16:29:21 | Samstag, 19. Juni 2010
Unter der Überschrift „Vatikan rehabilitiert Skandal-Priester“ hat die Tageschau des ARD wieder einmal eine Falschmeldung gegen die Kirche in die Welt gesetzt.

Erzbischofs Juliusz Paetz mit Johannes Paul II. im Jahr 1997
© Luca, CC(kreuz.net) Wegen der Untätigkeit von Papst Johannes Paul II. († 2005) erschütterte der Fall des deutschstämmigen
polnischen Erzbischofs, Mons. Juliusz Paetz (75) von Posen jahrelang die polnische Kirche.
Spätestens
seit Ende 1999 wurden öffentlich Stimmen laut – unter ihnen bekannte Posener Priester – die dem Erzbischof
vorwarfen, seine Seminaristen und Priester homosexuell zu belästigen.
Es brauchte über zwei Jahre,
um den Erzbischof im März 2002 zum Rücktritt zu bewegen.
Danach verbot der Präfekt der Bischofskongregation,
Giovanni Battista Kardinal Re, dem Erzbischof, seine bischöflichen Funktionen weiterhin auszuüben.
Umgehend dementiertGestern verbreitete Ludger Kazmierczak vom ARD-Hörfunkstudio Warschau auf der Webseite
‘tagesschau.de’ die Falschmeldung, daß der Vatikan angeblich den „Skandal-Priester rehabilitiert“ habe.
Mit Bezug auf die polnische Tageszeitung ‘Gazeta Wyborcza’ – die zum deutschen Springer-Medienkartell
gehört – verbreitete er auch die Ente, wonach der gegenwärtige Erzbischof von Posen, Mons. Stanisław
Gądecki, deswegen seinen Rücktritt eingereicht habe.
Diese Darstellung hat die Erzdiözese gestern
bereits zurückgewiesen.
Kazmierczak bezeichnet die homosexuellen Belästigungen durch den Erzbischof
ferner verschleiernd und eskalierend als „sexuellen Mißbrauch“.
Er behauptet auch, daß Mons. Paetz
„nach dem jüngsten Beschluß des Vatikan seine bischöflichen Aufgaben wieder ausüben dürfe“.
Der
Vatikan hat die von Kazmierczak kolportierte Behauptungen als falsch zurückgewiesen.
Auch reuige Homo-Unzüchtige
verdienen GnadeEs gehe nicht um eine Rehabilitierung, sondern einzig darum, daß der inzwischen 75jährige
Mons. Paetz grundsätzlich wieder öffentliche Messen zelebrieren dürfe.
Dafür muß er jedoch weiterhin
die Zustimmung des zuständigen Bischofs einholen.
Die Entscheidung beruht auf der kirchlichen Überzeugung,
daß sogar homosexuelle Schandtäter sich von ihren jämmerlichen Taten abwenden können.
Gegenüber
der altliberalen deutschen Sektion von Radio Vatikan erklärte der Pressesprecher des Vatikans, Pater
Federico Lombardi, daß es unbegründet sei, im Fall von Erzbischof Paetz von ‘Rehabilitierung’ zu sprechen.
Es gehe bei dem Entschied einzig um das Feiern von Messen in der Öffentlichkeit.
Die dem Erzbischof
im Jahr 2002 auferlegten Einschränkungen würden unverändert gelten.
Die Vorwürfe gegen den Erzbischof
sind nie Gegenstand eines Gerichtsverfahrens gewesen.
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#12
Prof Rempremmerding 17:51:05 | Montag, 21. Juni 2010
#11
FranzvPaul 12:12:03 | Sonntag, 20. Juni 2010
#10
Johannes Albendorfer 11:47:16 | Sonntag, 20. Juni 2010
#9
fundamental-christian 11:44:40 | Sonntag, 20. Juni 2010
#8
Der Vollgas † 11:41:50 | Sonntag, 20. Juni 2010
#7
Johannes Albendorfer 11:36:33 | Sonntag, 20. Juni 2010
#6
vitrivius2010 22:29:43 | Samstag, 19. Juni 2010
#5
Lisibald Poier † 22:22:49 | Samstag, 19. Juni 2010
#4
Gotthard 20:24:03 | Samstag, 19. Juni 2010
#3
Schäfer 20:14:51 | Samstag, 19. Juni 2010
#2
bejorommer 18:57:34 | Samstag, 19. Juni 2010
#1
Botschafter 16:32:05 | Samstag, 19. Juni 2010