Gute Frage: Warum werden Abfall-Katholiken nicht protestantisch?
Nein, die evangelische Kirche ist keine „katholische Kirche light“, in der viele Dinge einfacher gehandhabt werden und Schwieriges einfach weggelassen wird.
(kreuz.net) „Es gibt immer wieder Menschen, die sich von ihrer bisherigen Konfession durch Austritt verabschieden.
Für viele von ihnen wäre die evangelische Kirche eine echte Alternative.“
Das erklärt Pfarrer Klaus
Künhaupt Mitte Juni in einem Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Merzig im Saarland mit offensichtlichem
Blick auf Abfall-Katholiken.
Merzig ist eine Kreisstadt im Saarland mit rund 31.000 Einwohnern.
Unverrückbare
protestantische Grundsätze?
Künhaupts Hauptargument, um protestantisch zu werden:
„Bei uns ist zwar
auch nicht alles perfekt, aber vieles von dem, was Sie dort [in der Kirche] ärgert, gibt es bei uns tatsächlich
nicht, zum Beispiel einen Unfehlbarkeitsanspruch.“
Was Künhaupt übersieht: Um dem Beliebigkeitsanspruch
nachzuleben, muß man nicht protestantisch werden.
Im weiteren schildert er potentiellen katholischen
Abfallkandidaten, was zu tun ist, um evangelisch zu werden: „Es beginnt damit, daß Sie ein Gespräch
mit einem unserer Pfarrer führen.“
„Wir werden Sie darauf hinweisen, daß die evangelische Kirche“ –
angeblich – „keine »katholische Kirche light« ist, in der viele Dinge einfacher gehandhabt werden und
Schwieriges einfach weggelassen wird“ – beteuert Künhaupt.
„Auch wir haben unverrückbare Grundsätze,
auf die sie sich verpflichten sollen.“ Künhaupt nennt keine Beispiele.
Rücksicht auf Nostalgie-Katholiken
Pastoral einfühlsam weist er Nostalgie-Katholiken darauf hin, daß nach vollzogenem Abfall manchmal
das Gefühl aufkomme, sich von schönen Erinnerungen im Leben, wie zum Beispiel der Erstkommunion, losgesagt
zu haben: „Das macht oft traurig.“
Darum gibt man den Abfallwilligen eine Bedenkzeit.
Sodann erklärt
Künhaupt die weiteren Schritte:
„Sie müssen sich zum Standesamt begeben und offiziell aus ihrer bisherigen
christlichen Konfession austreten.“
Mit „bisherige christliche Konfession“ meint er den alleinseligmachenden,
von den Aposteln überlieferten katholischen Glauben.
Inhaltsleeres evangelisches Bekenntnis
Erst nach
diesem Schritt kann die Aufnahme erfolgen, und zwar entweder öffentlich im Gottesdienst oder in aller
Stille.
Viele Menschen würden sich davor scheuen, den Schritt in der Öffentlichkeit zu vollziehen.
Darum kann er auch im Amtszimmer des Pfarrers oder zu Hause geschehen:
„Allerdings geben wir zu bedenken,
daß sie zum evangelischen Bekenntnis übertreten“ – betont Künhaupt.
Dieses sei „eigentlich ein Akt
vor Gott und den Menschen“.
Der protestantische Prediger hält es nicht für nötig, die Konversionswilligen
mit diesem „evangelische Bekenntnis“ bekanntzumachen.Das beweist, daß es inhaltsleer ist.
Im Zentrum
eines Abfalls zum Protestantismus stehen somit Formalitäten auf dem Einwohnermeldeamt.
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59 Lesermeinungen
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@Didaskala alias Febron Sie könnten gewiß zur Wahrheitsfindung beitragen, indem Sie als erstes die Frage
nach Ihrer Identität beantworten. Dazu ist keine besondere Kompetenz vonnöten, nur ein bißchen protestantische
Wahrhaftigkeit, ein Stück von „das bin ich, und kann nicht anders“. Was das Übrige angeht, so tun Sie
einfach so, als ob Sie kompetent wären, gehen Sie auf meine Einwände ein und widerlegen Sie meinen gewiß
oberflächlichen Eindruck von Ihren spekulativen Fähigkeiten. Vielleicht werde ich dabei die Freude erfahren,
unter der einen oder der anderen Identität, oder gar bei beiden, eine große philosophische und theologische
Begabung zu entdecken.
@Sycamore „Ihre bisherigen Leserbeiträge als Beweis besonderer philosophischen oder theologischen Kompetenz
zu betrachten, wäre wohl verwegen. Die Tatsache, daß Sie dem theologischen Amoklauf eines Schlumpfie
nichts hinzuzufügen haben, spricht eigentlich dafür, daß Sie überhaupt keine Kompetenz in den o.g.
Bereichen besitzen.“ Da ich nach Ihrer Feststellung „überhaupt keine Kompetenz“ auf dem Gebiet der Philosophie
und Theologie habe, ist es wohl auch nutzlos, Ihnen zu antworten.
@Didaskala: Eselei. Sind Sie FEBRON? Eigentlich habe ich eine Behauptung nicht von Ihnen sondern vom Leser
FEBRON so qualifiziert. Also gibt es keinen Grund, nicht auf meine Einwände einzugehen. Nur zu. Ich bin
gespannt. Jetzt, daß dieser Thread nicht mehr an der Startseite aufgeführt wird, können Sie sich beim
Posten noch freier fühlen.
@Sycamore Sie nennen meine Zeilen eine „heißlüftige, pompöse Eselei.“ Bitte verstehen Sie, dass ich
mich auf dieses Niveau nicht herabbegeben und auf Ihre Argumente daher nich eingehen möchte.
@ Didaskala (13.08. / 20:09) / @ Schlumpf @ Didaskala : Sie stellen im Grunde nur eine Frage, deren Adressat
eigentlich Gott selbst ist. Feststehend, daß Jesus – intensive et extensive – alle Tage bei uns ist,
„braucht es einer fürsprechenden, gnadenmittelnden“ Maria? Die Frage soll lauten: hast Du, Gott, uns
Maria als gnadnmittelde Fürsprecherin gegeben? Ist es in deinem Heilsplan für uns Menschen so vorgesehen?
Seien Sie sich übrigens gewiß: Die katholische Kirche hat Jesus Christus nie verlassen, bedarf also
keiner „Rückwendung“ zu ihm. Gewiß ist es auch, daß kein echter Katholik sich der Marienfrömmigkeit
schämt – ganz im Gegenteil, hält er daran fest, was die Kirche in ihrer zweitaunsendjährigen theologischen
Tradition über die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria stets gelehrt hat. @Schlumpf: + (13.08./19:52)
„… da brauchen wir keine schützende Mutter Maria“, wo groteskerweise Maria uns I.M.n. vor Gott schützen
soll. Sie schützt uns vom Bösen und sie ist unsere Fürsprecherin bei Gott („advocata nostra“). + „Es
will niemand die Rolle Marias in der Heilsgeschichte schmälern…“ Und im Gottes noch geltenden Heilsplan
für uns Menschen? + (13.08./00:02): „Maria als die weibliche Seite Gottes …“ Sie mythologisieren! + Aussagen,
die niemand bestreitet: – „Daß die wirkliche Maria ihren Sohn oft nicht verstanden hat …“ – „Maria
mußte sich wie ein normaler Mensch mit Jesus auseinandersetzen …“ Aber, was wollen Sie daraus schließen?
