Der Sekretär von ‘Ecclesia Dei’ hat während eines Studientages für die Petrusbruderschaft einige theologische Pirouetten gedreht – und dabei auch das Märchen vom guten Pastoralkonzil und den bösen Interpretationen erzählt.
Photo von Prälat Pozzo beim Levitenamt am 2. Juli auf der Webseite der Petrusbruderschaft
(kreuz.net, Wigratzbad) Am 2. Juli organisierte die Priesterbruderschaft Sankt Petrus in Wigratzbad im
Bistum Augsburg ein Treffen für die in Europa tätigen Mitglieder der Gemeinschaft.
Bei dem Studientag
zelebrierte der Sekretär der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Prälat Guido Pozzo, ein feierliches
Levitenamt.
Am Nachmittag referierte er über das Zweite Vatikanische Pastoralkonzil.
Prälat Pozzo lobt in seinem Vortrag die zweideutigen und doppelbödigen Konstitutionen
des Zweiten Vatikanums über den grünen Klee.
Dagegen werde er von „einer tiefen Traurigkeit ergriffen“ –
beteuerte der Geistliche sentimental –, wenn er nachkonziliare Veröffentlichungen lese.
Er beschwörte
einen großen Gegensatz zwischen den Texten des Konzils und des Lehramt und den „Ideen und zweideutigen
Darstellungen, die fragwürdig und oft der geraden katholischen Lehre zuwider sind und die sich im katholischen
Raum und allgemein in der öffentlichen Meinung verbreitet haben“.
Warum das Lehramt jahrzehntelang nicht
gegen diese Ideen einschritt und statt dessen fast ausnahmslos Bischöfe ernannte, die diese unterstützten,
erklärt der Prälat nicht.
Wortspiele: „radikale Änderung“ oder „neue Ausrichtung“?
Prälat Pozzo
sprach dann von der Einheit und Einzigkeit der Katholischen Kirche.
Er ist davon überzeugt, daß das
Pastoralkonzil in dieser Frage auf dem Boden der Tradition geblieben sei.
Gleichzeitig gibt er aber zu,
daß es „neue Ausrichtungen“ vorgelegt habe.
Dabei handle es sich angeblich nicht um „radikale Änderungen“,
erklärte der Prälat, obwohl die Gewißheit um die Einheit der Kirche bis in höchste kirchliche Stellen
praktisch und theoretisch in Frage gestellt wird.
Als eine „Neuheit“ sieht Prälat Pozzo, daß das Pastoralkonzil
die orthodoxen „Kirchen“ und die evangelischen Gemeinschaften förmlich positiv behandelt.
Dagegen habe
die Enzyklika ‘Mortalium animos’ von Pius XI. von 1928 „das Ziel verfolgt, die Katholische Kirche von
den christlichen, nicht katholischen Konfessionen klar abzugrenzen und zu unterscheiden“.
‘Mortalium
animos’ verbietet streng jede katholische Beteiligung an interkonfessionellen Initiativen. Dagegen ermutigt
die Konzilskirche eine solche Beteiligung.
Trotz der allgemeinen ökumenischen Auflösung der Kirche
beschwört Prälat Pozzo, daß das Pastoralkonzil angeblich an der Einheit und Einzigkeit der „wahren
Kirche“ festhalte.
Um jedes – bis zum Pastoralkonzil nicht existierende – Mißverständnis in bezug auf
die Identifikation der wahren Kirche Christi mit der Katholischen Kirche zu vermeiden, werde in ‘Lumen
Gentium’ 8 hinzugefügt, daß die katholische Kirche „vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft
mit ihm geleitet wird“.
Einheit der Kirche „zumindestens implizit“ noch vorhanden
Obwohl er die orthodoxen
Schismatiker in dem Vortrag als „orthodoxe Kirchen“ bezeichnet, erklärt Prälat Pozzo, daß es keine
andere Kirche Christi neben der einen Katholischen Kirche gebe.
Damit werde „zumindest implizit“ bestätigt,
daß die Kirche Christi in sich selber oder in ihrem Wesen nicht gespalten und ihre unzertrennte Einheit
durch die vielen Spaltungen der Christen nicht ausgelöscht worden sei.
Die Lehre über die Unteilbarkeit
der Kirche Christi, über ihre wesentliche Identifikation mit der Katholischen Kirche sieht Prälat Pozzo
in mehreren nachkonziliaren Dokumenten bestätigt.
Daneben gibt es aber unzählige Stellungnahmen und
Amtshandlungen, welche diese Einheit direkt oder indirekt in Frage stellen.
Jeder versteht die Rätsel-Formulierung
„subsistit in“ anderes
Der Prälat äußerte sich auch zu der dunklen Formulierung „subsistit in“, die
in der Konzilskonstitution ‘Lumen Gentium’ verwendet wird.
Dort heißt es, daß die Kirche Christi in
der Katholischen Kirche „subsistiert“.
Für Prälat Pozzo bedeutet dieser rätselhafte Ausdruck die Binsenwahrheit,
„daß die Kirche Christi in den Ereignissen der Geschichte nicht verlorenging, sondern als einziges und
ungeteiltes Subjekt in der Katholischen Kirche fortbesteht. Die Kirche Christi subsistiert, findet sich
und läßt sich erkennen in der katholischen Kirche.“
Damit herrsche „volle Kontinuität zu der Lehre,
wie sie zuvor vom Lehramt vorgelegt worden ist“.
Das Konzil habe mit der Formulierung „subsistit in“
gerade jede Form des ekklesiologischen Relativismus ausschließen wollen.
Tatsächlich hat die Formulierung
jedoch genau das Gegenteil bewirkt.
Der Prälat muß zugeben, daß die Kirche bis Pius XII. – etwa in
dessen Enzyklika ‘Mystici Corporis’ – erklärte, daß die Kirche Christi die katholische Kirche ist.
Die Ersetzung des „ist“ durch „subsistieren“ diente dem Ökumenismus, erklärt Prälat Pozzo dann.
Sie
habe beabsichtigt, sich dem ökumenischen Problem angeblich „in einer direkteren und ausdrücklicheren
Weise zu stellen, als dies in der Vergangenheit geschehen war“.
Der Prälat sieht ein Verdienst des Konzils
darin, „anerkannt zu haben, daß auch in den christlichen, nicht katholischen Konfessionen Gaben und Elemente
existieren, die kirchlichen Charakter haben“.
Sachlicher Widerspruch wird „Paradoxon“ genannt
Der Prälat
stellt fest, daß die Beziehung der christlichen „Kirchen“ und protestantischen Gemeinschaften nicht „zwischen
alles oder nichts, sondern zwischen teilweiser und voller Gemeinschaft“ existiere.
Der Prälat spricht
altliberal-dialektisch von einem „Paradoxon, sozusagen“ des Unterschieds zwischen Einzigkeit der Katholischen
Kirche und Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjekts.
Den sachlichen
Widerspruch versucht der Prälat – im Ungeist des Pastoralkonzils – durch undurchsichtige Formulierungen
zu verschleiern.
