Röcke bei den Damen)
äußerst unpraktisch sind bei vielen Verrichtungen des modernen Lebens. Alleine schon Auto- und noch
mehr Fahrradfahren werden zum Problem. Man hat keine Taschen, muss immer einen Beutel mit sich führen
(als diese Gewänder noch „in Mode“ waren, gürtete man sie und hängte allerlei Beutel, Taschen und Gegenstände
des täglichen Bedarfs an den Gürtel – aber Priestergewänder sind nichtmal gegürtet), beim Klogang
muss mans ausziehen oder extrem umständlich raffen (auch beim urinieren), es ist wirklich warm im Sommer, …
Der einzige positive Aspekt: Ich finde sie schick, diese Teile. Aber obige praktischen Gründe haben diese
langen Gewänder aus der Mode verschwinden lassen – und bei Priestern verlangen nun manche Zeitgenossen,
dass diese Gewänder auch ausserhalb des Gottesdienstes getragen werden sollen, um den Priester kenntlich
zu machen? Das kann man auch anders machen, beispielsweise so. …igion.files.wordpress.com/…nterview_gruppe1.jpg
So kann jedermann erkennen, dass es sich um einen Priester handelt, und selbiger muss dafür nicht erhebliche
Komfort-Einbußen auf sich nehmen.
angemessene liturgische Bekleidung Ich finde eine solche „liturgische Bekleidung“ angemessen, macht sie
doch deutlich, dass wir es hier mit Veranstaltungen zu tun haben, die nichts mit der liturgischen Tradition
der lateinischen Kirche zu tun haben. Wen wundert’s? Hat doch schon nach der sogenannten „Liturgiereform“
ein eifriger Reformer sich damit gebrüstet, dass der römische Ritus nicht mehr existiere, ja, dass er
zerstört sei. Schaut man sich die Dame am Keyboard an, so wird auch klar, was man in dieser Gemeinde
von Kirchenmusik hält. Jede Äußerlichkeit lässt auf die innere Einstellung schließen. Wo man der
Messe als Lob-, Dank-, Bitt- und Sühneopfer noch den entsprechenden Stellenwert einräumt, wird man alles
tun, sie so prächtig wie möglich zu gestalten, was sich auch in der Wahl der Paramente ausdrückt, denn
schließlich ist sie für Gott. Eine Wohlfühlstunde für den Menschen mit eingängigen Liedern, ein paar
religiösen Streicheleinheiten für die Seele und vor allem die Vermittlung des unglaublich wichtigen
Gemeinschaftsgefühls lässt sich auch in Paramenten sie die im Bild zu bestaunenden durchziehen… Gott
sei Dank gibt es die heilige Messe im römischen Ritus noch – bei der Petrusbruderschaft, bei der Piusbruderschft,
organisiert von glaubens- und liturgietreuen Katholiken, ja sogar in normalen Gemeinden.
#11 rheno flavia 11:31:20 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Ob das leidenschaftliche Plädoyer … für die Stola (hier: blau) www.latigrec.ch/…dung/stola_palla.jpg
nicht auch als Engagement für das Priestertum der Frau gedeutet werden muß, wenn man weiblicher Kleidung
schon so große Aufmerksamkeit schenkt?
Wenn es schon keine greifbaren Probleme gibt, sorgt man sich um die Klamotten: Huuch, Wendelin, ich hab
nichts an zum zieh’n… Wie wäre mit einem Stola solo
Stola oder nicht – das ist hier das Fragezeichen na ja eine barocke Baßgeige ist auch kaum mit einer
klassischen Kasel zu vergleichen. Vielleicht ist ja das Ding, das man hier bespricht, gar nicht so weit
von der Barockcasel entfernt – kath.net müßte da doch jubeln!!!!
Die Stola „stört“ die weltgeistgesinnten Saboteure Die Stola muss gemäss wahrheitsfeindlichem Weltgeist
„weg“. Sie „stört“ den „Menschendienst“ freimaurerischer Gesinnung. www.razyboard.com/…07691-5922243-0.html
Priester in Zivilkleidung sind bereits nicht mehr als Priester zu erkennen. Also soll ihre hohe Würde
auch in der heiligen Messe „unkenntlich“ gemacht werden. Priester auf ewig www.razyboard.com/…07691-5822810-0.html
will der Weltgeist „nicht mehr ertragen“. Propheten der Lüge machen daher Karriere www.razyboard.com/…07667-5901977-0.html
Ball flach halten! Hw. Dietmar Schmidt, hält es nicht für nötig, bei der Zelebration der Heiligen Messe
eine Stola zu tragen. Bitte einmal auf die Homepage der Pfarrei schauen: St. Maria Magdalena www.hoentrop.de/
In der Galerie sieht man nur bei einer Gelegenheit das abgewandelte Kleidungsstück. Die Bilder aus der
Fastenzeit und von Fronleichnam zeigen den Pfarrer mit gewöhnlicher Stola. Ich halte die Kritik nicht
für unberechtigt: die Stola hat einen „Wiedererkennungswert“ – sie ist in Ost- und Westkirche gleichermaßen
anerkannt und kennzeichnet die Vollmacht von Prieste rund Diakon. Sollte der Pfarrer (oder die Hersteller
der Paramente) eine Abweichung von der traditionellen Form aus wichtigen ästhetischen Gründen machen,
wäre es ja denkbar, dass eine solche „Skapulier-Stola“ so gestaltet ist, dass sie beide Enden berühren,
wie es z. B. in den Ostkirchen gebräuchlich ist: also klar, dass das Kleidungsstück eine Stola sein
soll. Interessant wäre es zu wissen, woher der Dechant sein Kleidungsstück hat und was der Hintergrund
ist. Einen frohen Tag allen.
Überaus traurig ist,… …dass die Priester heute auf der Straße nicht mehr als Priester erkennbar
sind. Niemand schämt sich seiner berufs- bzw. Berufungskleidung so wie die Prtiester es tun! Dabei würde
den Priester selbst sein Priesterkleid schützen und die Menschen würden ihn auf der Straße direkt als
Priester erkennen. Man sollte eine Aktion für die Priesterkleidung auf der Straße starten!
#3 wolfgang e. 10:20:42 | Donnerstag, 17. Juni 2010
@ petrus.abaelard Es geht hier überhaupt nicht darum, wie Jesus beim letzten Abendmal gekleidet war.
Es geht darum, dass der Priester ein Vorbild sein soll, und dass es hier für die Zelebration der Messe
eindeutige Vorschriften gibt. Man muss sich schon überlegen: Wenn ein Priester es nicht einmal schafft,
bei so relativ unwesentlichen Dingen wie dem Gewand ein Vorbild des Gehorsams zu sein, wie wird der Priester
sich dann erst bei den wesentlichen Dingen verhalten? Ich arbeite in einem Architekturbüro. Stellen Sie
sich vor, mein Chef vereinbart mit dem Bauherrn eine rote Fassade, ich aber beauftrage den Maler, die
Fassade grün zu malen, weil mir das besser gefällt. Werde ich dann mit dem Argument durchkommen, die
Farbe ist doch eine relativ unwesentliche Sache?
Jesus wäre also die Feier „Zelebration“ untersagt worden, da er weder beim letzten Abendmahl noch in
den Feiern des Brotberechens nach der Auferstehung die vorgeschriebenen Gewänder getragen hat.