Mission
Paraguay gegen Deutschland – noch unentschieden
Korruption oder Machtkampf? Im internationalen katholischen Sozialverband Kolping ist ein erbitterter Bruderkrieg ausgebrochen.
Paraguay liegt im Herzen von Südamerika
Paraguay liegt im Herzen von Südamerika
© ‘Olmovich’, CC
(kreuz.net) Am 26. Juni schrieb Julios Santos einen Offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Santos ist der Präsident der Fundación Kolping Paraguay.

In seinem Schreiben erklärte er, daß die wichtigste soziale Berufsbildungsstätte in Paraguay, die von der Kolping-Stiftung getragen wird, in Gefahr sei, ihre Existenzgrundlage zu verlieren.

Die Lehranstalt umfaßt mehr als 3.000 Berufsschüler, neun Berufsschulen und rund 200 Mitarbeiter.

Sie erhält Förderungen des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der EU.

Unklare Vorwürfe

Santos’ Brief erhebt „sehr schwere“, aber nicht näher bezeichnete Korruptionsvorwürfe gegen die in Köln ansässige Geschäftsleitung der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’.

Die Stelle wird von Prälat Axel Werner geleitet. Sie soll angeblich Millionenbeträge an staatlichen Fördermitteln und Spenden zweckentfremdet haben.

Die ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ koordiniert im Auftrag von ‘Kolping International’ die Entwicklungshilfe in 61 Ländern.

Santos erhebt auch „schwere Vorwürfe“ gegen die Sachbearbeiterin Michaela Z. im ‘Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung’.

Sie ist seit Jahren die Verbindungsperson zwischen der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ und dem Ministerium.

Die angeblichen finanziellen Ungereimtheiten wurden nach Angaben des Briefes von der international tätigen Wirtschaftsprüfungs-Firma Price Waterhouse Coopers festgestellt.

Diese habe die Korruptionsvorwürfe der ‘Fundación Kolping Paraguay’ bestätigt.

Daraufhin habe Frau Z. der Firma den Prüfungsauftrag für die belastenden Zeiträume entzogen.

Gleichzeitig habe die ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ über einen „fragwürdigen richterlichen Beschluß“ die Kontrolle über die Kolping-Stiftung in Paraguay übernommen.

Jetzt bestehe die akute Gefahr einer Strafvereitlung.

Schlagabtausch

Am 2. Juli wies der Vorstand der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ den Vorwurf, staatliche Fördergelder zweckentfremdet zu haben, „in aller Deutlichkeit“ zurück.

Man habe im Gegenteil auf juristischem Wege dafür gesorgt, daß in Paraguay keine widerrechtlichen Handlungen stattfinden könnten.

So habe man eine „widerrechtliche und mit dem Verein nicht abgestimmte Änderung der Stiftungssatzung“ verhindert.

In einem Kommentar wirft die ‘Fundación Kolping Paraguay’ der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ vor, die alleinige Verfügungsmacht über die Kolping-Werke in Paraguay erlangen zu wollen.

Wenn das gelinge, sei es der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe’ nach örtlichem Recht möglich, das vom gegenwärtigen Stiftungsvorstand eingebrachte Strafverfahren aufzuhalten.

Dieses betrifft die Jahre 2002 bis 2007, als der Vorstand noch nicht im Amt war.

Die ‘Fundación Kolping Paraguay’ weist auch darauf hin, daß die Richterin, die bisher für den Fall zuständig war, mittlerweile abgelöst wurde.
      
