Eine der wichtigsten Entscheidungen im Pontifikat Benedikt XVI. ist offenbar neu entschieden. Der Präfekt der Bischofskongregation wird ein altliberal-neokonservativer Kardinal.
(kreuz.net, Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat sich offenbar entschieden: Der neokonservative Erzbischof
Marc Kardinal Ouellet von Québec (66) wird Präfekt der Päpstlichen Bischofskongregation.
Das berichtete
der bekannte Vatikanist Andrea Tornielli heute in der italienischen Tageszeitung ‘Il Giornale’.
Die Bischofskongregation
bereitet die Ernennung von Bischöfen vor und wäre für eine Erneuerung der Kirche das bedeutsamste Dikasterium.
Mit dem altliberal-neokonservativen Kardinal Ouellet wird der mörderische Niedergang wohl ungebremst
weitergehen.
Der Name des Kirchenfürsten werde bereits in den nächsten Wochen bekanntgegeben – erfuhr
Tornielli.
Wenn es keine unvorhergesehen – wenn auch möglichen – Entscheidungen in letzter Minute gebe,
sei Kardinal Ouellet nicht mehr zu verhindern.
Kardinal Ouellet unterrichtete bis zu seiner Ernennung
zum Bischof am römischen Familieninstitut Dogmatik.
Er gehörte zum ideologischen Kreis um Papst Johannes
Paul II. und vertritt die Theologie des umstrittenen Schweizer Theologen, Kardinal Hans Urs von Balthasar
(† 1988).
Es ist davon auszugehen, daß Kardinal Ouellet die unter Johannes Paul II. praktizierte Ernennung
von linken Kompromißkandidaten – die ihre Verantwortung an die Diözesanbürokratie delegieren – weiterführen
wird.
Von altliberalen Bischöfen mit einer Mißbrauchs-Lüge verhindert
Indes erklärte der Londoner
Journalist Damian Thompson auf seinem Blog, warum die zuvor geplante Ernennung des sehr katholischen Erzbischofs
von Sydney, George Kardinal Pell, geplatzt ist.
Kardinal Pell soll die Ernennung selber ausgeschlagen
haben. Als offizielle Gründe gab er sein Alter – seit 8. Juni ist er 69 – und seine angeblich schlechte
Gesundheit an.
Der Kirchenfürst trägt einen Herzschrittmacher.
Thompson nannte gestern den wahren
Grund der geplatzten Ernennung von Kardinal Pell: „Er ist das Opfer einer Schmierenkampagne verschiedener
Bischöfen – besonders Italiener.“
Die Bischöfe hätten alte – und längst widerlegte – Mißbrauchs-Verleumdungen
ausgegraben, um den Kardinal inopportun zu machen.
Die Anklagen waren während seiner Zeit als Erzbischof
von Melbourne in den 90er Jahren von einem über dreißig Mal vorbestraften Kriminellen erhoben worden.
Der damalige Erzbischof dementierte die Anschuldigungen vehement, trat sofort in den Ausstand und beauftragte
eine unabhängige Kommission mit der Prüfung der Vorwürfe.
Diese wurden schließlich als „völlig haltlos“
zurückgewiesen.
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50 Lesermeinungen
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#45 Hypathia III 09:38:51 | Freitag, 18. Juni 2010
@ wickerl Es ist wirklich sehr lieb von Ihnen, dass Sie so bemüht sind meine Frage (Ist es zwingend notwendig
alt zu sein, um liberal zu sein?) zu beantworten. :(3 Allerdings war diese mehr als Scherz, im Zusammenhang
zu „altliberal-neokonservativ“, gedacht.
@Hyathia 3 Ergänzung Die Neomarxisten nannte man in den Medien meistens „ Neue Linke“ das war ein Modewort
in den sechziger und siebziger Jahren, das Gegenteil waren die Altmarxisten
#39 mr. cologne † 21:12:57 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Der arme Brummi zuerst von den Ex-Gay-Fanatikern indoktriniert und dann auch noch das letzte bisschen
Gehirn durch LKW-Abgase verloren. Dir gehört mein Beileid…
#36 Fragender 20:57:04 | Donnerstag, 17. Juni 2010
altliberal-neokonservativ altliberal-neokonservativ … das muß so etwas sein wie adipositasmager mit
starkschwachem Überuntergewicht, oder? … der „Redaktion“ ist wirklich gart nichts zu dämlich…
unfassbar!
