„Freiheit aller Freiheiten“? + Weltjugendtag mit Silbermonstranz + Alles ist erlaubt – nur Religion wird
verboten + Bischöfe gegen Alte Messe + Schmieren und Basteln ist nicht verboten
Vatikan. Gestern publizierte der vatikanische Pressesaal das Thema des Weltfriedenstages
am 1. Januar 2011. Es lautet: „Religionsfreiheit, der Weg zum Frieden“. Der Text kritisiert, daß religiöse
Minderheiten Diskriminierungen, Verfolgung und Gewalt ausgesetzt sind. Die Religionsfreiheit wird triumphierend
als „Freiheit aller Freiheiten“ bezeichnet.
Weltjugendtag mit Silbermonstranz
Spanien. Beim Weltjugendtag
in Madrid 2011 wird auch eine Monstranz aus dem 15. Jahrhundert verwendet. Das berichtete die Nachrichtenagentur
‘Catholic News Agency’. Die Monstranz gilt als „das schönste Beispiel spanischer Silberarbeit aller Zeiten“.
Sie ist fast drei Meter groß und besteht aus Gold und Silber. Sie kommt bei einer Anbetung und Vigil
mit Papst Benedikt VI. zum Einsatz.
Alles ist erlaubt – nur Religion wird verboten
Frankreich. Am Dienstag
hat das traditionell religionsfeindliche Französische Parlament ein landesweites Verbot der Burka verabschiedet.
Frauen, die sich trotzdem verhüllen, sollen zur Zahlung von 150 Euro oder zu einem Kurs in Staatsbürgerkunde
gezwungen werden. Falls Ehemänner die Frauen zur Verschleierung zwingen, droht ihnen eine Strafe von
30.000 Euro beziehungsweise ein Jahr Gefängnis.
Bischöfe gegen Alte Messe
Schweiz. Der bei der Priesterbruderschaft
Sankt Pius X. untergekommene frühere Augustiner-Chorherr Pater Yannick Escher (36) hat seinem Abt und
seinen Mitbrüdern einen fünfseitigen Brief geschrieben, in dem er den Wechsel erklärt. Das sagte Pater
Escher in einer Stellungnahme vor der Webseite ‘summorum-pontificum.fr’. Eine Umsetzung des Motu Proprios
‘Summorum Pontificum’ sei in seiner bisherigen altliberalen Chorherren-Abtei Saint-Maurice „undenkbar“
gewesen. Pater Escher verließ die Gemeinschaft wegen schwerer liturgischer und auch doktrineller Gründe:
„Der Widerstand gegen das Motu Proprio ist bei den bischöflichen und kirchlichen Autoritäten groß.“
Schmieren und Basteln ist nicht verboten
„Ich spreche natürlich von den Päpsten der modernen Kunst,
den ehrenwerten Kritikern, die alles tun, damit die Sache [mit der modernen Kunst] nicht auffliegt. Keiner
der Päpste würde jemals zugeben, daß seine Religion ein Irrglaube ist. So behaupten auch die Jungs
der Moderne nach dem Beuys’schen Dogma steif und fest, daß alles und jedes auf der Welt Kunst sei […].
Von mir aus kann also jeder schmieren und basteln, was er will, wenn nur der Bürgermeister dafür nicht
in mein Portemonnaie greifen muß.“
Der in Budapest geborene Sartiriker, Goldschmied und Kunsthistoriker,
Ephraim Kishon-Hoffmann († 2005) in seinem Werk „Picassos süße Rache“.
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87 Lesermeinungen
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Natürlich nicht alles auf einmal … Kilian. Es sei denn, Du willst alles auf einmal wissen. Aber nein,
laß es sich setzen. Aphorismus für Aphorismus. Es hat schon viel für sich es zu verstehen. Besonders
die Verse von Fichte finde ich sehr aufschlußreich in Bezug auf das „Noumen“ bei Kant. Hierin liegt ein
fundamentaler Erkenntnisschluß unserer Tage, wo Wissen inflationär aufbereitet ist, als wär es ein
Fazit, welches immerzu neu auf einem Elefanten platz zu finden habe. Der Elefant Wirtschaft steht auf
dem Elefant Politik und der wiederum steht auf dem Elefant Kirche. Das alles bewegt jedoch eine Schildkröte,
eine Urschildkröte. Kannst Du damit etwas anfangen? Ich finde es jedenfalls „apodiktisch“. Das Gegenteil
kann also unmöglich bewiesen werden. Finde ich.
@Kilian Auf dem Rücken von Schildkröten: www.kisc.meiji.ac.jp/…he/schildkroete.html Friedrich Bouterwek:Idee
einer Apodiktik (1799) „Wenn die Wahrheit von Sätzen getragen werden soll, die nur dadurch wahr sind,
daß sie sich auf andere und allgemeinere Sätze gründen; so gleicht die Philosophie dem Elephanten der
Indischen Mythologie, der, mit der Welt auf seinem Rücken, sich auf eine Schildkröte stützt, die Schildkröte
aber stützt sich auf … Da hat die Weisheit ein Ende.“ Idee einer Apodiktik. Ein Beytrag zur menschlichen
Selbstverständigung und zur Entscheidung des Streits über Metaphysik, kritische Philosophie und Skepticismus,
Bd. 1. Halle: Renger 1799, S. 11 f.
#83 Goldengel 13:35:26 | Donnerstag, 15. Juli 2010
Nachdenklicher Sie verstehen nichts, überhaupt nichts, wie diese Welt funktioniert Nur so zur Info –
ich bin kein Alien und komme nicht von fernen Welten. Auch ich lebe hier seit einiger Zeit. Da werden
keine Rücksichten genommen, da wird der Arbeitsplatz eines Familienvaters mal kurz 300 km versetzt, mit
der Konsequenz, seine Famile nur noch am Wochenende sehen zu können. Och – und weil das Frauchen so weit
weg ist, muss Burschi sich gleich ne Schlampe anlachen, weil die Hose kann nicht warten oder was? Sie
haben leider nichts verstanden – kein Wort von dem, was ich hier geschrieben habe. Aber keine Sorge –
sogar ein Priester aus Bayern hat mal nen Hurenbock verteidigt und somit können Sie doch äußerst glücklich
und zufrieden sein, dass jene Gewissenlosigkeit, die Sie hier ja so „bewundern“ an einigen Ehebrechern
bei so manchen VII. Deppenpriester, der dem Hurenvolk nur allzu gerne nach der Goschn plappert, auf fruchtbarsten
Boden fällt. Und WEGEN solcher Deppenpriester versteht das Volk – eben Sie – GAR NICHTS. Sie dürfen
sich bei solchen „Priestern“ also bedanken, dass Sie mal blöd sterben werden und vom Leben GAR NIX verstanden
haben.
Goldengel Nur lassen sich manche Kleriker eben nicht auf die Sünden dieser Welt ein. In diesem Sinne
haben Sie vielleicht recht, wenn Sie meinen, dass Kleriker von „Ihrer Lebenswirklichkeit“ wirklich keine
Ahnung haben. Denn „Ihre Wirklichkeit“ haben Sie sich selbst geschaffen – wie man sich bettet, so liegt
man – Wie Sie sich betten, so liegen Sie im Leben. Sie verstehen nichts, überhaupt nichts, wie diese
Welt funktioniert. Die allerwenigsten können sich ihre Welt selbst schaffen, das können Kleriker viel
besser, sondern müssen sich Tag für Tag den wandelnden Erfordernissen eines harten Erwerbslebens stellen.
Da werden keine Rücksichten genommen, da wird der Arbeitsplatz eines Familienvaters mal kurz 300 km versetzt,
mit der Konsequenz, seine Famile nur noch am Wochenende sehen zu können. Welche Anfechtungen das nach
sich ziehen kann muss ich selbst Ihnen hoffentlich nicht erklären. Was ich damit sagen möchte, Sie machen
es sich zu einfach in der Verurteilung derer, die Fehler gemacht haben. Das Leben hier draussen ist hart
und kompliziert, wir brauchen keine überheblichen und selbstgerechte Kleriker. Nur ganz am Rande, ich
bin seit 20 Jahren mit derselben Frau glücklich verheiratet, ich rede hier nicht von mir.
