Die kirchliche Selbstzerstörung wird jeden Tag offensichtlicher
Die Kirche kann nicht aus der Wahrheit fallen. Das gilt allerdings nur für Ex-Cathedra-Entscheidungen – nicht für das unklare, flatterhafte und diskutable pastorale Geschwätz des Zweiten Vatikanums und der folgenden Jahrzehnte.
Titelblatt des Buchs von Romano Amerio
(kreuz.net) Ein neuaufgelegtes Buch des bekannten italienischen Philosophen Romano Amerio († 1997) macht
Furore.
Es handelt sich um den dritten Band seiner Gesammelten Werke. Das Buch trägt den Titel „Zibaldone“
und umfaßt 624 Seiten.
Amerio starb im Jahr 1997 im Alter von 92 Jahren in der Schweizer Stadt Lugano.
Er gilt als einer der größten katholischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts.
Bekannt macht ihn
vor allem sein Werk „Iota Unum: Eine Untersuchung der Veränderungen in der Katholischen Kirche im 20.
Jahrhundert“.
Dafür wurde Amerio bis zu seinem Tod von der gesamten – vom Konzil umnachteten – katholischen
Welt geächtet. Amerio hatte fünfzig Jahre an dem Buch gearbeitet.
Das kirchliche Lehramt ist zu einem
Ende gekommen
An dem Werk „Zibaldone“ arbeitete er noch länger – von 1935 bis 1996.
Es handelt sich
um eine Sammlung von über 700 kurzen Gedanken, Aphorismen, Kurzgeschichten, Zitaten von Klassikern, Dialogen
und Kommentaren zu Tagesereignisse.
So schrieb er zum Beispiel am 2. Mai 1995 den folgenden Text, der
in „Zibaldone“ veröffentlicht ist:
„Die Selbstzerstörung der Kirche, die Paul VI. am 11. September
1974 in seiner berühmten Rede vor dem Lombardischen Seminar beklagte, wird jeden Tag offensichtlicher.
Sogar während des Konzils, kritisierte der Primas von England, John Kardinal Heenan († 1975), daß die
Bischöfe aufgehört hatten, ihr Lehramt auszuüben.
Der Kardinal tröstete sich damit, daß dieses Amt
ganz im römischen Papsttum erhalten geblieben sei.
Diese Aussage war und ist falsch. Heute ist das bischöfliche
Lehramt zu einem Ende gekommen – und das des Papstes auch.
Jetzt wird das Lehramt von Theologen ausgeübt,
welche die Meinungen im christlichen Volk geprägt und das Dogma des Glaubens disqualifiziert haben.
Ich hörte dafür eine erstaunliches Beispiel, als ich gestern abend dem Theologen von Radio Maria zuhörte.
Mit großer Offenheit und Ruhe leugnete er Aussagen des Glaubens.
Er lehrte […], daß die Heiden,
denen das Evangelium nicht verkündigt wird, zur seligen Gottesschau gelangen, wenn sie die Gebote der
natürlichen Gerechtigkeit erfüllen und versuchen, Gott ehrlich zu suchen.
Diese moderne Lehre reicht
in die frühe Kirche zurück. Sie wurde aber immer als Irrlehre verurteilt.
Die alten Theologen hielten
dagegen unbeirrt am Glaubensdogma fest. Trotzdem fühlten sie alle Schwierigkeiten, die diesem Dogma entgegenstehen.
Sie versuchten diese mit einem tiefschürfenden Denken zu begegnen.
Die modernen Theologen empfinden
dagegen die innerlichen Schwierigkeiten des Dogmas nicht. Sie rennen sogleich zur »leichteren Interpretation«
(lectio facilior), indem sie alle Glaubenslehren des Lehramtes unter den Teppich wischen.
Es fällt ihnen
nicht auf, daß sie dadurch den Wert der Taufe und der gesamten übernatürlichen Ordnung – unsere ganze
Religion – negieren.
Die Ablehnung des Lehramtes ist auch in anderen Punkten weitverbreitet.
