08:12:40 | Freitag, 6. Mai 2005
Benedikt XVI.
Ein zuletzt auf den Namen von Kardinal Josef Ratzinger zugelassener VW Golf brachte einem 21-Jährigen bei eBay fast 200.000 Euro. Man fragt sich warum. Denn der gegenwärtige Papst hat selber nie einen Führerschein besessen.
(kreuz.net) Die Internet-Versteigerung des ehemaligen VW-Golf des neuen Papstes ging am gestrigen Fest
Christi Himmelfahrt zu Ende. Das Schlußgebot von 188.938,88 Euro kam von einem US-amerikanischen Online-Casino.
Dieses hat im letzten Jahr bereits mit dem Ankauf des
wundersamen Käsebrotes Schlagzeile und somit weltweit
eine sehr billige Werbung für seine Geschäftsaktivitäten gemacht.
Für den Zivildiener Benjamin Halbe
(21) ist der Verkauf vermutlich das Geschäft seines Lebens. Halbe hatte den Wagen erst im Januar diesen
Jahres für knapp 10.000 Euro gekauft. Ihm habe das 6 Jahre alte Auto im schlichten Mönchsgrau mit Lederlenkrad
und Klimaanlage gut gefallen.
Der Golf hatte laut Fahrzeugbrief nur einen Vorbesitzer, der mit dem Namen
Josef Ratzinger in die Fahrzeugpapiere eingetragen ist. Als Beweis für den berühmten Vorbesitzer hatte
Halbe den Fahrzeugbrief eingescannt und neben dem Angebot publiziert. Auch der Werkstattzettel war auf
dem Internet einzusehen. Er zeigt das Kennzeichen „CD 140 XG“ und die Adresse „Città del Vaticano“ –
Vatikanstadt.
Der Zivildiener erklärte, daß er den Namen des Vorbesitzers nur am Rande bemerkt habe.
Nach der Wahl des Kardinals zum Papst habe er beschlossen, den Wagen „einfach mal anzubieten“.
Der Zivildiener
weiß auch schon, wie er das Geld verwenden will: „Erst kaufe ich mir ein neues Auto, dann fahr’ ich in
Urlaub. Der Rest kommt aufs Konto.“
Gegen Ende der Auktion kam es wegen des hohen Ansturmes zu technischen
Engpässen. Dennoch sei der Zuschlag für das Casino gültig, erklärte die Auktionsfirma im Internet.
Zuvor war die Gültigkeit der Versteigerung von einer Mitarbeiterin noch in Zweifel gezogen worden.
Die
Homepage der Internet-Auktionsfirma war aufgrund der zahlreichen Zugriffe in der Schlußphase der Versteigerung
kaum mehr zu erreichen.
Die Seite mit dem Papst-Golf wurde mehr als 8,4 Millionen Mal angeklickt. Damit
verfehlte die Versteigerung den bisherigen Rekord von 9 Millionen Klicks nur knapp. Der Papst-Golf wird
vermutlich als teuerster gebrauchter Serien-Golf in die Geschichte eingehen.
Indes äußerten mehrere
Katholiken in Online-Gästebüchern und Weblogs den Wunsch, daß den Worten und Taten des neuen Papstes
so viel Interesse und Beachtung geschenkt werden mögen, wie seinem alten Auto, das er selber nie gefahren
hat.
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