Dabei erklärt er vor allem, was er nicht meint: „Diese Teilung ist etwas ganz anderes
als jene relativistische Sicht, welche die Teilung zwischen den Christen nicht als schmerzlichen Bruch,
sondern als Ausdruck der verschiedenen doktrinellen Variationen ein und desselben Themas sieht, bei dem
alle Variationen oder Abweichungen in gewisser Weise gerechtfertigt wären und sich untereinander als
Unterschiede oder Abweichungen anerkennen und annehmen müßten.“
Es wäre auch interessant zu wissen,
wie der Prälat sein „Paradoxon“ in einem positiven Sinn versteht.
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65 Lesermeinungen
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@ Rückkehr: herzlichen Dank! – (Einfach e-mail senden!) Ich danke Ihnen sehr für Ihre Mühe. Ihre Logik
ist schlüssig. Vielleicht schwebte den gelangweilten Patres Sacri Concilii die blendende Idee eines Puzzlespiels
vor, und die ökumenische Bemühung als Versuch, bei den getrennten Brüdern Stück für Stück den katholischen
Puzzle auf ihren Glaubenstisch wieder herzustellen. Ich Teile Ihre Skepsis darüber. Die Wahrheit ist
ein untrennbares Ganze, mit miteinander innigst verflochtener, einander unterstützenden und sinngebenden
Facetten. Phänomenologisch gesehen, so ist es der Beobachter, der sine Position ändert und dadurch immer
neuen Facetten des betrachteten Objektes entdeckt. Dadurch ändert sich das Objekt keineswegs. Ich bin
auch der Meinung, daß man entweder die Wahrheit der katholischen Kirche als Ganze annimmt, oder darauf
verzichtet. Was nutzt die Gemeinsame Sicht der Taufe, bei grundverschiedenen Ansichten über die Sakramente,
das geweihte Priestertum, die Apostolische Sukzession, den Petrusamt, oder noch allgemeiner, die Rolle
der Schrift, die Unmittelbarkeit des Glaubenden vor Gott, die „Freiheit des Christenmenschen“ etc. etc. –
Ansichten, die der Protestantismus nie aufgeben wird, da in der protestantischen Subjektivität zu tief
verwurzelt? Ist es nicht ehrlicher, Gemeinsamkeiten im praktischen Bereich zu suchen und zu praktizieren,
und auf die Verlogenheit einer Scheinannäherung zu verzichten? Hoffnung machen die ökumenischen Bemühungen
zwischen Katholiken und Orthodoxen,wo das Gemeinsame überwältigend ist.
Sycamore:Elemente 6 (Rest) Mit Abstraktionsprodukten lässt sich aber schwerlich der Ökumenismus im Sinne
des Pastoralkonzils auf den Weg bringen. Dieser Ökumenismus beruht nämlich auf der Vorstellung von Gemeinsamkeiten
in den Bekenntnissen der christlichen Religionen, was die letzten Päpste übereinstimmend mit den Worten
zum Ausdruck brachten: „Was uns eint, ist viel größer als was uns trennt“, und sie haben diese Überzeugung
sogar als das Wesen des Ökumenismus des Pastoralkonzils bezeichnet. Dahinter steht ganz offenbar die
Elemente-Ekklesiologie. Warum haben die vorkonziliaren Päpste nicht so gesprochen? Weil für sie die
Kirche ein unteilbares Ganzes war, das also nicht aus Elementen besteht. Und deshalb vertraten sie die
Rückkehr-Ökumene, wogegen ihre Nachfolger gemeinsam mit dem Pastoralkonzil für eine der Rückkehr-Ökumene
widersprechende Koexistenz-Ökumene eintraten; auch Benedikt XVI. steht hinter ihr. Ende meiner Überlegungen
dazu. Sollten Sie an den Ausführungen zur Communio-Ekklesiologie in „Glaubenswahrheit und Abkommensfrage“
interessiert sein, könnten Sie mir vielleicht die Adresse eines Ihrer Bekannten nennen; dann könnte
ich Ihnen ein Exemplar (kostenlos) zugehen lassen. Einen schönen Sonntag wünscht Rückkehr-Ökumene
Meinst du den Würgeengel und Konsorten? Ist ja niemand da, auf den die einprügeln kommen. Und auf mein
Angebot, mich abzumurksen, ist der kleine Feigling auch nicht eingegangen. Große Klappe nix dahinter.
Sycamore: Elemente 5 (Ende) Diese Bezeichnung bringt nämlich das abstrahierende Tun des denkenden Subjektes
zum Ausdruck (aspicere = anschauen, nämlich das Anschauen des unteilbaren Glaubensganzen von einer bestimmten
Seite). Aber das wäre nicht im Sinne des Pastoralkonzils, denn dann würde deutlich, dass es sich um
Aspekte von verschiedenen und sich teilweise widersprechenden Glaubensganzen handelt, und infolge der
Anbindung an diese keine Gemeinsamkeiten sind. Aus diesen Überlegungen kann man nun eine Folgerung ziehen,
die für die Beurteilung des pastoralkonziliaren Ökumenismus von ausschlaggebender Bedeutung ist: Die
angeblichen Gemeinsamkeiten im Glauben der katholischen Kirche und einer anderen christlichen Gemeinschaft,
insbesondere einer protestantischen Gemeinschaft, sind in Wirklichkeit gar keine Gemeinsamkeiten im Glauben,
sondern es sind Gemeinsamkeiten in Bezug auf Abstraktionsprodukte der entsprechenden Glaubensbekenntnisse.
Dabei wird jeweils auch von der Anbindung an verschiedene, ja von der Anbindung an sich widersprechende
Glaubenswahrheiten abstrahiert. Da die einzelnen Glaubenswahrheiten aber durch die Anbindungen an die
anderen Glaubensaussagen des betreffenden Glaubens gebunden sind, wird eine Gemeinsamkeit vorgegaukelt,
die in Wirklichkeit nicht besteht. Die so durch Abstraktion von Widersprüchen erzeugten scheinbaren Gemeinsamkeiten
sind also keine Gemeinsamkeiten der betreffenden Bekenntnisse, sondern es sind nur übereinstimmende Abstraktionsprodukte.
Mit Abstraktionsprodukt…
Sycamore: Elemente 4 Die Ansicht von der Zusammensetzung des Glaubens aus Teilen beruht auf dem Irrtum,
dass das Absehen von der Anbindung der einzelnen Glaubenswahrheit an alle anderen, die Anbindung selbst
aufhebt und dadurch die einzelne Glaubenswahrheit objektiv verselbständigt wird. (Der Häretiker vollzieht
also einen doppelten geistigen Akt. Zunächst reißt die einzelne Glaubenswahrheit aus ihren Zusammenhängen,
erhält sie dadurch als eine vereinzelte, und dann leugnet er sie.) Infolge der Abstraktion erhält man
also nur die eine Seite der betreffenden Glaubenswahrheit, ihren Inhalt, ihre andere Seite, die in jenen
Beziehungen besteht, wird weggeblendet. Durch Abstraktion erhält man sie also gar nicht in ihrer Totalität,
sondern von dieser nur die eine, nämlich die inhaltliche Seite. Die angeblichen Glaubensteile sind also
in Wirklichkeit Abstraktionsprodukte in Bezug auf den Glauben, die nur die eine Seite der betreffenden
Glaubenswahrheiten festhalten. Der Begriff „Glaubenselement“ oder „Glaubensteil“ bringt also nur scheinbar
einen objektiv bestehenden Sachverhalt zum Ausdruck. In Wirklichkeit ist die Vereinzelung ein subjektives
Erzeugnis, nämlich ein Produkt des abstrahierenden Denkens. Dieses Abstraktionsprodukt kommt zustande,
indem eine abstrahierende geistige Tätigkeit auf einen Aspekt des Glaubens angewendet wird. Anstatt von
Elementen des Glaubens sollte man deshalb besser von Aspekten des Glaubens sprechen. Diese Bezeichnung
bringt nämlich das abstrahierende Tun des denkenden…
@Domenico Geht man von der Grundannahme aus, daß Bewegung so wie Zeno der Elate meint, nicht stattfindet,
so die Annahme falsch, es würde sich überhaupt etwas bewegen. Licht krümmt sich. Vielleicht tun wir
das auch, wenn wir uns bewegen. Der Ort ist eine Imagination. Die Bewegung Illumination. (Illuminaten)
Welche Ökomene hat sich je bewegt? Man muß den Begriff ad absurdum führen, denn an diesem halten sie
fest. Man muß daher die Taktik ändern und ist dazu gezwungen, die Idee der Ökomene fallen zu lassen.
