Schweiz
Ein guter Kinderschänder
Freilassung von Roman Polanski. Der Mißbrauch von Minderjährigen ist ein Kavaliersdelikt und völlig harmlos – es sei denn, man kann ihn aufbauschen, um die Kirche fertigzumachen.
Roman Polanski (76)
Roman Polanski (76)
(kreuz.net) Die Schweiz hat den notorischen Kindervergewaltiger Roman Polanski (76) gestern nachmittag freigelassen.

Die Schweizer Justizministerin, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, begründete den Entscheid mit einer angeblich „mangelnden Kooperation der USA“.

Der polnisch-französische Regisseur war im September 2009 in Zürich aufgrund eines US-Haftbefehls verhaftet worden.

„Alle wollen junge Mädchen vögeln“

Polanski hatte im Jahr 1977 vor einem Gericht in Los Angeles gestanden, einem Mädchen (13) Drogen gegeben und es dann anal vergewaltigt zu haben.

Nach einer 42tägigen psychiatrischen Beurteilung wurde Polanski freigelassen und flüchtete nach Frankreich, wo er seither lebt.

In den USA wird er steckbrieflich gesucht. Im Jahr 1976 hatte er sich auch über die damals 15jährige spätere Schauspielerin Nastassja Kinski hergemacht.

Im Jahr 1979 kommentierte er seine Kinderschänderei in einem Interview so:

„Wenn ich jemanden getötet hätte, hätte das die Presse nicht so interessiert – aber Vögeln und junge Mädchen. Richter wollen junge Mädchen vögeln. Geschworene wollen junge Mädchen vögeln. Alle wollen junge Mädchen vögeln!“

Mit Erlaubnis der USA

Polanski hatte vor den Schweizerischen Behörden behauptet, die Strafe für sein Verbrechen schon abgesessen zu haben.

Er habe damals nach einem Schuldbekenntnis für eine diagnostische Untersuchung „42 Tage“ in einem kalifornischen Gefängnis verbracht.

Der damalige Richter, der inzwischen verstorben ist, habe ihm zugesichert, daß er keine weitere Haftstrafe absitzen müsse.

Die Schweizer Justizministerin erklärte jetzt, daß sich die Schweiz vergeblich um ein Protokoll des Staatsanwalts bemüht habe, der in den Siebzigerjahren für den Fall zuständig war.

Weil die USA das Dokument unter Verschluß hielten, seien Zweifel an der Rechtmässigkeit einer Auslieferung nicht auszuschliessen.

Die USA zeigen laut Frau Widmer-Schlumpf „Verständnis“ für den Entscheid der Schweiz. Sie habe intensiv mit dem US-Botschafter in der Schweiz gesprochen.

Jetzt könnte der Kinderschänder die Schweiz nach Angaben der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ sogar auf Schadenersatz verklagen.

Die Justizministerin rechnet aber nicht damit, daß er es tun wird.

Ein Prominenter – kein Priester

In den Lesermeinungen der Online-Ausgabe der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ wurde die Freilassung des Kinderschänders fast durchgehend gefeiert – und die Schuld für die Vergewaltigung des Mädchens sogar der Mutter zugeschoben.

Als kritische Stimme meldete sich ‘Stefan Metzeler’ zur Wort. Er wies darauf hin, daß es im Fall Polanski nicht um „Rachegelüste“, sondern um Rechtsgleichheit gehe:

„Es kann nicht sein, daß ein Prominenter vor dem Gesetz anders behandelt wird als irgend ein anderer Bürger“ – hält ‘Stefan Metzeler’ fest:

„Wer Polanski verteidigt hat, weil er Polanski ist, hat keine Ahnung von den Prinzipien des Rechtsstaats.“

Welches Kind haben die Bankenkunden vergewaltigt?

Leser ‘H.J. Rohrer’ äußerte sich unter dem Titel ‘Rückgrat, wo es nicht wehtut’ so:

„Es wäre mir lieber gewesen, der Bundesrat hätte beim Deal um die Bank UBS mehr Rückgrat gezeigt.

Dort wurde das Vertrauen von UBS Kunden in die Rechtsstaatlichkeit der Schweiz mit Füssen getreten. Und die haben kein dreizehnjähriges Kind mißbraucht.“

Drakonische Justiz für Priester

Im vergangenen März hielten die Schweizer Behörden auf dem Höhepunkt der internationalen Mißbrauchs-Hysterie einen katholischen Priester einen Monat lang in Untersuchungshaft.

Dem Geistlichen wurde zu keinem Zeitpunkt ein qualifizierter Mißbrauch vorgeworfen.

Später wurde keine Anklage gegen ihn erhoben.
      