#81 klausvonjaus 20:26:25 | Mittwoch, 14. Juli 2010
WELTTRAUERTAG HEUTE MEINE LIEBEN FREUNDE, MEINE LIEBEN FEINDE, HEUTE IST WELTTRAUERTAG: „GEDENKT DEN HOMO-UNZÜCHTIGEN
VERBRECHEN“ AN BRAVEN KATHOLIKEN. CROMWELL UND SEINE PROTESTANTISCHEN FASCHISTEN-BRIGADEN HABEN IN IHREM
HOMO-WAHN MEHRERE HUNDERTTAUSEND KATHOLIKEN ABGESCHLACHTET.
Nachdenklicher Kein Wunder, daß die Kirchen immer leerer werden, wer will sich schon von ahnungslosen
Klerikern belehren lassen. Ahnungslose Kleriker? Sie meinen, dass Kleriker im Kloster geboren worden sind
oder Priester ab der Wiege im Amt sind? Auch Kleriker haben ein Vorleben, eine Familie (Eltern, Geschwister
usw.). Die Kleriker fallen nicht vom Himmel, leider. Außerdem leben die Kleriker auch in dieser Welt
und haben somit sehr wohl eine Ahnung von der Welt. Nur lassen sich manche Kleriker eben nicht auf die
Sünden dieser Welt ein. In diesem Sinne haben Sie vielleicht recht, wenn Sie meinen, dass Kleriker von
„Ihrer Lebenswirklichkeit“ wirklich keine Ahnung haben. Denn „Ihre Wirklichkeit“ haben Sie sich selbst
geschaffen – wie man sich bettet, so liegt man – Wie Sie sich betten, so liegen Sie im Leben. Jeder ist
Herr seines Schicksals – man muss eben aufpassen, was man tut und mit wem man was tut. Kleriker sind somit
nicht ahnungslos – im Gegenteil – viele wissen eben, was sie tun und diese wollen nicht das tun, was Sie
und Ihresgleichen so tun und viele Gläubige auch nicht. Leben Sie also nur in „Ihrer Wirklichkeit“, die
Sie sich so sündig aufgebaut haben. Keiner stört Sie dabei – anscheinend nicht mal Ihr Gewissen.
kristall Frankreich taugt nichts mehr. Der ganze Kolonialwarenladen fliegt auseinander,selbst die Nationalmannschaft
zerfleischt sich schon. Ich würde keinen Cent mehr auf die setzen. Die haben doch fertig: www.jungefreiheit.de/…+M59c7c2ce57d.0.html?&tx_ttnews[swo…
Goldengel Die Gewisssenlosigkeit mancher gottloser Menschen ist eine Anmaßung. Sie können ja gerne gewissenlos
agieren und sich scheiden lassen oder betrügen, lügen ect. Niemand hindert Sie oder Ihresgleichen an
so einer Lebenslüge. Ach was wissen Sie denn schon vom wirklichen Leben ? Sie urteilen über Menschen,
deren Lebenswirklichkeit Sie überhaupt nicht einzuschätzen vermögen. Leben ausserhalb der katholischen
Kirche ist kompliziert und nicht alles gelingt so, wie man es sich vorgestellt. Kein Wunder, daß die
Kirchen immer leerer werden, wer will sich schon von ahnungslosen Klerikern belehren lassen.
Frankreich Die können viel beschliessen wenn der Tag lang ist. Aber WER soll das Busgeld den eintreiben,die
französischen Polizisten trauen sich ja jetzt schon nicht mehr in die Brennpunkte. Wahrscheinlich kommt
da jetzt die Fremdenlegion zum Bußgeldeintreiben Freimaurer-Frankreich kann sich winden wie es
will-die Zukunft gehört dort dem Islam.Und dann wird auch als erstes der Freimaurer Eiffelturm geschleift
und das Erbe der roten Jakobiner zur Hölle geschickt.
nix Menschenhasser So etwas gibt es nicht. Es gibt Schwäche und das ist etwas völlig anderes. Der Geist
ist willig, das Fleisch ist schwach. Sie liegen im Clinch und das, was dabei rauskommt, ist Menschenhass,
der sich in der Schwäche demaskiert. Eben, weil es kein MENSCHENhass ist, sondern bloß der auf ein Geschlecht
des Menschen und nicht beide. Wohl gemerkt! Da steckt sehr viel Psychologie drin. Nicht einmal Menschenkenntnis.
Lt. Bibel ist nur Mann und Frau ein Mensch, nicht aber einer alleine. Einer alleine ist entweder Mann
oder Frau.
Nachdenklicher Was Sie alles wissen, Ihr Menschenhass ist heut mal wieder ganz arg. Sie sind ein Menschenhasser,
denn Sie schreiben hier für die Schuld. Hier geht es mir um das Gewissen – und wer seinen Ehepartner/in
betrügt, hat kein Gewissen. Dann lassen Sie es Gott mit dem Sünder ausmachen, Ihre Anmaßung braucht
dazu keiner, es geht Sie schlicht nichts an. Die Gewisssenlosigkeit mancher gottloser Menschen ist eine
Anmaßung. Sie können ja gerne gewissenlos agieren und sich scheiden lassen oder betrügen, lügen ect.
Niemand hindert Sie oder Ihresgleichen an so einer Lebenslüge. Nur über die Konsequenzen so eines Daseins
dürfen Sie dann nicht jammern – denn die Rechnung der Gewissenlosigkeit bekommt jeder mal präsentiert.
Sie können jetzt gerne weiter gifteln – ich steig aus.
Goldengel Eine Bekannte von mir verlor ihren Mann an einen Internetflirt. Und das Gewissen? Wo war das
bei diesem Mann, der drei Kinder hat? Ich kenne auch ein Paar mit 3 Kindern wo er dann zu einer anderen
ging, aber ich kenne auch die Vorgeschichte dazu. Und dann ist es auf einmal nicht mehr so einfach die
moralische Keule auszupacken. Unsinn – heute macht man das schon aus Langeweile, weil man was „erleben“
will. Verwöhnte Leute sind das heute sonst nix. Sagt einer, der vermutlich noch nie in seinem Leben sich
seinen Lebensunterhalt hat selbst verdienen müssen. Nein – solche Leute waren immer so, nur kommt eben
irgendwann der Schweinehund durch und dann zeigt sich der wahre Charakter solcher Leute. Was Sie alles
wissen, Ihr Menschenhass ist heut mal wieder ganz arg. Das tat nicht ich – DAS tat Christus, der die Sünde
verurteilte. Dann lassen Sie es Gott mit dem Sünder ausmachen, Ihre Anmaßung braucht dazu keiner, es
geht Sie schlicht nichts an.
Nachdenklicher gleichzeitig eröffnet das Internet völlig neue Möglichkeiten des sozialen Kontakts.
Interessant, dass Sie das schreiben. Eine Bekannte von mir verlor ihren Mann an einen Internetflirt. Und
das Gewissen? Wo war das bei diesem Mann, der drei Kinder hat? wir leben in einer weitaus komplexeren
Welt als noch vor 30 Jahren Unsinn – heute macht man das schon aus Langeweile, weil man was „erleben“
will. Verwöhnte Leute sind das heute sonst nix. aber einfach nur Treue einzufordern ohne die Realitäten
zu berücksichtigen, ist zu schlicht gedacht und wird auch den betroffenen Menschen in keinster Weise
gerecht. Na – Sie haben Nerven. Das Ja-Wort am Altar war also nix wert oder was? Treue einfordern – niemand
fordert – die jeweiligen Eheleute haben es sich ja am Altar geschworen die Treue oder etwa nicht. Sie
sagen jetzt vielleicht – ja man ändert sich halt. Nein – solche Leute waren immer so, nur kommt eben
irgendwann der Schweinehund durch und dann zeigt sich der wahre Charakter solcher Leute. m Gegenteil,
sie überhöhen sich und maßen sich an, über das Leben anderer Menschen moralische Urteile abgeben zu
dürfen. Das tat nicht ich – DAS tat Christus, der die Sünde verurteilte. Eine Anmaßung ist es übrigens,
wenn man seine Familie im Stich lässt – DAS ist eine Anmaßung.
