Orden
Der nächste Ex-Provinzial bringt Licht ins Dunkle
Wer die modischen Unkeuschheiten kritisierte, die heute als sexueller Mißbrauch verurteilt werden, wurde in der vom Konzil und von der sexuellen Revolution umnachteten Kirche und Gesellschaft als konservativ oder vorkonziliär niedergebrüllt.
Die Homo-Schänder gehören zur Generation der Krawattenpriester
Die Homo-Schänder gehören zur Generation der Krawattenpriester
© Public domain
(kreuz.net) Am 6. Juni wandte sich Pater Rolf D. Pfahl auf der Webseite der deutschen Jesuiten mit einer persönlichen Erklärung an die Öffentlichkeit.

Pater Pfahl war von 1981 bis 1986 Provinzial der Norddeutschen Provinz der Jesuiten mit Sitz in Köln.

Die Provinz zählte damals 521 Mitbrüder in 4 Staaten und 35 Häusern.

Zuvor – von August 1977 bis Dezember 1980 – war Pater Pfahl Rektor des Berliner Canisius-Kollegs.

Es handelt sich um ein von den Jesuiten geführtes Gymnasium, gegen das im Frühjahr eine Medienkampagne unter dem Vorwand aufgebauschter Mißbrauchsfälle lanciert wurde.

Pater Pfahl geht in seiner Erklärung namentlich auf den abgefallenen Jesuiten Peter Riedel ein, dem Mißbräuche vorgeworfen wurden.

Riedel war in der Zeit mit der außerschulischen Jugendarbeit des Gymnasiums beauftragt.

„Peter Riedel kannte ich bereits aus Noviziat und Studium. Er war ein wenig kommunikativer Mitbruder, dem das Studium schwer fiel“ – erinnert sich Pater Pfahl.

Am Canisius-Kolleg habe es verschiedentlich Spannungen und Konflikte mit Riedel gegeben: „Sein Unterricht wurde kritisiert.“

In der Jesuitengemeinschaft war er – auch aufgrund seiner Tätigkeit – wenig präsent.

Verschiedene Mitbrüder seien der außerschulischen Jugendarbeit als „Hausarbeitenverhinderung“ grundsätzlich skeptisch gegenübergestanden:

Konfliktstoff bot auch Riedels Finanzgebaren in der Jugendarbeit, das ihm nicht zuletzt durch direkte Spenden ermöglicht wurde.

Pater Pfahl ist kategorisch: „Vom sexuellen Mißbrauchsverhalten des Paters Riedel war mir während meiner Zeit als Rektor am Canisius-Kolleg nichts bekannt.“

Er sei darauf weder von Opfern noch von Eltern oder Lehrern je angesprochen worden.

Pater Pfahl erwähnt ein Schreiben von Mitgliedern der von den Jesuiten geführten ‘Gemeinschaft Christlichen Lebens’ an die Berliner Diözesanleitung vom Mai 1981 über Riedel.

Davon habe er als Provinzial eine Kopie erhalten: „Ich habe diesem Schreiben damals keinen Hinweis auf sexuelle Mißbräuche entnommen.“

Im August 1981 forderte der damalige Rektor des Canisius-Kollegs Riedels Ablösung aus der Jugendarbeit am Kolleg.

Als Gründe nannte der Rektor, die ständige Abwesenheit von der Gemeinschaft, das Finanzgebaren und – damals modische und von den der linken Öffentlichkeit überaus begrüßte – Zweiergespräche mit angehenden Gruppenleitern zum Thema Sexualität und Selbstbefriedigung.

Riedel hatte angeboten und geholfen, daß dies zu einem „lösenden Erlebnis oder einer befreienden Erfahrung“ würde’.

Solche Aussagen entsprachen ganz den in den liberalen Medien und in altliberalen Kirchenkreisen angebeteten Erkenntnissen der sexuellen Revolution.

Pater Pfahl erwähnte in diesem Zusammenhang zwei Fälle: „Einer berichtete, er habe sich entkleidet/entkleiden müssen. Ein anderer, er habe nachher wie ein Schloßhund geheult“.

„Es ist für mich heute unverständlich, daß ich damals diese deutlichen Signale nicht entsprechend aufgriff und Nachforschungen anstellen ließ“ – streut sich der Ex-Provinzial medienbewußt Staub aufs Haupt.

Er unterschlägt, daß in dieser Zeit jeder innerhalb der vom Konzil und der sexuellen Revolution umnachteten Kirche und Gesellschaft als konservativ oder vorkonziliär, niedergebrüllt wurde, der diese Unkeuschheiten zu kritisieren wagte.