68 Lesermeinungen
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#72   Homosex ist schwer gestört   16:55:13 | Donnerstag, 15. Juli 2010
verjährt und
irrelevant ist nicht dasselbe.
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#71   rumo01 †   13:15:26 | Donnerstag, 15. Juli 2010
du denn
???????? ich stimme mit ggkram überein. auch in deutschland wäre der fall verjährt.
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#70   Homosex ist schwer gestört   13:12:44 | Donnerstag, 15. Juli 2010
sodomit
man sieht dass du ungebildeter :-S Abnormer :-! keine Ahnung :-$ von Jura hast.
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#69   rumo01 †   12:34:01 | Donnerstag, 15. Juli 2010
@hisg
wenn du auch mal andere infoquellen als +.net oder die junge freiheit o. ä. nutzen würdest wüsstest du, dass der frau der ganze trubel auf die nerven geht und sie diesen auch gar nicht gewollt hat. da hat die ami justiz mal wieder über die stränge geschlagen…und was hr.polanski und andere getan haben ist natürlich NICHT ok.
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#68   Homosex ist schwer gestört   12:24:06 | Donnerstag, 15. Juli 2010
gestörter ggram
eine 13 Jährige zu vergewaltigen ist irrelevant?
Sitzt du wegen Pädodelikten?
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#67   ggkram   22:16:23 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Äpfel und Birnen
Keiner will die Kirche fertig machen – das erledigt sie schon selbst.
Ärgernis erregt weniger das Delikt, sondern die Art, wie damit umgegangen wird und die verlogene Moral, die man sich und leider auch den abhängigen Gläubigen aufoktoiert.
Polanski dagegen ist ein juristisches Problem, verjährt und völlig irrevelant. Nur die prüden und selbst perversen Amis haben es wieder aktuell gemacht.
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#65   Himmelblauer Abt   11:25:14 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Versetzung Polanskis nach Frankreich und in die Schweiz
Die Behörden in der Schweiz handeln ganz im Sinne der bisherigen Tradition und wollen nach der Versetzung Polanskis aus den USA nach Europa Gras über die Sache wachsen lassen.
Dass die gesteuerte Presse (dank kreuz.-net, weiß jeder, von wem die Presse gesteuert wird!) den Fall überhaupt derzeit aufgreift, ist Verschleierungstaktik. Kein Neid, dass andere Versetzungen geräuschloser vor sich gingen.
Der moralische Zeigefinger Polanskis war in seinen Filmen wie Rosemaries Baby, Tanz d. Vampire u.a. nicht sehr ausgeprägt. Erst in der Tod und das Mädchen und in Der Pianist kann man gewisse moralische Züge erkennen.
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#64   Dr. Guillotin   10:58:45 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Herr Polanski
sollte für seine Tat kastriert werden. :-)
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#63   Helvetius   10:49:56 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Schweizer Garantie
„Ein guter Kinderschänder“ ist halt wieder einmal ein sehr
tendenziöser Titel, dem dann gleich ein ebenso schwacher Artikel folgt: es hätte heissen müssen:
DIE SCHWEIZ RESPEKTIERT STAATSRECHTLICHE PRINZIPIEN, AUCH WENN ES SICH UM DIE USA UND EIN
DELIKT VON 1977 HANDELT. Dass die US-Behörden aus-
gerechnet jenes Dokument zurückgehalten haben, lässt
nichts Gutes ahnen und ist völlig unakzeptabel. Fazit:
da die Schweiz nur über die Auslieferung an die USA zu
befinden hatte und nicht über Schuld oder Unschuld von
Roman Polanski, ist der Entscheid der Schweizer Justizministerin absolut korrekt und durchaus mutig.
BRAVO LA SUISSE! ET BRAVO Mme LE MINISTRE DE LA JUSTICE!
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#62   klausvonjaus   01:24:37 | Mittwoch, 14. Juli 2010
POLANSKI IST HOMOSEXUELL
ER TARNT SICH ABER SEHR GUT.
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#61   Luther.Frau †   22:08:30 | Dienstag, 13. Juli 2010
Einfalt
das war das beste Statement das ich zu dieser Angelegenheit bisher gelesen habe. :)3
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#60   Einfalt   21:55:53 | Dienstag, 13. Juli 2010
@Alois Bischof
Also mich amüsiert die schweizer Entscheidung. Sie haben Polanski ja laufen lassen, weil sie es nicht für garantiert hielten, dass er einen fairen Prozess, ein rechtsstaatliches Verfahren erhält. Sie haben nicht Polanski freigesprochen, sondern die US-Justiz verurteilt und das zu Recht wie ich glaube!
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#59   Alois Bischof   21:54:03 | Dienstag, 13. Juli 2010
Als Holocaust-Überlebender® wie Polanski
kann man sich so einiges leisten. Und die ganze Bnéi Bérith (B’nai Brith) von Frankreich hilft ihm. Ein Glücksfall eben. Da kann keine Justiz sich durchsetzen. Und schon gar nicht die US-Justiz die ja auch einschlägig kontrolliert ist.
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#58   Einfalt   21:20:14 | Dienstag, 13. Juli 2010
@ordinärer Goldengel
Aber in meinen Augen gelingt es den Psychotherapeuten nicht Kinderschänder zu normalisieren.
Tja in Ihren Augen, das hatten wir schon mal.
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#57   Goldengel   21:17:59 | Dienstag, 13. Juli 2010
Einfalt
Sie einfältiger Depp – war doch nicht ernst gemeint. :-P
Aber in meinen Augen gelingt es den Psychotherapeuten nicht Kinderschänder zu normalisieren.
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#56   Einfalt   21:16:04 | Dienstag, 13. Juli 2010
@Goldengel
Nun ja, Sie leben ja mit dem Holzpflock im Auge ganz gut, oder?
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#55   Goldengel   21:04:16 | Dienstag, 13. Juli 2010
Service für den Kinderschänder!