Sie aufzugeben. Es findet keine Ökomene statt, sie ist daher ein Gleichnis, eine Entität. Gott ist Herr
und Schöpfer auch der ungeschaffenen Welt. Daher ist es unmöglich, Ökomene gelten zu lassen, ohne einem
Vorwand; einem Versteck.
Sycamore: Elemente 3 Die Loslösung einer Glaubenswahrheit von den anderen Glaubenswahrheiten ist die
Tat eines denkenden Subjektes. Die Loslösung vollzieht die abstrahierende Person, denn die betreffende
Glaubenswahrheit ist nicht der Sache nach losgelöst, also kein Teil des Glaubens, sie bleibt vielmehr
in den Beziehungen zu den anderen Glaubenswahrheiten verankert; sie ist nur für den sie geistig Fixierenden
losgelöst, weil er von jenen Beziehungen absieht. Nun ist es keineswegs meine Absicht, das abstrahierende
Denken zu verteufeln. Im Gegenteil, das abstrahierende Denken ist notwendig, denn der Mensch ist nicht
in der Lage, den Glauben als Ganzes in der Reflektion zu erfassen. Er ist gezwungen, sich in der Reflektion
auf jeweils einen Aspekt des Glaubens einzuschränken und diese Einschränkung kann er bewerkstelligen,
weil er die Fähigkeit besitzt, von den anderen Glaubenswahrheiten zu abstrahieren. Nur darf ihn diese
Abstraktionsfähigkeit nicht dazu verleiten, das Abstraktionsprodukt, die einzelne Glaubenswahrheit, als
unabhängig von den anderen Glaubenswahrheiten anzusehen, also sie als Teil oder Element des Glaubens
zu betrachten. Mit etwas anderen Worten: Wenn man eine spezielle Glaubenswahrheit in den Blick fasst,
dann sieht man ab von etwas, was unverändert weiter besteht, nämlich von ihrer Anbindung an die anderen
Glaubenswahrheiten. Das Absehen von diesen Bindungen kann diese Bindungen nicht aufheben, sie existieren,
ob ich von ihnen absehe oder nicht.
Elemente 3 Ich möchte unsere Elemente-Erörterung kurz unterbrechen mit einer Bemerkung, die Sie vielleicht
interessieren wird: Das subsistit war ursprünglich nicht die Idee von P. Tromp. Der glaubenstreue Pater,
der an Mystici corporis mitgearbeitet hatte, wollte das „est“ und bemerkte, dass sich die katholische
Kirche wegen des Ökumenismus doch nicht selbst verleugnen dürfe. Dann geriet er unter Druck. In dieser
Lage machte der protestantische Pastor Wilhelm Schmidt, der als Beobachter zugelassen war, den Vorschlag
mit dem subsistit und übermittelte ihn dem Berater von Kardinal Frings, Joseph Ratzinger. Dieser war
Mitglied der Theologischen Kommission und so erhielt P. Tromp, der Sekretät der Theologischen Kommission.
den Vorschlag von Pastor Schmidt. Dieser berichtet diesen Sachverhalt in einem Brief, der in dem unter
www.subsistit.de erwähnten Buch abgedruckt ist.
Sycamore: Elemente 2 Man kann freilich eine solche Glaubenswahrheit für sich betrachten, das heißt aber
nicht, dass sie ein Teil des Glaubens ist. Denn die einzelne Glaubenswahrheit besteht in zwei Momenten,
nämlich einerseits in dem Glaubensinhalt, den sie zum Ausdruck bringt und andererseits in den Beziehungen
in denen sie zu den anderen Glaubensinhalten steht. Wenn man nun eine Glaubenswahrheit für sich betrachtet,
dann heißt das, dass man sie nur durch einen geistigen Akt der Loslösung von den anderen Glaubenswahrheiten
als einzelne erhält. Dieser geistige Akt der Loslösung ist ein Akt der Abstraktion, wodurch von den
objektiv bestehenden Beziehungen zu den anderen Glaubenswahrheit abgesehen wird. Als einzelne betrachtet
erhält man also nur ihre inhaltliche Seite, die zweite Seite dieser Glaubenswahrheit, nämlich ihre Beziehungen
zu allen anderen Glaubensaussagen, wird sozusagen weggeblendet. Der springende Punkt dabei ist nun der,
dass durch das Absehen von diesen Beziehungen dieselben keineswegs aufgehoben werden, sie bestehen vielmehr
unverändert weiter, sie werden nur nicht beachtet! Die Nichtbeachtung hebt diese Beziehungen nicht auf,
ja sie berührt sie gar nicht. Also kann durch die Nichtbeachtung der Beziehungen kein Teil des Glaubens
erzeugt werden. Die Loslösung einer Glaubenswahrheit von den anderen Glaubenswahrheiten ist die Tat eines
denkenden Subjektes. Die Loslösung vollzieht die abstrahierende Person, denn die betreffende Glaubenswahrheit
ist nicht der Sache nach losgelöst, …
Sycamore: Elemente 1 Was die Communio-Ekklesiologie des Pastoralkonzils betrifft stellt sich die Frage,
ob sie tatsächlich eine Rückbesinnung auf die frühkirchlich Communio-Ekklesiologie ist, oder ob sie
mit dieser unvereinbar ist. In einer Schrift „Glaubenswahrheit und Abkommensfrage“ hat Dr. W. Schüler
auf S. 49-67 letzteres nachgewiesen, indem er Kernpunkte verglichen hat. Derselbe Autor hat sich in einem
Buch, das unter www.subsistit.de vorgestellt wird, ausführlich mit der Elemente-Vorstellung von der Kirche
auseinandergesetzt. Wer auf dem Konzil auf den Gedanken kam, mit ihr zu operieren, ist mir nicht bekannt.
Hier kann nur der philosophische Problematik angeleuchtet werden. Da ich einige Abschnitte brauche, meine
Gedanken dazu mitzuteilen, wäre, falls von Ihrer Seite jeweils noch Interesse besteht, ein kurzes Posting
erforderlich, damit ich fortsetzen kann. Die katholische Kirche und insbesondere de katholische Glaube
ist eine unteilbare Ganzheit. Das hat insbesondere der hl. Cyprian dargelegt, es u.a. mit dem ungenähten
Rock Christi begründet und in dem schönen Bild zusammengefasst: „Die Einheit des Lichtes ist der Teilung
nicht fähig“ Man wird zur Verteidigung der gegenteiligen Behauptung, dass der Glaube aus Teilen, nämlich
den einzelnen Glaubenswahrheiten besteht, vielleicht einwenden: Man kann doch z. B. irgendeine Glaubenswahrheit
für sich betrachten, also hat man dann doch einen Teil des Glaubens und damit einen Teil der Kirche erhalten.