Es ist davon auszugehen, daß Riedels damalige Versetzung als Sieg der reaktionären Kräfte in dem sich schon damals zeitgeistig gebärenden Jesuitenorden beurteilt wurde.
      
13 Lesermeinungen
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#22   Religionsfreier †   18:22:32 | Donnerstag, 12. August 2010
@tjark
Beten hat ja schon immer sehr geholfen, gerade bei Katasthrophen. Plötzlich war alles wieder gut. Sieht man ja an Haiti.
Vermutlich hat es auch deshalb den örtlichen Bischof als einen der ersten erwischt… pardon, er ist natürlich nur auf eine etwas andere Art „heimgeholt“ worden. Tja, wie war das jetzt mit diesem „strafenden Gott“?
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#20   Sycamore   16:29:58 | Donnerstag, 12. August 2010
@Gockeline (14:47)
Wirres Zeug einer offensichtlich neurotisierten Psyche.
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#19   tjark.p †   15:43:45 | Donnerstag, 12. August 2010
margarine
HALTET ENDLICH EUER BLÖDES MAUL!
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#17   kammerjäger   15:24:02 | Donnerstag, 12. August 2010
@Gockelweibchen
Jeder Mißbrauch der öffentlich wird ist nur aufgebauscht?
Ich sehe das als Wahrheitsverdrehung.
Wahrheit mag die Kirche wohl nicht?
Von wievielen davon …w.frauenaerzte-im-netz.de/…unkelziffer_243.html haben Sie gehört oder gelesen? Von den 92 Fällen innerhalb der Kirche wohl aber einiges, …oder?
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#16   Gockeline   14:47:16 | Donnerstag, 12. August 2010
Wieso nur aufgebauscht?
Jeder Mißbrauch der öffentlich wird ist nur aufgebauscht?
Ich sehe das als Wahrheitsverdrehung.
Wahrheit mag die Kirche wohl nicht?
Nur Befehl und Gehorsam?
Die Kirche implodiert innerhalb der Kirche,
weil da das Problemin Wirklichkeit selber steckt!.
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#14   tjark.p †   13:43:12 | Donnerstag, 12. August 2010
Liebe Familie
Ihr nervt, wer da mitmachen will hat das sicher schon getan. Also,ab in die Ferien mit euch.
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#11   tjark.p †   13:38:23 | Donnerstag, 12. August 2010
fundamental
Beten hat ja schon immer sehr geholfen, gerade bei Katasthrophen. Plötzlich war alles wieder gut. Sieht man ja an Haiti. :-D :-D
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#9   fundamental-christian   13:34:14 | Donnerstag, 12. August 2010
@ Meinerven:
Die von Dir angesprochenen Ereignisse…nunja, als Christ lamentiere ich da nicht dumm rum, wie die „Gutmenschen“, sondern bete…und wo ich kann, helfe ich auch…
Also, Klappe zu…
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#8   hieronymus333   13:33:30 | Donnerstag, 12. August 2010
unter dem Vorwand aufgebauschter Mißbrauchsfälle lanciert wurde
aber nicht von den Medien, sondern das Kolleg hat eine Selbstanzeige formuliert.
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#7   Meinerven   13:10:02 | Donnerstag, 12. August 2010
Gehts eigentlich noch?
In Pakistan säuft das halbe Land ab, in Russland fliegt einem radioaktiv verseuchte Asche um die Ohren, In Sachsen, Brandenburg und Polen haben Menschen ihr Leben verloren, andere ihr Hab und Gut… und hier wird wieder was konstruiert, was vor fast 30 Jahren stattgefunden haben soll. Wenn es denn so war, schlimm genug, aber wer regt sich denn darüber noch auf? Es gibt genug Not zu lindern.
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#6   supergrobi   12:31:20 | Donnerstag, 12. August 2010
schlechtes Bild
da ist ja gar keine Krawatte auf dem Bild. Mit so einem Hemd laufen doch keine Krawattenpriester herum, sondern die mosernistischen Hawaiipriester!
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#5   Vogelfänger †   12:06:00 | Donnerstag, 12. August 2010
Erster!!!
Und noch nicht einmal von der Redaktion entfernt!
Juppheidi, tirrililli!!!!!
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#1   Vogelfänger †   11:23:46 | Donnerstag, 12. August 2010
Diesmal bin ich
Erster!!!!
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Es wurden 9 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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