Für Kinderschänder soll es nur eines geben: den Holzpflock ins Herz wie bei einem Vampir…zur Austreibung der Besessenheit.
Aber dazu sind wir ja zu „zivilisiert“ – dafür bekommt so ein Typ dann mehr als jeder Obdachlose – nämlich Zimmer mit Fernseher und ne Psychotherapie, die eh nix nützt.
Macht ja nix – das nächste Opfer wartet ja schon. :-[
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#54   wolfgang e.   20:57:28 | Dienstag, 13. Juli 2010
nord-katholik
Das ist es ja:
Für kreuz.net ist kindsmissbrauch nur ne bagatelle, wenn sich würdenträger vergehn.
Für Künstler und diverse europäische Politiker ist kindsmissbrauch nur ne bagatelle, wenn sich regisseure vergehn.
Wie sich die Bilder doch gleichen.
In Wirklichkeit geht es niemanden um die Opfer, sondern vielmehr darum, der jeweils anderen Seite eins auszuwischen, und die eigene Seite reinzuwaschen.
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#53   Einfalt   20:57:20 | Dienstag, 13. Juli 2010
@omnes
Also mich amüsiert die schweizer Entscheidung. Sie haben Polanski ja laufen lassen, weil sie es nicht für garantiert hielten, dass er einen fairen Prozess, ein rechtsstaatliches Verfahren erhält. Sie haben nicht Polanski freigesprochen, sondern die US-Justiz verurteilt und das zu Recht wie ich glaube!
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#52   nord-katholik †   19:48:22 | Dienstag, 13. Juli 2010
help!!!
kindsmissbrauch ist nur ne bagatelle, wenn sich würdenträger vergehn. eure bigotterie ist wirklich eklkig.
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#51   lateiniheini   19:18:09 | Dienstag, 13. Juli 2010
Ich glaube eher…
Richter wollen junge Mädchen vögeln. Geschworene wollen junge Mädchen vögeln. Alle wollen junge Mädchen vögeln!“
…das Richter, Geschworene und Alle auch für so manchen kreuz.net- Redakteur hier stehen könnten!
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#50   Clemens H. †   16:32:27 | Dienstag, 13. Juli 2010
Das glaube ich leider nicht, wolfgang e
Darum glaube ich, dass die momentane Kriese für die Kirche ein letztlich heilsamer Schock ist, der manches Fehlverhalten der Vergangenheit in Zukunft unmöglich machen wird.
Diesen „heilsamen Schock“ gab es durch den Skandal in Irland nicht, den gab es durch den Skandal in den USA nicht und den gab es durch den Skandal in Afrika nicht.
Wieso sollte es den nun plötzlich durch den Skandal in Deutschland geben?
Sehnses ein, w.e.: Der Kirche gehts nur um eins: Um Geld. Solange es so bleibt, dass die Bischöfe und anderen hohen Tiere (also diejenigen, die die Kirche führen) ein fürstliches Gehalt beziehen, solange wird sich daran nichts ändern. Und da deren Gehälter nicht etwa davon abhängen, wieviele Menschen aus der Kirche austreten oder in welcher Höhe die Kirche Schadensersatz zahlen muss (deren Gehälter zahlt Papa Staat), ändert sich es nie.
Um diese Praxis zu ändern, müsste man jenen Führern ans Schienbein treten. Aber das passiert nicht – die Vertuscher kommen immer fein raus – monetär sowie strafrechtlich. „Verjährt“ nennt man das.
A propos Verjährung: Das ist kein Automatismus, btw. Ein Schadensersatzanspruch verjährt nur dann, wenn der Beklagte (in diesem fall die kirche) verlangt, das Verfahren aufgrund der Verjährung einzustellen. Hier könnte die Kirche etwas Glaubwürdigkeit zurückerlangen, indem sie auf den „Verjährungseinspruch“ verzichtet. Da es aber um Geld geht, wird sie das nicht tun.
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#49   sct   16:24:38 | Dienstag, 13. Juli 2010
Titel:Ein guter Kinderschänder
…ist ein toter Kinderschänder
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#48   wolfgang e.   16:11:57 | Dienstag, 13. Juli 2010
@ Clemens H.
Es geht bei der Empörung einzig und alleine um die Handlungsweise der kirchlichen Vorgesetzten – um die der Kirche selber.
Und diese Handlungsweise bestand halt in den allermeisten Fällen zumindest in unterlassener Hilfeleistung wenn nicht sogar um Vertuschung einer Straftat.
Das „einzig und alleine“ sei einmal dahingestellt. Ansonsten gebe ich dir recht. Darum glaube ich, dass die momentane Kriese für die Kirche ein letztlich heilsamer Schock ist, der manches Fehlverhalten der Vergangenheit in Zukunft unmöglich machen wird.
Ich hoffe, dass auch die übrige Gesellschaft ihrer Lehren zieht. Denn das Muster, Missbräuche seitens der Vorgesetzten zu decken und schönzureden, gab und gibt es leider auch anderswo.
Wenn wir die Situation von Missbrauchsopfern in unserer Zeit wirklich verbessern wollen, dann darf es nicht mehr sein, dass die polnische Aussenministerin verständnissvoll von der „besonderen Situation Polanskis“ spricht, oder dass der französische Kulturminister in seiner Biographie beschreibt, wie er es in Thailand mit kleinen Jungs treibt, und unangefochten im Amt bleibt.
Wenn es uns wirklich um die Opfer geht, muss auch dieses messen mit zweierlei Maß beendet werden.
@ Melek
wieder nur billige Polemik, schade.
Man kann kreuz.net zurecht Doppelmoral vorwerfen. Keineswegs aber nur dieser Seite.
Du stehst offenbar auch nur dann auf der Seite der Opfer, wenn der Täter Dir nicht passt.
Oder wie soll ich deinen Spott über Polanskis Missbrauchsopfer sonst deuten?
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#47   Wohlehrwürden †   15:58:49 | Dienstag, 13. Juli 2010
Ein für alle mal
@Clemens H.
Ihre Empörung ist Scheinheiligkeit und entspringt den niedrigsten Beweggründen: Neugier und Geilheit. Sie sind der Inbegriff der Primitivität.
Wenn es wenige kirchliche Fälle gab, dann kann man der Kirche doch keine Vertuschung vorwerfen: Denn schliesslich sind viele kirchliche Fälle (durch Kirchenmitgliedern!!!!) an die Medien gelangt, während die anderen, welche viele Missbrauchsfälle haben diese bis heute erfolgreicher vertuschen.
