13:51:54 | Sonntag, 1. August 2010
Korruption oder Machtkampf? Im internationalen katholischen Sozialverband Kolping ist ein erbitterter Bruderkrieg ausgebrochen.

Paraguay liegt im Herzen von Südamerika
© ‘Olmovich’, CC(kreuz.net) Am 26. Juni schrieb Julios Santos einen Offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.
Santos ist der Präsident der
Fundación Kolping Paraguay.
In seinem Schreiben erklärte er, daß die
wichtigste soziale Berufsbildungsstätte in Paraguay, die von der Kolping-Stiftung getragen wird, in Gefahr
sei, ihre Existenzgrundlage zu verlieren.
Die Lehranstalt umfaßt mehr als 3.000 Berufsschüler, neun
Berufsschulen und rund 200 Mitarbeiter.
Sie erhält Förderungen des deutschen Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der EU.
Unklare VorwürfeSantos’ Brief erhebt „sehr
schwere“, aber nicht näher bezeichnete Korruptionsvorwürfe gegen die in Köln ansässige Geschäftsleitung
der
‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’.
Die Stelle wird von Prälat Axel Werner geleitet.
Sie soll angeblich Millionenbeträge an staatlichen Fördermitteln und Spenden zweckentfremdet haben.
Die ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ koordiniert im Auftrag von ‘Kolping International’
die Entwicklungshilfe in 61 Ländern.
Santos erhebt auch „schwere Vorwürfe“ gegen die Sachbearbeiterin
Michaela Z. im ‘Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung’.
Sie ist seit
Jahren die Verbindungsperson zwischen der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ und dem Ministerium.
Die angeblichen finanziellen Ungereimtheiten wurden nach Angaben des Briefes von der international tätigen
Wirtschaftsprüfungs-Firma Price Waterhouse Coopers festgestellt.
Diese habe die Korruptionsvorwürfe
der ‘Fundación Kolping Paraguay’ bestätigt.
Daraufhin habe Frau Z. der Firma den Prüfungsauftrag für
die belastenden Zeiträume entzogen.
Gleichzeitig habe die ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’
über einen „fragwürdigen richterlichen Beschluß“ die Kontrolle über die Kolping-Stiftung in Paraguay
übernommen.
Jetzt bestehe die akute Gefahr einer Strafvereitlung.
SchlagabtauschAm 2. Juli wies der
Vorstand der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ den Vorwurf, staatliche Fördergelder zweckentfremdet
zu haben, „in aller Deutlichkeit“ zurück.
Man habe im Gegenteil auf juristischem Wege dafür gesorgt,
daß in Paraguay keine widerrechtlichen Handlungen stattfinden könnten.
So habe man eine „widerrechtliche
und mit dem Verein nicht abgestimmte Änderung der Stiftungssatzung“ verhindert.
In einem Kommentar wirft
die ‘Fundación Kolping Paraguay’ der ‘Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes’ vor, die alleinige
Verfügungsmacht über die Kolping-Werke in Paraguay erlangen zu wollen.
Wenn das gelinge, sei es der
‘Sozial- und Entwicklungshilfe’ nach örtlichem Recht möglich, das vom gegenwärtigen Stiftungsvorstand
eingebrachte Strafverfahren aufzuhalten.
Dieses betrifft die Jahre 2002 bis 2007, als der Vorstand noch
nicht im Amt war.
Die ‘Fundación Kolping Paraguay’ weist auch darauf hin, daß die Richterin, die bisher
für den Fall zuständig war, mittlerweile abgelöst wurde.
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#25
Meinungsbildend 15:45:33 | Samstag, 14. August 2010
#22
Sefirot 23:52:16 | Sonntag, 1. August 2010
#18
hieronymus333 20:45:54 | Sonntag, 1. August 2010
#16
Gockeline 18:44:23 | Sonntag, 1. August 2010
#14
Ehrenmann 17:00:32 | Sonntag, 1. August 2010
#7
hieronymus333 15:08:27 | Sonntag, 1. August 2010
#5
hieronymus333 14:46:04 | Sonntag, 1. August 2010
#3
r.ruhrgebietler 14:19:06 | Sonntag, 1. August 2010
#2
Sefirot 14:18:44 | Sonntag, 1. August 2010