09:35:32 | Mittwoch, 4. August 2010
Der damalige Jesuitenprovinzial erinnert sich: „Ich bin sofort eingeschritten und habe die Jugendlichen und auch deren Eltern zu einem Gespräch eingeladen: Dabei wurden aber alle Vorwürfe durch die Jugendlichen und deren Eltern bestritten.“

Pater Alfons Höfer auf der Webseite des ‘Aloisiuskollegs’
(kreuz.net) Schon am 7. Mai hat der Jesuit, Pater Alfons Höfer, in einer Erklärung berichtet, was sich
bei den hochgespielten
angeblichen sexuellen Mißbräuchen bei den deutschen Jesuiten wirklich zu getragen
hat.
Pater Höfer war von 1986 bis 1992 Provinzial der Norddeutschen Provinz der Jesuiten.
In dieser
Zeit war der angebliche Mißbraucher, Pater Peter Riedel, Jugendseelsorger in Göttingen.
Es gibt keine
HinweiseWährend seines Tertiates – einer jesuitischen Ausbildungsphase – im Jahr 1988/89 in Mexico
wurde Pater Riedel in Göttingen von Pater Damian Sassin vertreten.
Dieser informierte den Provinzial,
daß er gehört habe, daß Riedel sich in Göttingen an Jugendlichen sexueller Übergriffe schuldig gemacht
habe:
„Ich bin daraufhin unmittelbar aktiv geworden und habe in Göttingen die Jugendlichen und auch
deren Eltern zu einem Gespräch eingeladen“ – bezeugt der ehemalige Provinzial:
„Dabei aber wurden alle
Vorwürfe gegen Peter Riedel durch die Jugendlichen und deren Eltern bestritten.“
Der Provinzial setzte
sich daraufhin mit Pater Franz Meures SJ in Verbindung, der Jugendseelsorger im Berliner Canisiuskolleg
gewesen war und beauftragt ihn, herauszufinden, was dem Beschuldigten in Berlin vorgeworfen worden sei.
Dadurch erfuhr er zum ersten Mal, daß Pater Peter Riedel wegen sexueller Übergriffe an Jugendlichen
versetzt worden sei.
Daraus schloß er nach eigenen Angaben, daß die Vorwürfe gegen diesen nicht aus
der Luft gegriffen seien.
Widerstand gegen die ergriffenen MaßnahmenProvinzial Höfer beschloß nach
Beratung, daß Pater Riedel mit der ausdrücklichen Auflage zu versetzen sei, „daß er nicht erneut mit
Jugendseelsorge beauftragt werden dürfe.“
Riedel lehnte das jedoch kategorisch ab.
Der Provinzial spürte
auch schweren Widerstand aus Göttingen: „Sowohl von den Jugendlichen als auch den Eltern in Göttingen
wurde ich brieflich und mündlich inständig gebeten, Peter Riedel in Göttingen zu belassen, da er ein
ausgezeichneter Jugendseelsorger sei.“
Auch von dem Direktor der Schule, in der Riedel Religionsunterricht
gab, wurde er „dringend“ gebeten, ihn nicht zu versetzen.
Der Provinzial blieb hart: „Trotz aller Bitten
aus Göttingen habe ich an der Versetzung festgehalten, woraufhin [Pater] Riedel um Exklaustration und
Inkardination in die Diözese Hildesheim bat.“ Er verließ dann den Jesuitenorden.
Der Provinzial informierte
die Diözese Hildesheim, daß er einen Einsatz von Riedel in der Jugendarbeit für unverantwortbar halte.
Riedel wurde zunächst für zwei Jahre in die Diözese aufgenommen. Es wurde ihm die Pfarrei „Guter Hirte“
in Hildesheim anvertraut.
„Von dort habe ich keine negativen Informationen über ihn mehr erhalten. Er
hat sich dort offenbar keiner weiteren Übergriffe schuldig gemacht“ – erinnert sich der Provinzial.
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#16
ich war dabei 06:30:45 | Freitag, 23. September 2011
#12
Roma locuta 14:50:30 | Mittwoch, 4. August 2010
#11
Teeologe! 14:42:35 | Mittwoch, 4. August 2010
#9
Teeologe! 12:27:12 | Mittwoch, 4. August 2010
#8
angel1405 † 12:09:05 | Mittwoch, 4. August 2010
#7
Sefirot 12:00:48 | Mittwoch, 4. August 2010
#6
angel1405 † 11:29:00 | Mittwoch, 4. August 2010
#5
Sefirot 11:27:28 | Mittwoch, 4. August 2010
#4
angel1405 † 10:50:20 | Mittwoch, 4. August 2010
#3
Gockeline 10:20:44 | Mittwoch, 4. August 2010
#1
jogo30 † 09:53:46 | Mittwoch, 4. August 2010