Wenige Missbrauchsfälle=heuchlerische Empörung der Medien.
Und was ist Ihr Interesse jeden Fall mit allen Einzelheiten vorgeführt zu bekommen:
– Wollen Sie sich selber daran aufgeilen?
– Wollen Sie den Täter an den Pranger stellen und damit Ihr eigenes Versagen in den Schatten stellen?
– Wollen Sie Lügen gegen die Kirche verbreiten?
Tatsache ist jedenfalls eines:
In der Kirche besteht nicht nur die niedrigste Missbrauchsrate, sondern auch die niedrigste Rückfallrate.
So schlecht kann also die diskrete Politik der Kirche in diesen Dingen nicht sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-[ :-[ :-[ :-[
Die ganze Empörung ist nichts als Heuchelei und das Zeichen von Menschen der niedrigsten Schublade.
… und die Bischöfe machen mit.
Sind sie dumm oder böse?
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#45   Clemens H. †   15:46:56 | Dienstag, 13. Juli 2010
Für alle, die es immer noch nicht raffen (wollen):
Es geht bei keinem einzigen Fall eines Mißbrauches durch einen Priester, Mönch oder dergleichen bei der Empörung der Leute um den Fall an sich.
Jedem Menschen ist klar, dass in einer Organisation, in der Zehntausende Menschen arbeiten, sowas vorkommt.
Es geht bei der Empörung einzig und alleine um die Handlungsweise der kirchlichen Vorgesetzten – um die der Kirche selber.
Und diese Handlungsweise bestand halt in den allermeisten Fällen zumindest in unterlassener Hilfeleistung wenn nicht sogar um Vertuschung einer Straftat.
DAS ist empörend – nicht, dass es in der Kirche Kinderschänder gibt.
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#44   Wohlehrwürden †   15:40:59 | Dienstag, 13. Juli 2010
Zu lange her
Was Polanski getan hat ist wirklich sehr schlimm.
Aber es ist 30 Jahre her und das Opfer hat das Interesse an einer Verfolgung verloren.
Die amerikanische Justiz sollte sich lieber um die schreckliche Gegenwart kümmern, statt in die Vergangenheit zu fliehen.
Die amerikanische Justiz ist genau so pervers wie Polanski.
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#43   rumo01 †   15:39:16 | Dienstag, 13. Juli 2010
gockel
Bei uns jede dritte Pfarrei ohne Priester ist warum wohl???
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#42   Arkanum/kreuts.net †   15:30:10 | Dienstag, 13. Juli 2010
nicht ganz …
Polanski war bei der Ermordung von Sharon Tate weder anwesend noch gehörte er der Sekte Manson Family an.
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#41   rumo01 †   15:26:22 | Dienstag, 13. Juli 2010
und mal
die neue spiegelausgabe lesen, da gibt es einen artikel über missbrauch innerhalb der ev. kirche…
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#40   Goldengel   15:23:27 | Dienstag, 13. Juli 2010
Gockeline – und da gebe ich Ihnen mal recht!
Bis heute schweigt man über die vielen Homosexuelle im Amt.
Bis heute schweigt man über die vielen Väter die ihre Kinder verleugnen mit Hilfe der Bischöfe.
Aber es ist bald soweit – die RKK beginnt aufzuräumen. :-]
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#39   Gockeline   15:20:00 | Dienstag, 13. Juli 2010
Da gebe ich euch einmal recht!
Wenn man Promi ist,darf man Drogen nehmen und Kinder schänden ,ohne beschädigt zu werden.
Er hat im Drogenrausch seine Schwangere Frau verloren die grausam gemetzelt wurde.
Polanski hat sich in dieser Sekte aufgehalten,
weil er sich dort wohlfühlte.
Bankvorstände sind krimineller und man behandelt sie wie Großfürsten!
Vielleicht sind unter ihnen auch Kinderschänder???
Ich sehe den Vollangriff auf die Kirche nicht so schlimm,wenn man bedenkt welchen Gewinn man daraus bekommen hat!
Den Gewinn, daß dieses Thema im Raum blieb und nicht verschwand!
Den Gewinn,dass mal aufgeräumt wird innerhalb der Kirche.
Zu lange hat zugeschaut oder weggeschaut oder einfach geschwiegen.
Bis heute schweigt man über die vielen Homosexuelle im Amt.
Bis heute schweigt man über die vielen Väter die ihre Kinder verleugnen mit Hilfe der Bischöfe.
Bis heute verschweigt man,wie Gelder verwendet werden.
Wie die Buchhaltung aussieht?
Wer prüft die Buchhaltung?
Wie kann es sein,dass so viele sich aus den Gelder bedienen?
Bei uns jede dritte Pfarrei ohne Priester ist,
aber in den oberen Etagen alles so bleibt wie immer?
Wo wird da gehandelt?
Ein Unternehmen kann auch nicht weniger Umsatz machen,mit weniger Arbeiter und weniger Meister,aber im Vorstand alles bleibt wie immer?
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#38   Arkanum/kreuts.net †   14:29:50 | Dienstag, 13. Juli 2010
zu bejubeln gibt es nichts,
allerdings auch keinen Grund für Vorwürfe an die Schweizer Justiz.
Sie konnte gar nicht anders handeln – in dubio pro reo und das gilt auch in der Frage, ob ein deal mit der Staatsanwaltschaft vorlag. Jenseits des Teiches ist solch ein Deal ein rechtskräftiger Verfahrensabschluß, der infolge des Verbots von double jeopardy (zweites Verfahren zu abgeschlossenen Gerichtsfällen) jegliche Wiederaufnahme hindert.
Kurz: es sind die US-Behörden selbst, die mit der Nichtherausgabe der Akten zum fraglichen deal die Freilassung herbeigeführt haben, sei es vorsätzlich oder fahrlässig.
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#37   wolfgang e.   14:28:38 | Dienstag, 13. Juli 2010
selektive Wahrnehmung
Selektive Wahrnehmung ist auch, wenn man aus diesem Text:
Roman Polanski ist frei: In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große Freude gesorgt. Besonders erleichtert zeigte sich seine Ehefrau Emmanuelle Seigner über die Entscheidung der Schweiz, den Filmemacher nicht an die USA auszuliefern, sondern sofort auf freien Fuß zu setzen. „Das ist für meine Kinder sowie für mich selbst das Ende eines Alptraums“, sagte Seigner in einer ersten Reaktion. Polanski selbst sei laut seinem Anwalt „befreit und glücklich“. Nur die USA waren über die Freilassung empört.
