Ein nichtpraktizierender Katholik wird zu einer Vorstellung des berühmten Films von Mel Gibson, „Die Passion Christi“, eingeladen. Er ist danach tief beeindruckt und beschließt, sein Leben zu ändern.
(kreuz.net) In der darauffolgenden Woche kauft er sich sieben Eintrittskarten und verteilt sie auf seine
Familie: seine Frau, die drei Kinder, die Mutter seiner Frau, sowie seine beiden Schwestern. Alle sieben
kommen tief betroffen aus dem Kino zurück.
Nach einiger Zeit hat seine Frau die Idee, ins Heilige Land
zu pilgern und die Heiligen Stätten zu besuchen. Alle sind davon hellauf begeistert.
Es gibt nur einen
Nachteil. Wegen der Arbeitszeiten ist die Reise nur im August möglich. Dieser Monat ist im Heiligen Land
bekanntlich brütend heiß. Doch man nimmt den Nachteil gerne in Kauf. Die Reise wird gebucht.
Die Heiligen
Stätten sind ein unvergeßliches Erlebnis, aber die Temperaturen sind wirklich an der Grenze des Erträglichen.
Schließlich passiert das unvermeidliche.
Das Herz der schon etwas älteren Mutter der Frau erleidet
in den schmalen Gassen der Jerusalemer Altstadt, die nur für Fußgänger geeignet sind, einen Kollaps.
Man lädt die schwere Dame auf einen Esel und versucht sie, an einen Ort zu bringen, wo die Ambulanz hingelangen
kann.
Die Hilfe kommt zu spät. Als die Rettung anfährt, ist die Großmutter schon mausetot.
Die ganze
Familie ist schwer geschockt und völlig außer sich. Der Mann ist der einzige, der seine Gedanken noch
einigermaßen beisammen hat. Er beschließt, die Familie zurück ins Hotel zu schicken und macht sich
alleine auf den Weg zum Bestatter.
Dieser nimmt zuerst die Personalien auf. Der Mann erklärt, daß die
Verstorbene die Mutter seiner Frau und seine Schwiegermutter war etc. Man erledigt die Formalitäten.
Alles geht wie am Schnürchen. Doch dann kommen die Kosten zur Sprache.
Der Bestatter erklärt, daß
eine Überführung des Leichnams in die Heimat 18.000 Euro koste. Der Mann zuckt zusammen. Achtzehntausend
Euro? Wegen seines Lotterlebens vor der Bekehrung hat der Mann immer noch viele Schulden.
Man könne –
meint darauf der Bestatter – die Kosten aber massiv senken und die Verstorbene hier in Jerusalem zur letzten
Ruhe betten. Das koste 500 Euro.
„500 Euro?“ sagt der Mann erleichtert. Dann zuckt er noch einmal zusammen
und sagt mit Bestimmtheit: „Nein, sie wird überführt!“
Der Bestatter ist ob der Reaktion des Mannes
erstaunt: „Sind Sie sicher? 10.000 Euro sind viel Geld und für die Tote macht es keinen Unterschied,
ob sie hier oder dort begraben wird. Auch in Jerusalem würden wir eine sehr würdevolle Beerdigungsmesse
halten.“
Da schaut ihm der Mann mit wachem Blick tief ins Gesicht: „Hören Sie, vor 2000 Jahren wurde
in dieser Stadt ein Mann beerdigt, der nach drei Tagen wieder auferstand.
Dieses Risiko möchte ich nicht
eingehen!“
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3 Lesermeinungen
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steh nur ich auf der Leitung? oder brauchen aandere auch zehn Minuten, bis sie diesen Beitrag als Scherz
begreifen? – ganz abgesehen davon: die durch diesen seltsamen Film Bekehrten renne bekaanntlich reihenweise
durch die Gegend (tatsächlich waren im weniger katholischen Teil meines Bekanntenkreises leider die Gewaltszenen
der eindrücklichste Punkt).