Die Hölle,
die Unsterblichkeit der Seele, die Auferstehung des Fleisches, die Unveränderlichkeit Gottes, die Geschichtlichkeit
Christi, die Unzulässigkeit der Sodomie, die heilige und unauflösliche Natur der Ehe, das natürliche
Gesetz, der Vorrang des Göttlichen sind andere Themen, bei denen das Lehramt der Theologen das Lehramt
der Kirche eliminiert hat.
Diese Arroganz der Theologen ist das sichtbarste Phänomen der kirchlichen
Selbstzerstörung.“
Die drei ungelösten Hauptprobleme
Trotzdem vertraute Amerio während seines ganzen
Lebens darauf, daß die Kirche trotz allem die Wahrheit nicht verlieren kann.
Sein Schüler und Herausgeber,
Enrico Maria Radaelli, unterstreicht aber in einem Nachwort, daß diese Gewißheit nur für dogmatische
Definitionen „ex cathedra“ gilt – also nicht für die ungewissen, flatterhaften und diskutablen pastoralen
Lehren des Zweiten Vatikanums und der folgenden Jahrzehnte.
In der Preisgabe einer eindeutigen Sprache,
die einen klaren Inhalt zum Ausdruck bringt und in der Form verbindlich ist, sieht Amerio die Hauptursache
für die gigantische Konzilskrise.
In der Folge ist das Zweite Vatikanum nach Amerio voll von unklaren,
zweideutigen Aussagen, die auf verschiedene Weise – auch im Gegensatz zum bisherigen Lehramt – interpretiert
werden können.
Radaelli stellt fest, daß besonders in drei Fällen ein „abgrundtiefer Bruch mit der
Kontinuität“ zwischen dem Zweiten Vatikanum und der katholischen Lehre vollzogen wurde:
• die Behauptung
des Konzils, daß die Kirche Christi nicht die Katholisch Kirche „ist“, sondern in ihr „subsistiert“
• die Behauptung, daß die Christen den gleichen Gott wie die Juden und Moslems verehren würden
• die
Behauptungen zur Religionsfreiheit, die in der Konzilserklärung ‘Dignitatis Humanae’ aufgestellt werden.
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44 Lesermeinungen
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Ängste und Lügen Ja, so funktioniert es, seit tausenden von Jahren. Leider bin ich in meinem kleinen,
nichtsnutzigen Leben immer noch von diesen Ängsten geprägt, die mir in der Kindheit eingeflösst wurden.
Danke, Latrina G., für Ihr Rezept!
Was ist, wenn ich getauft wurde, glaubte und jetzt – nicht mehr glaube oder zumindest stark am Glauben
zweifle, als einer, der von Krankheit gepeinigt ist’
#44 Würgeengel † 00:07:22 | Freitag, 6. August 2010
Die Lehre der katholischen Kirche Glaube und Taufe sind die beiden Bedingungen, um gerettet zu werden
vor der ewigen Verdammnis. Wer glaubt, sich aber nicht taufen lässt, der wird verdammt werden. Wer sich
taufen lässt, aber keinen Glauben hat, der wird verdammt werden. Wer glaubt, und sich taufen lässt,
der wird gerettet werden.
#38 Sycamore 11:13:12 | Donnerstag, 5. August 2010
@ Rückkehr: lange Zeiten „Dia Talsohle des Tales der Tränen ist vermutlich noch lange nicht durchschritten.“
Wenn man bedenkt, daß es 55 Jahren gedauert hat, ein halbes Jahrhundert!, bis die ersten zaghaften kritischen
Stimmen sich erhoben haben, (noch) nicht über die Konzilsdokumente selbst, sondern vorerst über die
„para-konziliare Ideologie“, die sich als Satanswerk, nach Paul VI und Mons. Pozzo, dem Konzil überstülpte,
aber immerhin, von Papst und Bischöfen ungehindert, über diese lange Zeitspanne ihr zerstörerisches
Tun entfalten konnte, sollte man sich auf Zeiten, die wahrscheinlich unser Leben überdauern werden, gefasst
machen, bis die Talsohle überschritten wird.