nur die letzten zwei Zeilen herausliest:
orf berichtet, dass Polanski freigelassen wurde und darueber froh ist und dass die USA nicht gluecklich darueber ist.
Ich hatte den ersten Satz („In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große Freude gesorgt.“) sogar Fett gedruckt, und Du hast in dennoch übersehen.
Ich habe meinen Fehler korrigiert.
Du hast zur Ungleichbehandlung dieses Falls im Vergleich zu kirchlichen Fällen bisher keine Stellungnahme abgegeben.
Mich hätte deine Meinung dazu interessiert. Aber hier weichst du aus und verfällst in weitere Polemik („Spinner“, etc.).
Daher noch einmal gefragt:
Findest Du den Jubel polnischer (Außenminister) und französische (jetziger + ehem. Kulturminister) Spitzenpolitiker und der Künstlerszene ok?
Findest Du die betreten neutrale Berichterstattung darüber nicht eigenartig?
Ist das alles ganz normal und richtig so?
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#35   Homosex ist schwer gestört   14:15:04 | Dienstag, 13. Juli 2010
Der französiche Kulturminister ist Sodomit
Er hat sofort Polanski entschuldigt.
Minister Frederic Mitterand hat kleine Jungs ( „gosses“) in Thailand bestiegen. Und dies in einem Buch beschrieben. Und kein Rücktritt. Auch Frankreich ist eine Bananenrepublik.
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#34   Goldengel   14:12:44 | Dienstag, 13. Juli 2010
Melek
Nun leben Sie mal nicht so auf in Ihrer Selbstgerechtigkeit. Wolfgang e hat schon recht damit, dass Journalisten allgemein stets mit zweierlei Maß messen.
Es gibt nämlich nicht viel Kirchenfreunde unter den Volks-Journalisten und unter dem antichristlichen Künstlerpack schon gar nicht.
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#33   Melek Tavus †   14:09:23 | Dienstag, 13. Juli 2010
Information
Ich hatte aufgrund vom „Infoscreen“ in der wiener U-Bahn und der Diktion im ORF zunächst den Eindruck, dass ein Großteil der Journalisten die Freilassung Polanskis bejubelt.
Das meinte ich mit selektiver Wahrnehmung…
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#32   wolfgang e.   14:00:29 | Dienstag, 13. Juli 2010
Lieber Melek,
Ich hatte aufgrund vom „Infoscreen“ in der wiener U-Bahn und der Diktion im ORF zunächst den Eindruck, dass ein Großteil der Journalisten die Freilassung Polanskis bejubelt.
Nachdem ich mich weiter umgeschaut habe, habe ich diesen Fehler korrigiert.
Allerdings gibt es sehr wohl Jubel bei französischen und polnischen Spitzenpolitikern und in weiten Teilen der Künstlerszene.
Dass das nch dem Aufbrodeln der Missbrauchsfälle in den letzte 6 Monaten von den Medienschaffenden einfach so hingenommen wird, ist zumindest als eigenartig zu bezeichnen.
Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen, oder willst Du mir darin wirklich widersprechen?
Damit Du ich nicht falsch verstehst: Ich glaube, dass diese momentane Kriese für die Kirche sehr nötig ist, da tatsächlich einiges nicht in Ordnung war, und hier jetzt hoffentlich einiges in korrigiert werden kann.
Ich beschwere mich auch nicht darüber, dass die Berichterstattung nicht immer fair und neutral war.
Ich bin nur sehr verwundert, dass im Prinzip die gleichen Leute, die bei der Kirche „null Toleranz“ fordern, jetzt auf einmal bei Polanski so „verständnissvoll“ sind.
Ohne die juristische Rechtmäßigkeit der Freilassung beurteilen zu wollen und zu können, frage ich mich schon, wie man in Zeiten wie diesen als Politiker oder Künstler die Freilassung eines brutalen Vergewaltigers bejubeln kann.
Und ich frage mich, wie ich dazu komme, als „Spinner“ tituliert zu werden, wenn ich das kritisiere und eigenartig finde.
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#31   Goldengel   13:45:02 | Dienstag, 13. Juli 2010
wofgang e, Melek, Zweifalten
Melek – Sie leiden unter dem, was Sie User wolfgang e vorwerfen: unter einer selektiven Wahrnehmung, genauso wie viele Ihrer „Leidensgenossen“
Zweifalten- an die Kirche werden sehr viel höhere moralische Anforderungen gestellt.
Ach so – und deshalb dürfen Laien einfach Kinder vergewaltigen, weil „das is ja net gleich so“…war ja nur ein Laie ????? Und das Kind ?????? Zählt diese Vergewaltigung an das Mädchen jetzt weniger? Ist dieses Mädchen weniger wert? War ja nur der „gute Laien-Onkel“ oder was?
wolfgang e: Bin ich wirklich ein Spinner, wenn ich das eigenartig finde?
Nein, sind Sie nicht – es ist sehr eigenartig dieses Messen nach zweierlei Maß der „wahrheitsliebenden“ Journalisten.
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#30   Melek Tavus †   13:39:58 | Dienstag, 13. Juli 2010
Unwahrheit
Wenn ich unwahre Behauptungen mache, so weise es nach.
Du hast es doch selber zugegeben. Wer hat denn behauptet, die Presse habe die Freilassung bejubelt?
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#29   Hexenweyb †   13:38:56 | Dienstag, 13. Juli 2010
oder aber
die alten Säcke suchen geziehlt nach den jungen Mädchen.
Auch wenn sie schon lange volljährig ist ist es pervers, so eine junge Frau… :-!
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#28   ErnstSchneider   13:35:29 | Dienstag, 13. Juli 2010
Da siehts man mal wieder
Sobald so ein alter Sack Geld und Macht hat fliegen die jungen Mädchen auf ihn.
Und zur Not gibts ja noch Viagra ;-) :-$ ^-^
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#27   Hexenweyb †   13:33:18 | Dienstag, 13. Juli 2010
Alle wollen junge Mädchen vögeln!