@Goldengel Es ist in der heutigen Zeit oft sehr schwer, alles unter einen Hut zu bekommen: Job, Ehe, Kinder.
Viele sind von Arbeitsplatzverlust bedroht, gleichzeitig eröffnet das Internet völlig neue Möglichkeiten
des sozialen Kontakts. Kurzum, wir leben in einer weitaus komplexeren Welt als noch vor 30 Jahren, auch
die Arbeitswelt nimmt oft keinerlei Rücksicht auf Familie. Natürlich ist jede Scheidung eine Scheidung
zuviel, aber einfach nur Treue einzufordern ohne die Realitäten zu berücksichtigen, ist zu schlicht
gedacht und wird auch den betroffenen Menschen in keinster Weise gerecht. Im Gegenteil, sie überhöhen
sich und maßen sich an, über das Leben anderer Menschen moralische Urteile abgeben zu dürfen.
Nachdenklicher Wieviele Ehepaare kennen Sie, die sich scheiden liessen Leider einige und ich kenne auch
die Kinder jener Leute. Kinder, deren schulische Leistungen seit der Scheidung krass abfielen. Kinder,
die depressive Phasen mitgemacht haben, weil sie den Schmerz des verlassenen Partners(in) nicht verkraften
konnten. Sie glauben, dass Kinder da einfach drüber weg kommen – einfach so. Großer Irrtum – Kinder
leiden still, heimlich, weinen heimlich…weil Kinder sich keine Blöße geben wollen. Sie sind für die
Scheidung – ich bin für Treue. Sie meinen, dass es einfach normal ist, wenn Ehebruch begangen wird –
ich meine, es ist nicht normal, es ist gewissenlos und egoistisch. Die Kinder sind die Hauptleidtragenden,
denn die können sich nicht wehren. Es ging außerdem in diesen Beiträgen vor allem um das GEWISSEN dieser
Leute. Aber Sie haben es einfach nicht verstanden, denn Sie sind ja der „leibhaftige Teil“ dieser Egogesellschaft.
Gewissen – für Sie anscheinend ein Fremdwort.
@Goldengel Das ist doch alles reine Theorie. Wieviele Ehepaare kennen Sie, die sich scheiden liessen ?
In den Fällen, die ich kenne, war das nie leichtfertig sondern da ging jeweils ein mehrjähriger, ermüdender
Ehekrieg voraus, der vor allem die Kinder massiv belastete, da sie die Gründe nicht verstanden und sie
in Loyalitätskonflikte gerieten. Da ist die Scheidung oft die bessere Alternative.
Wohlehrwürden Das Gewissen ist eben nicht so einfach. Es ist aus einer Vielheit sehr vielschichtiger
Erlebnisse und Erfahrungen geprägt und gibt Antwort auf sehr konkrete Lebenssituationen,… Das ist richtig.
z.B. Scheidungskinder – wie werden diese Kinder ihr Leben verbringen in Zukunft? Welche Perspektiven haben
diese – WAS haben diese „vorgelebt“ bekommen usw. Und WIE sieht deren Gewissen aus? Haben diese ein Gewissen
herausbilden können? Diese Kinder haben insofern eine Chance ein Gewissen herauszubilden, idem sie aus
ihrem eigenen Schmerz gelernt haben, was man eben nicht tut. Doch leider lernen diese oft das Gegenteil –
da Eltern eine Vorbildwirkung haben, kann es sein, dass diese dieselben Fehler machen. Und jetzt kommt
der Glaube – der kann hilfreich sein. Wenn schon die Gesellschaft nicht lehren kann, was richtig ist,
dann kann es sehr wohl die Religion, also Jesus, der uns lehren kann, WAS Sünde ist und was Gewissen
eigentlich ist. Das Gewissen ist eine riesige Sammlung konkreter Lebenserfahrungen und kein einfaches
Prinzip. Das ist richtig. Denn wie Sie aus meinem Beispiel ja sehen können, hat der Mensch nun zwei Möglichkeiten
seine Zukunft herauszubilden aus der Scheidungssituation in seiner Kindheit. Entweder er tut, was die
Eltern taten oder er macht es ganz anders. Der Glaube an Jesus kann somit sehr wohl hilfreich sein, um
ein Gewissen herauszubilden, zu begreifen, was gut und was schlecht ist für einen selbst und für die
Umgebung.
Das Gewissen ist praktisch @Goldengel Langsam kommen wir wieder zusammen. Deshalb kann ich jetzt wieder
auf Spitzfindigkeiten eingehen. Das Gewissen ist eben nicht so einfach. Es ist aus einer Vielheit sehr
vielschichtiger Erlebnisse und Erfahrungen geprägt und gibt Antwort auf sehr konkrete Lebenssituationen,
die sich nicht mit einfachen Prinzipien allgemein beschreiben lassen. Die Haltung das Gute zu suchen und
das Böse zu meiden ist voraussetzende Grundlage des Gewissens und nicht Teil des Gewissens. Die allgemeinen
sittlichen Prinzipien, die wir im Laufe unseres Lebens erwerben, sagen uns was wir auf jeden Fall unterlassen
sollen. Dazu gibt es viele Faustregeln, was sich positiv bewährt (in den den Tugenden gesammelt). Aber
aus Prinzipien kann man höchstens herleiten was man nicht tun soll, nicht aber, was man im Einzelfall
tun soll. Das ist eine praktische Entscheidung, die viel zu komplex für allgemeine Gesetze ist. Auch
das hat Kant nicht verstanden. Die Entscheidung für eine ganz bestimmte konkrete Handlung schafft erst
der Wille aus der Tugend. Das Gewissen ist eine riesige Sammlung konkreter Lebenserfahrungen und kein
einfaches Prinzip.
Wohlehrwürden Das Gewissen ist sehr einfach. Schadet man einem anderen Lebenwesen (Abtreibung, Ehebruch)
müsste man eigentlich Gewissensbisse haben – hat man es nicht, hat man eben kein Gewissen, keine Tugenden
in sich. Kants Moral ist psychisch krank. Der heutige Zeitgeist ist sicher kranker. Ein Zeitgeist, der
dem Menschen eine Gewissenlosigkeit aufbürdet – denn die Sünden sind sehr wohl auch eine Last für den
Menschen, machen auch nicht glücklich, im Gegenteil sie machen krank. Sondern alle Menschen erlernen
in unterschiedlichen Strukturen die selben Prinzipien von aussen. Das ist nix Neues. Die seelische Gosse
(Scheidung, Abtreibung, Totschlag – man denke an jene Jugendliche, die einen Mann einfach so zu Tode geprügelt
haben und nix dabei finden) hat kein Gewissen – sie hat sich davon herausgestohlen und sucht sich in Ausreden
zu verhaspeln. Ausreden, die dem Sünder auch nix nützen, denn die Sünde holt jeden irgendwann mal ein.
Dazu bedarf es nicht mal mehr das Gewissen. Die Quittung für die Schuld bekommt man auch ohne Gewissen.
Die Tugend kommt durch das Ge-Wissen. Es steht mit dem Be-Wusstsein in Verbindung. Das gefällt mir –
dafür :(3
Gewissen @Goldengel Sie können schon das Gewissen mit der Tugend in Verbindung bringen. Aber dann muss
es ein wahres Gewissen sein, informiert durch die Stimme Gottes aus der Wirklichkeit und nicht bestimmt
durch zwanghafte psychische Störungen aus denen Prinzipien stammen die man nicht hinterfragen darf und
von denen man in einer fixen Idee behauptet jeder andere Mensch müsse sie auch haben. Einem solchen „autonomen“
Gewissen zu folgen wäre kein Tugend, sondern ein Laster. Sollte irgend ein Mensch solche „absoluten“
Prinzipien in sich haben, die er nicht vernünftig begründen kann, dann darf er ihnen NICHT folgen, sondern
muss ihnen den Arsch zeigen. Kants Moral ist psychisch krank. Im Übrigen wissen wir heute sehr genau,
dass jeder Mensch anders tickt. Es gibt keine angeborenen Prinzipien, in denen alle Menschen übereinstimmen.
Sondern alle Menschen erlernen in unterschiedlichen Strukturen die selben Prinzipien von aussen. Die Tugend
kommt durch das Ge-Wissen. Es steht mit dem Be-Wusstsein in Verbindung. Wissen wird von der äusseren
Wirklichkeit gewonnen.
