Paedophilie
So sah die „Vertuschung von Mißbräuchen“ aus
Der damalige Jesuitenprovinzial erinnert sich: „Ich bin sofort eingeschritten und habe die Jugendlichen und auch deren Eltern zu einem Gespräch eingeladen: Dabei wurden aber alle Vorwürfe durch die Jugendlichen und deren Eltern bestritten.“
Pater Alfons Höfer auf der Webseite des 'Aloisiuskollegs'
Pater Alfons Höfer auf der Webseite des ‘Aloisiuskollegs’
(kreuz.net) Schon am 7. Mai hat der Jesuit, Pater Alfons Höfer, in einer Erklärung berichtet, was sich bei den hochgespielten angeblichen sexuellen Mißbräuchen bei den deutschen Jesuiten wirklich zu getragen hat.

Pater Höfer war von 1986 bis 1992 Provinzial der Norddeutschen Provinz der Jesuiten.

In dieser Zeit war der angebliche Mißbraucher, Pater Peter Riedel, Jugendseelsorger in Göttingen.

Es gibt keine Hinweise

Während seines Tertiates – einer jesuitischen Ausbildungsphase – im Jahr 1988/89 in Mexico wurde Pater Riedel in Göttingen von Pater Damian Sassin vertreten.

Dieser informierte den Provinzial, daß er gehört habe, daß Riedel sich in Göttingen an Jugendlichen sexueller Übergriffe schuldig gemacht habe:

„Ich bin daraufhin unmittelbar aktiv geworden und habe in Göttingen die Jugendlichen und auch deren Eltern zu einem Gespräch eingeladen“ – bezeugt der ehemalige Provinzial:

„Dabei aber wurden alle Vorwürfe gegen Peter Riedel durch die Jugendlichen und deren Eltern bestritten.“

Der Provinzial setzte sich daraufhin mit Pater Franz Meures SJ in Verbindung, der Jugendseelsorger im Berliner Canisiuskolleg gewesen war und beauftragt ihn, herauszufinden, was dem Beschuldigten in Berlin vorgeworfen worden sei.

Dadurch erfuhr er zum ersten Mal, daß Pater Peter Riedel wegen sexueller Übergriffe an Jugendlichen versetzt worden sei.

Daraus schloß er nach eigenen Angaben, daß die Vorwürfe gegen diesen nicht aus der Luft gegriffen seien.

Widerstand gegen die ergriffenen Maßnahmen

Provinzial Höfer beschloß nach Beratung, daß Pater Riedel mit der ausdrücklichen Auflage zu versetzen sei, „daß er nicht erneut mit Jugendseelsorge beauftragt werden dürfe.“

Riedel lehnte das jedoch kategorisch ab.

Der Provinzial spürte auch schweren Widerstand aus Göttingen: „Sowohl von den Jugendlichen als auch den Eltern in Göttingen wurde ich brieflich und mündlich inständig gebeten, Peter Riedel in Göttingen zu belassen, da er ein ausgezeichneter Jugendseelsorger sei.“

Auch von dem Direktor der Schule, in der Riedel Religionsunterricht gab, wurde er „dringend“ gebeten, ihn nicht zu versetzen.

Der Provinzial blieb hart: „Trotz aller Bitten aus Göttingen habe ich an der Versetzung festgehalten, woraufhin [Pater] Riedel um Exklaustration und Inkardination in die Diözese Hildesheim bat.“ Er verließ dann den Jesuitenorden.

Der Provinzial informierte die Diözese Hildesheim, daß er einen Einsatz von Riedel in der Jugendarbeit für unverantwortbar halte.

Riedel wurde zunächst für zwei Jahre in die Diözese aufgenommen. Es wurde ihm die Pfarrei „Guter Hirte“ in Hildesheim anvertraut.

„Von dort habe ich keine negativen Informationen über ihn mehr erhalten. Er hat sich dort offenbar keiner weiteren Übergriffe schuldig gemacht“ – erinnert sich der Provinzial.
      