Die Pforten der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen Der Zerfallsprozess des Erscheinungsbildes
der katholischen Kirche wird solange weiter gehen, bis Rom die Irrtümer des Pastoralkonzils erkennt und
sie öffentlich widerruft. Dann wird der schon vorhandene Glaubensabfall vieler offenbar werden. Die Talsohle
des Tales der Tränen ist vermutlich noch lange nicht durchschritten. Aber: Die Kirche als solche bleibt
von diesem Zerfallsprozess unberührt. Sie ist und bleibt die makellose Braut Christi. Am Ende wird auch
ihr Erscheinungsbild wieder ein Spiegel ihres herrlichen Wesens sein.
Hw. DDr. Gregorius Hesse Hw. DDr. Gregorius Hesse, seligen Andenkens, stellt die bekannten großen Problempunkte
der Kirche heute in intelligenter und auf den Punkt bringender Weise in den Zusammenhang. Wer ihn noch
nicht kennt, sollte sich einmal Vorträge von ihm anhören: de.katholon.org/audio/hesse/
@ Rabe: think positive! Ich teile Ihren Pessimismus nicht. Wir sind erst am Anfang einer kritischen Betrachtung
des Konzils. Sie fängt diplomatisch mit einer immer schärfer werdenden (aber bisher inkonsequente) Kritik
der post-konziliaren Zeit und ihrer „para-konziliaren Ideologie“ an (s. Vortrag von Mons. Pozzo www.fssp.org/de/pozzo2010.htm).
Die Kritik wird dort allerdings nicht haltmachen und wird sich auf die (nach einigen Konzilstheologen
„beabsichtigten“) Zweideutigkeiten in den Konzilsdokumenten ausdehnen. Dann wird die bereits jetzt beginnende
Unterscheidung der Geister in der Kirche immer deutlicher werden und sowohl Laien als auch Kleriker, einschließlich
Bischöfe und Kardinäle, umfassen. Am Ende wird die katholische Kirche in ihrer Reinheit und doktrinalen
Strahlkraft als Braut des Herrn und als Sakrament des Heils für die Menschheit wieder da sein. Ich bin
kein Prophet, aber dies scheint mir die logische Entwicklung dieser Bewegung und ihre Zielsetzung.
Joh.Chrysostomos und Sycamore Joh. Chrysostomos: Am 28.7. habe ich unter Lesermeinungen in mehreren Abschnitten,
das weiterauszuführen versucht, was Sie sagen: Die angeblichen Elemente der Kirche sind in Wirklichkeit
Gesichtspunkte, Aspekte unter denen man das unteilbare Ganze betrachten kann. Sycamore: Ein Hingeordnetsein
auf die katholische Kirche kann es bei Nicht-Katholiken geben, aber nicht bei deren Denominationen. Denn
diese wurden in Opposition zur Kirche Gottes ins Leben gerufen und sie verharren in dieser Opposition.
Deshalb riefen die vorkonziliaren Päpste die Nicht-Katholiken auf, ihre Gemeinschaften zu verlassen und
in die katholische Kirche einzutreten. Die Rückkehr-Ökumene ist also auf Personen geschlüsselt. Im
Gegensatz dazu ist die Koexistenz-Ökumene des Pastoralkonzils auf nicht-katholische Gemeinschaften geschlüsselt.
Darin besteht die ökumenische Revolution dieses unseligen Konzils.
die m oderne messe der zukunft… …zeigt auf dem altar die 10 größten religionen der erde und stellt
deren götter gleichberechtigt nebeneinander. alle welt -sofern sie glaubt- fällt vor allen göttern
auf die knie und beten sie gleichberechtigt an. was der wahre gott von götzen hält spielt keine rolle
mehr, weil der warengott dem wahren gott zu sehr ähnlich erklärt worden ist. amen? können wir dazu
ernsthaft amen sagen?????
