Vatikan
Erzbischof Juliusz Paetz: Skandal um jeden Preis
Unter der Überschrift „Vatikan rehabilitiert Skandal-Priester“ hat die Tageschau des ARD wieder einmal eine Falschmeldung gegen die Kirche in die Welt gesetzt.
Erzbischofs Juliusz Paetz mit Johannes Paul II. im Jahr 1997
Erzbischofs Juliusz Paetz mit Johannes Paul II. im Jahr 1997
© Luca, CC
(kreuz.net) Wegen der Untätigkeit von Papst Johannes Paul II. († 2005) erschütterte der Fall des deutschstämmigen polnischen Erzbischofs, Mons. Juliusz Paetz (75) von Posen jahrelang die polnische Kirche.

Spätestens seit Ende 1999 wurden öffentlich Stimmen laut – unter ihnen bekannte Posener Priester – die dem Erzbischof vorwarfen, seine Seminaristen und Priester homosexuell zu belästigen.

Es brauchte über zwei Jahre, um den Erzbischof im März 2002 zum Rücktritt zu bewegen.

Danach verbot der Präfekt der Bischofskongregation, Giovanni Battista Kardinal Re, dem Erzbischof, seine bischöflichen Funktionen weiterhin auszuüben.

Umgehend dementiert

Gestern verbreitete Ludger Kazmierczak vom ARD-Hörfunkstudio Warschau auf der Webseite ‘tagesschau.de’ die Falschmeldung, daß der Vatikan angeblich den „Skandal-Priester rehabilitiert“ habe.

Mit Bezug auf die polnische Tageszeitung ‘Gazeta Wyborcza’ – die zum deutschen Springer-Medienkartell gehört – verbreitete er auch die Ente, wonach der gegenwärtige Erzbischof von Posen, Mons. Stanisław Gądecki, deswegen seinen Rücktritt eingereicht habe.

Diese Darstellung hat die Erzdiözese gestern bereits zurückgewiesen.

Kazmierczak bezeichnet die homosexuellen Belästigungen durch den Erzbischof ferner verschleiernd und eskalierend als „sexuellen Mißbrauch“.

Er behauptet auch, daß Mons. Paetz „nach dem jüngsten Beschluß des Vatikan seine bischöflichen Aufgaben wieder ausüben dürfe“.

Der Vatikan hat die von Kazmierczak kolportierte Behauptungen als falsch zurückgewiesen.

Auch reuige Homo-Unzüchtige verdienen Gnade

Es gehe nicht um eine Rehabilitierung, sondern einzig darum, daß der inzwischen 75jährige Mons. Paetz grundsätzlich wieder öffentliche Messen zelebrieren dürfe.

Dafür muß er jedoch weiterhin die Zustimmung des zuständigen Bischofs einholen.

Die Entscheidung beruht auf der kirchlichen Überzeugung, daß sogar homosexuelle Schandtäter sich von ihren jämmerlichen Taten abwenden können.

Gegenüber der altliberalen deutschen Sektion von Radio Vatikan erklärte der Pressesprecher des Vatikans, Pater Federico Lombardi, daß es unbegründet sei, im Fall von Erzbischof Paetz von ‘Rehabilitierung’ zu sprechen.

Es gehe bei dem Entschied einzig um das Feiern von Messen in der Öffentlichkeit.

Die dem Erzbischof im Jahr 2002 auferlegten Einschränkungen würden unverändert gelten.