An Wohlerwürden und auch an Clemens „Wir haben also nicht die Wahl ob wir uns öffentlich zu einer sittlichen
Ordnung bekennen, sondern nur die Wahl zu welcher sittlichen Ordnung wir uns bekennen.“ Insofern kann
es keine Religionsfreiheit geben. Eine nicht als solche erkannte Religion – nennen wir sie einfach mal
wortschöpferisch Modernoliberalismus – versucht sich mit der Forderung nach Religionsfreiheit lästige
Konkurrenz vom Hals zu halten. Hier muss der Katholik eigentlich wach werden und laut rufen: Non Serviam!
Wohlehrwürden Tugendhaftes Handeln ist zunächst einmal bewusstes Handeln, Handeln, das weiss, auf welches
(sittlichen) Ziele es ausgerichtet ist So ist es. Und genau diese Tugend fehlt heute vielen Menschen –
man kann es ja auch GEWISSEN nennen. Die Sittlichkeit im Menschen geht immer noch von dem Gewissen aus.
Der Mensch wird heute zur Marionette des Zeitgeistes erzogen: man muss ja schon egoistisch sein, um überhaupt
als erfolgreich angesehen zu werden. Diese Philosophie zum Egoismus, welcher unsere Zeit seit den 80er
Jahren entscheidend prägte, prägte auch die Gewissenlosigkeit aus. Und so ist Abtreibung schon aus dem
allgemeinen Gewissen ausgegrenzt worden. Dem Abtreibungsarzt und der Abtreibungsmutter wurde das Gewissen
„ausgeredet“, wegdiktiert von einer Eogogesellschaft.
Laizistischen Staat gibt es gar nicht @Lorenz Ich habe das Gefühl, dass Sie einen zentralen Punkt angesprochen
haben. Jeder Staat muss tagtäglich Entscheidungen treffen die sittlichen Vorstellungen folgen. Wenn dieses
Entscheidungen nicht der kirchlichen Auffassung folgen, müssen andere Weltanschauungen diese Masstäbe
liegen. Wenn diese Masstäbe nicht bewusst gepflegt werden ist es noch schlimmer. Dann werden sie nämlich
von subversiven Kreisen gepflegt. Tugendhaftes Handeln ist zunächst einmal bewusstes Handeln, Handeln,
das weiss, auf welches (sittlichen) Ziele es ausgerichtet ist. Die Frage des Zieles auszuklammern heisst
von vorn herein dem Laster die Hand zu reichen. Wir haben also nicht die Wahl ob wir uns öffentlich zu
einer sittlichen Ordnung bekennen, sondern nur die Wahl zu welcher sittlichen Ordnung wir uns bekennen.
@Domenico Tuttisanti: „sich dem allgemeinen Sitengesetz frei zu unterwerfen.“ Das Problem der Allgemeinheit
ist sowieso eins der grössten in seinen falschen Philosophie. Er erklärt nicht, warum alle Menschen
in gleicher Weise die gleichen sittlichen Prinzipien haben. Das kann er auch nicht, ohne seine falschen
Begriffe von der Objektivität aufzugeben müssen. Sie deuten dies völlig unkantisch im Sinne eines objektiven
allgemeinen Sittengesetzes. In der Philosophie Kants ist es aber, wie er nicht bemerkt, gerade umgekehrt.
Die Allgemeinheit der sittlichen Forderungen hat ihren Grund in der gleichen prinzipiellen Verfasstheit
aller Subjekte: ein dogm. Hyperobjektivismus.
Kant ging – da hat Domenico recht – – von der Vernunft aus, die im Menschen verankert ist, also meinte
er es nicht unbedingt religiös. Doch würde Kant heute über unsere Abtreibungs- und Scheidungsgesellschaft
staunen, denn er würde diese Vernunft sicherlich zum großen Teil vermissen. Somit ist die Vernunft nicht
im Menschen verankert, so wie es Kant meinte, sondern die Vernunft ist immer noch ein von der sozialen
Umgebung angelerntes Gut. Vernunft wird einem gelehrt. Wird dem Kind Vernunft nicht gelehrt, so verkommt
der Mensch zum „Diener seiner Triebe“ und schert sich einen Dreck um seine eigenen Kinder (Abtreibung).
Kant würde also erkennen, dass Vernunft angelernt wird und keinesfalls direkt im Menschen begründet
liegt. Die Vernunft ist eine in der Gesellschaft vererbtes Gut – zumindest war es einmal so.
Autonomie des Willens bei Kant: Das Prinzip der Autonomie des Willens ist, daß der Mensch, indem er durch
seine Pflicht an ein ihn moralisch nötigendes Gesetz gebunden ist, dabei doch „nur seiner eigenen und
dennoch allgemeinen Gesetzgebung“ unterworfen ist und nur verbunden ist, seinem eigenen, aber „allgemein
gesetzgebenden“ Willen gemäß zu handeln. Kant verortet die menschliche Autonomie in der Fähigkeit ds
einzelnen, sich dem allgemeinen Sitengesetz frei zu unterwerfen. Dieses Sittengesetz ist nicht einfach
Ausfluss persönlicher „Postulate“, sondern es ist in unserer praktischen Vernunft als solcher verankert.
Mit dieser Autonomie ist übrigens nicht eine Gewissensentscheidung auf religiösem Gebiet gemeint. Insofern
kann sie auch nicht als Argument gegen die (staatlich zu gewährende) Religionsfreiheit dienen.
An Domenico – Was ist das Problem der Religionsfreiheit? Naja: Ich folge natürlich auch der Aussage des
Papstes: Freiheit aller Freiheiten. Worum ging es mir? Um den Staat. Darf ich ihn zur Verbreitung der
Wahrheit in Dienst nehmen? Mein simpler Gedanke war: Wenn dies die Gegner tun und nichts unversucht lassen,
mit Hilfe staatlicher Autorität das öffentliche Bekenntnis zur Wahrheit zu unterdrücken und eine freilich
nicht als solche erkannte Gegenreligion aufzubauen, sollten die Apologeten der ewigen Wahrheit doch nicht
völlig wehrlos darauf warten von dieser Macht weggefegt zu werden. Dass der Einzelne Gedanken- und naturgemäß
Glaubensfreiheit hat, ist ohnedies ein völlig uneinschränkbares Recht. Diese Freiheit zu rauben, bedarf
es der Gehirnwäsche, also der Zerstörung der letzten Freiheit, sich seines Verstandes zu bedienen. Deswegen
warnt ja auch die Kirche streng vor manipulativer Verbreitung des Glaubens. Kein Mensch kann aber sagen:
Ich glaube an gar nichts. Deshalb kann auch der Staat meines Erachtens nicht sagen: Ich bin ein laizistischer
Staat und glaube an gar nichts.
Autonomie des Gewissens Was Kant hochtrabend als Autonomie preist ist in Wirklichkeit eine zwanghafte
psychische Störung. Das Gewissen setzt bei Kant ohne jegliche vernünftige Grundlage gewisse Postulate,
gewisse absolute Prinzipien, denen der Mensch zwanghaft folgen muss, ohne sie hinterfragen zu können.
Unsittlich ist alles was diesen vom Gewissen gesetzen Postulaten widerspricht und besonders die Neigungen,
wenn sie dagegen wirken. Hier beschreibt Kant nur seine eigene zwanghafte psychische Störung. Kein gesunder
erwachsener Mensch folgt irgend welchen Postulaten, die er vernünftig nicht hinterfragen darf. Als Begründung
behauptet Kant, man könne einen Sollensanspruch nicht andemonstrieren. Das wird aber dem hypothetischen
Anspruch der Sittlichkeitsforderungen nicht gerecht über den er sich mit falschen Beispielen zu Unrecht
lächerlich macht. Kant ist ein Zerstörer der Begriffe. Jeder Begriff hat bei ihm eine fremde Bedeutung,
die man nur aus seinem Zusammenhang verstehen kann. Die letzte Verbindung seiner Begriffe mit der Wirklichkeit
fehlt. Deshalb hängt alles in der Luft und es hat keinen Sinn sich über die Bedeutung seines Neigungsbegriffes
zu streiten. Ein Gewissen, das vor aller faktischen Wirklichkeit selber Postulate setzt ist nicht autonom,
sondern in schlimmster Weise heteronom. Hier ist der Mensch in seinen zangshaften Störungen Tyrann über
sich selbst geworden. Er in der Bindung an die faktische Wirklichkeit wird der Mensch relativ frei.