Nein, das ist ein Irrtum! Man kann freil…
@ Rückkehr Der „communio“ Begriff, um das Verhältnis von den erwähnen Gruppierungen zur katholischen
Kirche zu erläutern, ist jedoch unzweifelhaft in den Konzilsdokumenten (s. meine Zitate) vorhanden, und
in diesem Punkt besteht gewiß eine Kontinuität zu der traditionellen Lehre der Kirche, die allerdings
zu einem differenzierteren Verständnis von katholischen Kirche als Heilssakrament zwingt. Der „Elemente“-
Begriff ist m.E. höchst ungeeignet, eine „organische“ Wirklichkeit wie das „corpus mysticum Christi“
zu beschreiben und zu durchdringen. Er ist mechanistisch, statisch. Er verfehlt das Lebendige, das Dialektische,
und damit die Kirche als Organismus. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir erläutern würde, wie es im
2. Vat dazu kam, gerade diesen Begriff aufzugreifen. Daß das „subsistit“ ein „genialer“ Einfall von Pater
Trompp war, ist bekannt.
Sycamore: Es geht um die Gemeinschaften der Nicht-Katholiken Bereits unter Pius XII. hat man das anerkannt,
was Sie eine „gewisse communio“ mit der katholischen Kirche nennen. In einem Brief des Hl. Offiziums vom
8. August 1949 an den Erzbischof von Boston heißt es: „Unter besonderen Umständen, nämlich im Falle
unüberwindlicher Unkenntnis oder des Unvermögens, kann die aktuelle Zugehörigkeit zur Kirche ersetzt
werden durch das Verlangen (votum) nach derselben. Dieses braucht nicht ausdrücklich (explicite) vorhanden
zu sein, sondern kann auch in der sittlichen Bereitschaft, den Willen Gottes treu zu erfüllen, eingeschlossen
sein (votum implicitum).“ Das Neue des Pastoralkonzils diesbezüglich besteht darin, dass es die anderen
christlichen Denominationen grundsätzlich anders beurteilt als es der traditionellen Lehre entspricht
und diesen Denominationen – im Widerspruch zur immerwährenden Lehre der Kirche – sogar eine Heilsmittlerschaft
zuerkennt. Dazu kam es m. M. nach durch eine andere Auffassung von der katholischen Kirche auf der Grundlage
der Elemente Ekklesiologie. Ginge es nur um einen unglücklichen Begriff, würde es nicht die Mühe lohnen,
sich damit eingehend zu beschäftigen. Aber es geht um die Auffassung, dass sich die katholische Kirche
aus Teilen, eben aus Elementen, zusammensetzt und diese falsche Vorstellung ist die Grundlage des konziliaren
Ökumenismus. Wie es zu der Fehlvorstellung kommen kann, dass die katholische Kirche sich aus Teilen zusammensetzt,
könnte ich erläutern.
@Rückkehr: 3 Wir haben gleichzeitig geschrieben … Die Frage des Ökumenismus wurde einmal von Kard.
König in einem Fernsehinterview so umrissen: wie können wir das Verhältnis nicht nur der gültig getauften
Christusgläubigen, sondern auch von Menschen anderer Religionen, die mit Sehnsucht die Wahrheit suchen
und ein sittlich gutes Leben führen, zum alleinigen Mittler und Quelle des Heils, Jesus Christus, und
zu seinem mystischen Leib, daß die eine und einzige katholische Kirche ist, verstehen? Was das Konzil
uns schließlich sagt, abgesehen von seinen mißglückten oder nicht ganz geglückten ad hoc gebildeten
Begrifflichkeiten, ist diese Idee der „communio“ mit Christus und seiner Kirche, welche diese Menschen
durch ihren Glauben, durch die Taufe, durch die Suche nach der Wahrheit und durch ein gutes Leben sich
erworben haben. Es bleibt also weiterhin bestehen, daß „extra Ecclesia [mystico corpore Christi] nulla
salus“. Der neue, vom Konzil gelegten, Akzent, ist, daß diese Menschen sich nicht ganz extra Ecclesia
befinden, sondern aus den o.g. Gründen, sich eine „gewisse communio“ mit der einen und einzigen Kirche
erworben haben (UR 3). Deshalb sind sie des Heils teilhaftig. In diesem Sinne, was das Konzil erreicht
hat, ist kein Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche, sondern tatsächlich eine Vertiefung und
eine Präzisierung derselben.
Sycamore: Ich will zunächst noch ergänzen, was in meinem vorvorigen Beitrag gekappt worden ist: Übrigens
sagt Kardinal Ratzinger in der Erklärung Dominus Iesus der Glaubenskongregation: „Mit dem Ausdruck ‘subsistit
in’ wollte das Zweite Vatikanische Konzil … auf der einen Seite [sagen], dass die Kirche Christi trotz
der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiter besteht, …“ Stimmt denn das „voll
[!] … weiter besteht“ nicht genau mit dem Denkschema „vollständig – unvollständig“ überein? Übrigens
sollte man sich darauf einigen, dass für das subsistit – Verständnis ausschließlich die Interpretation
die Rom gegeben hat maßgeblich ist, und zwar zuletzt und am ausführlichsten in der Erklärung der Glaubenskongregation
vom 10.7.2007. In der Antwort auf Frage 2 heißt es zwar, dass der Ausdruck „subsistiert in“ „die vollständige
Identität der Kirche Christi mit der katholischen Kirche besagt, …“ Aber das beigefügte Begleitschreiben
erläutert, dass mit „vollständig identisch“ lediglich eine „substantielle Identität zwischen dem Wesen
der Kirche Christi und der katholischen Kirche“ gemeint sei, was besagt, dass „in der [katholischen Kirche]
allein alle [!] von Christus eingesetzten Elemente jetzt und in Zukunft erhalten bleiben.“ Die anderen
Gemeinschaften besitzen diese Elemente zwar nicht vollständig, aber doch so substantiell, dass sie „den
kirchlichen Charakter und die wirklich kirchliche Dimension“ ja sogar eine Heilsmittlerschaft besitzen,
weil „der Geist Christi sich nicht weigert, ‘sie als Mittel des Heils zu gebrauchen.’“
@ Rückkehr: 2 Noch verständlicher wird es, wenn man fragt, woher dann diese „dona“ bzw. „Elemente der
Heiligung und der Wahrheit“ stammen und inwiefern sind die gültig getauften Christusgläubigen ihren
teilhaftig. Die Antwort des Konzils lautet:„Ii autem, qui in Christum credunt et baptismus rite receperunt,
in quodam cum Ecclesia catholica communione, etsi non perfecta, constituuntur“ (Unitatis Redintegratio,
3). „Denn wer an Christus glaubt und in der rechten Weise die Taufe empfangen hat, steht dadurch in einer
gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche.“ Also durch Glaube an
Jesus Christus und durch die Taufe treten diese Menschen in eine gewisse „communio“ mit der katholischen
Kirche und damit in den parziellen Genuß ihres Reichtums, der „dona“ eben. Die Kirche Christi, die realexistierende
katholische Kirche, bleibt also die eine und die einzige. Menschen, die ihr nicht sichtbar angehören,
durch ihren Glauben an Christus und die Taufe erwerben eine gewisse Teilhabe an ihr und an ihren Reichtümer,
z.B. Heiligkeit und Wahrheit. Diese Teilhabe wiederum, drängt diese Menschen zur vollen „communio“ mit
der einen, heiligen, katholischen Kirche, die wir Katholiken im „Symbolo“, im Glaubensbekenntnis, bekennen.