Je mehr über die „Elemente“ denkt, desto absurder wird diese Lehre. Grund für Heiterkeit, wenn die Folgen
nicht so tragisch wären, ist die Tatsache, daß das Konzil eine tragfähige Ökumenismuslehre auf der
Basis der „communio“ und „participatio“ Begriffe sehr wohl hätte begründen, und auf abenteuerliche Konstruktionen
wie das „subsistit“ verzichten können. Was für einen Sinn hat es, feierlich zu beteuern, es gäbe nur
eine und einzige Kirche Christi, die historisch in der Kirche der apostolischen Sukzession, des Petrusamtes,
des geweihten Priestertums, der Eucharistie, zu sehen ist, und gleichzeitig dieser Kirche das „ist“ zu
verweigern? Welche Schwierigkeit gibt es, unter der Annahme daß die katholische Kirche das „corpus mysticum
Christi“ sei, wie der Apostel Paulus uns lehrt, die Heiligung der anderen durch die „communio“ – selbst
die unsichtbare und unbewußte – mit ebendiesem Leib des Herrn, der die Kirche ist, also ebenmit dieser
Kirche selbst, zu erklären? Mit IHM verbunden, an IHM teilhaben (communio/participatio)? Damit wären
die christlichen Gemeinschaften, ob sie es wissen oder nicht, in verschiedenen Graden der Gemeinschaft
mit der einzigen Kirche Christi, der katholischen Kirche. Ist es nicht so? Und die Nichtchristen, die
die Wahrheit suchen und sich um ein sittliches Leben bemühen, sind auch in einer gewissen Gemeinschaft
mit Christus, der sich selbst als die Wahrheit und das Leben, als die einzige Quelle des Heils, bezeichnet,
und damit mit seinem Leib, der die Kirche ist. Brauche ich die „Elemente“, um dies zu begründen?
@Rückkehr-Ökumene „Die Elemente der Heiligung und der Wahrheit, die in den anderen christlichen Gemeinschaften
in je unterschiedlichem Grad vorhanden sind, bilden in der Tat die objektive Grundlage der, wenn auch
unvollkommenen, Gemeinschaft, die zwischen ihnen und der katholischen Kirche besteht. In dem Maße, in
dem diese Elemente in den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, ist die eine Kirche Christi
in ihnen wirksam gegenwärtig. Die Behauptung, man könne die Wahrheit in Elemente aufteilen, ist Härsie.
Die Wahrheit ist immer ganzheitlich. Man kann von verschiedenen Positionen auf sie blicken, sie ist aber
unteilbar.
@Rückkehr: vereinfacht formuliert … Eine Enzyklika ist kein unfehlbares Dokument. Der Papst wiederholt
und bekräftigt die konziliare „Elemente“- Formulierung und vermischt, wie UR, die zwei Begriffe: das
vorhandensein der Elemente und die „communio“, die eigentlich einander ausschließen. Für ein Kind ist
es leichter zu verstehen, daß er und sein Freund teilweise die gleichen Spielzeuge („Elemente“) besitzen,
und dies ist die „objektive Grundlage“ der Gemeinschaft (communio) der beiden Kinder. An die Kirche angewandt,
folgt es, daß weder die katholische Kirche noch die kirchlichen Gemeinschaften diese gemeinsamen Spielzeuge
„wesentlich“ besitzen, sondern identitätsmäßig gehören sie einem „tertium quid“, die „Kirche Jesu
Christi“ nämlich, die sowohl die katholische Kirche als auch die kirchlichen Gemeinschaften diese Spielzeuge
(„Geschenke“/„Elemente“) mit unterschiedlicher Largesse beschenkt. So wird einem Kind klar, daß die katholische
Kirche nicht die Kirche Jesu Christi „ist“, sondern lediglich eine, zwar vollkommene, etc., „Verwirklichung“
derselben. Wenn die kirchlichen Gemeinschaften ebenfalls die „Elemente“ besitzen, welche die katholische
Kirche auch besitzt, zwar nicht in der Fülle der katholischen Kirche, sind sie auch „Verwirklichung“
der fantomatischen „Kirche Jesu Christi“ – wenn auch eine parzielle. Fazit: nicht zu Ende gedacht, aus
„pastoralen“ Gründen, vermutlich. Und dieser Unsinn, in einer „dogmatischen Konstitution“!