– „Aber eine übermäßige Überhöhung sollte nicht sein …“
#73 No Comment 18:40:42 | Samstag, 14. August 2010
Zahlen? Soweit ich weiß veröffentlicht die EKD keine Zahlen zum Übertritt vom Katholizismus zu den
„Gliedkirchen“. Sie sind verschwindend gering; prominentes Beispiel: Hannelore („wir haben die“) Kraft,
Mülheim/Ruhr.
@Febron (21:58): heißlüftige, pompöse Eselei Ihre bisherigen Leserbeiträge als Beweis besonderer philosophischen
oder theologischen Kompetenz zu betrachten, wäre wohl verwegen. Die Tatsache, daß Sie dem theologischen
Amoklauf eines Schlumpfie nichts hinzuzufügen haben, spricht eigentlich dafür, daß Sie überhaupt keine
Kompetenz in den o.g. Bereichen besitzen. Daß Sie sich auf dem phantomatischen Genus „denkender Katholiken“
beziehen, entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn man bedenkt, wer gerade auf diesem Forum sich selbst
immer wieder als solchen bezeichnet. Auch Ihren Bezug auf die „jüngere Generation der [nicht näher genannten]
führenden Dogmatik Professoren“, die den „Marianismus“ [ein Begriff der der Definition harrt] zurückdrängen
würden, als Trost gleichsam für die „peinlichen“ Frömmigkeitsformen und das „beschämende“ Verhalten
der Päpste, das geradezu das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit, nach Meinung des persönlich „unfehlbaren“
Hans Küng, ins Wanken bringen würde, betrachte ich als eine pompöse, heißlüftige Eselei. Nach katholischem
Verständnis, besteht das Magisterium der katholischen Kirche nicht aus den führenden Dogmatikprofessoren
sondern aus dem Papst und den mit ihm verbundenen Bischöfen der katholischen Kirche. Wenn wir an die
gleichen Professoren denken, so ist Ihr „Lob“ derselben dahingehend zu erweitern, daß ebensolche nicht
nur den „Marianismus“ sondern den katholischen Glauben schlechthin in dieser wirren post-konziliaren Zeit
zurückgedrängt haben, wie ihre Studenten bezeugen.
Maria ist die Mutter Gottes und die Mutter der werktätigen Massen Der Protestantismus ist eine Erfindung
der wohlhabenden Bourgeoisie, die ihre Liebe zum Mammon legalisieren wollten. Kein Wunder also, dass Protestanten
wirtschaftlichen Erfolg als Liebesbekundung Gottes ansehen. Es gibt nur eine Kirche, die Katholische.
Es ist die Kirche der Armen, der Verstossenen, der Ausgegrenzten, der Schwachen, der Kranken … Die reformierten
Kirchen sind in Wahrheit politische Clubs mit religiöser Tarnfarbe.
@ Schlumpf / @ Didaskala @ Schlumpf: (1) Ihre Überlegungen zum Kreuzestod Christi finde ich schlichtweg
absurd. Ich bin jedoch überzeugt, daß wir alle noch keinsewegs begriffen haben, was das Leiden Jesu
und das Leiden überhaupt im Gottes Heilsplan eigentlich bedeutet. Sämtliche Attribute der Gottheit,
wie Liebe, Weisheit, Allmacht, Gerechtigkeit etc. dürfen nicht voneinander getrennt verstanden werden,
denn sie sind es in der absoluten Einfachheit des göttilichen Wesens eben nicht. In Gott gibt es also
keine unendliche Liebe, die nicht gleichzeitig unendliche Gerechtigkeit ist, etc. @ Didaskala Erstens,
glaubt die katholische Kirche an all das, was in den Evangelien steht, Ihre Punkte eigeschlossen. Die
Reformierten haben ihre Schwierigkeiten mit der von Gott Maria zugewiesenen Rolle in der Ökonomie des
Heils. Es scheint ihnen nicht vernünftig zu sein und sie würden es gerne anders machen. Diese Schwierigkeiten
mit dem Marienverständnis, dem sowohl die römische als auch die orthodoxe Kirche über die Jahrhunderte
treu geblieben sind, könnte jedoch aus einem perspektivischen Fehler und aus einer falsch gestellten
Frage der Reformierten herrühren. Den perspektivischen Fehler sehe ich darin, daß die Reformierten Gott
auf ihre Sicht der Dinge festlegen möchten und das herkömmliche tausendjährige Empfinden der Gläubigen
bezüglich Maria als Fehler betrachten. Aber was ist, wenn Gott die Rolle Mariens in seinem Heilsplan
genau das wäre, was die Kirche im Laufe der Jahrhunderte immer gelehrt hat?
Didaskala: es ist auch für die Mehrheit der „denkenden Katholiken“ nicht zusammenzureinem: Schlumpf hat
dazu ja schon das Wichtigste gesagt. Dem ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Viele empfinden es peinlich,
was da alles an marianischen Frömmigkeitsformen in der Katholischen Kirche herangewachsen ist. Der Herr
Geheimrat Jung-Stilling hat es ja in der weiter unten von mir auszugsweise eingestellten „Jenseitsbelehrung“
deutlich aufgezählt. Aber die jüngere Generation der führenden Dogmatikprofessoren an den Universitäten
hat in den letzten beiden Jahrzehnten viel geleistet, um den Marianismus zurückzudrängen. Das muß man
lobend anerkennen. Beschämend bleibt, daß Päpste den Marianismus genährt haben; die hier schon erwähnten
beiden Marien-Dogmen von 1854 und 1950 werfen kein gutes Licht auf das „Lehramt“ der Päpste und (wie
Hans Küng und andere ja schon festgestellt haben) lässt an dem Dogma der Unfehlbarkeit (1870) berechtigte
Zweifel aufkommen.
#68 Schlumpf † 21:37:41 | Freitag, 13. August 2010
@ Sycamore, sicher, ein gewisses Problem mit dem Opfergedanken habe ich. Da kommt dann wieder die alte
Frage hoch, warum Gott, der doch Allmächtig ist und zu uns wie ein Vater sein will, überhaupt ein Opfer
benötigt. Es sei denn, um ein Zeichen setzen- dass mit der Kreuzigung alle weiteren Opfer ad Absurdum
geführt werden. Wenn durch Jesu Tod am Kreuz die Menschheit wieder mit Gott versöhnt ist, brauchts danach
keine Opfer mehr. Und erst recht nicht im Opferdarbringungsritual, wie es zB die sog Piusbrüder es tun.
