11:04:33 | Montag, 2. August 2010
Eines haben sie alle gemein: Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sehen alle Bischöfe von Basel zutiefst unglücklich drein.
(kreuz.net) Am 20. Juni erinnerte sich der in Köln ansäßige Journalist und Schriftsteller Hans Conrad
Zander (72) in der ‘Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung’, wie er als Knabe heimlich in den Garten des
Bischofs von Basel einstieg.
Der Bischof von Basel residiert in der Schweizer Stadt Solothurn im gleichnamigen
Kanton.
Die Kinder legten sich auf die Lauer, um den damaligen Hausherrn, Bischof Franziskus von Streng
(† 1970), zu beobachten, der dort jeden morgen um 11.00 Uhr das Brevier betete.
„Er strahlte all das
aus, was man in den fünfziger Jahren von einem Bischof erwarten durfte“ – erinnert sich Zander: „Würde,
väterliche Strenge, fromme Güte.“
Doch da war noch etwas: „Wie er zwischen seinen Rosenspalieren über
leise knirschenden Kies einhergeschritten kam, strahlte der ganze Bischof von Basel vor hohepriesterlichem
Glück.“
Zander führt das auf die „Postkarten“ zurück: „Im Tageslauf des Bischofs von Basel waren sie
von überwältigender Bedeutung.“
Denn der Bischof erledigte alle Ernennungen über Postkarten. Zander
gibt ein Beispiel: „Ich versetze Sie von Basel nach Welschenrohr. Franziskus von Streng.“
Nach getaner
Arbeit eilte er jeden morgen mit seinem Brevier hinab in den Garten: „Er strahlte vor Glück.“
Bis zur
völligen BlockadeDie Nachfolger von Mons. von Streng haben nach Zander eines gemein: „Seit dem Zweiten
Vatikanischen Konzil sehen alle Bischöfe von Basel zutiefst unglücklich drein.“
Zander schränkt ein:
„Gewiß ist es im Bistum Basel nicht so schlimm wie im Vatikan selbst, wo sich der Beamtenapparat seit
dem Konzil verzehnfacht hat. Aber es ist fast so schlimm“ – kommentiert der Schriftsteller.
In Basel
wird der neue Zustand mit dem Begriff „Dialogstrukturen“ bezeichnet:
„Keine Beförderung, keine Degradierung,
der nicht ein endlos dümpelnder Dialog in den unentwirrbar verkletteten »Dialogstrukturen« des Bistums
vorausginge. Bis zur völligen Blockade.“
Dabei denke niemand an den Gram, der sich derweil in der Seele
eines Bischofs staut.
Zander weist darauf hin, daß „ein Bischof nämlich auch ein Mensch“ sei: „Das
Recht auf Glück aber gehört zu den unveräußerlichen Rechten jedes Menschen.“
Ein Mensch werde glücklich,
wenn er etwas bewirken könne: „Bischof Franziskus von Streng war der letzte Bischof von Basel, der etwas
bewirken konnte.“
Er habe mit geringem Aufwand Großes geleistet: „Per Postkarte hat er souverän regiert.“
Die Bubenerinnerungen holen Zander wieder ein: „So ist er an uns Lausbuben, zwischen Buchsbaum und Rosenspalier,
ahnungslos vorbeigerauscht.“
Er fügt hinzu: „Der letzte glückliche Bischof von Basel. War er vielleicht
der letzte glückliche Bischof überhaupt?“
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Rudolfus 16:11:18 | Samstag, 9. Oktober 2010
#23
Soramonas 14:33:49 | Sonntag, 8. August 2010
#21
Illuminatus † 21:55:32 | Samstag, 7. August 2010
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Copertino 22:28:44 | Montag, 2. August 2010
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raindance1 † 21:16:40 | Montag, 2. August 2010
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Lisibald Poier † 12:44:00 | Montag, 2. August 2010
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Lisibald Poier † 12:31:52 | Montag, 2. August 2010
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Siegfried 12:27:31 | Montag, 2. August 2010
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Ehrenmann 12:22:23 | Montag, 2. August 2010
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Sefirot 11:58:33 | Montag, 2. August 2010
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sacerdos helveticus 11:43:28 | Montag, 2. August 2010
#1
hieronymus333 11:22:04 | Montag, 2. August 2010