Sycmore: Die Elemente Vorstellung als conditio sine qua non des Ökumenismus In der Beurteilung der Elemente-Vorstellung
stimmen wir überein. Aber wie hätten die Neuerer ohne sie den pastoralkonziliaren Ökumenismus ins Werk
setzen können? Johannes Paul II. sagt dazu in Ut unum sint, Art.11: „Die Elemente der Heiligung und der
Wahrheit, die in den anderen christlichen Gemeinschaften in je unterschiedlichem Grad vorhanden sind,
bilden in der Tat die objektive Grundlage der, wenn auch unvollkommenen, Gemeinschaft, die zwischen ihnen
und der katholischen Kirche besteht. In dem Maße, in dem diese Elemente in den anderen christlichen Gemeinschaften
vorhanden sind, ist die eine Kirche Christi in ihnen wirksam gegenwärtig. Deshalb spricht das II. Vatikanische
Konzil von einer gewissen, wenngleich unvollkommenen Gemeinschaft.“
Romano Amerio belehrt die FSSPX! „Radaelli stellt fest, daß besonders in drei Fällen ein „abgrundtiefer
Bruch mit der Kontinuität“ zwischen dem Zweiten Vatikanum und der katholischen Lehre vollzogen wurde:
• die Behauptung des Konzils, daß die Kirche Christi nicht die Katholisch Kirche ‘ist’, sondern in
ihr ‘subsistiert’“ Dieser eine Fall ist ausreichend, das gesamte Konzil als ein nicht verwirklichtes zu
bewerten und vollständig zu verwerfen. Und dies wird mit Sicherheit einmal geschehen. „Diese Arroganz
der Theologen ist das sichtbarste Phänomen der kirchlichen Selbstzerstörung.“ Diese Selbstzerstörung,
die Paul VI. und die Konzilspäpste verursacht haben. Heute ist das bischöfliche Lehramt zu einem Ende
gekommen – und das des Papstes auch. Und wie sieht das die Priesterbruderschaft St.Pius X. – jetzt? Bischof
Fellay z.B., Pater Schmidberger, Pater Pfluger? („Wir haben uns umarmt!“ – „Die Gespräche verlaufen angenehm!“)
@ Rückkehr: den abschließenden Teil des Vortrags beachten! Sie kennen ja meine Meinung über die „Elemente“
Formulierung. Diese Elemente sind einerseits, laut UR, konstitutiv der Kirche Christi. Gleichzeitig befinden
sie sich auch außerhalb ihres Subjekts. Wie die beiden Aussagen miteinander im Einklang zu bringen sind,
weiß ich nicht. Identitätselemente sind nur im Identitätssubjekt zu finden. Andere können daran teilhaben,
aber diese nicht gleichzeitig besitzen. Das Subjekt, worin solche Elemente sich befinden, ist nur eines,
die Kirche Christi. Ich weiß nicht, welcher großer Philosoph diese „Elemente“ Begrifflichkeit dem Konzil
vorgeschlagen hat. Ich hätte den thomistischen Begriff der „participatio“ verwendet, der Teilhabe an
etwas, was der Kirche Christi eigen ist, da sie der mystische Leib Christi ist, also der unteilbare Herr
selber. Wie können „Elemente des Leibes Christi“ in der katholischen Kirche sein und gleichzeitig in
anderen kirchlichen Gemeinschaften? Oder hätte ich mich ausschließlich des Begriffes „communio“ bedient,
und damit erklären können, wie jeder Mensch, der nach der Wahrheit und nach dem Guten strebt, nach Gott
strebt, der beide ist, selbst dann, wenn dies der „unbekannte Gott“ sein soll. Und „communio“ a fortiori
für die gültig getauften Christusgläubige. Diese beide verwandten Begriffe hätten all das sagen können,
was das Konzil sagen will, ohne sich in Widersprüchen (die Pozzo gnädig als Paradoxon bezeichnet) zu
verwickeln, wozu leider Gottes die vorhandene Elemente-Formulierung unweigerlich führt.