Noch nachvollziehbarer wird diese Dialektik wenn man von der Kirche als dem lebendigen, organisch gegliederten,
in Zeit und Geschichte durch allen Wandel „subsistierenden“, sich fortwährend verwirklichenden, mystischen
Leib Christi redet.
Widerspruch Die katholische Kirche besitzt bereits die Wahrheit durch den Opfercharakter der hl. Messe
und die reale Gegenwart Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein. Sie besitzt darum auch die Definition
„mystischer Leib Jesu Christi“. Der >Opfergedanke< ist nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil weitgehend
verschwunden und wird seitdem so verdrängt, wie es auch das praktische Aussterben des früher geläufigen
Begriffs >Meßopfer< für die Eucharistiefeier anzeigt. Bei den „christlichen“ Gemeinschaften fehlen der
Opfercharakter, das Sakrament der Priesterweihe, der Zölibat, die Marien- und Heiligenverehrung. 3)Der
subsistit-Satz von Lumen gentium sagt außerdem, dass außerhalb der Zäune der katholischen Kirche, in
den anderen christlichen Gemeinschaften, Elemente der Wahrheit und der Heiligung vorhanden seien.
@ Rückkehr (17:26): 1 (s. auch 03:41, 12:36) Ich habe (16:40) einige methodologischen Fragen geklärt,
das ist alles. Ich bin nicht in die Argumentation eingetreten, also Ihren Argumente auch nicht ausgewichen.
Wo liegt eigentlich Ihre Schwierigkeit? In der Metapher „Elemente“? Man könnte dazu beherzigen: „Sicut
in Vetere Testamento revelatio Regni saepe sub figuris proponitur, ita nunc quouqe variis imaginibus intima
Ecclesiae nature innotescit“ (LG, 6). Ob eine Metapher besonders glücklich gewählt worden ist – und
ich glaube die „Elemente“ ist es nicht – oder nicht, darüber kann man diskutieren. Für die Kirche ziehe
ich vor, natürlich, das paulinische Bild des mystischen Leibes Christi. Dies tut schließlich auch Lumen
Gentium (LG 7), und fügt hinzu:„Ecclesiam, quae corpus et plenitudo Eius est, divinis suis donis replet,
ut ipsa protendat et perveniat ad omnem plenitudinem Dei“ (LG 7). Hier ist die Rede von den „dona“, womit
Christus seine Kirche füllt. Zu merken ist, daß die „Elemente der Heiligung und der Wahrheit“ eben auch
„dona“ genannt werden (LG 8), die eigentlich der Kirche Jesu gehören und trotzdem auch den gültig getauften
Christusgläubigen außerhalb der sichtbaren Verfasstheit der katholischen Kirche weitergereicht werden.
Damit werden aber nicht „Teile der Kirche“ weitergereicht, sondern manche Geschenke, womit Christus seine
Kirche bereichert und deren Besitz bleiben. Was das Verhältnis der Kirche Jesu zur katholischen Kirche
angeht, die von mir zitierten Texte des Konzils verbinden stets die erste …
Sycamore: Bitte nicht ausweichen Wir können uns nicht verständigen, weil Sie meinen Argumenten ausweichen.
Warum lassen Sie sich denn nicht auf die Elemente-Ekklesiologie ein, wozu doch aller Anlass ist, nachdem
Lumen gentium im zweiten Teil des subsistit-Satzes sagt: „Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres
Gefüges vielfältige Elemente [!] der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind“ und wenn Unitatis redintegratio,
Art. 3. sagt: „Überdies können von den Elementen [!] oder Gütern, aus denen insgesamt genommen die
Kirche selbst erbaut [aedificatur] und belebt wird, einige, ja sogar sehr viele und bedeutende außerhalb
der sichtbaren Zäune der katholischen Kirche existieren. Nach diesen Zitaten besteht die katholische
Kirche aus Elementen, und die anderen christlichen Gemeinschaften besitzen diese zum Teil. Wenn dann die
Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche verwirklicht ist, was der erste Teil des subsistit-Satzes
sagt, dann folgt daraus, dass sie in den anderen Gemeinschaften zum Teil verwirklicht ist. Außerdem:
Wenn Sie behaupten, dass nach dem Pastoralkonzil die katholische Kirche die Kirche Christi sei, wie wollen
Sie dann den Satz von Kardinal Ratzinger erklären: „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt
das ganze ökumenische Problem verborgen.“
@Rückkehr (14:28): zur Methodologie Was die Kirche Jesu Christi, alias die realexistierende katholische,
apostolische, hierarchische Kirche angeht, ist das 2. Vatikanische Konzil in keiner Weise zweideutig.
Meine Zitate stammen aus „Lumen Gentium“ und aus „Unitatis Redintegratio“ und geben die Ekklesiologie
des 2. Vaticanum in unzweideutiger Weise wieder. Sie dürfen natürlich meine Aussage bestreiten, aber
dann nur indem Sie andere Konzilstexte geltend machen, die Ihre Ansichten unterstützen. Bisher sehe ich
lediglich, daß Sie sich auf dem „Sinn“ des Konzils berufen, ohne Ihre Aussagen mit den Konzilstexten
zu belegen. Noch mehr, Ihre Aussagen werden von den von mir zitierten Konzilstexten klar widerlegt. Da
wir beide des Lateinischen mächtig sind, ziehe ich es vor, mit dem Originaltext zu arbeiten und nicht
mit einer Übersetzung desselben, sei es auch eine offizielle. Die geneigte Leserschaft findet diese Texte
samt Übersetzung in den modernen Sprachen ohnehin im Internet (www.vatican.va/archive/hist_concils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_dec…).
Werte(r) Sycamore Vielen Dank für Ihre Entgegnung. Ich darf vorschlagen, dass wir unsere Auseinandersetzung
nur in deutscher Sprache führen. Zu Ihrem Punkt 1. Diese Passage ist natürlich richtig, doch trifft
sie nicht die anstehende Problematik, die das Verhältnis von Kirche Jesu Christi und katholischer Kirche
im Sinne des Pastoralkonzils zum Gegenstand hat. Zu Punkt 2: Ihrer Aussage, dass die einzige Kirche Christi
die katholische Kirche ist, stimme ich natürlich zu. Aber das ist leider nicht die Lehre des Pastoralkonzils
Um dieses „ist“ wurde ja gerungen, wovon Sie sich in der Dissertation von A. v. Teuffenbach über die
subsistit-in-Lehre überzeugen können. Das Pastoralkonzil hat mit vollem Bewusstsein „ist“ durch „subsistit-in“
ersetzt, und zwar aus ökumenischen Gründen. Diese Ersetzung ist so gravierend, dass Kardinal Ratzinger
sagte, dass in dem Unterschied [!] zwischen „est und „subsistit in“ das ganze ökumenische Problem verborgen
ist. In der von Ihnen zitierten Passage, ist die Kirche Jesu Christi gemeint, wie man am Satz davor erkennt,
und sie gibt nicht her, dass Kirche Jesu Christi und katholische Kirche ein und dasselbe ist. Zu Punkt
3 und 4: Auch diese Zitate erhellen nicht dieses Verhältnis im Sinne des Pastoralkonzils. Sie liegen
vielmehr auf der Linie des falschen Denkschemas „vollständig – unvollständig“, das in Elemente Ekklesiologie
dieses Pastoralkonzils begründet ist, die nicht mit der traditionellen Lehre der Kirche übereinstimmt.