Wohlerw. Die Kirche hat das Wort Religionsfreiheit abgelehnt, und stellte sich damit gegen zwei Irrtümer
– Autonomie des Gewissens (Kant). Der Mensch ist in seiner Gewissensentscheidung nämlich der Wahrheit
verpflichtet und keineswegs frei davon. – Indifferentismus. Es ist nämlich durchaus die Aufgabe des Staates
die wahre Religion öffentlich zu fördern und die falschen Religionen zurückzurdrängen. Durch tieferes
Nachdenken kommt die Kirche aber zu richtigeren Ergebnissen hinsichtlich ihrer eigenen Tradition. Die
Autonomie des Gewissens bei Kant meint nicht die freie Willkürherrschaft des einzelnen auf dem Gebiet
der Moral, sondern die freie Anerkennung des durch die „Tatsache der Vernunft“ gesetzten Sittengesetzes.
Die Vernunft erkennt das Sittengesetz, sie bringt es jedoch nicht hervor – und schon gar nicht rein willkürlich
und entsprechend der „Neigung“ des einzelnen. (Was Kant zur „Neigung“ zu sagen hat: siehe hier www.textlog.de/33055.html!)
Indifferentismus lehnt die Kirche – wie gesagt – weiterhin ab, denn sie kann natürlich nicht von einer
bestimmten Wahrheit überzeugt sein und zugleich behaupten, das Gegenteil sei auch wahr. Die Ablehnung
des Indifferentismus bedeutet jedoch nicht, dass der Staat berufen und berechtigt sei, in Dingen der Religion
Druck auszuüben. In diesem Punkt hat sich das Verhältnis von Staat und Kirche verändert seit dem Mittealalter –
und ich behaupte: dies geschah zum Besseren des Staates und der Kirche in Anerkennung ihrer grundverschiedenen
Aufgaben und Zweckbestimmungen…
badhofer, der Kirchenfeind krönt sich mit seiner Dummheit! Man stelle sich vor, selbst der Geschlechtstrieb
soll von den Religionsfeinden als etwas normales angehen werden, nur weil es ihn schon seit Millionen
von Jahren gibt! tssssssssss Immer noch stellen Sie die RKK als sexualfeindlich hin, doch es ist wie immer
eine Lüge von Ihnen. Die RKK ist nicht sexualfeindlich – der Geschlechtstrieb soll sich in einer Ehe
vernunftsgemäß entfalten und nicht im Konkubinat. Doch DAS kapieren Sie einfach nicht – weil Sie die
Kirche und ihre Moral hassen. Sie meinen also, nur weil es Triebe gibt – soll man diesen freien Lauf lassen.
Es gibt viele Triebe – wenn wir diesen alle freien Lauf ließen, wie im Tierreich, dann würde wohl Mord,
Totschlag und viele anderen Triebe für Sie „normal“ sein. Wollen Sie so eine Welt? Der Mensch sollte
sich vom Tierreich durch seine Vernunft unterscheiden – auch wenn Sie meinen ein brünstiger Eber sein
zu wollen und diese Lebensform allen anderen Schweinen weiterleiten zu müssen. tssssssss
#52 Clemens H. † 13:27:22 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Sehnse sich die freiheitsliebenden Meinungen hier an, DT! Und dann denkense mal kurz darüber nach, von
WEM diese „freiheistliebenden“ Meinungen hier kommen. Glücklicherweise haben diese Gestalten in D keine
Macht mehr und auch in den meisten anderen Ländern ebensowienig.
wohlerwürden Es ist nämlich durchaus die Aufgabe des Staates die wahre Religion öffentlich zu fördern
und die falschen Religionen zurückzurdrängen…ist es nicht!!!! der staat hat sich da rauszuhalten.
und die wahre religion ist natürlich die katholische. ziemlich anmaßend von dir…
Es geht auch um Worte Es wäre bedauernswert, wenn ich das Wort Religonsfreiheit positiv gebraucht hätte.
Die Kirche hat das Wort Religionsfreiheit abgelehnt, und stellte sich damit gegen zwei Irrtümer – Autonomie
des Gewissens (Kant). Der Mensch ist in seiner Gewissensentscheidung nämlich der Wahrheit verpflichtet
und keineswegs frei davon. – Indifferentismus. Es ist nämlich durchaus die Aufgabe des Staates die wahre
Religion öffentlich zu fördern und die falschen Religionen zurückzurdrängen. Natürlich ist die Kirche
gegen physischen und psychischen Zwang in Glaubensfragen. (Dabei war sie lange Zeit sogar völlig alleine,
da die Protestanten vor Zwang nicht zurückschreckten.) Heute wird vielfach das letztere als Glaubensfreiheit
verstanden. Gemeinsam mit der Kirche bin auch ich dafür. Vielleicht habe ich unglücklicherweise in diesem
Sinne Glaubensfreiheit verteidigt. In der Regel setze ich aber Wert darauf Worte wie Religionsfreiheit
zu ächten und im Sinne der Kirche zu erläutern. Der Heide Konfuzius sagt, dass man die Begriffe ordnen
soll, wenn man die Ordnung in der Gesellschaft wieder herstellen will.
Domenico Tuttisanti Jetzt reicht man sich in der Messe die Patschhändchen … und beim Vater unser gibt
es Ringelpiez mit Anfassen nach dem Vorbild der Freimaurer-Bruderkette.
@ Ernst von Zwiefalten (14.07.10/10:26/11:32) „Mein Einwand gegen die Monstranz war nur pastoraltheologisch:
ich befürchte, dass bei einem verstärkten Einsatz der Monstranz di Beichtdisziplin noch weiter sinkt“
(11:32). Desweiteren befürchten Sie, „daß die Gläubigen gar nicht mehr zur körperlichen Kommunion
trauen“ (10:26). Auf welchem Planeten leben Sie eigentlich, von Zwiefalten? Erstens kann die Beichtdispziplin
kaum noch weiter sinken, es sei denn unter Null. Das Sakrament der Beichte, auch dank der Pastoraltheologen,
wird kaum mehr wahrgenommen. Es sei nicht „korrekt“ über Sünde zu sprechen und die Gläubigen damit
zu beängstigen. Die „confessio auricolaris“ könne fernen einem modernen Gläubigen nicht zugemutet werden.
Die Abschaffung der klassischen Beichtstüle, die zumindest eine gewisse Anonymität gewährleisteten
und damit die Schamgrenze nicht noch erhöhten, und die Anschaffung der sog. „Beichtkäfige“ tat den Rest.
Was den Empfang der körperlichen Kommunion angeht, so hat Leser „marienkind“ in seinem Beitrag von 11:03
alles auf den Punkt gebracht. Im Hintergrund höre ich das Seufchen des Augustinus: wie soll ich glauben,
ohne zu hören, und wie soll ich hören, ohne den Prediger? Wie sollen die Gläubigen das wahre Bewußtsein
von Beichte und Kommunion erlangen, wenn der Prediger sie nicht dazu erzieht? Oder gar, wenn der Prediger
dazu erzogen werden muß? Die Monstranz heißt Anbetung. Anbetung schadet weder die Beichte noch die Kommunion –
im Gegenteil. Sie entspricht den tiefsten Bedürfnissen des Gläubigen…
Wohlerwürden Aber gerade sie lehnte einen falschen Indifferentismus ab. Die früheren Lehrdokumente und
auch Sie, werter W., haben nicht klar zwischen Indifferentismus und Religionsfreiheit unterschieden! Tatsächlich
kommt man aber um diese Unterscheidung nicht herum! Es ist etwas ganz anderes, ob ich sage: a:alle Wahrheiten
sind gleich gültig oder: b:in der Anerkennung von religiösen Wahrheiten muss jeder frei sein von äußerem
(also auch staatlichem) Zwang a ist die Position des Indifferentismus, die die Kirche natürlich ablehnt –
bis heute! b ist das Grundrecht eines Menschen, in Fragen der Religion nicht gezwungen oder auch nur sanft
genötigt zu werden. Aus der Wahrheit als solcher folgt keine Lizenz zur Anwendung von Druckmitteln. Das
ist nur im Islam etwas anderes. Zwar gibt es selbst hier den Koranvers (2, 256): „In der Religion gibt
es keinen Zwang“, damit ist aber eher die psychologische Unmöglichkeit gemeint. Mohammed weiss, dass
das Innere des Menschen niemals von seinem Schwert gezwungen werden kann. Aus diesem Grunde folgert er,
alles Mögliche Äußere jedoch, was mit der Religionsausübung zusammenhängt, kann erzwungen werden.