Wir müssen doch Gott kein Opfger darbringen geschweige denn ihn daran erinnern.Wir ( ! ) müssen uns
daran erinnern was auf Golgotha und besonders danach am Ostermorgen passiert ist. Das der „ liebe“ Jesus
nicht immer ganz pflegeleicht war, kann man aus der Schrift lesen. Inwiefern die Überlieferungen der
Eschatologie auf die Aussagen Jesu gehen oder den Gedanken der Schreiber der Evangelien bzw der Offenbarung
entspringt, die damit eine je eigene Aussage treffen wollten , muß auch genauer Betrachtet werden. Wenn
Gott Liebe ist, wie viele Mystiker geäußert haben, kann niemand verloren gehen oder verdammt werden,
es sei denn vielleicht man entscheidet sich gegen diese Liebe. Das hat aber nichts mit Dogmatig, Kirche
oder bestimmten Ritualen zu tun. Gott steht über den Kirchen und Religionen.
Schlumpf: das ganze Bild wiedergeben, please! „kann es sein, daß die frohe Botschaft für Sie …“ Aber
nein! Sie rennen offene Türe ein, Schlumpf. Es ist lediglich eine Sache der Vollständigkeit des Bildes.
Wie Hegel sagt, „Das Wahre ist das Ganze“. Und mein Problem mir Ihrer Vision ist es, daß sie nur einen
Teil des Bildes wiedergibt und den anderen Teil unterschlägt. Jawoll, wir sind Söhne und Töchter Gottes
und wir dürfen ihn Vater nennen. Es handelt sich um demselben Gott, vor dessen Heiligkeit die Engel selbst
ihr Gesicht verhüllen. Sohnschaft hebt nicht die Kreatürlichkeit auf, das kindliche Gespräch nicht
die Anbetung, der Vater bleibt Gott, der alles zu seiner Verherrlichung geschaffen hat. Der Sohn war ihm
gehorsam bis zum Tode. Die ontologische Wahrheit des Menschen wird nicht in der frohen Botschaft aufgehoben,
es sei denn im hegelschen Sinne. Komisch, daß Sie Probleme mit dem Opfergedanke zu haben scheinen, wenn
Christus selbst sich dem Vater als makelloses Opfer für unsere Sünde am Kreuz darbietet. Sollen wir
diesen Aspekt in der Nachfolge Christi, wie Christi Gehorsam dem Vater gegenüber bis zum Tode, und zwar
am Kreuz, einfach unterschlagen? Auch dies ist Paulus. Der, wenn er vom Joch in Ihrem Zitat spricht, sich
auf das alttestamentarische Gesetz bezieht. Der „liebe Jesu“ der frohen Botschaft ist derselbe, der uns
in den Evangelien mehrfach mit der ewigen Verdamnis konfrontiert. Sollen wir, zugunsten des frohen Bildes,
die Eschatologie unterschlagen? Schließlich mein Problem mit Ihren Mariensbezügen …
#66 Schlumpf † 20:26:18 | Freitag, 13. August 2010
@ Didaskala- schwer zu erklären, das spielt sich alles auf der Gefühlsebene ab. Wahrscheinlich doch
die Suche nach der weibl. Seite Gottes bzw nach der Übermutter. Ich bin Katholisch und habe früher diese
Marienfrömmigkeit zum Teil selbst praktiziert- bis mir bewußt wurde, das das Evangelium wirkliche eine
frohe Botschaft enthält und Rituale, Marienfrömmigkeit, wallfahrten nette Traditionen sind, die die
Gefühlseben ansprechen, aber nicht notwendig, oft sogar hinderlich sind im Glauben an Jesus von Nazareth. (
der ja ein gespanntes Verhältnis zu seiner Mutter und seinen Brüdern / Familie hatte) Heikel sind die
Erscheinungsorte, speziell die Botschaften von dort, die zum Teil sehr konträr zum Evangelium sind. In
Heroldsbach z.B wurden die sog. Seherkinder vom Ortsbischoff exkommuniziert, da sie trotz Verbotes, die
dubiosen Botschaften weiterverbreitet haben, es wurde Priestern untersagt, dort die Messe zu feiern und
den Gläubigen abgeraten, dorthin zu gehen- trotzdem hielten sich viel nicht daran ? Warum ? Ich weiß
es nicht. Vielleicht brauchen viele Menschen eine Art Muttergöttin, die die webl und mütterliche Seite
Gottes zeigt. Interessanterweise stehen in Hamburgs lutherischen Kirchen St Petri und St Jakobi Marienstatue,
vor denen Kerzen angezündet werden können. Also auch hier das Bedürfniss nach weiblichkeit Gottes ?
Bitte doch nur eine einzige direkte Antwort zu einer Grundsatzfrage! Wir Christen der Reformation glauben
fest daran, daß unser HErr JEsus alle Tage bei uns ist –- bis an das Ende der Zeiten. Und zwar zirkumskriptive
(wo zwei oder mehrere in SEinem Namen versammelt sind) als auch im Heiligen Abendmahl. Wie ich von katholischen
Amtskolleginnen und Amstkollegen weiß, stimmen diese dem voll zu. Warum (1) braucht es angesichts dessen
einer fürsprechenden, gnadenmittelnden „Himmelkönigin“ bzw. einer Mutter von Lourdes, Fatima, Altötting,
Heroldsbach usw. (katholische Fachleute schätzen die „Erscheinungs“-Orte weltweit auf über eintausend)
und (2) pilgern Zigtausende, einschließlich des römischen Papstes, mit solcher Imbrunst an diese „Gnadenorte“,
um für sich und die Ihrigen zu beten? (3) werden zwei Monate des Jahres (der Mai und der Oktober) im
heutigen Katholizismus als „Marienmonate“ mit gottesdienstähnlichen Feiern („Andachten“) gefeiert? Mir
ist natürlich bekannt, daß viele Katholiken verlegen und beschämt sind ob dieser Entwicklung und sich
für eine Rückwendung ihrer Kirche zu JEsus CHristus einsetzen. Aber da in diesem Thread sich ja Marienbeigeistere
„geoutet“ haben, wäre es gut von ihnen zu erfahren, wie sie sich die Anwesenheit JEsu und die um (besondere)
Gnade bittende Walllfahrt zu einer der viel=gestaltigen „Mütter“ zusammenreimen. Mir selbst ist das wirklich
ein Rätsel!