#35 rheno flavia 20:57:03 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Nun, ich konstatiere also: Neid, Mißgunst und Niedertracht sind erst seit 1965 Charakteristikum der Kirche.
Vorher hat es das ja nicht gegeben und auch die hochverehrte Priesterbruderschaft und ihre vier Bischofe
sind alle ein Herz und eine Seele …
#34 lateiniheini 20:55:46 | Donnerstag, 17. Juni 2010
@klaus und Alois KAMPF DEN HOMO-FASCHISTEN, DEN MAURER-NAZI-KOMMUNISTEN, DEN LIBERAL-ANALEN SODOMITEN …
Jetzt jört doch endlich mal auf mit eurem schwuchteligen Tunten-Scheiß
#33 klausvonjaus 20:53:07 | Donnerstag, 17. Juni 2010
ALOIS LIEBE TANTE SUE. AUCH SIE SIND SEHR KATHOLISCH. DANKE, SIE GUTER MENSCH. UND JETZT: KAMPF DEN HOMO-FASCHISTEN,
DEN MAURER-NAZI-KOMMUNISTEN, DEN LIBERAL-ANALEN SODOMITEN …
klausvonjaus WERDE ICH RADIKAL. gibt es da noch eine Steigerung? Du bist sehr katholisch und das finde
ich gut. Hoffentlich wird der Kampf gegen die Homo-Faschisten bald gewonnen sein, damit wir uns wieder
frei als Christen bewegen können. Selbst der kleine Christenjunge, der mir das Gemeindeblatt in den 9.Stock
raufträgt, hatte seinen Vater als Schutz dabei. In so einer Welt müssen wir leben!
#29 lateiniheini 20:03:15 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Tolle Wortkreationen altliberal-neokonservativ Das ist jetzt wohl eine Mischung aus FDP, Grünen, SPD,CDU,CSU,katholisch,evangelisch
und orthodox(oder hab ich noch die Vegetarier, Lions und das Opus Dei vergessen- oder den FC Bayern, Schalke
04 und Borussia Dortmund)- Danke kreuz.net für diese tollen Wortschöpfungen! Und meine liebe „Freie“Presse-
was Mixa anbelangt und die Pius- Bruderschaft- selbst wenn der einen an der Klatsche hat, so schlimm,
dass er zu den Piussen gehen muss, ist es doch nicht- dass gönne selbst ich ihm nicht…
Und die Piusbruderschaft will sich diesem Verein auch noch anschliessen Die Piusbruderschaft sollte lieber
alles dafür tun, Walter Mixa für ihre Sache zu gewinnen und ihn in ihre Bruderschaft integrieren.
Deutschland ist halt überall Wie in Österreich und in Deutschland, so halt auch in Italien und im Vatikan:
die Aggiornamento-Kirchler kämpfen ohne Rücksicht auf Verluste um ihre Machtpositionen. Die Kirche und
der Glaube sind ihnen dabei scheißegal, denn sie handeln ja ohnehin mit dem Auftrag, die Katholische
Kirche von Innen heraus zu zerstören und abzuschaffen. Gäbe es dieses „höhere“ Ziel nicht, wäre die
unvernünftige Verbissenheit und der geradezu talibanartige Selbstzerstörungsfatalismus ihrer Vertreter
gar nicht zu erklären!
#21 rheno flavia 16:12:58 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Nun, liebes Heilszeichen, „Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode“, denn, was die eigene geistige
Hutgröße überschreitet, muß modernistisch sein …
#20 SignumSalutis 15:56:22 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Jetzt noch er … Jetzt wird auch schon der „Hanswurst von Altersher“ zum Tradi-Buhmann gemacht. Intelligent
und „nur“ konservativ – und nicht PiusBrethren-reaktionär, schon schmort man in der altliberalen Hölle … SignSal
Heureka. Hatte auf Ihre Frage nicht so genau geachtet. Gran Canaria ist eine kanarische Insel, gehört
aber nicht zum Mittelmeer. Es ist – hab ich Recht – Mallorca! Eine balearische Insel.