Übrigens sagt Kardinal Ratzinger in …
Sycamore Rückkehr-Ökumene und Illuminatus Sycamore, was meinst Du mit schizophren? Also ich hab es ja
schon vor deiner Erläuterung verstanden. Das bedeutet, dass auch andere Kirchen Teile der Wahrheit haben.
Aber es rechtfertigt keinen Hochmut. Meine Rede. Die Glaubensextremisten verhalten sich aber hier anders,
als hätten die Lutheraner nicht mal ein Stückchen der Wahrheit. Und das Stückchen Nächstenliebe und
Demut wurde den Glaubensextremisten ja aus dem Gewissen getilgt und mit Hybris ersetzt. So ein Beschimpungswahn
wie hier herrscht ist ja noch nicht mal in der NPD zu vermuten. Und dann noch diese heilige Erhabenheit
„wir sind bessere Leute, weil wir doch an die EINZIG grrr… ja ALLEREINZIGSTE…grrr… ALLERALLEREINZIGSTE
wahre Kirche glauben, als (wie) Ihr ganzen anderen bösen Gläubigen und Ungläubgen“ (drei mal auf den
Boden stapf.). Wenn man den Teufel in und hinter allem und jedem sieht, ist das ist wirklich nicht gesund.
Vielleicht gibt sich das wieder, wenn der Heilige Vater, wie Illuminatus mein, Exekutor, zur Tat schreitet.
Aber ob sich der Engländer und seine Freunde danach richten, oder weiterhin den Stinke zeigen? Noch
ne Frage Sycamore: Was ist eigentlich dein Nomen/Omen?
Dann lesen wir „Lumen Gentium“ in Verbindung zu „Unitatis Redintegratio“ In Unitatis Redintegratio werden
die gleichen ekklesiologischen Aussagen gemacht wie in Lumen Gentium. 1. Die Einheit und Einzigkeit der
Kirche Jesu: – „Una enim atque unica a Christo Domino condita est Ecclesia“ (UR, 1). […] „et in Ecclesia
sua Eucharistiae mirabile sacramentum instituit, quo unitas Ecxclesiae et significatur et efficitur“ (UR,
2). 2. Diese eine und einzige Kirche Jesu ist die realexistierende katholische, apostolische, hierarchische
Kirche: – „Ad hanc autem snctam suam Ecclesiam ubique terrarum usque ad consummationem saeculi stabiliendam,
Christus munus docendi, regendi et sanctificandi Collegio Duodecim concredidit. Inter eos Petrum elegit,
super quem post fidei confessionem Ecclesiam suam aedificare decrivit; cui claves regni caelorum promisit
atque, post suoae dilectionis professionem, universas oves in fide confirmandas et in perfecta unitate
pascendas commisit“ (UR, 2). 3. All diejenigen, die an Christus glauben und gültig getauft wurden, „in
quadam cum Ecclesia catholica communione , etsi non perfecta, constitutuuntur“ (UR, 3). Es wird um die
vollständige Kommunion derer mit der katholischen Kirche angestrebt. 4. Die Elemente der Heligung und
der Wahrheit, die sich auch bei ihnen befinden, sind gleichsam „Geschenke“ (LG 1,8), die der katholischen
Kirche eigen sind. Und hier die äußerst wichtige Aussage: „Per solam enim catholicam Christi Ecclesiam,
quae generale auxilium salutis est, omnis salutarium mediorum plenitudo attingi potest“ (UR, 3)…
Lumen gentium, 8,und Unitatis redintegratio, 3, gehören zusammen Man muss die beiden Stellen zusammennehmen,
um zum richtigen Verständnis des subsistit zu gelangen. Das zeigt auch die Stellungnahme der Glaubenskongregation
vom 10.7. 2007. Sie bringt zwar nicht explizit diese beiden Stellen in Zusammenhang, aber die Beschreibung
dessen, was das subsistit besagen soll, wird als die Meinung des Pastoralkonzils nur verständlich, wenn
man beide Stellen zusammen bringt. Aus beiden Stellen folgt, dass es eine unvollständige und zahlreiche
unvollständige Verwirklichungen der Kirche Jesu Christi gibt, was der traditionellen Lehre widerspricht.
Diese Lehre unterminiert das Dogma: „Die von Christus gestiftete Kirche ist einzig und einig.“ (s. L.
Ott, S. 365)
@Pepe: keine kirchliche Schizophrenie bitte! Lesen Sie noch einmal Lumen Gentium sorgfältig durch! „Dies
ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische
bekennen. Sie zu weiden hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (Joh 21,17),
ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut (Mt 28,18ff), für immer
hat er sie als „Säule und Feste der Wahrheit“ errichtet (1 Tim 3,15). Diese Kirche, in dieser Welt als
Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri
und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird“ (Lumen Gentium I,8). Ist das insoweit klar?
„Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüge vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit
zu finden sind, die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen“ (Lumen
Gentium I,8). Davon, daß die anderen christlichen Gemeinschaften „unvollständige Verwirklichungen“ der
Kirche Jesu Christi seien, ist in LG überhaupt nicht die Rede. Ganz im Gegenteil, „haec EST unica Christi
ecclesia, quam in Symbolo unam, sanctam, catholicam et apostolicam profitemur, quam Salvator noster […]
Petro pascendam tradidit […] Haec Ecclesia […] subsistit in Ecclesia catholicas, a sucessore Petri
et Episcopis in eius communione gubernata“ (LG I,8). Außerhalb ihrer befinden sich „elementa plura santificationis
et veritatis“ (ibid.). Diese „Elemente“ sind „dona Ecclesiae Christi“, also der katholischen Kirche „propria“/
eigen (LG I,8).
Rückkehr-Ökumene O.k. Nun sagt den Glaubensextremisten das gebildete Gewissen u.a. – des Papstes Benedikt
XVI. – der Kardinals Kasper – des Kardinals Lehmann – des Erzbischofs Zollitzsch – des Kardinals Koch
– des Kardinals Levada – des Prälaten Pozzo dass Dein letzter Absatz stimmt „Die katholische Kirche ist
der Lehre des Pastoralkonzils gemäß demnach nicht die einzige Verwirklichung der Kirche Jesu Christi,
sondern sie ist nur die einzige vollständige Verwirklichung xenx derselben und die anderen christlichen
Gemeinschaften sind unvollständige Verwirklichungen derselben.“ Aber das ficht das „gebildete“ Gewissen
der Glaubensextremisten nicht an. Keiner, aber auch gar keiner darf ein Fünkchen Wahrheit haben… Was
wollen die noch, um den obersten Katholiken endlich zu glauben. Oder darf es nicht sein, dass der kleine
Robin auch einen lieben Papi hat. „Nein, Dein Papi ist blöd, nur meiner ist ein richtiger Papi.“ Alles
klar.