Sycamore Mons. Pozzo wiederholt die Aussage von Benedikt XVI., dass es zwei Interpretationen des Konzils
gibt, nämlich eine Interpretation der Kontinuität und eine Interpretation der Diskontinuität, und er
beschreibt die negativen Folgen der letzteren. Beide erörtern aber nicht die Frage, ob die Interpretation
der Diskontinuität falsch ist. Sollte man tatsächlich mit guten Gründen beide Interpretationen aufrecht
erhalten können, dann müssten doch die Texte des Pastoralkonzils auf den Prüfstand gestellt und geändert
werden. Man kann doch nicht hinter Texten stehen, die in widersprüchlicher Weise gedeutet werden können. –
Mons. Pozzo behauptet, dass die Kirche Jesu Christi im Sinne des Pastoralkonzils als ungeteiltes Subjekt
in der katholischen Kirche fortbesteht und bemerkt danach: „In dem Paradox, sozusagen, des Unterschiedes
zwischen Einzigkeit der katholischen Kirche und der Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb
dieses einzigen Subjektes …“ Das ist aber nur deshalb ein Paradox, weil der Satz davor nicht stimmt.
Nach dem Ökumenismusdekret, Art.3, wird die Kirche aus Elementen erbaut und ist demnach nicht unteilbar.
Somit können Teile von ihr auch außerhalb von ihr bestehen. Die ganze Elemente-Ekklesiologie ist verfehlt
und steht im Widerspruch zur überlieferten Lehre der Kirche
macht Euch keine Sorgen die Gefahr, dass die Kirche die Wahrheit verliert, ist genauso groß wie die,
dass mein Schloß in Schottland enteignet wird – gleich null
Die Para-Konziliare Ideologie als Ursache des innerkirchlichen Zerstörungswerks Kritische Bilanz der
post-konziliaren Zeit wird inzwischen im Zentrum der Weltkirche, im Vatikan, öffentlich gezogen. Eine
wichtige Stimme der Zentralverwaltung der katholischen Kirche ist die des Sekretärs der Päpstlichen
Kommission „Ecclesia Dei“, Mons. Guido Pozzo. Am 2. Juli 2010 hat Mons. Pozzo einen Vortrag vor der europäischen
Versammlung der Petrusbruderschaft in Wigratzbad gehalten, den es sich lohnt im Wortlaut zu lesen: www.fssp.org/de/pozzo2010.htm
Die katholische Kirche baut nicht auf der Diskussionsethik auf wohl geschrieben! genau dieser relativismus
ist es der die konzilsglaubensgemeinschaft vom Glauben an Jesus Christus entfernt hat. leider hat sich
die FSSP(X) auf den gleichen Weg begeben in dem sie den dialogverweigerer die Diskussion anbot statt klar
die unverkürzte Glaubenslehre zu leben und zu verkünden! :)3 Wahrheit kann man nicht festlegen, sondern
nur finden. :)3 bin begeistert mal christliche Denke von Format zu lesen!
Es gibt kein bischöfliches Lehramt Das Lehramt ist ganz in die Hände des Papstes gelegt und in die Gemeinschaft
alles Bischöfe zusammen mit dem Papst. Erst der neue Kodex hat ein bischöfliches Lehramt erfunden. Das
widerspricht der Lehre der Kirche und ist Zeichen des Relativismus. Hinsichtlich der Lehre hat der Bischof
nur disziplinarische Funktionen. Er muss die fördern, welche die gute Lehre verteidigen und die zurückdrängen,
welche der guten Lehre schaden. Er muss gute Schriften verbreiten und schlechte verbieten. Er hat keine
Möglichkeit irgend eine Lehre verbindlich festzuschreiben. Die katholische Kirche baut nicht auf der
Diskussionsethik auf. Nicht die Mehrheit bestimmt die Wahrheit, sondern die Wahrheit bestimmt die sanior
pars. Wahrheit kann man nicht festlegen, sondern nur finden. Eine Lehrgewalt gibt es nicht. Auch das päpstliche
Lehramt kann nur Wahrheiten definieren, die schon bestehen. Allerdings kann das Lehramt die Glaubenswahrheiten
unter dem Beistand des Heiligen Geistes verbindlich definieren.