13 Lesermeinungen
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#25   Meinungsbildend   15:45:33 | Samstag, 14. August 2010
Eine neue Runde, die BMZ-Außenrevision prüft am 16.08.2010 Kolping-Paraguay, was denken Sie mit wem…
Kaum zu Glauben, natürlich mit den Hauptbeschuldigten in der ganzen Korruptionsaffäre. Hier soll augenscheinlich der „Bock zum Gärtner“ gemacht werden.
Man stelle sich vor, mehr als zehn Jahre der engsten Zusammenarbeit zwischen der Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e.V. und dem BMZ.
Welche Seilschaften haben sich in dieser Zeit wohl gebildet?
Wie soll den das Ergebnis der Überprüfung der Anschuldigungen den Ausfallen? Wenn die Haupbeschuldigten (SEK-Geschäftsleitung, Ex-Wirtschaftsprüfer und Ex-Hauptbuchhalter) mit dem BMZ in der Kolping-Stiftung Paraguay die Beweise überprüfen!
Das BMZ entzog PricewaterhouseCoopers [(PwC) ein Verbund von Prüfungs- und Beratungsgesellschaften] kurzfristig den Prüfungsauftrag, nach dem die Anschuldigungen in einem Vorabbericht bestätigt wurden!
Warum? Wem missfiel dieses Ergebnis?
Selbst Bundestagsabgeordneter, Thilo Hoppe, forderte die BMZ-Außenrevision auf, wegen der Transparenz, mit der weiteren Prüfung PWC zu beauftragen!
Nur zu verständlich wenn die Kolping-Stiftung Paraguay weiterhin, wegen der Transparenz, auf PWC besteht!
Es ist ein Kampf zwischen David und Goliat in Doppelbesetzung den hier eine kleine Stiftung zu kämpfen hat.
Was ist es: Ist es nur ein erbitterter Bruderkrieg, oder vielleicht ein heiliger Krieg, der hier ausgefochten wird?
Es wird sich zeigen, ob Wahrheit und Gerechtigkeit in der heutigen Welt noch ihren Platz findet, und ob solidarisches Handeln und Denken nur noch leere Worthülsen sind.
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#22   Sefirot   23:52:16 | Sonntag, 1. August 2010
Eigentlich geht es um den Binnenstaat
Paraguay und nicht um die ominösen
Koran-Suren und den Herrn Professor
Bockenförde.
Wie banal kann ein Mensch nur werden,
wenn er keine Argumente mehr hat und
anzweifelbare Autoritäten glaubt, zitieren
zu müssen… :-! :-!
Da kann man nur plem, plem sein…! o.O o.O o.O
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#21   Domenico Tuttisanti   21:56:51 | Sonntag, 1. August 2010
Raul Berner
Die Verfolgung von Christen durch Moslems geschieht nicht „wider Erwarten“, sondern systematisch, global und aufgrund der koranischen Mord-Befehle: z.B. in Sure 9, 5 in Verb. mit 9, 30 www.kreuz.net/bookentry.5844.html! Über 70% der heute wegen ihrer Religion Verfolgten sind Christen. Und die Verfolger sind überwiegend Moslems!
Kein Katholik ist dazu aufgerufen, mitanzusehen wie seine Familie, seine Angehörigen und sein Volk von ungerechten Angreifern vernichtet werden. Hier ist die Lehre des Thomas von Aquin zum gerechten Krieg richtungweisend.
Damit es zu solchen Verhältnissen, die automatisch überall evoziert werden, wo Muslime die Überhand gewinnen, gar nicht erst kommt, sollte man den Ratschlag von Prof. E.-W. Böckenförde befolgen, einem ehemaligen Richter am Bundesverfassungsgericht, einem der bedeutendsten deutschen Staatsrechtler und , übrigens, Katholiken, der geraten hat, dassder Staat dafür Sorge zu tragen habe, dass … die Angehörigen des Islams durch geeignete Maßnahmen im Bereich von Freizügigkeit und Migration – nicht zuletzt im Hinblick auf die Türkei – in ihrer Minderheitenposition verbleiben, ihnen mithin der Weg verlegt ist, über die Ausnutzung demokratischer politischer Möglichkeiten seine auf Offenheit angelegte Ordnung von innen her aufzurollen (Quelle www.faz.net/…common~Scontent.html!)
Es ist christlich, das eigene Leben zu opfern, nicht aber das Leben der anderen!
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#18   hieronymus333   20:45:54 | Sonntag, 1. August 2010
So kennt man Kolping,
sich nach dem WK II. finaziell bereichern und den Menschen nicht helfen und jetzt die Ärmsten der Armen bestehlen, nur gut, dass der Altersdurchschnitt das baldige Ende dieser Organisation bedeutet.
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#17   Domenico Tuttisanti   20:00:51 | Sonntag, 1. August 2010
Raul Berner
Es müssen auch nicht alle Muslime Islamisten sein, um in grossen Massen eine Bedrohung für die Demokratie darzustellen. Es reicht vollkommen, dass die Zahl der Muslime beständig zunimmt und mit ihnen die Zahl orthodoxer Gläubiger.
