Röschenz
Einige Tropfen Balsam
Wie ein dummer Schulbub muß sich der Bischof von Basel seit Monaten vom Röschenzer Pfarradministrator behandeln lassen. Jetzt erhielt der gedemütigte Prälat von seinen Priestern und Pastoralreferenten eine – relativ kraftlose – Unterstützung.
(kreuz.net, Luzern) Gestern veröffentlichte der Priesterrat und der Rat der Diakone und Laientheologen der Diözese Basel eine Erklärung zugunsten ihres gebeutelten Diözesanbischofs, Mons. Kurt Koch (55).

Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet.

Die beiden Räte nahmen bei ihrer Sitzung vom 10./11. Mai 2005 in Luzern „mit großer Sorge“ zur Kenntnis, daß Diözesanbischof Kurt Koch in letzter Zeit durch ungerechtfertigte und unfaire Angriffe verunglimpft worden sei.

Man stelle aber „dankbar“ fest, daß bei vielen Gläubigen in der Diözese Basel ein anderes, positiveres Bild vom Diözesanbischof vorhanden sei.

Die beiden Räte sprechen dem Bischof und der Bistumsleitung ihr „Vertrauen“ und ihre „volle Unterstützung“ aus.

Leider sei die öffentliche Meinung über den Bischof und das Bistum unter Einfluß von einseitigen Schlagzeilen negativ beeinflußt worden, formuliert die Erklärung sehr allgemein weiter.

Die Negativmeldungen seien besonders durch einen Beitrag dreier Priester im Schweizer Fernsehen verschärft worden.

Das Schweizer Fernsehen ist traditionell für seine einseitigen und kirchenfeindlichen Positionen und Manipulationen bekannt.

Die Priester hätten sich in der Sendung „10 vor 10“ vom 4. Mai „in inakzeptabler Form“ und „ohne Kenntnis des eigentlichen Sachverhaltes“ geäußert.

Beim „Sachverhalt“, der im Text nicht weiter spezifiziert wird, scheint es sich um den Konflikt zwischen dem Bischof von Basel und der Pfarrei Röschenz zu handeln.

Die Aussagen der drei Priester im Fernsehen seien der Grund, warum die beiden Gremien jetzt an die Öffentlichkeiten treten: „Die Räte erwarten nun, daß auch ihre Stimme verbreitet wird.“

Es ist bemerkenswert, daß die zwei Räte den rabiaten Pfarradministrator von Röschenz mit keinem Wort erwähnen und sich alleine auf den Fernsehauftritt dreier Priester, der dem Fall Röschenz untergeordnet ist, beschränken.

Dadurch bleiben Aussage und Absicht der Presseerklärung im Zweideutigen. Ob das der Preis für die Einstimmigkeit ist?

Darum ist auch zu bezweifeln, daß die Erwartung der Unterzeichner in Erfüllung geht und ihre Erklärung den gewünschten Medienaufschrei produzieren wird.

Für Journalisten ist die Mitteilung mit Sicherheit kein gefundenes Fressen.
      
3 Lesermeinungen
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#3   hvonsury   23:14:24 | Freitag, 13. Mai 2005
Tropfen Balsam (Bischof Koch und Röschenz)
Die Zeitungen haben i.a. die Resolution mit Ueberschrift, wenn auch nur als Kurz-Meldung gebracht. Immerhin, besser als nichts!
HvSury, CH-Solothurn
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#2   medicus   21:41:12 | Donnerstag, 12. Mai 2005
[fett]Einige Tropfen Balsam[fett]
andererseits aber auch wieder bittere Medizin! Ich halte die Rhetorik im Zusammenhang mit Bischof Kurt Koch („dummer Schulbub“) unangemessen und kontraproduktiv! Hier wird man dem Format dieses verdienstvollen Theologen gar nicht gerecht. Er steht einer schwierigen Diözese vor, in der diverse Rüttler und SchüttlerInnen versuchen, die katholische Kirche zu Fall zu bringen. Bischof Kurt Koch sucht immer auch im ausgleichenden Gespräch nach Lösungen, und dort wo es angezeigt ist, handelt er konsequent (wie im Fall Röschenz). Er ist ein verdienstvoller, souveräner Theologe und Bistumsleiter. Dies als Zwischenruf eines Angehörigen des Bistums Basel, der den Bischof auch persönlich kennt.
medicus
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#1   Athanasius   14:20:16 | Donnerstag, 12. Mai 2005
Man hat die Macht
dem Modernisten da in der Pfarre ein Ende zu setzen, aber es geht darum ob der Wille dazu da ist.
Ich brauche hier nicht die Schweizerischen Beispiele zu wiederholen in denen sich der lokale Bischof gewürdigte treukatholische Priester die an der überlieferten hl. Messe festhielten der sie bei ihrer Priesterweihe die Treue geschworen hatten, direkt rauszuschmeissen.
Und da hat man die Laien die ihren Hirten unterstützten auch nicht zugehört oder gar respektiert. (Wie „Demokratisch“. Demokratie anscheinend nur für ModernistenWirSindKirchler)
Man hört ja nur „unter Druck der Laien“ zu, wenn man einen Modernisten im Sattel halten kann…
UND WILL!
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