Legionäre Christi
Alle Macht dem Delegaten
Am Samstag wurden die Aufgaben des vom Papst eingesetzten Interims-Generaloberen der Legionäre Christi bekanntgegeben.
Die Webseite der Legionäre Christi
Die Webseite der Legionäre Christi
(kreuz.net) Am 16. Juli ernannte Benedikt XVI. eine Päpstlichen Delegierten für den angeschlagenen Orden der Legionäre Christi.

Es handelte sich um Erzbischof Velasio De Paolis (74). Er ist Präsident der Präfektur für die ökonomischen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls.

Dem Delegaten wurde die Aufgabe übertragen, die Legionäre Christi im Namen des Papstes zu leiten.

Über eine Revision der Konstitutionen der Legionäre Christi soll er den Weg der Erneuerung der Gemeinschaft zum Ziel bringen und ein außerordentliches Generalkapitel einberufen.

Am Samstag veröffentlichte Mons. De Paolis auf der Webseite der Legionäre Christi ein Dekret vom 9. Juli, das elf Punkte umfaßt und Ausführungsbestimmungen enthält.

Es trägt die Unterschrift von Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone und ist vom Papst approbiert.

Aus dem ersten Punkt geht hervor, daß der Delegat mit umfassenden Machtbefugnissen ausgestattet ist.

Er übt seine Autorität im Namen des Papstes aus. Sie „erstreckt sich umfassend auf das ganze Institut, das heißt, auf alle Oberen auf den verschiedenen Ebenen – Generaldirektion, Provinzebene und vor Ort – und alle Gemeinschaften sowie die einzelnen Ordensleute.“

In seiner Amtsführung kann sich der Delegat über die Konstitutionen des Ordens hinwegsetzen.

Alle Oberen des Institutes sind dem Delegaten unterstellt. Sie bleiben in ihren Ämtern, solange es sich nicht nötig erweist, etwas anderes anzuordnen.

Dem Delegaten ist die Approbation der Entscheidungen der Generalleitung des Instituts vorbehalten.

Aufgezählt werden: die Zulassung zum Noviziat, zur Profeß, zum Priestertum, Ernennungen und Versetzungen, Fragen des Apostolates und der Ausbildung sowie der außerordentlichen Verwaltung oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen.

In bestimmten Fällen kann der Delegat die zu treffende Entscheidung vorgeben.

Alle Mitglieder des Ordens haben freien Zugang zum Delegaten und können persönlich mit ihm kommunizieren.

Dem Delegaten stehen bei der Ausführung seiner Aufgabe vier persönliche Berater zur Seite. Er kann auch auf außenstehende Berater zurückgreifen.

Im wichtigen neunten Punkt des Dekretes werden die Aufgaben des Delegaten umrissen. Seine Hauptaufgabe ist es, die Überprüfung der Konstitutionen auf den Weg zu bringen, zu begleiten und umzusetzen.

An dieser Überprüfung sollen alle Mitglieder des Instituts individuell und in ihren jeweiligen Gemeinschaften beteiligt sein.

Es geht dabei um eine „Überprüfung und Neubestimmung des eigenen Projektes eines Lebens nach dem Evangelium, immer in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche.“

Der Delegat koordiniert auch die apostolische Visitation der Bewegung Regnum Christi.

Erwartungsgemäß begrüßten die Legionären Christi das Dekret in dem von ihnen bekannten enthusiastischen Stil.

So heißt es auf ihrer Webseite: „Die Kongregation nimmt die Bestimmungen des Heiligen Vaters voller Dankbarkeit auf und versichert ihm ihre uneingeschränkte Unterstützung und ihr aktives Mitwirken auf dem eingeschlagenen Weg der Erneuerung.“

Auch Pater Sylvester Heereman – der Provinzial der mitteleuropäischen Provinz – äußert sich „erfreut und dankbar“ über das Dekret:

„Die Ausführungsbestimmungen garantieren einerseits, die uneingeschränkte Handlungsfähigkeit des Delegaten und andererseits eine direkte, aktive Mitwirkung der Legionäre Christi an der Erneuerung des Ordens.“

Diese Kombination schaffe eine „hervorragende“ Ausgangsposition:

„Ich bin sehr zuversichtlich, daß die Legionäre Christi gereinigt, erneuert und gestärkt aus diesem Prozeß hervorgehen werden.“
      
20 Lesermeinungen
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#23   hieronymus333   22:57:35 | Mittwoch, 28. Juli 2010
Maranatha
Ja, wieso nicht!
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#22   Siegfried   21:02:47 | Dienstag, 27. Juli 2010
zu klausvonjaus: Neuanfang durch Auflösung und Neugründung
de, stimme ich zu.
Dies ist der beste weg. Auch für langjäjrige Mitglieder der Gemeinschaft.
Ein schnelles Ende mit Schrecken ist besser zu ertragen, als ein langes Leiden mit ständig neuen Erschreckungen. Für alle Beteiligten ist es einfacher, den abgelegten Rock gründlich zu überprüfen. Den Rock der getragen wird, kann nur sehr schwer überprüft werden.
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#20   mr.colo   08:23:56 | Dienstag, 27. Juli 2010
Auch das ist wahr
Nämlich dass ich füher ein Homo-Perverser war und meinen After als geschlechtsorgan missbraucht habe. Heute bin ich geheilt und ekle mich vor Homo-Perversen Menschen.
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#18   OttoderRabe †   20:51:05 | Montag, 26. Juli 2010