Worin liegt der Widerspruch der subsistit-in-Lehre des Konzils zur traditionellen Lehre der Kirche 1)
Nach der traditionellen Lehre der Kirche ist die Kirche Jesu Christi und die katholische Kirche ein und
dasselbe! 2)Das Pastoralkonzil sagt in Lumen gentium, Art. 8.2., dass die Kirche Jesu Christi in der katholischen
Kirche subsistiert. Das Verhältnis zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche im Sinne
des Pastoralkonzils versteht man nur, wenn man Unitatis redintegratio, das Ökumenismusdekret, Art. 3,
hinzunimmt, demzufolge die Kirche (gemeint ist die katholische Kirche) insgesamt aus Elementen erbaut
wird! 3)Der subsistit-Satz von Lumen gentium sagt außerdem, dass außerhalb der Zäune der katholischen
Kirche, in den anderen christlichen Gemeinschaften, Elemente der Wahrheit und der Heiligung vorhanden
seien. 4)Wenn die katholische Kirche aus Elementen besteht und diese zum Teil auch in anderen christlichen
Gemeinschaften vorhanden sind, dann ist die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche vollständig
verwirklicht und in den anderen christlichen Gemeinschaften in mehr oder weniger großem Umfang. 5)Die
katholische Kirche ist der Lehre des Pastoralkonzils gemäß demnach nicht die einzige Verwirklichung
der Kirche Jesu Christi, sondern sie ist nur die einzige vollständige Verwirklichungen derselben und
die anderen christlichen Gemeinschaften sind unvollständige Verwirklichungen derselben. Das haben u.a.
die Kardinäle Kasper und Lehmann auch direkt behauptet. Das ist eine neue, mit der traditionellen Lehre
der Kirche nicht zu vereinbarende Lehre.
@Aurora Grüß Gott, ich sehe, Sie sind neu hier. Lesen Sie mal die die Beiträge von Lycobates. Habe
es auch getan und war hellauf begeistert. Seine Beiträge sind das Beste, was ich in diesem Forum bisher
gefunden habe. Dort erfahren Sie auch etwas über die FSSPX, die von vielen als die Rettung der Kirche
angesehen wird. Gottes Segen Hier der Link: www.kreuz.net/reader.6962.html
Sachlicher Widerspruch Wer die Kirche erst mit 1965 beginnen läßt, wer die höchstlehramtlichen Äußerungen
Pius IX. gegen den Liberalismus, des Pius X. gegen den Modernismus, Pius XI. gegen den falschen Ökumenismus,
Pius XII. gegen die „neue Theologie“ verteidigt, der ist kristallklar katholisch, lehramtstreu und urteilt
mit den Päpsten. Auch das Pastoralkonzil des II. Vatikanums und die pastoralen Projekte der Kurie müssen
sich am immerwährenden Lehramt der Päpste messen lassen. Was durch die Päpste verurteilt wurde, ist
auch heute verurteilt, auch wenn ein Prälat das persönlich anders sieht. Das Festhalten an der Tradition
meint ja gerade das Festhalten an der Lehre der Päpste. „Tradidi, quod et accepi.“ „Ich habe weitergegeben,
was ich empfangen habe.“ Dies steht auf dem Grabstein von Erzbischof Marcel Lefebvre, des Athanasius des
XX. Jahrhunderts. Das Lehrschreiben „Mortalium animos“ und die vielfältigen Äußerungen Pius XII. zu
den falschen Einheitsbestrebungen sind schon das Urteil über den heute von höchsten Stellen betriebenen
Ökumenismus.
Zur subsistit-in-Lehre von Lumen gentium, Art. 8.2 Unter der Überschrift „Wie absolut ist absolut“ hat
Dr. W. Schüler hier am 4.8.2008 in einem Artikel Stellung zur subsistit-in-Lehre genommen und gezeigt,
dass diese Lehre des Pastoralkonzils einen Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche darstellt, der
dem Ökumenismus des Konzils die Tür öffnete. Übrigens sind alle Interpretationen der subsistit-in-Lehre
unmaßgeblich außer derjenigen, die Rom selbst gegeben hat, und zwar insbesondere mit der Erklärung
der Glaubenskongregation vom 10.7.2007.
#29 Großwildjäger 17:49:51 | Donnerstag, 29. Juli 2010
@ Burgorus: …solltet uns Katholiken nicht für so blöd halten. Nachdem was man hier von einigen dieses
Schlages liest, kann man aber zu der Ansicht kommen…
Seltsamerweise hat diese Frage kein einziger Katholik gestellt. Da weiß es offensichtlich jeder. Ihr
Apps www.kreuz.net/bookentry.7695.html solltet uns Katholiken nicht für so blöd halten. Vielleicht nur
soviel: Ich habe in meinem Posting nur einen klitzekleinen Ausschnitt meiner Geschichtstheologie gebracht.
Wenn die Dilldappen an ihre Grenzen stoßen wird es immer peinlich, weil grenzenlose Dilldappen, die andere
nur beleidigen können, wenn die nicht nach der Katzenmusik-Pfeife der Dilldappen tanzen… Nicht
wahr Oberdilldapp Burguros…?
#24 Großwildjäger 16:40:06 | Donnerstag, 29. Juli 2010
@ Burgorus: Es handelt sich hier um eine theologische Frage (falls Sie so etwas überhaupt beantworten
können). Warum soll angeblich der alte Bund wegen „Hurerei“ aufgelöst worden sein???
Kontroverse Der Artikel zieht das schöne Pastoralkonzil ins lächerliche. Hoffentlich können die Konzilsverteiger
auch mal über sich selbst lachen. Nach vier Jahrzehnten Tragödie hat kreuz.net ein Jahrzehnt Komödie
eröffnet, in Analogie zum Klassischen antiken Theatertag.
#22 mr. cologne † 15:09:32 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Burgilein, sei froh das dummheit nicht vererblich ist. Wären deine Eltern nämlich ähnlich dumm wie
du gewesen, so wären sie nicht in der Lage gewesen ein Kind zu zeugen
Normalerweise sind einem App www.kreuz.net/bookentry.7695.html wie Großwildjäger Themen wie „Zweites
Vatikanisches Konzil“, „Alte Messe“, „katholische Kirche“ oder „Kirche Christi“ so was von egal, wie man
es sich es als Katholik gar nicht vorstellen kann. Doch dummerweise tauchte in meinem Posting das Stichwort
„Israel“ auf, und schon ist App www.kreuz.net/bookentry.7695.html Großwildjäger da. Bei einem Thema,
das ihn eigentlich gar nichts angeht.
#20 mr. cologne † 15:02:02 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Wir sind die Borg Deaktivieren Sie ihre Waffensysteme. Ihre biologischen und technologischen Eigenarten
werden der unseren hinzugefügt. Widerstand ist zwecklos
Nochmals der Link zum App-Artikel www.kreuz.net/bookentry.7695.html. Sowie ich es bisher mitbekommen habe,
wird der App Großwildjäger stets bei Stichworten wie Israel, Jude, jüdisch oder Ähnlichem alarmiert,
und bald darauf taucht er auf.