da hat er ja nicht so unrecht, man gucke sich die Deutschen Politiker an, da hat doch glatt ein alter Sach Jahrgang 1940 ein junges Mädchen Jahrgang 1980 geheiratet, wenn das nicht pervers ist… :-!
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#26   El Greco   13:28:18 | Dienstag, 13. Juli 2010
suedwatch.de
Wie gut dass Roman Polanski Künstler und nicht Priester ist
www.suedwatch.de/blog/?p=3501
www.sueddeutsche.de/…usgeliefert-1.973828
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#25   wolfgang e.   13:04:25 | Dienstag, 13. Juli 2010
Danke
für den freundlichen Umgangston, lieber Melek.
Ich habe eher nicht das Gefühl, das eine Konversation mit Dir irgendwie sinnvoll ist.
Wenn jemand nicht Deiner Meinung ist, ist er ein irrationaler Spinner.
Wenn ich unwahre Behauptungen mache, so weise es nach.
Das in der veröffentlichten Meinung mit zweierlei Maß gemessen wird habe ich jetzt mit mehereren Belegen nachgewiesen.
Wo sind deine Nachweise?
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#24   Melek Tavus †   12:43:24 | Dienstag, 13. Juli 2010
Spinner
Bin ich wirklich ein Spinner, wenn ich das eigenartig finde?
Weil Du unwahre Behauptungen machst auf Grund Deiner Irrationalitaet.
Bleib’ doch einfach mal bei den Fakten, statt Dir die Welt gemaess Deiner Verschowerungstheorien zusammenzuspinnen.
Redaktion benachrichtigen
#23   wolfgang e.   12:30:10 | Dienstag, 13. Juli 2010
Aha…
Warum sollten sie? Die Aufgabe von Journalisten ist es, zu berichten, nicht, moralische Wertungen vorzunehmen. Sowas gehoert bestenfalls in ein Kommentar.
Danke für diese Klarstellung.
Das könnte man aber jetzt sehr vielen Journalisten ins Stammbuch schreiben.
Die Berichterstattung über die Missbrauchsfälle in der Kirche war keineswegs frei von Moralischen Wertungen…
Ich finde die ungleiche Behandlung ansich gleichartig gelagerter Fälle weiterhin sehr eigenartig.
Da gibt es einen berühmten Ressigeur, der die Vergewaltigung eine 13jährigen unter Drogen sogar zugegeben hat, der aber in Europa dennoch von Politikern und Medien 33 Jahre lang gedeckt, ja sogar gehätschelt und getätscheld wurde. Bei allen Filmfestivals ging er als Stargast ein und aus…
Und die Journalisten stellen lediglich neutral fest, das seine Freilassung Jubel erweckt…
Wenn ein Priester hingegen verdächtigt wird, ein Kind unsittlich berührt zu haben, ist sofort, noch vor Prufung der Fakten, die mediale Verurteilung dar.
Bin ich wirklich ein Spinner, wenn ich das eigenartig finde?
Ich will damit keinerlei Untat beschönigen. Ich finde nur auch eigenartig, dass alle diejenigen, die lauthals die „Gleichbehandlung“ der Priester vor dem Gesetz eingefordert haben, die Streichung der Verjährungsfristen gefordert haben etc., bei Polanski auf einmal alles ganz normal finden.
Über die Seitenbetreiber von kreuz.net will ich mich nicht näher äußern.
Journalisten sind das wohl eher nicht.
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#22   Ernst von Zwiefalten   12:18:36 | Dienstag, 13. Juli 2010
@wolfgang e.
Nur:
Wenn die Kirche so gehandelt hat, wird Ihr das jetzt von den Medien massiv zum Vorwurf gemacht.
1. an die Kirche werden sehr viel höhere moralische Anforderungen gestellt.
2. hat die Kirche – in dem Bestreben sich und ihre Priester zu schützen – dieses Prinzip über Jahrhunderte zu extensiv ausgelegt. Letzter mir bekannter Fall: Kardinal Groer. Das macht sie einfach als Institution unglaubwürdig.
3. Die Kirche hat nicht den Wechsel in der Juristerei mitbekommen: vom Täterschutz zu Opferschutz und Prävention.
4. Ich halte es für möglich, dass die Odenwaldschule der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Problems ist. M.W. hat schon Stefan George – bekanntlich selber schwul – vor dieser Schule vor dem Krieg gewarnt. Man sollte aber -gerade in diesem Forum!!!- Kinderschänder und Homosexuelle nicht in einen Topf werfen. (Begründung dafür folgt)
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#20   wolfgang e.   12:01:30 | Dienstag, 13. Juli 2010
«Merci et bravo la Suisse!»
Politische Tragweite
In Frankreich ist die Nachricht, dass Roman Polanski nicht länger in seinem Feriendomizil in Gstaad ausharren muss, mit Erleichterung aufgefasst worden. Der gebeutelte Regisseur – der neben der polnischen auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt – könne endlich wieder seiner geschätzten Arbeit nachgehen, wird der französische Kulturminister Frédéric Mitterand in der Zeitung «Le Monde» zitiert. Mitterands früherer Amtskollege Jack Lang fand für die Beilegung des Falles mit «Merci et bravo la Suisse!» Worte, die über ihre reine Bedeutung auch eine gewisse politische Tragweite aufweisen.
Quelle: NZZ www.nzz.ch/…anski_1.6588407.html
Darf ich meine Frage präzisieren:
OK, die Journalisten verhalten sich zur Freilassung relativ neutral bis verhalten positiv.
Aber was bewegt
1. Spitzenpolitiker aus Frankreich und Polen dazu, die Freilassung eines Vergewaltigers zu bejubeln?
2. Die Journalisten Europas dazu, an diesem Jubel keien Anstoß zu nehmen?
@ Ernst von Zweifalten:
Diesem Satz:
Moralisch ist Polanski sicher schuld und ich hätte mir einen Prozess gewünscht. Aber: es ist besser zehn Schuldige laufen zu lassen als einen Unschuldigen zu verurteilen.
könnte man ja vorsichtig zustimmen.
Nur:
Wenn die Kirche so gehandelt hat, wird Ihr das jetzt von den Medien massiv zum Vorwurf gemacht.
Und:
Die Medien hierzulande handeln, wenn es die Kirche betrifft, nicht nach diesem Prinzip, bei Polanski aber schon.
Verzeiht mir, wenn ich das eigenartig finde.
Danke, Melek, für den „Spinner“
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#19   Sohn der Witwe   11:58:36 | Dienstag, 13. Juli 2010
In dem Artikel heißt es:
„Richter wollen junge Mädchen vögeln. Geschworene wollen junge Mädchen vögeln. Alle wollen junge Mädchen vögeln!“
Vergessen wurden die Geistlichen, die während einer Erektion :-P sicherlich ähnliche Gelüste attackieren.
Eine aufblühende Rose :(3 ist sicherlich verführerischer als eine welke Blüte.
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#18   Melek Tavus †   11:50:57 | Dienstag, 13. Juli 2010
Spinner
Roman Polanski ist frei: In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große Freude gesorgt.
Der Titel auf der ORF-Hauptseite ist übrigens:
„Erleichterung über Polanski-Freilassung“
Also nochmal: wie genau ist es „Jubel der Journalisten“, wenn sie darueber berichten, dass sich jemand anderes ueber die Freilassung freut?
Selektive Wahrnehmung?
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#17   Johannes Chrysostomos   11:49:31 | Dienstag, 13. Juli 2010
@Clemens
Ich verstehe auch nicht, wo das Problem ist. Wieso schicken die Amis die Akten nicht einfach und gut isses?
Ich vermute, die Amerikaner sind ganz froh darüber, das Problem Polanski mit allem was dazu gehört (Medeinrummel, vermutlich Proteste, Hollywood) nicht am Hals zu haben.
So kann man aufrichtig empört sein.
Kann mich aber natürlich auch täuschen.
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#16   wolfgang e.   11:48:43 | Dienstag, 13. Juli 2010
Das polnische Außenministerium jubelt:
Warschau erfreut über Polanskis Freilassung
Warschau (dpa) – Das polnische Außenministerium hat sich sehr erfreut darüber gezeigt, dass der aus Polen stammende Starregisseur Roman Polanski wieder ein freier Mann ist. Die gefundene Lösung habe sowohl die komplizierte Rechtslage als auch die Lebenssituation Polanskis berücksichtigt, sagte Außenamtssprecher Piotr Paszkowski in Warschau. Der Chef der polnischen Diplomatie, Radoslaw Sikorski, habe sich inzwischen bei seiner schweizerischen Kollegin, Micheline Calmy- Rey, für die «vernünftige Entscheidung» bedankt.
Quelle: SZ …ewsticker.sueddeutsche.de/list/id/1013835
Eigenartig, oder?
„vernünftige Entscheidung“, „die Lebenssituation Polanskis“…
Was sagst Du dazu, Melek?
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#15   Ernst von Zwiefalten   11:47:32 | Dienstag, 13. Juli 2010
Es ist doch schön,
dass wenigstens die Schweiz das rechtsstaatliche Prinzip „in dubio pro reo“ anerkennt. Dass die amerikanische Justiz erhebliche Probleme mit der Beweissicherung hat, zeigen Fälle wie O.J. Simpson, die Prozesse in Gunatanamo und viele andere fälschliche Todesurteile.
Moralisch ist Polanski sicher schuld und ich hätte mir einen Prozess gewünscht. Aber: es ist besser zehn Schuldige laufen zu lassen als einen Unschuldigen zu verurteilen.
Wenn sich die USA nicht an die Standarts der Rechtsstaatlichkeit halten und die entsprechenden Dokumente zugänglich machen können, hat die Schweiz der Rechtsstaatlichkeit einen großen Dienst erwiesen unabhäng von der Frage Polanski
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#14   Clemens H. †   11:44:16 | Dienstag, 13. Juli 2010
Melek Tavus: So ist es.
Polanski wird nach wie vor von den USA gesucht und der Grund fuer seine Freilassung ist nicht, dass die Schweiz Kindermissbrauch toll findet, sondern, dass die USA der Schweiz keinen Einblick in die Ermittlungsakten gewaehrte.
Exakt. Und bevor man jemanden ausliefert (gerade an die USA, die’s ja mit den Rechten von Angeklagte nicht so genau nehmen, will man eben wenigstens die Aktens sehen.
Ich verstehe auch nicht, wo das Problem ist. Wieso schicken die Amis die Akten nicht einfach und gut isses?
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#13   Lorenz   11:42:47 | Dienstag, 13. Juli 2010
Alois Bischof – Hollywood
Diese Frage stelle ich mir auch:
Warum gibt es gefühlte 100 Spielfilme über den Holocaust, jedoch nicht einen über ähnliche Verfolgungshandlungen (z.B. Holodomor, Flucht und Vertreibung, Armeniergenozid etc.)?
Weiß jemand mehr?
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#12   wolfgang e.   11:42:24 | Dienstag, 13. Juli 2010
Selektive Wahrnehmung?
Wiederholung:
Roman Polanski ist frei: In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große Freude gesorgt.
Der Titel auf der ORF-Hauptseite www.orf.at/ ist übrigens:
„Erleichterung über Polanski-Freilassung“
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#11   Melek Tavus †   11:35:44 | Dienstag, 13. Juli 2010
Medien
Was sagst Du dazu, Melek?
orf berichtet, dass Polanski freigelassen wurde und darueber froh ist und dass die USA nicht gluecklich darueber ist.
Wo genau ist da „Jubel“ der Medien zu erkennen?
Schreibt irgendein Journalist :„HOSSA, POLANSKI IST FREI!“?
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#10   Domenico Tuttisanti   11:34:33 | Dienstag, 13. Juli 2010
wolfgang
Ja, genau, es ist eben diese allgemeine Stimmungsmache, die letztendlich auf die Justiz und die Rechtsanwendung durchschlägt! Handelt es sich um „Everybodys darling“, dann kann er minderjährige Mädchen auf hinterhältigste Weise unter Drogen setzen und anal penetrieren. Dass er bis zum heutigen Tage dafür nicht strafrechtlich belangt wurde, hat sehr viel damit zu tun, dass es Menschen sind, die Gesetze auslegen und anwenden.
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#9   Alois Bischof   11:30:39 | Dienstag, 13. Juli 2010
Ein Regisseur des Holocaust™
Roman Polanski hat seine Frau durch eine blutrünstige Sekte „verloren“. Polanski hat den Holocaust™ im Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete durch viele Wunder, wie immer in jeder Mythologie, überlebt. Als Regisseur zahlreicher Hollywood-Filme wird man ihm jedes Verbrechen verzeihen. Es geht ja alles auf sein Trauma zurück.