#64 Schlumpf † 19:52:36 | Freitag, 13. August 2010
@ sycamore: der Glauben auf Augenhöhe und der aufrechte Gang Gottes gegenüber ist die frohe Botschaft
des Evangelium: Joh. 15,15:„ich nenn euch nicht mehr Knechte,denn der Knecht weiß nicht was sein Herr
tut, vielmehr habe ich euch Freunde genannt“ . Wir sind Söhne und Töchter Gottes, dürfen ihn Vater
nennen und dürfen mit ihm direkt sprechen- ohne Opfer, Tempel oder Priester! Paulus schreibt in Gal 5,1:„Zur
Freiheit hat uns Christus berfreit. Bleibt daher fest und laßt euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft
auflegen.!“ Der Gott der Christen will weder duckmäuserische Kriecher noch Opfer.Wir sollen uns an Jesu
Verhalten orientieren und versuchen, genauso zu handeln. Und da brauchen wir keine schützende Mutter
Maria, die uns vor irgendwelchen Zornattaken eines launischen Gottes schützt. Wir können mit Gottt selbst
in Kontakt treten, wie Kinder zu Ihrem guten ! Vater. Es will niemand die Rolle Marias in der Heilsgeschichte
schmälern- aber bleibt auf den Grundlagen des Evangeliums. Ein Dogma als verbindliche Aussage zu bezeichnen,
die von Gott geoffenbart ist, halte ich für falsch. Die Päpste sind sterbliche Sünder, fehlerhaft,
wie wir alle. Niemand kann einem anderen den Glauben vorschreiben, insbesonders wenn er sich nicht aus
den Evangelien herleiten läßt! Im Übrigen haben Sie mir die angeführten Bibelstellen über Maria nicht
widerlegt. Kann es sein, dass die frohe Botschaft für Sie nicht froh ist sondern streng, hart, schwarz-weis
mit ständigen Drohungen nach Verdammnis? Dann sollten Sie vielleicht doch mal Ihr Gottesbild hinterfragen.
15. August: Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel Die schriftliche Tradition, die im 4. Jahrhundert
mit den Hl. Gregor von Tours und Epiphanius von Salamis beginnt, und sich im 8. Jahrhundert mit dem Hl.
Germanus, Patriarch von Konstantinopel (715-730), fortsetzt, geht davon aus, daß der Leib Mariens unmittelbar
nach ihrem Tod in den Himmel entrückt worden sei. Hier ein schöner Text vom Hl. Germanus, der sich in
der dogmatischen Konstitution „Munificentissimus Deus“ von Pius XII. wiederfindet: „In der Tat lebt dein
Geist in Ewigkeit und dein Fleisch blieb unversehrt von der Verwesung im Grab: Du, Mutter, bist allen
nahe und behütest alle, und obwohl es unseren Augen nicht gegeben ist, dich zu sehen, wissen wir dennoch,
daß du mitten unter uns allen wohnst und auf verschiedenste Weise gegenwärtig bist… Du (Maria) erscheinst,
wie geschrieben steht, ganz in deiner Schönheit. Dein jungfräulicher Leib ist ganz heilig, ganz keusch,
ganz Gottes Wohnzelt; so ist er auch deshalb der Auflösung in Staub nicht verfallen. Er ist unveränderbar
von dem Augenblick an, wo das, was an ihm menschlich war, in die Unverweslichkeit aufgenommen wurde, er
ist lebend und absolut glorreich, unversehrt und des vollkommenes Lebens teilhaftig. Es war in der Tat
unmöglich, daß diejenige, die Gefäß Gottes und lebendiger Tempel der allerheiligsten Göttlichkeit
des Eingeborenen geworden war, im Grab der Toten verschlossen geblieben wäre. Andererseits glauben wir
mit Gewißheit, daß du weiter mit uns gehst“ (PG 98, coll. 344B-346B, passim).
Weißte, Sefirot, diese Seite hier ist für jeden guten Christen und Katholiken eine Beleidigung, denn
sie hat weder mit dem einen noch mit dem anderen was zu tun.
Du sollst nicht Unwahrheit sagen… Der protestantische Prediger hält es nicht für nötig, die Konversionswilligen
mit diesem „evangelische Bekenntnis“ bekanntzumachen.Das beweist, daß es inhaltsleer ist. So ein Schmarren,
kann nur auf kreuz.nett veröffentlicht werden, ohne Gedanken, Worte aneinanderreihen, schimpfen, polemisieren
und gegen das achte Gebot sündigen: Du sollst nicht Unwahrheit sagen, wider Deinen Nächsten…! :)%
Feine Katholen!
@Sycamore (…)Wenn man Lukas 1 nochmal liest bzw. sich vergegenwärtigt, welche Rolle Gott Maria in der
Heilsgeschichte zugewiesen hat, so kann man die Erhöhung, die diese Frau als Objekt-von-Gottes-Gefallen
par excellence und Mutter seines Sohnes erfahren hat, nicht dem Zustand von „uns allen“ gleichsetzen.(…)
Das ist korrekt. Die Aufnahme Mariens in den Himmel, dass sie nach der Beendigung ihres irdischen Lebens
in den Zustand gelangt ist, in den die übrigen Gläubigen erst nach der Auferstehung am Jüngsten Tag
kommen werden. Die Formulierung „nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte wurde im Dogma
von S.H. Pius XII. gewählt um offen zu halten, ob Maria gestorben ist oder verwandelt – entrückt – wurde.
Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben, er wurde nicht mehr gefunden weil
Gott ihn entrückt hatte. Auch die Himmelfahrt des Elija ist anzudenken.
@Meinerven (09:27): sachlich richtig oder sachlich falsh? „Zumindest sind die Aussagen des Schlumpfes
sachlicher …“ Was sachlich ist, scheint bei Ihnen Ansichtssache zu sein, nachdem Sie mit Vermutungen
arbeiten und offensichtlich von den theologischen Grundlagen der dogmatischen Aussage zur „Mariens Heimholung“
keinen Schimmer haben. Natürlich geschieht alles, was geschieht, angefangen mit der Schöpfung und dem
Opfertod Christi, zur Verherrlichung Gottes. So ist es auch bei dieser von Gott privilegierten Kreatur,
unberührt vom Makel der Sünde und dessen Lohn, des Todes. Wenn man Lukas 1 nochmal liest bzw. sich vergegenwärtigt,
welche Rolle Gott Maria in der Heilsgeschichte zugewiesen hat, so kann man die Erhöhung, die diese Frau
als Objekt-von-Gottes-Gefallen par excellence und Mutter seines Sohnes erfahren hat, nicht dem Zustand
von „uns allen“ gleichsetzen. Denjenigen, die sich insbesondere für die dogmatischen Aussagen über die
selige Jungfrau und Gottesmutter Maria interessieren, stehen ja allerlei Studien zur Verfügung, in denen
sie die theologische Begründung solcher Aussagen erfahren können. Erst wenn eine solche Lektüre stattgefunden
hat, kann diese Diskussion nicht nur sachlich sondern auch kompetent weitergeführt werden.
Zumindest sind die Aussagen des Schlumpfes sachlicher als die des Sycamore. Im 1.Buch Mose wird ein Mann
namens Hennoch erwähnt. Der führte ein gottgefälliges Leben und wurde sofort in den Himmel erhoben,
ohne den irdischen Tod sterben zu müssen. Nachzulesen in Gen. 5,21-24. Ich glaube, wenn Gott Maria „auf
direktem Weg“ zu sich in den Himmel geholt hätte, dann wäre dies zu Seiner Verherrlichung geschehen,
denn welchen Sinn hätte es denn sonst gehabt. Dann hätte es Zeugen dafür gegeben und wir könnten in
der Apostelgeschichte oder einem der Briefe darüber lesen. Aber Marias Spur in der Bibel erlischt, nachdem
wir erfahren haben, dass sie in der Gemeinde in Jerusalem war. Als normaler, besonderer Mensch, der ebenfalls
der Gnade bedurfte, geht sie den Weg, den alle gehen, die einmal das himmlische Jerusalem sehen werden.