Woher kommt es eigentlich, dass gemäß Alexa www.alexa.com/siteinfo/kreuz.net die deutschsprachige Seite
kreuz.net in Spanien (als offensichtlich drittmeistem Besucherland mit einem traffic-rank von 178590)
mehr gelesen wird als etwa in der Schweiz oder Frankreich; letzteres hat ja mit Elsaß und Lothringen
einen sicherlich höheren deutschspachigen Anteil als Spanien.
#14 Dr. Eiskalt 15:34:40 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Brandenburgis Hat er etwas zur theologischen Begründung der Monarchie beigetragen? Dieses Argument wäre
allerdings zwingend. Ergibt sich die („zwingende“) Schlüssigkeit eines Arguments aus der Opportunität
seiner Konklusion?
#13 Brandenburgis 14:51:58 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Tja, Balthasar schätze ich zwar (gefühlt), gelesen habe ich ihn aber überhaupt nicht. Warum sollte
ich ihn lesen? Hat er etwas zur theologischen Begründung der Monarchie beigetragen? Dieses Argument wäre
allerdings zwingend.
#12 rheno flavia 14:46:43 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Nun, dann tun’s uns doch den G’fallen … … und lassen uns Ihr kompetentes Urteil zu „Handlung“ zukommen
[oder wahlweise auch zu einem anderen Werke Balthasars].
#10 rheno flavia 14:42:39 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Na, mein lieber Brandenburgis, so belesen, das hätte man Ihnen ja gar nicht zugetraut … (Wollen’s nicht
mal z.B. „Handlung“ [Theodramatik Bd. III] besprechen? Das dürfte einem Wissenschaftler Ihres Formats
doch sicher nicht schwerfallen, oder?)
@Hyathia 3 Altliberal ist so wie alt- und neomarxistisch, das war in den sechziger Jahren, als es Linke
gab, die meinten, dass ihre Gruppierung eine Erneuerung nötig hätte, und die meinten ,Marxismus ja ,
aber nicht mitsamt den immer breiter auftretenden Missständen in den linken Parteien und Regierungen.
Und dann gab es diejenigen, die meinten, wir machen so weiter wie bisher , weil ohnehin alles ideal ist,
das waren die Altmarxisten die sich in den siebziger Jahren dann gänzlich durchgesetzt haben. Mit dem
Lebensalter hat das nichts zu tun.
#7 rheno flavia 14:34:09 | Donnerstag, 17. Juni 2010
Spannend, spannend … was für einen Stuß gerade jene schreiben, deren geistige „Ausstattungsfreiheit“
wohl Lektüre und Verständnis verhindert haben: „des umstrittenen Schweizer Theologen … Hans Urs von
Balthasar“ Diese „Ausstattungsfreiheit ab Werk“ schlägt sich sodann in der alerten Bereitschaft dieser
Handkarrenführer nieder, jedes Gerücht schon für bare Münze zu nehmen: „Kardinal Pell soll die Ernennung
selber ausgeschlagen haben. Als offizielle Gründe gab er sein Alter … und seine … schlechte Gesundheit
an … [N.N. aber] nannte gestern den wahren Grund der geplatzten Ernennung …“
Geistgewirkte Entsdcheidung Eine der wichtigsten Entscheidungen im Pontifikat Benedikt XVI. ist offenbar
neu entschieden. Der Präfekt der Bischofskongregation wird ein altliberal-neokonservativer Kardinal.
Das ist eine sehr kluge, geistgewirkte Entscheidung… :)3
Genau! altliberal-neokonservativer Kardinal Der altliberal-neokonservative Kardinal wird sicher ein guter
Gesprächspartner sein für die sozialistisch-konservative Bewegung, die faschistischen Demokraten, die
Schwarzweiß-Fotografen, das menschenfreundliche kreuz.net, die männlich-weiblichen Zwitterpappeln, die
95-jährigen Säuglinge, und natürlich für den altliberal-neokonservativen Walter Mixa!
Marx kann sich freuen Da zeigt uns Papst Benedikt wieder wer er ist, er ist froh so einen wie Pell nicht
nehmen zu müssen. Wenn Quellet Urs von Balthasar nahesteht, dann glaubt er ja auch daran, dass die Hölle
praktisch leer ist. So etwa hört man vielleicht in Medjugorje, das Gegenteil jedoch in Fatima , in Rom
kann man mit so etwas punkten.