Also soll es das auch! Daraus leitet sich das ganze Zwangsregiment in einem islamischen Staat ab. Immer
nach dem Motto: Den äußeren Menschen zwingen wir soweit wie möglich. Der innere Mensch dagegen unterliegt
dann dem Gerichte Allahs.
Die Kirche hat bis zum 2.VK den Begriff der Glaubensfreiheit abegelehnt … und ist damit als einzige
Weltanschauung ehrlich geblieben. Alle anderen Weltanschaaungen haben nicht nur im Öffentlichen sondern
sogar im Privaten Druck auf den Einzelnen ausgeübt, besonders die Demokraten. Die Kirche war die einzige
Institution die wirklich tolerant war. Aber gerade sie lehnte einen falschen Indifferentismus ab. Nicht
einmal das Gewissen ist frei, sonst wäre es wertlos und unnütze. Das Gewissen verpflichtet sich der
Wahrheit, die es selbst erkannt hat. Und diese Wahrheit erkennt der Mensch aus den Dingen. Das Gewissen
ist kein willkürlich Tyrann oder unbegründeter psychologischer Zwang dem der Mensch ohne Vernunft folgen
muss. Ein solcher Mensch wäre nicht frei, sondern zwangshaft unfrei. Das Gewissen ist eine Bindung an
die faktische Wirklichkeit in der durch den Geist die sittliche Wahrheit formuliert ist.
Der Untergang der Sakramentsfrömmigkeit hatte eine üble Weltfrömmigkeit im Gefolge. Früher betete
man gemeinsam den eucharistischen Christus an. Jetzt reicht man sich in der Messe die Patschhändchen
und sieht es schon als wahren Gottesdienst an, der Devise Seid nett zueinander! gefolgt zu sein.
Sefirot Wenn manche Geistliche die Monstranz vor sich hertragen, ist es so als würden Sie sich selber
vor sich hertragen und kein perlenübersätes Prunkstück, das keinen Hungernden satt macht … wohl aber
das, was die Monstranz in sich birgt, nämlich den Leib des HERRN. JESUS sagte selbst: „Mein Fleisch ist
wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank“. Befassen Sie sich mal mit dem Leben verschiedener
Mystikerinnen, z. B. Therese von Konnersreuth. Jahrelang bis zu ihrem Tod im Jahre 1962 soll ihre einzige
Nahrung am Tag aus einer geweihten Hostie bestanden haben – nicht größer als eine Münze und hauchdünn,
die sie jeden Morgen um 6 Uhr zu sich nahm.
Lorenz / Clemens Die Wahrheit möchte vielleicht, dass man sich um sie bemüht und das heißt auch um
ihre Durchsetzung. Religiösen Wahrheiten ist es aber eigen, dass ihre Anerkennung eine höchstpersönliche
Gewissensentscheidung ist und bleibt. Dies gilt im Christentum ganz prinzipiell. Aus diesem Grunde sind
Zwangsbekehrungen ein Ding der Unmöglichkeit und – genau genommen – eine contradictio in terminis. Insofern
ist dem Papst recht zu geben, dass die Religionsfreiheit die Freiheit der Freiheiten ist. Sie entspringt
jener natürliche Freiheit, die auch das Volkslied besingt: „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten“
Ich kann ja niemanden zwingen, etwas für wahr zu halten, also darf ich es auch nicht, denn es widerspräche
der menschlichen Natur und es würde auch der Wahrheit selber keinen Dienst erweisen, weil diese dadurch
den falschen Anschein erwecken würde, ihre Erkenntnis und Anerkenntnis bedürfe in jedem Falle äußerer
„Nachhilfe“.
Das 2.Vk kann nur sich selbst diskreditieren Den Glauben ändern kann es nicht. Die Päpste haben nie
den Bau von Syngogen gefördert, sonst hätten sie den Glauben verraten. Zur Zeit des heiligen Bischofs
Ambrosius haben fanatische Christen grosses Unrecht getan und eine Synagoge zerstört. Der heilige Bischof
Ambrosius tadelte das schärfstens und bemühte sich um Wiedergutmachung. Er verbot aber strengstens,
dass die Synagoge wieder aufgebaut würde. Das darf ein Christ nicht unterstützen. Die katholische Lehre
war allen grossen heiligen durch alle Zeiten wohl bekannt.
Meine Ansichten? Das sind nicht nur meine persönlichen Ansichten! Das ist die konstante Lehre der Kirche
über 2000 Jahre, bis zum 2.VK. Es ist nicht nur die Aufgabe jedes Einzelnen, sich zum Sohn Gottes zu
bekennen, sondern auch der Staaten als Ganzes. Dies ist die menschenfreundlichste Institution der Geschichte.
Sie hält Irrende davon ab sich in der Öffentlichkeit der erniedrigenden Hässlichkeit des Irrtums preiszugeben.
#36 Alois Bischof 12:13:09 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Die katholischen Monarchien Polen-Litauen und Österreich-Ungarn haben, mit der Staatsreligion Katholizismus,
immer auch die öffentliche Toleranz des Judentums und sogar des Islams (falls ohne militärische Bedrohung)
für erlaubt erklärt und sogar selbst praktiziert. Im Kirchenstaat der Päpste wurden auch Synagogen
eingeweiht und gebaut durch Rabbiner, damals ohne Ausnahme noch religiöse, „ultra-orthodoxe“ Juden (ohne
jüdischen Nationalismus, d.h. Zionismus). Nur weil Frankreich und später Spanien und sogar Portugal
die Juden (bzw. Marranos) und Muslime (bzw. Schein-Christen namens Morisken) ausgewiesen haben, heißt
dies noch nicht, der katholische Glaube fordere eine Ausweisung aller Juden und Muslime. Muslimische Staaten
unterdrücken viele Christen, aber es gibt auch Ausnahmen (z.B. säkulares Regime von Assad in Syrien).
Das Osmanische Reich war relativ tolerant. Der Judenstaat Israel diskriminiert Christen (und Muslime,
vor allem Araber im allgemeinen) zwar, praktiziert jedoch (noch) nicht die Ausweisung aller Christen im
Heiligen Lande. Die Religionsfreiheit als moralisches Prinzip, als Imperativ, und als angebliche Lösung
der Probleme durch den konziliar gepredigten Laizismus ehemals katholischer Staaten (z.B. Spaniens) ist
jedoch eine Irrlehre. Eine Irrlehre die freilich vom „konservativen“ Theologen und Papst Ratzinger immer
gelehrt und wiederholt wird.
Für den Islam gilt das selbe, wie für das Judentum Sie haben keinen öffentlichen Platz in der gesellschaft
und könne höchstens privat geduldet werden, in den eigenen vier Wänden. Wer öffentlich diese menschenfeindlichen
Systeme begünstigt, gehört ins Gefängnis.
An Domenico – Was ist das Problem der Religionsfreiheit? Ihr Grundsatz ist ja zunächst sehr einnehmend:
„anders erhebt die Wahrheit nicht Anspruch als kraft der Wahrheit selbst“ Aber was schlussfolgere ich
daraus? Ich kann mich zurücklehnen und dem Sieg der Wahrheit mit einem Bierchen in der Rechten gemütlich
entgegensehen. Sie selbst haben für sich auch nicht diese Schlussfolgerung gezogen. Die Wahrheit möchte
vielleicht, dass man sich um sie bemüht und das heißt auch um ihre Durchsetzung. Die Feinde der Wahrheit
tun ja das gleiche. Auch sie versuchen den Staat für ihren wahrheitsfeindlichen Kurs zu gebrauchen. Das
ist doch ein ungleicher Kampf, wenn die Verteidiger der Wahrheit mit Verweis auf Religionsfreiheit die
Indienstnahme der staatlichen Macht gar nicht erst in Betracht ziehen.