Ich bin mir aber sicher, dass sie als eine der ersten dort einziehen wird.
@Schlumpf: was wissen Sie eigentlich? Hat ein Dogma „sinnvoll“, also „durchdacht und zweckmäßig“ zu
sein? Handelt es sich hier um die instrumentelle Vernunft? Oder um die theoretische Vernunft und um die
Frage, ob etwas wahr ist oder nicht, Inhalt der göttlichen Offenbarung oder nicht? Ein Dogma ist eine
verbindliche, normative Glaubensaussage, unabhängig von seiner Zweckmäßigkeit. Es besagt, daß diese
Aussage eine Wahrheit ausdrücke, die von Gott geoffenbart sei und zum katholischen Glauben wesentlich
gehöre. Die Bibelstellen, die Sie zitieren, sind hinlänglich bekannt. Ihre Interpretation derselben
ist oberflächlich. Der Text gibt Ihre Schlußfolgerungen nicht her. Der theologische Diskurs über die
Muttergottes und über die Rolle Mariens in der Kirche hat bei Ihnen nicht einmal umrisshaft begonnen.
Pseudosoziologische Erklärungen über die südländische Frömmigkeit führen auch nicht weiter. Ich
kann Ihnen aus persönlicher Erfahrung bestätigen, daß eine südländische Dorffrau viel mehr von Gott
und der Welt versteht, als ein verschrobener protestantischer Theologe deutscher Prägung. Sie scheinen
den Wert der Kindlichkeit im Glauben und die Worte Jesu diesbezüglich, der das Kind als Muster für die
Eignung zum Reich Gottes hingestellt hat, überhaupt nicht zu verstehen. Dies hat nichts mit dem Erwachsenwerden
im psychologischen Sinne zu tun. Vom Ihrem „Erwachsenwerden“, vom „aufrechten Gang“ Gott gegenüber, vom
Glauben „auf Augenhöhe“, und wie der Unsinn auch immer heißen mag, ist in den Evangelien keine Spur.
#55 Schlumpf † 00:02:42 | Freitag, 13. August 2010
@ Sycamore – dass jedem Katholik der Unterschied zw. Anbetung und Verehrung bewußt ist bezweifele ich-
das zeigt allein die Praxis an vielen Marienwallfahrtsorten. Das speziell in südl. Ländern die Marienverehrung
sehr übertrieben wird, hängt auch psychologisch mit einem sehr patriachalischen Gottesbild zusammen,
dass in diesen Ländern sehr stark ausgeprägt ist. Da braucht man eine weibliche Seite Gottes- eben hier
in Form von Maria. Das die wirkliche Maria aus Nazareth ihren Sohn oft nicht verstanden hat, geht aus
den Evangelien hervor. Sei es bei der Suche im Tempel ( „ Habt ihr nicht gewußt, dass ich in derm sein
muß, was meines Vaters ist ? „ ) oder als seine Mutter und seine Brüder ihn sehen wollten, als er sich
in einem Haus mit seinen Anhängern aufhält und er darauf reagierte: „ Das hier sind meine Mutter und
Meine Brüder, wer den Willen Gottes tut, ist für mich Mutter und Bruder „- oder als seine Familie ihn
mit Gewalt zurückholen wollte, weil sie ihn für verrückt hielten ( Mk 3,20 ) Maria mußte sich wie
ein normaler Mensch mit Jesus auseinandersetzen , sowie wir es als Christen auch heute noch tun müssen.
Aber eine übermäßige Überhöhung sollte nicht sein, sonst bleibt man bei einem kindlichen Mutterglauben
stehen, der ein Erwachsenwerden ( auch im Glauben )verhindert und mit Jesus selbst nicht viel zu tun hat .
Inwiefern Mariendogmen sinnvoll sind, sei dahingestellt- insbesonders wenn sie sich nicht aus der Bibel
herleiten lassen, wie das Himmelfahrtsdogma und die unbefl. Empfängnis, was zum Teil ja eh nur auf mittelalterl.
Volksglauben basiert
#53 Sycamore 23:22:41 | Donnerstag, 12. August 2010
@Schlumpf (22:43): die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria Worum geht es denn bei der Kritik Didaskalas?
Er verwirft im Bauch und Bogen nicht nur was man als Pathologie von bestimmten Glaubensformen, die bei
allen Religionen vorkommen, sondern das gesamte dogmatische Gehalt der katholischen Mariologie, mit Andeutungen,
statt mit Argumentation, die man als lächerlich bezeichnen muß. Wer sich hier vom Glauben entfernt hat,
sei dahingestellt. Er ist sich nicht zu Schade, Popanzen aufzubauen, um seine inhaltlichen Mängel unsichtbar
zu machen. Die katholische Kirche betrachtet Maria weder als Pseudo-Muttergottheit noch als Göttin. Jedem
Katholik wird den Unterschied zwischen Verehrung und Anbetung bereits im Kindesalter beigebracht. Sind
bestimmte Konkretisierungen der Frömmigkeit mancher Marienverehrer aus südeuropäischen Ländern für
den unterkühlten deutschen Protestanten exzessiv, so ist die Marienverehrung mancher Protestanten unmerklich
oder gar nicht existent. Wollen Sie diese Gläubigen wegen ihrer Emotionalität tadeln? Die Rolle Mariens
als Mutter des leiblichen Jesus werden Sie nicht betreiten. Daß diese Rolle nicht nur eine rein biologische
ist, sondern „Sache des Glaubens“, geht vom Zitat Paters Laurentin deutlich hervor. Daß die Worte Jesu
am Kreuz nicht nur die Bedeutung ihrer physischen Positivität mit sich tragen sondern pregnant mit der
Symbolik des gesamten Heilsgeschehen, das dort stattfindet, hat uns eine zweitausendjährige theologische
Reflexion beigebracht. Aus diesem Grund ist Ihre Interpretation unakzeptabel.
#52 Schlumpf † 22:43:45 | Donnerstag, 12. August 2010
@ Sycamore – Maria ist auch in der evangelischen Kirche eine wichtige Person der Hl.Schrift, allerdings
soll sie nicht auf einem Altar als Pseudo- Muttergottheit oder Göttin verehrt werden, wie es viele frömmelnde
Katholiken tun. Da hat Didskala schon recht. Dass sie uns als Mutter unter dem Kreuz gegeben wurde ist
freie Interpretation. Diese Stelle kommt nur im Johannesevangelium vor und dieses ist das jüngste der
4 Evangelien, geschrieben um das Jahr 100. ( Also schon lange nach der Kreuzigung ) Und sie wurde Johannes
anvertraut, damit er sich um sie kümmert, da Jesus als ihr ältester Sohn dies nicht mehr tun konnte-
ein Zeichen von orientalischem Familiensinn. Das bedeutet nicht, dass dies die ganze Menschheit betrifft.