12 Lesermeinungen
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#16   ich war dabei   06:30:45 | Freitag, 23. September 2011
Der ganze Artikel ist eine einzige Lüge. Ihr solltet euch schämen. „Dabei aber wurden alle Vorwürfe gegen Peter Riedel durch die Jugendlichen und deren Eltern bestritten.“ Hallo? Genau die haben dafür gesorgt, dass Pater Peter Riedel versetzt wurde. Ich war dabei. Ich wurde angefasst. Und er durfte danach noch 20 Jahre lang weiter machen. Ich hoffe, ich war mit meinem Kommentar sachlich und habe eine erträgliche Diskussionsatmosphäre für Sie geschaffen.
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#12   Roma locuta   14:50:30 | Mittwoch, 4. August 2010
Ach, Teeologe,
Sie verstehen es einfach nicht:
Entweder ist Ihre ausdrückliche Behauptung
„…die vielen vertuschungen …, die es gab…“
zutreffend; dann müssten Sie dies bitte belegen.
Wenn Sie es aber belegen können, was hätte kreuz.net dann noch zu recherchieren?
Wenn aber erst ermittelt werden muss, ob es tatsächlich „…viele Vertuschungen…“ gab, warum behaupten Sie dann, es schon jetzt zu wissen?
An der Widersprüchlichkeit Ihrer Einlassung ändern auch irgendwelche youtube-Filmchen nichts.
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#11   Teeologe!   14:42:35 | Mittwoch, 4. August 2010
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#9   Teeologe!   12:27:12 | Mittwoch, 4. August 2010
Investigativer Jounalismus: kreuz.net
Macht euch doch mal auf, um die vielen vertuschungen zu recherchieren, die es gab. Macht es so investigativ wie das italienisch Panorama.
In Amerika sind hoch angesehene prominente Katholiken wegen MAssen-Vertuschungen ausgetreten oder haben Ämter niedergelegt.
In Deutschland hat ein Hüsteln von Sabine schon ein Ultimatum ausgelöst. Die Deutschen sind noch höflich mit der Kirche. Noch! Aber es kann sich schnell drehen.
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#8   angel1405 †   12:09:05 | Mittwoch, 4. August 2010
Sefirot
hi,hi – ja, mal gucken :-D
Ich geh jetzt raus, muss Mittagessen herrichten. Also dann: Mahlzeit ! :-@
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#7   Sefirot   12:00:48 | Mittwoch, 4. August 2010
angel1405: Bin mal gespannt
wann der Heißluftballon
kreuz.net.D 2010 gut gefüllt
ist, um sich langsam
in die Lüfte zu erheben
und davon zu fahren… :-D
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#6   angel1405 †   11:29:00 | Mittwoch, 4. August 2010
Sefirot
gut ausgedrückt :)3
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#5   Sefirot   11:27:28 | Mittwoch, 4. August 2010
Das ist wieder eine typische
kreuz.net-Story von angeblich
brüllender Aktualität,
die sich an der Lehre
der Kirche versucht zu
orientieren.
Während dabei die Lehre
festgeklopft wird, verflüchtigt
sich die Story weil sie total
uninterssant ist und völlig
neben der Spur liegt… o^/
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#4   angel1405 †   10:50:20 | Mittwoch, 4. August 2010
Irgendwie passt hier doch gar nichts zusammen
Es hört sich hier mal wieder irgendwie nach Intrige an. Da gönnte wohl einer nicht einem anderen das Wohl und die Anerkennung von Jugendlichen und Eltern zugleich.
Was ist denn nun, war Pater Riedel straffällig geworden oder nicht ? Allem Anschein nach nicht – also, mal wieder viel Luft um nichts hier.
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#3   Gockeline   10:20:44 | Mittwoch, 4. August 2010
Der Artikel stöß auf!
Geht es hier um die Rechtfertigung für Pater Höfer,
oder will er sich freisprechen,weil er ihn nicht der Polizei übergab?
Nur zu versetzen reicht nicht!
Weil Eltern unbedingt den Typen gut fanden?
Geht nicht die Sorge vor, Kinder zu schützen?
Brauchen solche Leute nicht fachliche Betreuung?
Man schiebt nicht ein faulen Ei einem anderen zu!
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#2   Gemeindekatholik †   10:04:54 | Mittwoch, 4. August 2010
Rektaltheologe
du solltest lesen lernen, werter Bubenanusfreund!
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#1   jogo30 †   09:53:46 | Mittwoch, 4. August 2010
Oben…
Wird vom „angeblichen Missbraucher Riedel“ gesprochen und unten hat er sich „keiner weiteren Übergriffe“ schuldig gemacht. Was jetzt?
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Es wurden 4 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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