#17 Gockeline 14:52:20 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Dies wäre wieder ein Schritt zurück, will man wieder ins Mittelalter zurück? Man würde sich in Mittelpunkt
stellen als wahre Christen und andere ins Anseits schicken? In die Abwertung? Das macht das Volk nicht
mehr mit und Gottes Wille wäre das auch nicht! Riecht nach Selbsbeweihräucherung!
#16 Großwildjäger 14:49:36 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Hallo Kamazz! So in ner halben Stunde bin ich wieder da. Ich habe jetzt nur schnell mal bei einem Bekannten
hier reingeschaut und ne „Duftmarke“ hinterlassen…
Früchte der „Konzilkirche“!? „Turnen bald Senioren in der Kirche“, so die kürzliche Schlagzeile der
‘Neuen Luzerner Zeitung’. Warum Hochw. H.Prälat müssen Gotteshäuser durch Faschinggottesdienste, Konzerte,
Ausstellungen, Turnen usw. zwckentfremdet werde?. Warum wird das Allerheiligste immer aufs neue profaniert?
Hat nicht Christus persönliche die Geldwechsler u. Händler aus dem Tempel getrieben? Sind das nicht
genau die katastrophalen Früchte des Konzils, der veränderten Liturgie (Messfrom)? Wir Katholiken verdanken
dem Erzbischof o^/ Lefebre, Piusbruderschaft, dass die ursprügnliche latein. Liturgiefeier trotz den
Widerständen der ‘Konzilskirche’ erhalten geblieben ist. Deo gratias!
Wir kämpfen auch für euch Katholiken Denn euere Meinungsfreiheit ist uns Sozialisten genau so wichtig,
wie unsere eigene. Wir kämpfen auch gegen die Ausgrenzung katholischer Gläubiger, denn unsere Ideale
sind die Ideale der Freiheit, der Toleranz und der gelebten Nächstenliebe.
Unentschuldbare Untätigkeit des Lehramtes Prälat Pozzo stellt fest, daß „Ideen und zweideutigen Darstellungen,
die fragwürdig und oft der geraden katholischen Lehre zuwider sich im katholischen Raum [d.h. in der
katholischen Kirche …] verbreitet haben.“ Dann stellt sich die Frage, warum schreitet das Lehramt heute
nicht dagegen ein? Es handel sich doch um eine grobe Venachlässigung der Hirtenpflichten, wofür Papst
und Bischöfe eines Tages dem Herrn der Kirche strenge Rechenschaft ablegen müssen. Warum nennen sie
diese „Ideen und zweideutigen Darstellungen, die der katholischen Lehre zuwider sind und sich im katholischen
Raum verbreitet haben“ nicht beim Namen und verurteilen sie nicht, um des Seelenheils willen? Dies wird
bisweilen von einer wachsenden Zahl von Theologen, Priestern und Gläubigen vom Papst verlangt, der sich
dagegen sträubt und eher zum Jagen getragen werden möchte. Anschließend stellt sich die Frage, warum
Päpste und Bischöfe dem festgestellten skandalösen Treiben in der Kirche über einer Zeitspanne von
immerhin 40 Jahren nicht Einhalt geboten haben, und durch ihre Untätigkeit der Kirche Jesu immense Schäden
mitverursacht haben. Zu Recht also die Frage des Verfassers: „Warum das Lehramt jahrzehntelang nicht gegen
diese Ideen einschritt und stattdessen fast ausnahmslos Bischöfe ernannte, die diese unterstützten?“
#5 Alois Bischof 12:34:44 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Wen meint er etwa „Ideen und zweideutigen Darstellungen, die fragwürdig und oft der geraden katholischen
Lehre zuwider sind und die sich im katholischen Raum und allgemein in der öffentlichen Meinung verbreitet
haben“. Meint er etwa die Theologischen Veröffentlichungen Hw. Joseph Alois Ratzingers oder wie er 1968
die Christologie durch Antropologie ersetzen wollte (Einführung in das Christentum, 1968)? Oder die Häresie,
daß der mystische Leib Christi auch außerhalb der römisch-katholischen Kirche bzw. ihrer katholischen
Teilkirchen sichtbar sei und existiere („subsistit in“, LG, aber auch 10.7.2007 Erklärung der Glaubenskongregation)?
Oder die Behauptung, daß erst durch den Ökumenismus die „volle“ Einheit der „Kirche“ „wiederhergestellt“
werden könne, und der hl. Kirche heute die Einheit fehle, weil Ostschismatiker und Westhäretiker sich
abgespalten haben? Oder die Ratzinger’sche Irrlehre vom „guten“ „gesunden“ Laizismus, von der „Religionsfreiheit“
für alle Kulte ohne Unterschied als „Naturrecht“. Oder etwa, daß Christus und die Märtyrer nicht zur
Sühne und den Heldentod gestorben sind, sondern für „Religionsfreiheit für alle“ (Ansprache an die
römische Kurie, 22.12.2005)? Oder die Kommunionausteilung an Protestanten (Frère Roger Schutz, 10.4.2005,
Rom, Joseph Kard. Ratzinger), wie offen von Kardinal Kasper gefordert und von Bischof Gerhard Müller
schon praktiziert bei konfessionellen Mischehen.
1. Zum Konzil. 2. kath. Kirche = 2. Frau Gott Vaters (oder = 2. Frau Gott Vaters + Braut Christi) Ersetzte
man den Altar durch einen Luthertisch und beriefe man sich dabei auf eine UNO-Resolution Nr. ?? , würden
die Leute sagen: Bestimmt denn jetzt die UNO, was in der kath. Kirche gemacht wird? Nachdem nun aber das
Konzil stattgefunden hat, kann man sich bei jedem Unfug auf das Konzil berufen; ob er davon abgedeckt
ist, ist völlig egal; die Konzilstexte hat ja sowieso keiner gelesen. Hätte das Konzil nicht stattgefunden,
wäre es wahrscheinlich kaum anders. Man hätte halt weniger Vorwände zur Hand, um eine Ketzerei einzuführen.
Die Liturgiereform, die m.E. eine Hauptquelle des Übels ist, hätte man ohne vorausgehendes Konzil ebenso
einführen können. Was da gemacht wurde, deckt sich kaum mit den Lehren des 2. Vat. Konzils, das ja,
im Gegensatz zum tridentinischen Konzil, den Gebrauch der lateinischen Sprache in der Hauptsache gar vorschreibt.
Die katholische Kirche ist nicht mit der Kirche Christi identisch. Der katholische Priester bringt sein
Opfer Gott Vater dar: „Te igitur, clementissime pater, …“. Sogar die Lesung ist versus dominum. Sie
soll zeigen: „Gedenke des Bundes, den du mit uns geschlossen hat.“ Es handelt sich hier um einen Bund
Gott Vaters mit seiner Kirche, dem Neuen Bund, seiner zweiten Ehe; die erste Frau Israel hat er ja ausgehaut
(wegen Hurerei). Die Kirche Christi ist Kind der zweiten Ehe. Sie ist Christi Braut, noch nicht seine
Frau. Der Ehebund existiert noch nicht. Erst bei seiner ersten Wiederkunkt heiratet Christus seine Braut.
Merkwürdig, war es nicht kreuz.net selber, das im Falle des II. Vaticanums immer wieder auf die Differenz
zwischen Text und Interpretation/Anwendung hingewiesen www.kreuz.net/article.9375.html hat?