Als Christen sollen wir uns um die frohe Botschaft des Evangeliums kümmern nicht um göttinnenähnliche
Marienkulte oder dubiose Pseudoerscheinungen. Warum wird in dem Artikel von Abfall-Katholiken gesprochen ?
Es kommt doch nicht darauf an ob und in welcher Kirche man ist- Jesus hat nie davon gesprochen, dass man
einer Kirche oder einer bestimmt gesinnten Gruppe angehören muß- es kommt nur darauf an, an ihn zu glauben
und zu versuchen nach seinen Lehren zu leben.
@matt3 Das ist eine Tautologie. Solange existentia andauert. Wundervoll logisch. Kannst Du Dich an Deine
Existenz am Anfang erinnern? Kannst Du? Wo kamst Du her? Wer bist Du wo gehst Du hin? Wichtige Fragen.
Male ein Bild aus diesen Fragen. Warum nicht.
was machen diese Idioten hier? wollt ihr euch in einem Licht suhlen, dass euch nicht zusteht, ihr verwerfliche
Lästerbande? schon ist die Axt an euch angelegt. geht fort und macht euer peinliches Chitty-Chatty woanders
solange eure Existenz noch andauert.
#48 Sycamore 22:23:11 | Donnerstag, 12. August 2010
@ Didaskala: die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria als Mutter der Kirche „Dieses Gott gewollte Rühmen
Mariens ist ein Leitmotiv von Lukas 1. Der Erzengel Gabriel begrüßt sie als „kekaritomene“ (1,28), als
„Objekt-von-Gottes-Gefallen“. Das Wort ist ein Partizip perfekt, und diese Zeitbestimmung bedeutet im
Griechischem Beständigkeit, Stabilität. Es handelt sich also um ein göttliches Gefallen, das beständig
und endgültig ist. Noch mehr, diese Bezeichung wird ihr von oben gegeben; es ist der wahre Name Mariens
vor Gott: ihr Gnadensname. Maria ist „Objekt-des-göttlichen-Gefallens“ par excellence. Sie ist diejenige,
die-Gnade-gefunden-hat (karin), nach den Worten Gabriels in Lukas 1,30. Diese erste Lobpreisung hallt
durch die ganze Erzählung der Verheißung und der Visitatio Mariens wider. Der Herr ist mit ihr (1,28);
der Heilige Geist kommt über sie (1,35). Großes wird an ihr getan (1,49) dank ihres Glaubens (1,45),
und „das ist warum“ „alle Geschlechter“ sie „selig preisen werden“ (1,48). Gib es eine andere biblische
Persönlichkeit, die eine so „vehemente“ Lobpreisung ohne weitere Gegeleistung verdient hätte?“ (Rene
Laurentin, Court Traite sur la Vierge Marie, Paris, 2009). Die Lobpreisung der seligen Jungfrau und Gottesmutter
Maria durch „alle Geschlechter“ ist also biblisch begründet. Unter dem Kreuz wurde sie vom sterbenden
Heiland uns allen als Mutter gegeben, und wir ihr als Kinder. Das Herz Mariens und das Herz ihres Sohnes
sind eins: wer Ihn ehrt, ehrt auch sie, und wer sie ehrt ehrt gleichzeitig auch ihn.
#44 Jubärens 22:00:21 | Donnerstag, 12. August 2010
Protestanten: Für den Katholozismus ist Jesus Christus selbst verantwortlich So berühmte protestantische
Theologen wie Ernst Käsemann († 1998), Hans Conzelmann († 1989)und andere gehen noch weiter und glauben
den Katholizismus schon bei den Evangelisten Lukas und Matthäus zu finden: „Der Frühkatholizismus resultiert
neutestamentlich letztlich aus dem Aufhören der Naherwartung, sofern an deren Stelle die Ekklesiologie
tritt“ – so Käsemann. Schließlich gehen protestantische Forscher auch den letzten konsequenten Schritt
auf ihrem Argumentationspfad, indem sie behaupten, Jesus Christus selber sei verantwortlich für den Katholizismus.
Jesus Christus habe die vom Vater empfangene Offenbarung in definierte Inhalte, eine sprachlich fixierte
Botschaft und in die damals üblichen Darstellungsformen übersetzt. Leonardo Boff, auf den sich diese
Ausführungen beziehen, erklärt: „Andere (protestantische Forscher) sind noch radikaler in der Rückverlagerung
der Geburtsstunde des Katholizismus. Jesus selbst sei verantwortlich für ihn. Auch er habe die vom Vater
empfangene Offenbarung in definierte Inhalte, eine sprachlich fixierte Botschaft und von seiner kulturellen
Umwelt entlehnte Darstellungsformen übersetzt.“ Dieser scharfsinnigen protestantischen Folgerung kann
sich die katholische Theologie mit Überzeugung anschließen: ein gemeinsamer Schritt Lehr-Ökumene.
#42 Jubärens 21:52:38 | Donnerstag, 12. August 2010
zu Didaskalos Dekadenz-Theorie Die römisch- katholische Kirche beansprucht, in der Kontinuität mit der
apostolischen Urkirche die wahre Kirche zu sein. Der deutsche Reformator Martin Luther († 1546) und der
frühe Protestantismus standen daher im Begründungszwang, ihren Bruch mit der Kirche zu legitimieren.
Sie argumentierten mit der sogenannten Dekadenz-Theorie: Die Römische Kirche sei im Hochmittelalter zum
Katholizismus degeneriert. Die Protestanten in der Reformation würden die Tradition der wahren Kirche
wieder aufnehmen, die nur etwa bis zur Jahrtausendwende bestanden habe. Spätere Protestanten schoben
das Entstehungsdatum des Katholizismus noch weiter zurück: bis zur Konstantinischen Wende im Jahr 313,
als die Kirche begann, die Kirche des römischen Staates zu werden. Die wahre Kirche der Apostel habe
nur in den ersten zwei Jahrhunderten existiert. Der protestantische Theologe Adolf von Harnack († 1930)
setzte die Geburtsstunde des Katholizismus noch weiter zurück, nämlich an den Anfang des zweiten Jahrhunderts:
„Bezeichnet man unter ‘katholisch’ die Lehr- und Gesetzeskirche, so ist sie damals im Kampf mit dem Gnosticismus
entstanden.“ Andere protestantische Gelehrte des 20. Jahrhunderts verlagerten das Entstehen der katholischen
Kirche bis hinein ins Neue Testament. Die Sorge um die rechte Lehre, kirchliche Disziplin und Weitergabe
von Amt und Macht – Elemente, die uns in den Pastoralbriefen begegnen – wiesen untrüglich auf das Entstehen
des sogenannten Frühkatholizismus hin.