#16 angel1405 † 17:57:23 | Mittwoch, 4. August 2010
kairos_03 ja, ich bin dabei mein Büro zu misten, muss gleich Abendessen machen und dies und das. Ich
mache quasi irgendwie mehrere Sachen so nebeneinander. Bin mal da und mal dort. Sonst geht’s. Was ist
mit dir ? Geht’s besser mit dem Knie ? :(3
#14 angel1405 † 17:37:07 | Mittwoch, 4. August 2010
Wenn man so will, dann wurde eigentlich immer, solange es die Kirche gibt, versucht, dieser zu schaden.
Das wird sich wohl auch niemals ändern. Und es ist ein Schmarrn, wenn gesagt wird, dass sich die Kirche
selbst zerstören würde. Das wird nie der Fall sein. Mit Sicherheit nicht !!!!
Geschwätz Er lehrte […], daß die Heiden, denen das Evangelium nicht verkündigt wird, zur seligen
Gottesschau gelangen, wenn sie die Gebote der natürlichen Gerechtigkeit erfüllen und versuchen, Gott
ehrlich zu suchen. Diese moderne Lehre reicht in die frühe Kirche zurück. Sie wurde aber immer als Irrlehre
verurteilt. Und auch hier war wiedermal Paulus wohl der erste Ketzer, aber Amerio muß es ja wissen. LG
Fiore
#12 angel1405 † 17:19:16 | Mittwoch, 4. August 2010
Kirche gibt es, wenn man von Jesus aus geht schon seit über 2000 Jahren. Sie wird auch weiterhin existieren,
auch, wenn momentan sehr viele Menschen wohl nicht zu ihr stehen, man ihr Allesmögliche vorzuwerfen versucht.
Es werden Missbrauchsfälle erfunden, wo keine waren. Es werden Geistliche fertig gemacht, es wird die
Kirche im Allgemeinen versucht zu schädigen, doch es wird niemals gelingen, dass die Kirche ihrem Untergang
geweiht sein wird. Gott sei Dank gibt es Menschen, die gewillt sind, der Botschaft Gottes zu folgen. Viele
meinen vielleicht, die Kirche sei nicht IN und denken, aufgrund genannter Missbrauchsfälle, die ja noch
nicht einmal bewiesen sind etc., das gefundene Fressen gefunden zu haben um nun endlich dieser verruchten
Kirche den Rücken zu kehren. Doch dies ist bei Weitem nur eine Minderheit, welche aber bewusst hier so
auftreten wollen, als hätten sie hier die Oberhand über alles. Die Kirche ist gut und sie ist wichtig,
sind wir froh, über jeden Priester, der sich auch in der heutigen Zeit nicht abschrecken lässt, erst
recht dieses Amt ausüben zu wollen. Wünschen wir allen Geistlichen viel Kraft und Gottes Segen, dass
sie niemals verzagen mögen. Gott ist gegenwärtig, selbst da, wo man ihn nicht vermuten würde. Vertrauen
wir auf Gott !!!! o^/
@hiti …kann nicht zerstört werden, denken sie z.B. Nordafrika und Kleinasien, einstmals blühende Kirchen,
und schon lange restlos zerstört. Ebenso könnte es bald in Europa aussehen. Dann wird höchstens die
Piusbruderschaft übrigbleiben, welche der Papst schließlich anerkennen muß, weil er sonst niemanden
mehr hat, der den Papst anerkennt.
Feinde der ewigen Wahrheit sind hochmütige und stolze „Schriftgelehrte“, damals vor 2000 Jahren wie heute.
