(kreuz.net, Dublin) Zwei irische Homosexuelle erreichten letzten Dienstag die Anhörung ihres Falles beim
Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Dublin. Catherine Zapaonne und Loise Gilligan verlangen die gleichen
steuerlichen Rechte wie ein verheiratetes Ehepaar. Die irische Steuerbehörde verneinte die Existenz einer
„Ehe“ zwischen den beiden homosexuellen Frauen und wies damit einen Antrag auf Steuerbegünstigungen ab.
Die homosexuellen Frauen wollen nun eine Revision dieser Entscheidung erzwingen.
Frau Zapaonne und Frau
Gilligan reisten im September letzten Jahres eigens nach Vancouver (Westküste von Kanada), um vor dem
kanadischen Gesetz einen sogenannte „Homosexuellen-Bund“ einzugehen. Die beiden Frauen leben seit mehr
als 23 Jahren als bekennende Homosexuelle in einem gemeinsamen Haus in der Nähe von Dublin. Ihr Ansuchen
um Steuergleichstellung mit irischen Ehepaaren wurde von den zuständigen Beamten abgelehnt, weil der
sogenannte „Homosexuellen-Bund“ nur vor dem kanadischen Recht existiere und in Irland null und nichtig
sei.
Das Paar behauptet dagegen, es gäbe in Irland kein rechtliches Hindernis für eine Anerkennung
des geschlossenen „Homosexuellen-Bundes“. Die klagenden Frauen empfinden die Unterscheidung zwischen heterosexuellen
und homosexuellen Eheleuten vor dem Steuergesetz als diskriminierend. Für die Gerichtsverhandlungen haben
sie keine Kosten gescheut und einen Staranwalt angeheuert.
Die beiden Akademikerinnen nutzen ihre angesehenen
Positionen, Frau Dr. Zapaonne ist Mitglied der irischen Menschenrechtskommission, um Druck auf die irische
Regierung auszuüben. Beide Frauen gehören zur Oberschicht und sind besserverdienend. Auf Steuerbegünstigungen
sind sie nicht angewiesen. Sie wollen nach eigenen Angaben erreichen, daß ihr „Homosexuellen-Bund“ als
Ehe anerkannt werde.
Damit wäre ein Exempel statuiert, das als Präzedenzfall die Weichen für einen
Zusammenbruch der geltenden Rechtsordnung stellen würde.
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1 Lesermeinung
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#1 Uwe Schmidt 06:45:57 | Donnerstag, 20. Januar 2005
Irland Jaja, auf Irland und Polen, die beiden letzten katholischen Bastionen, haben es die Sittenstrolche
besonders abgesehen. Und sie werden von den neoliberalen Vordenkern unterstützt, die Homo-Pressure-Groups
gerne einsetzen, um die bestehende (christliche) Ordnung aufzumischen – denn die christliche Gesellschaftsordnung
stört mit ihrem Zwang zu Moral, Anstand und Nächstenliebe beim Geldscheffeln.