Alte Messe
Gründungspräsident tot
Der Gründungspräsident der Una-Voce-Föderation, Dr. Eric de Saventhem, starb bereits am 28. April 2005. Der erste Schritt zur Bewahrung des lateinischen Erbes der Katholischen Kirche kam 1964 aus einer ganz unerwarteten Ecke.
(kreuz.net) Im Jahre 1964 schickte Dr. Borghild Krane einen Appell an besorgte Katholiken und bat sie, zugunsten des bedrohten katholischen Erbes zusammenzustehen. Dr. Krane war ein bekannter Psychologe. Er wohnte in Oslo im fernen lutherischen Norwegen.

Sein Aufruf blieb nicht ungehört. In den Jahren 1964/65 bildeten sich verschiedene nationale Vereinigungen. Eine von ihnen, die ursprünglich in Frankreich entstanden war, nannte sich „Una Voce“.

Bald erkannte man die Notwendigkeit, die eigenen Anstrengungen zu koordinieren. Darum trafen sich Delegierte aus sechs europäischen Vereinigungen im Frühjahr 1965 in Rom. Sie beschlossen, eine übernationale Struktur zu schaffen.

Das war der Beginn der Foederatio Internationalis „Una Voce“.

Formell wurde die Föderation am 8. Januar 1967 in Zürich, in der Nordostschweiz, errichtet. An diesem Tag trafen sich Delegierte aus inzwischen zwanzig nationalen Vereinigungen. Sie approbierten die ersten Statuen und wählten den ersten Rat.

Dr. Eric de Saventhem wurde einstimmig zum ersten Präsidenten gewählt. In den folgenden Generalversammlungen wurde er immer wieder „una voce“ – einstimmig – wiedergewählt.

Im Januar 1995 entschied er sich aus persönlichen Gründen zurückzutreten.

„Er war ein großer Wissenschaftler und Gentleman und trotzdem sehr demütig“, erinnert sich Fred Haehnel, der Direktor von Una Voce Amerika, an den Verstorbenen: „Er war ein wahrer Riese. Una Voce würde ohne ihn nie existiert haben.“

Während seiner Amtszeit als Una-Voce-Präsident wurde Dr. Saventhem einmal von Papst Johannes Paul II. zu einem Gespräch unter vier Augen empfangen. In der Diskussion ging es um den Zustand der traditionellen Lateinischen Messe in der Katholischen Kirche und um andere wichtige Themen.

2003 hatte der emeritierte Präsident Dr. Saventhem in Rom ein Treffen mit dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger. Er wurde von seinem inzwischen ebenfalls verstorbenen Nachfolger als Präsident der Una-Voce-Föderation, Michael Davies, und dem gegenwärtigen Präsidenten, Ralf Siebenbürger, begleitet.

Während der Audienz bedankte sich die Delegation beim gegenwärtigen Heiligen Vater für dessen langjährige Unterstützung der Anliegen derer, die sich der Alten Messe verbunden fühlen.

Papst Benedikt XVI. zelebrierte die alte Messe als Kardinal bei zahlreichen Anläßen und hat die Arbeit der Una-Voce-Föderation öffentlich gelobt.

Dr. Saventhem ist der Bruder der bekannten deutschen Ordensfrau Schwester Isa Vermehren.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Equality Jack   15:01:47 | Montag, 9. Mai 2005
„Konzilsgedächtniskirche“?
Lateinerinnerungsverein?
Besser-als-der-Ortsbischof-Wisser-Clique?
Ich-bin-heiliger-als-die-anderen-Sekte?
Was-kümmern-mich-Inhalte-wenn-ich-über-Äußerlichkeiten-schwafeln-kann-Gruppe?
Wir-machen-Gott-zum-Münzautomaten-Bewegung?
kreuz.net?
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#1   Marcel   12:25:26 | Montag, 9. Mai 2005
Brief an die ratlosen Katholiken
So mancher ehemals ratlose Katholik findet bestärkt durch folgenden Brief Mgr. Perls www.unavoce.org/…2003/perl-011803.htm an Una Voce (als Reaktion auf eine Anfrage von Una Voce an Rom), zu den hl. Messen der katholischen Priesterbruderschaft St. Pius X, kurz [link]http://www.fsspx.info[link]FSSPX[link].
So mancher, der die dort ausschließlich zelebrierte altehrwürdige Form der hl. Messe („Messe aller Zeiten“ nach dem hl. Papst Pius V.) erstmals erlebt, erfährt sie fortan als „ein Stückchen Himmel auf Erden“ und pflegt seine große Liebe zur Kirche auf zuvor nicht gekannte Weise in dieser schwierigen Zeit, die der des großen und zuvor nicht gekannten Kirchenlehrers Athanasius auf gewisse Weise sehr ähnlich ist.
So mancher bedankt sich dann von Herzen beim heiligmäßigen Erzbischof Lefebvre für sein gutes und von Gott auf geheimnisvolle Weise beschütztes Werk, sowie bei Una Voce für den öffentlichen Abdruck des kurzen Briefes Mgr. Perls, der erst zum langen trefflichen „Offenen Brief an die ratlosen Katholiken“ des Erzbischofs führte.
Gelobt sei Jesus Christus, gelobt sei die Jungfrau Maria.
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