Siehe dazu diese früheren Beiträge in der Leserzeitung:
Das Dschihad-System www.kreuz.net/…kentry.7942.html.Das bekannte Spiel, zwischen den guten Gemäßigten und den bösen Islamisten zu unterscheiden, verliert jede Relevanz, wenn man zeigen kann, dass der Islam ein zusammenhängendes System ist, das die Gemäßigten ebenso sicher hervorbringt wie die sogenannten Fundamentalisten. Das System ist auf beide angewiesen.
Gibt es nicht auch moderate Muslime www.kreuz.net/bookentry.7528.html? Beständige Vertauschung der Ebenen „Islam“ und „Muslime“. Es gibt moderate Muslime, aber keinen einen moderaten Islam!
Existieren moderate Moslems www.kreuz.net/bookentry.5656.html? Ich stelle nicht die Frage, ob es moderate Moslems gibt, ich stelle die Frage, ob die Tatsache, dass es sie gibt, Einfluss darauf hat, was der Islam für uns bedeutet.
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#16   Gockeline   18:44:23 | Sonntag, 1. August 2010
Die ganzen Spenden müßen besser geprüft werden.
Mit Spendengelder macht man viel Unfug.
Sie versickern oft in ungewisse Kanäle.
In jeder Bank gibt es das 4Augenprinzip beim Geld.
In allen Kirchen wird sehr lasch mit Spenden umgegangen.
Wenig Kontrolle!
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#14   Ehrenmann   17:00:32 | Sonntag, 1. August 2010
Nichts drann!
Die Geschichte ist alt und die Suppe dünn!
„Köln, 2. Juli 2010: Der Vorstand der Kolping-Sozial- und Entwicklungshilfe (SEK e.V.) weist die Vorwürfe der Kolping-Stiftung in Paraguay, der Verein mit Sitz in Köln habe staatliche Fördergelder zweckentfremdet, in aller Deutlichkeit zurück. „Im Gegenteil, wir haben auf juristischem Wege dafür gesorgt, dass in Paraguay keine widerrechtlichen Handlungen stattfinden können“, betont Hubert Tintelott, stellvertretender Vorsitzender des SEK e.V.“
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#13   Domenico Tuttisanti   16:56:25 | Sonntag, 1. August 2010
Raul Berner
Kreuz.net hat eine Zahl von ein paar Tausend Lesern, die meisten davon sind portalkritisch! Der Islam in Deutschland repräsentiert bereits jetzt eine Zahl von ca. 5 Millionen Menschen und er nimmt – aufgrund der demographischen Entwicklung und der fortgesetzten Immigration – in rasantem Maße weiter zu.
Meinungen und positionen auf Kreuz.net sind weit davon entfernt, mehrheitsfähig zu werden. Ob das jedoch auch für islamische Ansprüche gilt, wenn die Muslime z.B. die stärkste Religionsgruppe sein werden, was in wenigen Jahrzehnten der fall sein wird, das wage ich zu bezweifeln!
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#11   Domenico Tuttisanti   16:29:49 | Sonntag, 1. August 2010
Leider muss immer irgendetwas
passieren, bevor die Leute sich aus ihrem Tiefschlaf herausreissen lassen: ob es der Mord am Islamkritiker Theo van Gogh …surrealism.blogivists.com/…gh-april-15-2010.jpg in den Niederlande ist oder der Mordanschläg auf einen Karikaturisten www.spiegel.de/…,1518,669748,00.html in Dänemark …
Dabei würde es reichen, den Koran zu lesen, um wissen zu können, dass der Islam eine verfassungsfeindliche Ideologie ist, die sich nicht auf den Art. 4 GG (Religionsfreiheit, incl. Freiheit der Religionsausübung) berufen kann und an deren weiterer Ausbreitung Deutschland kein Interesse haben kann, wenn es nicht seine höchsten demokratischen und verfassungsrechtlichen Güter (Gleichheit vor dem Gesetz, Gewissens- und Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit etc.) gefährden will.
Siehe dazu das Video-Interview mit dem
Staatsrechtler Prof. Schachtscheider:
>>> Teil 1 www.youtube.com/watch?v=rnhiY_pitnQ, Teil 2 www.youtube.com/watch?v=FDABX5AijQg <<<
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#7   hieronymus333   15:08:27 | Sonntag, 1. August 2010
Raul Berner
Als Katholik gibts für mich nur ein …et…et… :-D
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#5   hieronymus333   14:46:04 | Sonntag, 1. August 2010
Hauptsache ist,
dass die guten Paras auch weiterhin Zigarren rollen. :-D
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#3   r.ruhrgebietler   14:19:06 | Sonntag, 1. August 2010
wen juckt das?
einzig zählt das Seelenheil und ewig gültige trid. Liturgie!
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#2   Sefirot   14:18:44 | Sonntag, 1. August 2010
sollen so die neuen Sklaven
in Lateinamerika herangebildet werden…?
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