Wenn manche Geistliche die Monstranz vor sich her tragen, ist es so als würden Sie sich selber vor sich
hertragen und kein perlenübersätes Prunkstück, das keinen Hungernden satt macht, sondern eine triumphalistische
„Kniebeuge ist“… o^/ o^/ kultisch ja, ja aber sonst wenig wirksam…
Traurige Realität Die systematische Verdrängung der heiligen Messe aller Zeiten hat zu unvorstellbarem
liturgischen Chaos geführt Sehen Sie selbst: www.razyboard.com/…08950-5853619-0.html Die Ehrfurcht
vor dem Allerheiligsten ist vielfach von einer weltgeistangepassten Manie profaniert worden. Das heilige
Messopfer www.razyboard.com/…07690-5822815-0.html darf nicht mehr länger einer derartigen Verhöhnung
preisgegeben werden.
#29 Clemens H. † 11:41:22 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Domenico T: Ein zahnloser Tiger wird immer versuchen, sich freundlich zu zeigen. So ist es bei Menschen,
so ist es bei Ideologien, so ist es bei Religionen. Es gibt da ein Sprichwort: „Willst Du wissen, wie
jemand wirklich ist, gib ihm Macht über andere.“ Dieses Experiment haben wir mit dem Christentum schon
hinter uns. Und wir haben gesehen, wohin es führte: Inquisition, Ketzerprozesse, Hexenprozesse, Folter,
Bücherverbote, Scheiterhaufen, Pogrome gegen Juden, „Kreuzzüge“ selbst gegen andere Christen (Albigenser
z.B. oder Hussiten), Kriege gegeneinander wegen popeliger Details desselben Glaubens (30 Jahre lang, gnadenlos
und grauenhaft). Dann wurden die Zähne des Tigers durch das Volk herausgerissen – und plötzlich ist
die Katholische Kirche für Religionsfreiheit? Lehnt Gewalt ab? LOL kann ich da nur sagen. Wer diesem
Scheiss glaubt, der muss wirklich doof sein.
Der Islam hat keinen öffentlichen Platz im Abendland Der Islam ist eine widerliche menschenfeindliche
Ideologie, die mit allen staatlichen Mitteln ausgerottet werden muss. Wer öffentlich ein Zeichen zu Gunsten
des Islam von sich gibt gehört ins Gefängnis. Wenn Moslems im toleranten Abendland ihren Glauben leben
wollen, kann das höchstens innerhalb ihrer vier Wände geduldet werden. Jeder Moslem, der öffentlich
durch irgend ein Zeichen den Islam oder seinen ekligen Propheten lobt gehört ins Gefängnis.
@Domenico Sie haben recht: die Krise des Bußsakraments ist beängstigend ( auch bei den Protestanten,
die das auch kennen). Mein Einwand gegen die Monstranz war nur pastoraltheologisch: ich befürchte, dass
bei einem verstärkten Einsatz der Monstranz die Beichtdisziplin noch weiter sinkt.
Clemens Sie müssen mit der Zeit vor 1789 argumentieren Historisch sind Sie sehr unterbelichtet. Es hat
nach 1789 eine Restauration in Europa gegeben. Der Katholische Glaube war Staatsreligion in der KuK-Monarchie
und ihr gab es eine religiöse Toleranz gegenüber Lutheranern und Muslimen. Ich will übrigens nicht
sagen, dass das Modell der Habsburger Monarchie für heutige Zeiten vorbildlich sei, aber die Behauptung,
dass Christentum und Islam als Staatsreligion auf dasselbe hinauslaufen müssen, ist damit schon historisch
falsifiziert! Es kommt hinzu, dass die Katholische Kirche nach dem II. Vatikanum so etwas wie einen „katholischen
Staat“ ablehnt. Ich mache mir hier immer wieder Feinde unter den Tradis, wenn ich die Anerkennung der
Religionsfreiheit in „Dignitatis humanae“ hochhalte und verteidige, aber darin sehe ich den Endpunkt einer
Entwicklung, die von Jesus selbst gesetzt wurde, als er sprach: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“…
Dieses Reich, von dem Jesus spricht, verbreitet sich daher auch nicht mit weltlichen Machtmitteln. Vielmehr
gilt: „anders erhebt die Wahrheit nicht Anspruch als kraft der Wahrheit selbst“ (DH 1)
@Clemens Sie werden unsachlich. Die Trennung von weltlicher und geistlicher Macht hat ihren Grund im Zusammenbruch
des weströmischen Reiches. Danach bildeten sich zwei paralelle Machtsysteme Kirche und Staat aus. Das
ist ein weltweit einmaliger Vorgang. In den anderen Patriarchaten der kirche fand dieser Vorgang auch
nicht statt. Die Folgen sieht man in Russland, Serbien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien.
#23 Clemens H. † 11:24:33 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Eigentlich, Domenico, müssten’s sogar mit einer Zeit vor der Reformation argumentieren – denn schon da
wurde die Macht des Katholizismus eingeschränkt.
Die heilige Messe aller Zeiten Sie wird heute oft „ängstlich“ weggeschoben. www.razyboard.com/…07690-5862114-0.html
Die nachkonziliären liturgischen „Experimente“ haben sich oft vom unabänderlichen Wesen des heiligen
Messopfers entfernt www.razyboard.com/…07690-5822815-0.html Geblieben ist oft nur noch ein „gesellschaftlicher
Anlass“ des unverbindliches „Mahlhaltens“
#21 Clemens H. † 11:10:25 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Domenico: Sie müssen mit der Zeit vor 1789 argumentieren, sonst bringts nix. Ihren „Kaiser“ Franz Josef
könnense sich in die Haare schmieren. Der Papst und mit ihm seine Schergen hatten da schon lange nicht
mehr die uneingeschränkte Macht.
Clemens Ihre Behauptung, dass der Katholizismus, dort wo er vorherrschend oder gar als „Staatsreligion“
anerkannt ist, dieselben Wirkungen zeigen müsse wie der Islam in vergleichbarer Lage, wird auch durch
gebetsmühlenhafte Wiederholung nicht wahrer! Die KuK-Monarchie unter Kaiser Franz Joseph z.B. ist nun
wirklich nicht mit Saudi-Arabien oder der iranischen Theokratie vergleichbar. Der Trennung von Staat und
Kirche, die im Christentum eine durchaus prinzipielle Sache ist, steht im Islam eine (anzustrebende) Identität
von Politik und Religion gegenbüber. Der Religionszwang ist wirklich ein Kern des islamischen Dogmas.
Gott hat ein Gesetz (die Scharia) herabgesandt und es ist religiöse Pflicht des einzelnen Muslim, diesem
Gesetz mit all den Einzelvorschriften in allen Rechtsbereichen (bürgerliches Recht, Strafrecht, Staats-
und Verfassungsrecht) Geltung zu verschaffen. Falls Sie sich wirklich für die Unterschiede in Konzeption
und Praxis in Christentum und Islam interessieren (und nicht einfach nur hetzen wollen!), empfehle ich
Ihnen die Dissertation www.faz.net/…common~Scontent.html des Islamwissenschaftlers Lukas Wick, der expressis
verbis die beiden Konzeptionen historisch und dogmatisch vergleicht. Ein weiterer Denkanstoß könnte
für Sie hier www.kreuz.net/bookentry.5844.html enthalten sein!
Domenico Tuttisanti: Ihren Einwand kann ich deswegen nicht verstehen, weil es in der Kathol. Kirche z.Zt.
wirklich keine Krise des Kommunionempfanges gibt, Ich kann Ihnen nur zustimmen. Das Gegenteil ist nämlich
heutzutage der Fall. Es gibt keine Krise sondern eine Unsitte des Kommunionempfangs. Jeder streckt sein
Pfötchen hin – ob würdig oder unwürdig, erlaubt oder unerlaubt – um ein Stück „Heiliges Brot“ zu empfangen.
Danach geht man in die Bank zurück, hockt sich auf sein Hinterteil und wartet, daß das „Programm“ weitergeht.
