Kirche in Not
Die Nichte folgt dem Onkel nach
Der deutsche Zweig des Hilfswerks „Kirche in Not/Ostpriesterhilfe“ hat im vergangenen Jahr fast 12,6 Millionen Euro eingenommen.
(kreuz.net, München) Zum guten Ergebnis trugen mehr als 55.000 Spender bei. Fast 5.000 von ihnen wurden im Jahr 2004 neu gewonnen. Gegenüber 2003 haben sich die Spenden um 11 Prozent erhöht.

„Kirche in Not“ gab ferner bekannt, daß der Trägerverein von „Kirche in Not Deutschland“ eine neue Ehrenpräsidentin besitzt. Es handelt sich um Antonia Willemsen (65), die Nichte des Gründers, Pater Werenfried van Straaten.

Ihr neues Amt wird Frau Willemsen Anfang 2006 vom früheren Bundestagsabgeordneten Hans Graf Huyn übernehmen. Dieser stand dem Werk in Deutschland seit 1988 vor.

Frau Willemsen ist seit 1972 Internationale Generalsekretärin des Gesamtwerkes „Kirche in Not“. „Kirche in Not“ unterhält nationale Sekretariate in siebzehn Ländern. Das deutsche Sekretariat befindet sich in München.

Ende Mai wird Frau Willemsen in den Ruhestand gehen. Ihr Amt als Generalsekretärin wird sie dann an den früheren Wirtschaftsdezernenten der Stadt Trier, Norbert Neuhaus, abgeben.

„Kirche in Not“ ist ein Werk päpstlichen Rechts. Es wurde 1947 vom niederländischen Prämonstratenser Werenfried van Straaten gegründet.

Das Hilfswerk unterstützt die katholische Kirche nach eigenen Angaben in mehr als 130 Ländern, besonders wo sie verfolgt oder bedrängt wird, oder wo ihr die Mittel für die Seelsorge fehlen.

Schwerpunkte der Hilfe sind die islamischen Länder, in denen Christen oft Bürger zweiter Klasse sind, sowie der Wiederaufbau der Kirche des ehemaligen Ostblocks. „Kirche in Not“ unterstützt auch die durch Sekten bedrängte Kirche Lateinamerikas und die Kirche Afrikas, die oft in Auseinandersetzung mit dem Islam steht.

Immer wichtiger wird auch die Neuevangelisierung in den westlichen Ländern.

Weitere Informationen gibt es unter www.kirche-in-not.de.

Papst Johannes Paul II. verfolgte die Tätigkeiten von Frau Willemsen in Manila über Satellit:
      
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