#40 Sycamore 21:15:12 | Donnerstag, 12. August 2010
@Didaskala (18:54): magister doce teipsum! Der Begriff „re-formiert“ schließt analytisch den Begriff
„unmittelbar“ aus. Sie sagen (irrtümlich) „re-formiert“ bedeutet „auf den ursprünglichen Zustand zurückgeführt“.
Dabei bedenken Sie nicht, daß eine „Zurückführung“ setzt voraus, daß der ursprüngliche Zustand verlassen
wurde. Und damit die von Ihnen gepriesene Unmittelbarkeit der Nachfolge. „Reform“ in ihrer herkömmlichen
Bedeutung heißt stattdessen, wie der DUDEN uns belehrt, „planmäßige Neuordnung, Umgestaltung, Verbesserung
des Bestehenden (ohne Bruch mit den wesentlichen geistigen und kulturellen Grundlagen). Und, was ihre
kirchlichen Gemeinschaften anbelangt, so stammen sie bekanntlich aus der protestantischen Erneuerungsbewegung
des 16. Jahrhunderts. Daß Sie dabei zur Urchristenheit angelangt seien, können Sie ruhig glauben, wenn
dies Ihren Schlaf erleichtert. Es ist jedoch ein Märchen, voll Anachronismus und Irrealität. Denn weder
kommt die Zeit bei einer bestimmten Epoche zum Stillstand, noch ist „Ursprunglicher Zustand“ ein Synonym
von „idealem Zustand“ oder gar „normativem Zustand“. Die Geschichte übrigens kennt keine Rückwärtsbewegung.
Es gibt lediglich gescheiterte Versuche dies zu bewerkstelligen. Selbst im Bereich des Glaubens und bei
der Entwicklung unseres Verständnisses der Offenbarung Jesu Christi bzw. ihrer dogmatischen Implikationen,
gibt es kein Zurück in der Zeit, nur eine voranstrebende Bewegung der Vertiefung der dogmatischen Aussagen
und des Glaubens.
#37 Febron † 19:12:27 | Donnerstag, 12. August 2010
Das erinnert mich an eine Erscheinung aus dem Jenseits, aufgeschrieben von Liebmund Kirchentreu, zu finden
bei dem URL www.uni-siegen.de/~stilling/ www.uni-siegen.de/~stilling Dort auf „Downloads“ auf „Theologie“
und auf „Reiner Glaube“ gehen. Der selige Herr Hofrat Jung-Stilling sagt hier: „…Ihr überseht wohl
diesen Strom, Der fliesst noch immer her von Rom: Verdeckt, doch schwellend ozeanisch, Verhexend alles
marianisch! Herr Liebmund: ihr als Calvinist Bloss wenig davon kennt und wisst; Ihr spürt nicht diese
trübe Flut, Die marianisch keck sich tut: Mit Jahren, Monaten und Festen, Kapellen, Nischen, Grotten,
Gesten, Vereinen, Feiern, Sühnetaten, Verzückung, Wahn in hohen Graden, Medaillen, Bildern, Wundermären,
Legionen, Andachten, Altären, Kalender, Bücher, Lichtstafetten, Gedenken, Gnaden-Orten, Metten, Ekstase,
dunstige Erscheinung, Gesänge, Wunderheilungs-Meinung, Gebete, Kerzen, Litaneien, Standarten, Fahnen,
Messen, Weihen. Dies alles wirkt in sich zusammen, Um Menschenherzen zu entflammen Zu falschem Feuer,
weisser Glut: So brennend aus das höchste Gut: Den Glauben an den HErren CHrist, Der ganz allein der
Retter ist…“
#36 Methodist 19:06:11 | Donnerstag, 12. August 2010
@didaskala… Recht hast Du… Ja, Du hast einfach nur Recht. Wir Protestanten sollten viel selbstbewusster
auf Katholikinnen und Katholiken zugehen, die sich von Rom (aus ja nun wirklich nachvollziehbaren Gründen)
entfernt haben… Pfarrer Künhaupt hat doch einfach nur Recht… Gruss Methodist
#35 Didaskala 18:54:03 | Donnerstag, 12. August 2010
Die Kirchen der Reformation verstehen sich selbst als in der unmittelbaren Nachfolge der Urchristenheit
stehend. „Re=formiert“ heisst, „auf den ursprünglichen (richtigen) Zustand zurückgeführt.“ Die Katholische
Kirche hat sich vom Evangelium und dem Glauben der frühen Christen mehr und mehr ent=fernt. Der schwülstige
Marienkult verdrängte ersichtlich den Glauben und das Ver=Trauen auf unseren HErrn und HEiland . Marien-Dogmen,
durch die unglückseligen „marianischen“ Päpste Pius IX. (1854: Unbefleckte Empfängnis der Maria) und
Pius XII. (1950: leibliche Aufnahme der Maria in den Himmel) verkündet und jedem Katholiken zur Glaubens-Pflicht
gemacht, haben die Katholische Kirche weit weg von der Lehre JEsu und der Apostel kata=pultiert. Das Bewusstsein
der „einfachen“ Gläubigen zentriert heute grösstenteils an „Erscheinungen“ in Fátima, Lourdes, Guadalupe,
Banneux, Marpingen, Heroldsbach, Medjugorje und anderswo. „Radio Maria“ und Hunderte von Reisebussen zu
(angeblichen) Marienerscheinungsorten sind der Beweis dessen. Angesichts dieser doch offen=sichtlichen
Tatsachen darf man doch dem Herrn Pfarrer Erfolg wünschen, der „Abfall-Katholiken“ (wie sie hier lieblos
genannt werden) zum allein richtigen Glauben an unseren HErrn und HEiland JEsu einlädt.
#30 Sycamore 16:22:54 | Donnerstag, 12. August 2010
@Gockeline (14:43): katholisch? Um katholisch zu sein braucht man eine gültige Taufe und den glauben
an den Lehren der katholischen Kirche. Dies kommt in Ihrem höchst subjektiven Bild einfach nicht vor.
Es geht nicht um Bischof x und Pfarrer y. Es geht nicht um Heimat, um Denkvermögen oder um Verachtung
Andersdenkender und Andersglaubender. Es sind alle Nebelkerzen, um das Wesentliche nicht sehen zu müssen –
d.h. die von Jesus Christus gegründete katholische Kirche in ihrer apostolischen Verfasstheit, in Zeit
und Geschichte, bis zum Ende der Zeiten, als Sakrament des Heils für die Menschen – und um eine Scheinrechtfertigung
für ein irriges Gewissen. Das Problem mit vielen Katholiken in Deutschland, ist es, daß durch das offizielle,methodische
Verschweigen der Unterschiede zwischen Katholizismus und Protestantismus, und die exkusive Betonung der
wenigen Gemeinsamkeiten, sie viel protestantisches Gedankengut aufgenommen haben, ohne es zu merken, und
stehen nun im irrigen Glauben, sie würden katholisch denken. Sie sind im Kern Protestanten, indem sie
das Objektive durch das Subjektive ersetzen und dadurch riesige Probleme mit den Kernaussagen des katholischen
Glaubens haben. Sobald sie dies merken, fingen sie an die Kirche zu beschimpfen und nach ihrem Bilde ändern
zu wollen. Dabei beissen sie auf Granit. Ob ein Übertritt zum Protestantismus eine Lösung wäre, wage
ich zu bezweifeln, denn es geht um das Seelenheil, nicht um die Mitgliedschaft in einem Club. Ehrlicher
wäre in sich zu gehen und umzukehren…
Homofaschisten Eine neue Attacke der Homofaschisten gegen die Meinungsfreiheit. Jedem, dem die Radikalität
der Homofaschisten noch nicht klar vor Augen war, sollte dieser Angriff gegen diese Website ein Zeichen!