Von innerer Anbetung und Danksagung keine Spur. Die Ehrfurcht ist total dahin. Es ist zum
Religionsfreiheit ist gefährlicher Maurer-Menschheitskult Für den Katholizismus braucht es keine Religionsfreiheit,
Religionsfreiheit ist nur für Perverse wie Protestanten, Homos oder Feministen!
EvZ: der Einsatz von Monstranzen dient dem feierlichen Bekenntnis der leiblichen Gegenwart Jesu Christi
im Heiligsten Altarsakrament. Diese Art des „Zeigens“ entspricht in der Hl. Messe die Elevation im Hochgebet
und das Zeigen vor der Kommunion: „Sehet, das Lamm Gottes …“. Viele Menschen, die sich unwürdig fühlen,
am Sakrament teilzunehmen, empfinden durch die Nähe und Sichtbarkeit des Herrenleibes immerhin einen
gewissen Trost und sie bleiben dadurch angespornt, auch die volle leibliche Kommunion zu empfangen nach
Ablegung einer Beichte und dem Empfang des Bußsakramentes. Dadurch, dass die alte Disziplin eine gewisse
Vorbereitung für den Kommunionempfang vorsah, ermutigte sie auch zu größerer Bußfertigkeit. Ihren
Einwand kann ich deswegen nicht verstehen, weil es in der Kathol. Kirche z.Zt. wirklich keine Krise des
Kommunionempfanges gibt, sondern eher eine Krise des Bußsakramentes. Ihr Hinweis auf die orthodoxe Praxis
ist richtig! Dort wachen die Priester streng über die rechte Vorbereitung zum Kommunionempfang. Dadurch
wird der Gläubige für die Heiligkeit und Größe des Sakramentes sensibilisiert. In Orthodoxen Kirchen
ist sogar eine Gratulation für den Empfang des Sakramentes üblich!
Sefirot: Wieso braucht man zur Religion eine Silbermontranz aus dem 15. Jahrhundert, um sie als Monstranz
vor sich selber herzutragen… Sie haben gar nichts kapiert. Es geht nicht primär darum, eine kostbare
Monstranz vor sich herzutragen, sondern es ist der HERR, der SOHN GOTTES, der König der Könige, der
getragen wird. Und deshalb ist es doch wohl nicht mehr als recht, IHM einen würdigen Rahmen zu geben.
IHM gebührt alle Ehre – im Himmel und auf Erden!
#14 Clemens H. † 10:35:17 | Mittwoch, 14. Juli 2010
Dort, wo der Islam uneingeschränkt herrscht… Ach Domenico… Dort, wo der Katholizismus uneingeschränkt
herrschte, herrschten genau dieselben Bedingungen. Sie als Katholik haben jetzt halt den Vorteil, dass
der Katholizismus nirgends mehr uneingeschränkt herrscht. Daher können Sie sich aufs hohe Ross setzen
und mit dem Finger auf den Islam zeigen, wie böse der doch sei, wie intolerant und wie grausam. Schauen
Sie aber in ein Geschichtsbuch, dann müsst Ihnen auffallen, dass drei Finger auf Sie zurück zeigen…
@Domenico Tuttisanti Vielen Dank- es gibt auch noch Menschen hier, die sachlich argumentieren. Zur Bergpredigt
gibt es einen anregenden Artikel von F. Crüsemann (Gewalt in der Bibel oder ähnlich), auch wenn ich
sonst kein Freund von Crüsemann bin, hier hat er Recht. Zur Monstranz: ich stimme Ihnen zu, aber: Sie
ist schädlich, wenn sie – wie im Mittelalter teilweise geschehen- dazu missbraucht wird, dass sich die
Gläubigen gar nicht mehr zur körperlichen Kommunion trauen, sondern nur „Augenkommunikation“ betreiben
und damit auch die Buße umgehen. Dieses Argument höre ich immer wieder von byzantinischer Seite. (Gut,
im byzantinischen Ritus ist keine Monstranz möglich)
Es gibt kein „Christusschwert“! Jesus Christus hat zwar angekündigt, dass mit ihm das Schert kommen werde.
Aber er hatte nicht gesagt, dass man dieses Schwert auch führen und ergreifen solle. Im Gegenteil: „Wenn
dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten
will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen,
so geh mit ihm zwei.“ (Matthäus 5, 39 – 41) „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: ‘Du sollst deinen Nächsten
lieben’ und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was
tut ihr Besonderes?“ (Matthäus 5, 43 – 46) Im Unterschied dazu ist der Islam tatsächlich eine Ideologie
der erlaubten Religionserzwingung mit dem Schwert! Dort, wo der Islam uneingeschränkt herrscht, wird
die Verschleierung tatsächlich staatlich und unter Strafandrohung erzwungen: z.B. in Saudi-Arabien, im
Iran … Eigene „Religionspolizeien“ („Revolutionsmilizen“) wachen rüber die Einhaltung von Bekleidungsvorschriften
und der gesamten religiösen Pflichterfüllung. Jesus steht diesem Konzept äußeren religiösen Zwanges
ablehnend gegenüber. Selbst ein „Prämien-Modell“ findet keine Zustimmung bei ihm. Frömmigkeit ist auf
Gott gerichtet und „der Herr kennt die Seinen“. Wer (äußerlich) fromm ist für andere, der hat seinen
„Lohn“ bereits und kann von Gott nichts fordern: Mt.6
@ Domenico: Sefirot Sefirot versteht manche Dinge nicht. Es handelt sich nicht um Dummheit, oder um einen
erschreckenden Mangel an Feingefühl. Es rührt aus seiner persönlichen religiösen Problematik her,
die Sie in Ihrem zutreffenden Beitrag klar identifiziert haben, aber der Betroffene nicht wahrhaben will.
Daß seine Antwort aus einer Frage und aus einer Schmähung besteht, zeigt doch alles.
@Lubosch katholisch: Religionsfeinde Man stelle sich vor, selbst der Geschlechtstrieb soll von den Religionsfeinden
als etwas normales angehen werden, nur weil es ihn schon seit Millionen von Jahren gibt! tssssssssss
@lubosch hahaha, lubosch! Als pseudotherapeutischer Ferndiagnostiker sind Sie eine Niete. Es fehlt Ihnen
einfach das Niveau! Bleiben Sie doch beim Sozialkunde- Unterricht.
sycamore leidet an religiösen zwängen sonst könnte er nicht den religiösen wahnsinn mir in die schuhe
schieben als hätte ich die haarfarge in verbindung mit okulten und darausfolgender verfolgung gebracht
und vollzogen… das hirn blockiert von göttern und kobolden??
@ luboschs Phobien Sie scheinen auf rothaarige Frauen im Kontext Ihrer religiösen Phobien fixiert zu
sein. Eine in der Medizin bekannte Form der Neurose, die bei Ihnen immer deutlichere psychotische Züge
annimmt.
Religionsfeinde sogar die Verbrennung von rothaarigen Frauen auf dem Scheiterhaufen soll vorboten worden
sein, stellt Euch diese unbußfertigen französischen Religionsfeinde vor! Das erschlagen von Juden mit
dem Christusschwert wird auch diskutiert. Man mag es nicht glauben aber sogar die Frauenbeschneidung ist
nicht mehr sicher! Diese modernde Moderne nimmt uns jeden Spaß an Religion. Wo soll das nur hinführen!?
Falsche Frage, Sefirot! Wieso braucht man zur eine Silbermontranz aus dem 15. Jahrhundert, um sie als
Monstranz vor sich selber herzutragen… In der Religion geht es nicht allein darum, was wir brauchen,
sondern darum, was über alle Erwartung und jedes Bedürfnis hinausgeht. Diese Superabundanz der Gnade
hat der Hl. Paulus in die Worte gekleidet: „Wo die Sünde überschwänglich wurde, da wurde die Gnade
noch überschwänglicher“ (Röm. 5,20). Die herrlichen Monstranzen früherer Zeiten sind ein Jubelruf
des Glaubens an die überschwängliche Liebe Gottes und sie bemühen sich um eine annähernde Formensprache.
Nur jemand, der diesen Glauben verloren hat, will auch jeden Ausdruck dieses Glaubens verbannen.