Die Homos wollten diesen Sommer in Jerusalem einen riesigen Aufmarsch organisieren. Er ist jetzt „verschoben“ worden. Die Begründung hört sich an wie ein Witz: Der Abzug der israelischen Truppen aus dem Gaza-Streifen mache die Veranstaltung unmöglich.
(kreuz.net, Jerusalem) Die Wahrheit ist eine andere. Jeder weiß, daß die Homo-Veranstaltung, die im
August im Judenstaat stattfinden sollte, zu einem Volksaufstand geführt hätte.
Darum ist auch von einem
neuen Termin für den Aufmarsch der militanten Homosexuellen in Jerusalem keine Rede mehr.
Die Jerusalemer
Homo-Zusammenkunft wäre unter dem vieldeutigen Motto „Liebe ohne Grenzen“ gestanden. Die Organisatoren
hatten sich gewünscht, der historischen Stadt durch eine überwältigende „Homo-Demonstration der Würde
und des Stolzes“eine neue Ausrichtung zu geben.
In der Geburtsstätte des Christentums, wo das Kreuz
Christi stand, wollte man auch religiöse Töne anklingen lassen. Den Höhepunkt des ‘Welt Stolz 2005’
hätten eine Parade, ein Straßenmarkt und eine Massenkundgebung darstellen sollen.
Anfang der Woche
gab Israels Außenminister, Silwan Schalom, eine dreiwöchige Verzögerung des israelischen Abzugs aus
dem Gaza-Streifen um drei Wochen bekannt. Er soll am 15. August beginnen. Dies habe mit einem jüdischen
Gedenkfest – von dem man offensichtlich vorher nichts wußte – zu tun, erklärte der Außenminister.
Für den sechs Wochen dauernden Rückzug werde mit Spannungen und Zwischenfällen gerechnet. In diesem
Kontext wäre ein Homo-Aufmarsch in Jerusalem vielleicht gar nicht ungelegen gekommen. Er hätte die Aufmerksamkeit
der Öffentlichkeit vom Gaza-Streifen abgelenkt.
Katholische Nachrichtenquellen zitieren etwas triumphalistisch
den heftigen Widerstand von sämtlichen Vertretern der ortsansässigen Weltreligionen als wahre Ursache
für die Absage der Homo-Prozession. Ende März hatte es eine gemeinsame Pressekonferenz von christlichen,
jüdischen und islamischen Religionsvertretern gegeben.
Diese Erklärung stimmt freilich nur teilweise.
Denn daß die Kirche halbherzig redet und noch halbherziger handelt, hat sich inzwischen bis nach Jerusalem
herumgesprochen. Ihren Widerstand hätte man also nicht wirklich ernstnehmen müssen. Die Moslems haben
unter israelischer Herrschaft und Unterdrückung sowieso nichts zu berichten.
Viel problematischer war
aber der Widerstand aus der konservativen und orthodoxen jüdischen Ecke. Vor allem die Juden aus dem
Jerusalemer Ghetto Mea Schearim hätten die Jerusalemer Straßen den Homos nicht kampflos überlassen.
Die Zusammenstöße von Homos und orthodoxen Juden mit Hut, Bart und Kaftan hätte Bilder produziert,
auf die weder säkularisierte Juden noch Homos erpicht gewesen wären.
Darum ist auch nicht anzunehmen,
daß die stets protestbereiten Homos jetzt öffentlich gegen die jüdische Religion aufbegehren werden,
wie sie es schon seit Jahren gegen die Kirche tun.
Die kampfesscheue und in sich zerrissene Kirche ist
offensichtlich ein dankbarerer Kriegsgegner.
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9 Lesermeinungen
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Homos? Janus, du hast hier zwei Gesichter, wie einige andere hier auch. Wenn dir der Ausdruck „Homo“ nicht
gefällt, dann sag doch „Homosexuelle“ oder „Schwule“. Besser so? Oder ist es doch immer ein und dieselbe
Sache?
Hetze? Ich glaube auch, dass Homosexualität eine Verirrung ist und in keinster Weise gefördert werden
darf. Insofern freue ich mich, dass die Parade in Jerusalem nicht stattfinden wird. Die Art in dem der
Artikel geschrieben worden ist, aber auch schon vorhergehende Artikel mit ählichen Thema, ist mir zu
hetzerisch. Der Ausdruck Homo ist herabwürdigend. Viel Liebe zu diesen Menschen, die halt so wie auch
wir Sünder sind, ist leider nicht herauszulesen. Wenn ein dem Christentzm fernstehender diesen Artikel
liest, fällt ihm nur der böse Ton auf. Mehr nicht.
@konrad: womit du einen wichtigen Unterschied ansprichst – das eine mal ist es die Sache, das andere mal
sind es die Personen – und „die Homos“ ist eben ein Mittel der Entpersonalisierung, um Menschen dann als
Feindbild hinzustellen.
@Yewrsinia Es ist böse und verwerflich, was da in Jerusalem von gottlosen Homo-Aktivisten geplant war.
Es geht in der Auseinandersetzung um das Thema um nichts Geringeres als um Untergang oder Fortleben der
Menschheit.
Homosexuellenaufmarsch in Jerusalem Die Beurteilung für die Verschiebung bzw. Absage des Homosexuellenaufmarsches
in Jerusalem durch das kreuz.net scheint mir zutreffend. Die Homosexuellenverbände haben in der Vergangenheit
gerne die Rassismuskeule zur Durchsetzung ihrer vermeintlichen „Rechte“ benutzt. Dieses Mal hat es nicht
funktioniert; es könnte vielleicht sogar in das Gegenteil umschlagen. Der israelische Vizeministerpräsident
Shimon Peres hat sich nämlich gegen diesen Umzug ausgesprochen. Man darf ihm dafür dankbar sein.
Adressen www.narth.com oder www.wuestenstrom.de sind gute Adressen für homosexuell oder lesbisch empfindende
Personen, die ihre Neigung wegbringen wollen. MFG; Frau Mayer