Streng nach dem Gesetz
Der Richter im US-Bundesstaat Florida, der Terri Schiavo in den Hungertod schickte, erhielt vom Anwaltsverein seines Landkreises eine Auszeichnung. „Mörder“ nannte ihn ein führender Pro-Life Priester in den USA am Abend, bevor Terri verhungerte. Anläßlich der Preisverleihung erneuerte der Priester seinen Vorwurf.

Der Anwaltsverband, der sich „West Pasco Bar Association“ nennt, entschied sich fast ohne Gegenstimme für die Preisverleihung an den Todesrichter.
Richter Greer stand dem Fall von Frau Terri Schiavo sieben Jahre lang vor. Terri verhungerte 13 Tage, nachdem Greer angeordnet hatte, daß die Ernährung der Frau eingestellt werden müsse.
US-amerikanische Lebensrechtler riefen zum Protest und zur Demonstration bei der Preisverleihung auf. Nach dem Hungertod von Frau Schiavo hatten 41.000 Amerikaner unterschrieben, um eine Klage gegen Richter Greer wegen Amtsmißbrauchs zu erwirken.
Der Priester Frank Pavone, Vorsitzender der US-amerikanischen Lebensrechtsbewegung ‘Priester für das Leben’, äußerte sich zur Preisverleihung an den Todesrichter: „In der Nacht bevor Terri Schiavo starb, erklärte ich vor der Presse, daß Richter Greer ein Mörder sei. Ich möchte diese Aussage heute wiederholen.“
Seine Anklage sei in einem moralischen Sinn zu verstehen. Ein Mord komme zustande, wenn eine unschuldige Person durch eine bewußte Handlung gezielt getötet werde.
Es brauche – so der Priester – keine juridischen oder medizinischen Expertisen, um festzustellen, daß Terri ermordet wurde: „Jemand der die Fähigkeit verloren hat, das zu verstehen, sollte keine Preise erhalten.“
Kein Gericht der Welt habe die moralische Autorität, unschuldiges Leben direkt und absichtlich zu töten.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