Sie begehen die Sünde wider den Heiligen Geist, welche nicht vergeben werden kann. Sie wollen das Himmelreich
nicht, und wollen auch nicht, daß andere hineinkommen. Fast alle heute amtierenden Bischöfe waren Universitätsprofessoren,
an Fakultäten, welche unverholen den alten katholischen Glauben verleugnen, indem sie ihn den modernen
Geistesströmungen anpassen (z.B. Auferstehung, unbefleckte Empfängnis etc.).
2. Vatikanisches Konzil „… diskutable pastorale Geschwätz des Zweiten Vatikanums.“ Vielleicht sollte
endlich mal klar dargelegt werden, was es genau heißt, das 2. Vatikanische Konzil anzunehmen/abzulehnen.
Was muss angenommen werden? Was, welche Passagen/Formulierungen, darf diskutiert werden?
Die letzte Ex cathedra-Entscheidung… … wurde vor 60 Jahren von Papst Pius XII. verkündet. Es handelt
sich dabei um die 1950 veröffentlichte Apostolische Konstitution „Munificentissimus Deus“, darin verkündet
der damalige Papst die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel. Seitdem wurde nie wieder eine Ex cathedra-Entscheidung
getroffen.
ruhrgebietler Zu deiner Erbauung: Ein Film der Piusbrüder für Dummies: www.youtube.com/watch?v=YnR0xN3bylE
Wenn es so bald keine ex cathedra Entscheidung mehr gibt, würde dir eine ex katheter Entscheidung auch
genügen ?
Riten 50, 60 Jahre an einem Buch mit 700 kurzen Gedanken, Aphorismen, Kurzgeschichten, Zitaten von Klassikern,
Dialogen und Kommentaren zu Tagesereignisse gearbeitet? Das nenne ich aber nicht gerade Effektivität.
Vergleichbares schafft der Normalstudent in den zwei Monaten vorlesungsfreie Zeit. Mich wundert, dass
hier immer wieder gegen das 2. Vatikanische Konzil gewettert wird. Dabei weiß doch jeder, dass sämtliche
Riten dieser Kirche auf exakt vergleichbaren Konzilien erfunden und erdacht wurden. In Südamerika, Asien
und Afrika würde heute kein Mensch zur Kirche gehen, wenn ihm dort der Rücken zugekehrt und er mit lateinischem
Gemurmel beglückt würde. Kirche heißt dort Lebensfreude, Musik, Tanz und farbenfrohes Zusammensein
ganz im Sinne des Religionsstifters. Wer die Kirche vor das letzte Konzil zurückdrehen will, der löst
sie faktisch auf. Da ändern auch die 25 angeblich 23jährigen Abiturienten nichts, die jetzt wieder in
einem „Alten Ritus“ feiern. Übrigens: vor 1000 Jahren war der „Alte Ritus“ auch ganz neu. Warum also
nicht den noch älteren Ritus, oder nicht den ganz alten?
?????? …abgrundtiefer Bruch mit der Kontinuität“ zwischen dem Zweiten Vatikanum und der katholischen
Lehre vollzogen wurde:… … die Behauptung, daß die Christen den gleichen Gott wie die Juden und Moslems
verehren würden Aha, Jesus Christus hat also als gläubiger Jude einen anderen Gott, den er auch noch
seinen „Vater“ nennt, verehrt, als den den die Christen heute verehren? Man möge mir dieses Paradoxon
bitte erklären.
Ex-Cathedra-Entscheidungen dazu müsste der Hlg. Vater erst einmal die irrtümer des ii. vat. konzils
geraderücken – das geht NUR mit einer Ex-Cathedra-Entscheidung! doch dann würde er sich selbst und sein
lebenswerk zerstören – obgleich zugunsten des EWIGEN GOTTES UND EINER EWIGEN ANSCHAUUNG GOTTES IM HIMMEL.
zugleich würde er damit UNMENGEN SEELEN VOR DER EWIGEN VERDAMMNIS RETTEN!! Heiliger Geist, hilf dem Hlg.
Vater dabei – GOTTES DIENST zu tun!!