Ihr Name ist Legion – das hat was :-D
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#17   lux in tenebris   18:07:17 | Montag, 26. Juli 2010
Solch Demonstration
vatikanischer Führungsstärke wünschte man sich auch bei anderen kirchlichen Problemzonen, zum Beispiel in der Diözese Augsburg oder Linz. Bei linkskatholischen Exzessen aber wandelt sich regelmäßig der Stock des Obersten Hirten in butterweiche Versöhnungszuckerstangen. Ein Schuft, wer Arges dabei denkt…
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#16   klausvonjaus   17:37:45 | Montag, 26. Juli 2010
Unterschätzt die Macht Gottes nicht
Und unterschätzt die Bosheit des LÜGNERS nicht.
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#15   Maranatha   14:42:23 | Montag, 26. Juli 2010
hieronymus
Du hast das von Legionären Christie?
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#14   hieronymus333   14:30:39 | Montag, 26. Juli 2010
Maranatha
Ich habe meine Infos von Mitgliedern, die noch dabei sind und von welchen, die dabei waren.
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#13   Maranatha   14:18:49 | Montag, 26. Juli 2010
Aber woher wisst Ihr das alles?
Gehirnwäsche, Milliardenvermögen, Geldfixiertheit, …Was sind denn die Quellen für diese Behauptungen?
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#11   Ehrenmann   13:26:03 | Montag, 26. Juli 2010
Übereinstimmung.
Auch ich sehe für die Zukunft der Legionäre schwarz. Vieles von dem, was hier bisher gepostet wurde, ist völlig richtig.
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#10   mal ehrlich… †   13:17:10 | Montag, 26. Juli 2010
Velasio ein guter Delegat ?
ist er ein heißer Delegat-Anwärter für die Piusbruderschaft ?
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#9   Lubosch katholisch †   13:16:34 | Montag, 26. Juli 2010
gereinigt, erneuert und gestärkt
wenn der Gründer religiös gestörter inzestöserHomo-Kinderschänder war, kann die „Reinigung“ …aber was sage ich, „bei der Kirche kommen Kindesmißbräuche (so gut wie?) gar nicht vor.“ schon gar nicht, die der eigenen Kinder.
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#8   hieronymus333   11:29:21 | Montag, 26. Juli 2010
klausvonjaus
Normalerweise stimme ich Ihnen nicht zu, aber wo Sie recht haben, haben Sie recht.
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#7   LOGDBC   11:28:46 | Montag, 26. Juli 2010

Vielleicht sollte die Legionäre auch mal die Grundeinstellung ihrer Arbeitsweise überdenken.
Viel Action, überaus volles Programm, Marketing und Publicity sollen über die nicht existente persönliche Freihheit der Ordensmitglieder hinwegtäuschen. Meiner Ansicht nach verstoßen viele Regeln und Praktiken gegen die Würde des Menschen. Man kann nicht zur Heiligkeit gezwungen werden.
Zudem ist die Geldfixiertheit sehr fragwürdig (ähnlich wie beim Opus Dei – die allerdings professioneller sind). Hauptsächlich wird der Kontakt zu liquiden Familien oder leicht beeinflussbaren alten Leuten gesucht. Besuche und Seelsorge gibt es meistens nur wegen des Geldes. Um das Evangelium geht es selten. Eher um die Realisierung der eigenen Projekte auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Es wird einfach zu viel instrumentalisiert, als dass wirkliche christliche Tugenden vorgelebt werden könnten.
Auch ist die Bettelpraxis vor dem Hintergrund eines Milliardenvermögens zweifelhaft.
Gehirnwäsche ist übertrieben – jedoch wird konsequent und systematisch dafür gesorgt, dass potentielle Mitglieder den Verstand ausschalten, beeindruckt von der Fülle an Aktivitäten. Die gedankliche Freiheit des einzelnen wird jedenfalls bewusst hintertrieben.
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#6   Brandenburgis   11:28:19 | Montag, 26. Juli 2010
Ein weiser
Ratschlag. :)3 :)3 :)3
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#5   klausvonjaus   11:27:00 | Montag, 26. Juli 2010
Neuanfang durch Auflösung und Neugründung
Egal welche Maßnahmen getroffen werden, die Verbindung mit dem Gründer kann nicht gekappt werden. Ich empfehle eine Auflösung und Neugründung mit etwas verändertem Namen. Dann hat man viele Probleme auf einmal gelöst.
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#4   hieronymus333   10:53:00 | Montag, 26. Juli 2010
Maranatha
Da eine derartige Organisation, die schon von der Wurzel her verderbt ist nur schlechte Früchte tragen kann, nur das geistliche Amt schützt die Betrügereien dieser Organisation, wie es ja in der Amtskirche leidvoll in den letzten Monaten schon geschehen ist und geschieht und weiter geschehen wird. Problematisch ist auch der Pseudointellektualistische und -elitäre Anstrich, den sich diese Organisation gibt, frei nach dem Jesuwort: „Kommt alle zu mir…“
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#3   Brandenburgis   10:44:33 | Montag, 26. Juli 2010
Es ist weitgehend ausgeschlossen,
daß die Legionäre „gereinigt, erneuert und gestärkt aus diesem Prozeß hervorgehen werden.“
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#2   Maranatha   10:38:13 | Montag, 26. Juli 2010
@hieronymus – warum wäre das besser?
Können Sie diese Aussage irgendwie begründen?
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#1   hieronymus333   10:09:41 | Montag, 26. Juli 2010
Macht den Laden endlich
dicht, das wäre besser für alle Beteiligten!
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