Die Vorwürfe gegen den Erzbischof sind nie Gegenstand eines Gerichtsverfahrens gewesen.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Jörg Guttenberger, Köln   21:01:51 | Montag, 21. Juni 2010
Erzbischof Paetz: Rehabilitierung
Rehabilitierung bedeutet, jemandem eine Stellung zurückzugeben, die man ihm vorher zu recht oder unrecht, hier zu recht entzogen hat. Msgr. Paetz war Erzbischof von Gnesen. Auf diesem Stuhl sitzt jetzt ein anderer Erzbischof. Damit wurde Mons. Paetz eindeutig nicht rehabilitiert.
Die Erlaubnis, öffentlich zu zelebrieren ist damit keine Rehabilitierung, sondern lediglich ein Gnadenakt, mit dem seine Suspendierung teilweise aufgehoben ist.
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#12   Prof Rempremmerding   17:51:05 | Montag, 21. Juni 2010
Ist das nicht der perverse Homobischof, der sich sogar an seinen Seminaristen verging,
aber von W :-! jtyla schön brav gedeckt wurde, bis es halt beim besten Willen nicht mehr ging? Pfui >:) ! Sant :-! Subit :-! !
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#11   FranzvPaul   12:12:03 | Sonntag, 20. Juni 2010
Wahrscheinlich sehen die das anders. Die möchten nur Unruhe bei einem Teil der Zuseher vermeiden.
Johannes Albendorfer:
Neutralität heißt nicht, Religion auszublenden!
Denn dann wird klar Partei für die Weltanschauung des Atheismus und für Atheisten ergriffen!
Dafür haben sie eine Order von oben.
Trennung von Sporcht und Kirsche. :-D
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#10   Johannes Albendorfer   11:47:16 | Sonntag, 20. Juni 2010
Berichtigung zu meinem Beitrag von heute (ARD = Aggressive Religions-Diskriminierung)
Habe meinen Beitrag versehentlich gesendet, bevor ich ihn durchgesehen hatte. Hier ist die korrigierte Fassung:
Als die Schweiz das WM-Spiel gewonnen hatte, dankte Trainer Ottmar Hitzfeld Gott mit einem Kreuzzeichen.
Doch kaum hatte er dazu seine Hand erhoben, wurde das Bild weggeschaltet.
Das ist mir schon öfter aufgefallen. Bei der ARD.
Das ist eine üble Diskriminierung von Christen!
Neutralität heißt nicht, Religion auszublenden!
Denn dann wird klar Partei für die Weltanschauung des Atheismus und für Atheisten ergriffen!
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#9   fundamental-christian   11:44:40 | Sonntag, 20. Juni 2010
Danke, Johannes Albendorfer,
für diese Information…obwohl’s mich nicht wirklich überrascht… ^-^
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#8   Der Vollgas †   11:41:50 | Sonntag, 20. Juni 2010
Popo-Eier
Das sind Frauenhintern, hätt’ ich gesagt.
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#7   Johannes Albendorfer   11:36:33 | Sonntag, 20. Juni 2010
A R D = A ggressive R eligions D iskriminierung
Als die Schweiz das WM-Spiel gewonnen hatte, dankte Trainer Otmar Hitzfeld Gott mit einem Kreuzzeichen.
Doch kaum hatte er dazu seine Hand erhoben, wurde das Bild weggeschaltet.
Das ist mir schon öfter aufgefallen. Bei der ARD.
Das ist eine üble Diskriminierung von Christen!
Neutralität heißt nicht, Religion auszublenden!
Denn dann wird klart Partei für die Weltanschauung des den Atheismus und für Atheisten ergriffen!
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#6   vitrivius2010   22:29:43 | Samstag, 19. Juni 2010
Auch das noch
Popo-Eier … Pfui-Deibel … Was sind denn Popo-Eier, Lisibald ?
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#5   Lisibald Poier †   22:22:49 | Samstag, 19. Juni 2010
@Redaktion
Die Vorwürfe gegen den Erzbischof sind nie Gegenstand eines Gerichtsverfahrens gewesen.
Also das ist ja allerhand!
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#4   Gotthard   20:24:03 | Samstag, 19. Juni 2010
Meldungen
wie aus einer Fehlmeldung ein kampf gegen die Kirche konstruiert werden kann, ist das Geheimnis von +net.
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#3   Schäfer   20:14:51 | Samstag, 19. Juni 2010
Die Synagoge Satans…
…die Medien führen einen verzweifelten Vernichtungsfeldzug gegen die heilige Mutter Kirche.
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#2   bejorommer   18:57:34 | Samstag, 19. Juni 2010
Eine äußerst fragliche Geschichte
Bericht hier
www.tagesschau.de/…usland/polen332.html
Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
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#1   Botschafter   16:32:05 | Samstag, 19. Juni 2010
In Rom…
In Rom wird es krachen, aber wie…!
katholik.ch/…age-3332-15610-.html
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