Und außerhalb der Kirche ist Homosexualität in der dekadenten Politgesellschaft ein Vorteil, aber wenn ein konziliarer Priester einmal mit einem Mann gesehen wird, so ist diese Homosexualität auf einmal Anlaß für Medienhetze. Und die erst heute gemeldete Homo-Schändung eines 17jährigen Jungen durch einen 25jährigen Priester im Skandaljahr 1968 wird als satanischer Missbrauch in den – mehrheitlich volljüdischen – Medien der USA verbreitet.
Wer jedoch Jude, linker Intellektueller, Oberbürgermeister Berlins, Atheist, Muslime ist, der darf das alles machen.
Die Empörung der Medien ist so selektiv. Wie auch Roman Polanski mit The Pianist nur ein Ereignis des II. Weltkriegs thematisieren möchte, während die sieben Millionen christlichen Ukrainer die 1931-1934 ermordet wurde durch Aushungerung und Verschleppung, nicht einmal erwähnt werden in Hollywood.
Die Machthaber in Hollywood sind ja die gleichen, die auch Kaganowitsch hervorbrachten, und die nach 1949 alle in die USA auswanderten (auch seit 1992), weil sie in der Sowjetunion ab diesem Jahr auch als wurzellose Kosmopoliten (so Stalin) galten.
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#8   wolfgang e.   11:28:31 | Dienstag, 13. Juli 2010
Bezeichnend ist auch die Reaktion der Medien
Durch die Bank wird die Freilassung Polanskys von den Journalisten bejubelt.
So ist auf orf.at www.orf.at/…712-53256/index.html folgendes zu lesen:
USA über Freilassung empört
Roman Polanski ist frei: In Berlin, Paris und Warschau hat diese Meldung am Montag für große Freude gesorgt. Besonders erleichtert zeigte sich seine Ehefrau Emmanuelle Seigner über die Entscheidung der Schweiz, den Filmemacher nicht an die USA auszuliefern, sondern sofort auf freien Fuß zu setzen. „Das ist für meine Kinder sowie für mich selbst das Ende eines Alptraums“, sagte Seigner in einer ersten Reaktion. Polanski selbst sei laut seinem Anwalt „befreit und glücklich“. Nur die USA waren über die Freilassung empört.
Eigenartig.
Was sagst Du dazu, Melek?
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#7   kairos_03   11:25:51 | Dienstag, 13. Juli 2010
@ Domenico Tuttisanti
Ich muss Ihnen einfach widersprechen. Ich glaube, dass die Schweiz massivst versucht hat, die Beweise an die Hand zu bekommen, um Polanski an die USA auszuliefern. Sonst hätte er nicht so lange in U-Haft oder Hausarrest sein können. Es ist bedauerlich, dass die USA nicht dem Begehren der Schweiz nachgekommen ist.
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#6   Melek Tavus †   11:24:20 | Dienstag, 13. Juli 2010
Gesetz
Der Artikel hebt zu recht hervor, dass man die gleichen Gesetze einmal so und einmal anders auslegt und anwendet, je nachdem, wer der Beschuldigte ist.
Achja? Welches Schweizer Gesetz meinst Du genau und wo wurde es in einem vergleichbaren Fall anders angewandt?
Bin ja mal gespannt auf Deine Antwort.
Ich sage jetzt schon mal vorher, dass Du nicht in der Lage bist, einen konkreten Fall zu nennen und Dich auf Ausfluechte und Poebeleien beschraenken wirst.
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#5   Domenico Tuttisanti   11:18:56 | Dienstag, 13. Juli 2010
engelhardt †, Melek T.
…der Artikel zeigt doch, dass es genau umgekehrt ist.
Nein, das tut er nicht! Der Artikel hebt zu recht hervor, dass man die gleichen Gesetze einmal so und einmal anders auslegt und anwendet, je nachdem, wer der Beschuldigte ist.
Offensichtlich ist man geneigt, einem namhaften Regisseur den mit äußerstem Hinterhalt und größter Brutalität ausgeführten Anschlag auf ein junges Mädchen durchgehen zu lassen und ihn vor der gerechten Strafverfolgung zu schützen, bei katholischen Priestern dagegen wird bereits eine kleinste körperliche Berührung (etwa ein anerkenneder Klaps auf die Schulter) zur sexuellen Belästigung hochstilisiert.
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#4   Melek Tavus †   11:07:07 | Dienstag, 13. Juli 2010
Vollidioten
Der Mißbrauch von Minderjährigen ist ein Kavaliersdelikt und völlig harmlos – es sei denn, man kann ihn aufbauschen, um die Kirche fertigzumachen.
Aeh…der Artikel zeigt doch, dass es genau umgekehrt ist.
Polanski wird nach wie vor von den USA gesucht und der Grund fuer seine Freilassung ist nicht, dass die Schweiz Kindermissbrauch toll findet, sondern, dass die USA der Schweiz keinen Einblick in die Ermittlungsakten gewaehrte.
Naja, kreuz.net erfindet sich mal wieder seine eigenen Wirklichkeit…
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#3   kairos_03   11:05:22 | Dienstag, 13. Juli 2010
@ fundamental-christian
Es wir hier nicht behauptet, dass der Missbrauch von Minderjährigen ein Kavaliersdelikt sei. Es wird, da entsprechende Belege durch die USA nicht beigeschafft werden können, nach dem Rechtsgrundsatz verfahren, dass im Zweifel für den Angeklagten entschieden werden muss. Dies mögen Sie und ich beklagen, aber es ist genau das, was Sie auch einfordern würden, wenn es sich um einen Missbrauchsfall im kirchlichen Kontext handeln würde.
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#2   Domenico Tuttisanti   10:57:04 | Dienstag, 13. Juli 2010
Hat Polanski
nicht seinerzeit ein Kind gezeugt von einer gewissen
Rosemary www.youtube.com/watch?v=cqQ-18lmqdg&…?
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#1   fundamental-christian   10:55:41 | Dienstag, 13. Juli 2010
Ja, genauso schaut’s nunmal aus
„Der Mißbrauch von Minderjährigen ist ein Kavaliersdelikt und völlig harmlos – es sei denn, man kann ihn aufbauschen, um die Kirche fertigzumachen.“
und nicht anders… ^-^
P :-! lanski hinter Gittern! Und zwar LEBENSLÄNGLICH! ^-^
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