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Donnerstag, 11. November 2004 10:01
Extremistische Gruppen im Kampf gegen Irland
Nach der Klage gegen das irische Abtreibungsgesetz machen sich nun militante Homolobbyisten stark, um die irische Rechtsordnung in die Knie zu zwingen.
(kreuz.net, Dublin) Zwei irische Homosexuelle erreichten letzten Dienstag die Anhörung ihres Falles beim Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Dublin. Catherine Zapaonne und Loise Gilligan verlangen die gleichen steuerlichen Rechte wie ein verheiratetes Ehepaar. Die irische Steuerbehörde verneinte die Existenz einer „Ehe“ zwischen den beiden homosexuellen Frauen und wies damit einen Antrag auf Steuerbegünstigungen ab. Die homosexuellen Frauen wollen nun eine Revision dieser Entscheidung erzwingen.

Frau Zapaonne und Frau Gilligan reisten im September letzten Jahres eigens nach Vancouver (Westküste von Kanada), um vor dem kanadischen Gesetz einen sogenannte „Homosexuellen-Bund“ einzugehen. Die beiden Frauen leben seit mehr als 23 Jahren als bekennende Homosexuelle in einem gemeinsamen Haus in der Nähe von Dublin. Ihr Ansuchen um Steuergleichstellung mit irischen Ehepaaren wurde von den zuständigen Beamten abgelehnt, weil der sogenannte „Homosexuellen-Bund“ nur vor dem kanadischen Recht existiere und in Irland null und nichtig sei.

Das Paar behauptet dagegen, es gäbe in Irland kein rechtliches Hindernis für eine Anerkennung des geschlossenen „Homosexuellen-Bundes“. Die klagenden Frauen empfinden die Unterscheidung zwischen heterosexuellen und homosexuellen Eheleuten vor dem Steuergesetz als diskriminierend. Für die Gerichtsverhandlungen haben sie keine Kosten gescheut und einen Staranwalt angeheuert.

Die beiden Akademikerinnen nutzen ihre angesehenen Positionen, Frau Dr. Zapaonne ist Mitglied der irischen Menschenrechtskommission, um Druck auf die irische Regierung auszuüben. Beide Frauen gehören zur Oberschicht und sind besserverdienend. Auf Steuerbegünstigungen sind sie nicht angewiesen. Sie wollen nach eigenen Angaben erreichen, daß ihr „Homosexuellen-Bund“ als Ehe anerkannt werde.

Damit wäre ein Exempel statuiert, das als Präzedenzfall die Weichen für einen Zusammenbruch der geltenden Rechtsordnung stellen würde.
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1 Lesermeinung:
Donnerstag, 20. Januar 2005 06:45
Uwe Schmidt: Irland
Jaja, auf Irland und Polen, die beiden letzten katholischen Bastionen, haben es die Sittenstrolche besonders abgesehen. Und sie werden von den neoliberalen Vordenkern unterstützt, die Homo-Pressure-Groups gerne einsetzen, um die bestehende (christliche) Ordnung aufzumischen – denn die christliche Gesellschaftsordnung stört mit ihrem Zwang zu Moral, Anstand und Nächstenliebe beim Geldscheffeln.
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