So gehen Homosexuelle mit Andersdenkenden um. Das ist ihre Meinung von Toleranz.
#27 Gockeline 14:43:21 | Donnerstag, 12. August 2010
Werden Brüder in einer Familie aufeinandergehetzt? Keiner stellt die Frage,warum steigt ein Kaholik aus?
Er gibt seine Heimat auf, weil es in der Heimat nicht mehr stimmt? Diese Aussagen sollen sagen ,nur ein
Katholik der so denkt wie wir sind gute Katholiken?? Wer was anderes denkt ist dem Verfall ausgesetzt?
Hat uns der Herr nicht ein eigenens Gehirn geschenkt? Wir können nicht sagen unser Prietser oder Bischof
hat das aber so gesagt? Ich traue keinen Priester mehr bedenkenlos. Mit dieser Angst hat jahrhunderte
lang alle Gläubige fertig gemacht. Bis heute können wir sehen wie wenig Liebe sie uns beibringen können.
Sie bringen uns nur Befehl und Gehorsam bei. Hier darf heftig kritisiert werden ohne Scham und Verantwortung.
Liebe leben sie niemals. Kritik kann nur gut sein ,wenn sie was verbessert. Sonst ist es gemeine Lästerei.
Die mag Gott nicht! Auf evangelische zu herabzuspucken mag er auch nicht.
„Hallo“ als Sisyphusarbeit Ein „Hallo“klakeur legt sich mächtig ins Zeug; wähnt sich „cool“ und wirkt
in Wirklichkeit wie ein hilfloses Häufchen. Er gehört zu jener „Gemeinschaft“, die es nicht ertragen,
wenn nicht nach dem „humanen Leitbild“ einer ( von der Ordnung Gottes abgerückten ) ver-rückt gewordenen
Spassgesellschaft gehandelt wird. www.razyboard.com/…07697-5930912-0.html Er tommelt die „ganze Familie“
zusammen, um ihnen weiszumachen, dass es „humaner“ wäre in der Knechtschaft zu bleibenwww.razyboard.com/…07697-5930912-0.html
Ein „Hallo“ als sich verflüchtigender Rauch !
Tja, was soll ich schreiben, wenn ich mir die Beiträge von Meine Tante, Meine Schwester und so weiter
anssehe, dann muss ich feststellen, das die Sonderschule heute früher Schluss gemacht hat, und Mami zuhause
mit dem kochen noch nicht fertig ist…Naja, gleich ist das Katzenfutter warm gemacht und dann kann die
Redaktion hier wieder saubermachen…
#16 Hallo Neffe † 13:47:39 | Donnerstag, 12. August 2010
Der kann kein Englisch, wir haben ihm den Stoff weggelernt Betreiber dieser Seite bald hinter Schloß
und Riegel wegen diverser Vergehen! Musterbrief hier downloaden: tinyurl.com/2b9gocx
#10 tjark.p † 13:39:50 | Donnerstag, 12. August 2010
fundamental Nö. Das ist nun mal meine Meinung. Ganz einfach. Ich sehe auch nicht was an der RKK so toll
sein soll, dass sie sich anmaßt über anderen Religionen zu stehen.
#7 tjark.p † 13:36:35 | Donnerstag, 12. August 2010
fundamental Was schreist du so rum? Die ev. Kirche ist eine Kirche wie die kath. Kirche. Abslout gleichwertig
wie auch die Anglikanische, die Orthodoxen gleichwertig sind. Auch Buddhismus, und der Islam sind gleichwertige
Religionen. Und der Schwarzafrikaner, der seinen Stammesglauben hat ist gleichwertig.
Kirche, Kirche, Kirche, ich hör von den PROTESTanten immer nur „Kirche“…Ihr seid keine Kirche und werdet
auch nie dieselbige sein! Das einzige was Ihr könnt, ist zur Kirche zurückkehren, sonst aber auch nichts!
#3 Meinerven 13:23:51 | Donnerstag, 12. August 2010
Die evangelische Kirche… …ist eben nicht beliebig, wie es vielen scheint, sie hat auch ein klares
Bekenntnis. Und eigentlich ist es nicht ein Bekenntnis, sondern man muss unterscheiden zwischen Lutherisch,
Calvinistisch, und auch das in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Meiner Erfahrung nach (evang.-luth.)
wird aber niemand in meiner Kirche aufgenommen, der nicht vorher über die Glaubenslehre unserer Kirche
unterrichtet worden ist. Außerdem entscheiden über die Aufnahme in eine Gemeinde die Kirchenvorsteher/Presbyter/Ältesten.
Das kann ne reine Formsache sein, ist es aber in vielen Freikirchen nicht. Dort muss der Kandidat sich
regelrecht „bewerben“. Warum sollte ein Katholik, der mit dem Glauben nichts mehr am Hut hat, ausgerechnet
evangelisch werden? Konvertiten haben wir in unserer Gemeinde zwar auch einige, aber nicht solche, wie
hier beschrieben, sondern solche, die ihren Glauben ernst nehmen, aber mit der kath. Art und Weise, wie
der Glauben gelebt wird, nicht mehr klar kamen. Da spielen oft auch persönliche Sachen mit rein, Pfarrer,
die vielleicht etwas ungeschickt waren, negative Erlebnisse. Bei uns sind auch Menschen fortgegangen.
Manche ganz aus der Kirche raus, andere in Freikirchen. Wir sind also auch nicht perfekt. Als Kirche ist
es wichtig, die Gründe zu erfahren, warum ein Mensch geht. Manchmal sind es rein menschliche Gründe,
menschliches Versagen, an dem man arbeiten kann. Nobody’s perfect, auch nicht in der allumfassend menschelnden
Kirche.
#2 tjark.p † 13:23:33 | Donnerstag, 12. August 2010
fundamental Du bist ja so eitel wie monens und hiti, die verweisen auch immer auf auf ihren selbstkomponierten
Murks. Auch Prostestanten glauben an Gott.
Excht, das ist ja wohl der Witz des Tages, wenn nicht sogar derr Woche: „„Auch wir (Protestanten) haben
unverrückbare Grundsätze, auf die sie sich verpflichten sollen.““ Von wem haben „die“ ihre „Grundsätze“
bloß… Ich weiß es, ich weiß es, aber schon gut, ich Tipp: Ein Klick in der Leserzeitung genügt,
und jeder, der guten Willens ist, weiß es auch…