Wien
Den Linzer Weihbischof hat er nicht so verteidigt
Das ist der Beweis: Der altliberale Kardinal Schönborn von Wien fühlt sich persönlich angegriffen und springt für seine nach Eisenstadt ernannte Kopie in die sonst von ihm eisern gemiedene Bresche.
Kardinal Schönborn mit Prälat Ägidius Zsifkovics
Kardinal Schönborn mit Prälat Ägidius Zsifkovics
© Henning Klingen, katholisch.at
(kreuz.net, Wien) Der altliberale Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, hat die heutige Ernennung von Mons. Ägidius Zsifkovics zum Bischof von Eisenstadt in einer Pressemitteilung mit gezogenem Schwert verteidigt.

Der Kardinal kritisiert mit ungewöhnlicher Schärfe die altliberale Empörung über den neokonservativen Neobischof.

Es seien „harte Worte“ gefallen.

Die meisten hätten keinerlei Fundament in der Realität – wehrt der Kardinal ab:

„Mit Entschiedenheit weise ich völlig unqualifizierte Angriffe zurück, wie sie leider auch von Professor [Hw.] Paul Zulehner und Prälat Helmut Schüller formuliert worden sind.

Solche ‘Ferndiagnosen’ können das kirchliche Leben nur vergiften“ – heuchelt der Intrigenkardinal.

Er appelliert an alle, auch einem neuernannten Bischof ein elementares Wohlwollen zuteilwerden zu lassen.

Der altliberale Kardinal verglich die neueste Ernennung auch indirekt mit jener von Pfarrer Gerhard Wagner zum Linzer Weihbischof im Januar 2009:

„In diesem Fall ist die bewährte Vorgangsweise bei der Vorbereitung einer Bischofsernennung eingehalten worden.“

Mit „bewährter Vorgangsweise“ meint er seine persönlichen Einmischungen in die Bischofsernennungen seines Landes, die bei der Ernennung des katholischen Linzer Weihbischofs verhindert werden konnten.

„Der künftige Bischof von Eisenstadt ist »ein Mann der Mitte«, hat eine große österreichische Zeitung geschrieben: So habe ich ihn in all den Jahren der Zusammenarbeit erlebt“ – jubelt Kardinal Schönborn.

„Mann der Mitte“ ist die bekannte Selbstbezeichnung der altliberalen Fraktion für ihre eigenen kirchenfeindlichen Funktionäre.

Der Kardinal ist sich sicher, daß Bischof Zsifkovics „zwischen unterschiedlichen Mentalitäten, Auffassungen und Lebensstilen im kirchlichen Bereich“ Brücken schlagen werde.

Er könne auf „ein gutes Fundament aufbauen, das seine Vorgänger [Mons.] Stefan Laszlo und [Mons.] Paul Iby gelegt haben.“

Tatsächlich hat Bischof Iby die Diözese Eisenstadt in ein unbeschreibliches Chaos geführt.
      
9 Lesermeinungen
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#9   Degenhardt   09:30:20 | Samstag, 10. Juli 2010
der Theologie _ gangster Zulehner
und seine Fuckultätskomplizen schäumen über.
www.kath.net/detail.php?id=27352
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#8   des Heiligsten Herz Mariens †   17:12:58 | Freitag, 9. Juli 2010
Katholische Nachrichten aus Österreich und Bayern…
gibt’s mal wieder was Neues?
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#7   Ehrenmann   16:54:04 | Freitag, 9. Juli 2010
@Konrad
Richtig, Konrad!
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#6   Konrad   16:19:38 | Freitag, 9. Juli 2010
Den Linzer Weihbischof hat er nicht so verteidigt
weil dieser – auch durch seine unklugen Reaktionen nach seiner Ernennung! – offen gezeigt hat, dass er schlicht und einfach nicht episkopabel ist.
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#5   wickerl   15:52:15 | Freitag, 9. Juli 2010
nicht nur nicht
Pfarrer Dr. Wagner hat er nicht nur nicht verteidigt, sondern massiv angegriffen, und so richtig Druck gemacht dass er zurücktritt, sein ehemaliger Weihbischof Schwarz ist ja in Linz zum Bischof gemachtg worden, seither ist das so eine Art Schönbornsches Eigenbistum
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#4   Gotthard   14:31:21 | Freitag, 9. Juli 2010
Pius-Zentrum
Tatsächlich hat Bischof Iby die Diözese Eisenstadt in ein unbeschreibliches Chaos geführt.
wenn das stimmen würde, hätte der Pius-Verein bestimmt ein überlaufenes Zentrum in diesem Bistum… gibt aber keines!
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#3   sriz   14:16:25 | Freitag, 9. Juli 2010
@Goldengel
Hätte nicht gedacht, dass es noch mal so weit kommt, aber hier muss ich Ihnen recht geben.
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#2   wickerl   13:51:07 | Freitag, 9. Juli 2010
Sprachschöpfung
_Dass er die Bresche eisern meidet ist eine sehr schöne Formulierung
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#1   Goldengel   13:31:38 | Freitag, 9. Juli 2010
immer diese Motzerei :(
Lasst ihn doch mal arbeiten und dann könnt ihr ihn immer noch zerreißen. :-(
Gottes Segen an den Prälaten. o^/
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