10:22:39 | Donnerstag, 12. Mai 2005
Wie ein dummer Schulbub muß sich der Bischof von Basel seit Monaten vom Röschenzer Pfarradministrator behandeln lassen. Jetzt erhielt der gedemütigte Prälat von seinen Priestern und Pastoralreferenten eine – relativ kraftlose – Unterstützung.
(kreuz.net, Luzern) Gestern veröffentlichte der Priesterrat und der Rat der Diakone und Laientheologen
der Diözese Basel eine Erklärung zugunsten ihres gebeutelten Diözesanbischofs, Mons. Kurt Koch (55).
Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet.
Die beiden Räte nahmen bei ihrer Sitzung vom 10./11.
Mai 2005 in Luzern „mit großer Sorge“ zur Kenntnis, daß Diözesanbischof Kurt Koch in letzter Zeit durch
ungerechtfertigte und unfaire Angriffe verunglimpft worden sei.
Man stelle aber „dankbar“ fest, daß
bei vielen Gläubigen in der Diözese Basel ein anderes, positiveres Bild vom Diözesanbischof vorhanden
sei.
Die beiden Räte sprechen dem Bischof und der Bistumsleitung ihr „Vertrauen“ und ihre „volle Unterstützung“
aus.
Leider sei die öffentliche Meinung über den Bischof und das Bistum unter Einfluß von einseitigen
Schlagzeilen negativ beeinflußt worden, formuliert die Erklärung sehr allgemein weiter.
Die Negativmeldungen
seien besonders durch einen Beitrag dreier Priester im Schweizer Fernsehen verschärft worden.
Das Schweizer
Fernsehen ist traditionell für seine einseitigen und kirchenfeindlichen Positionen und Manipulationen
bekannt.
Die Priester hätten sich in der Sendung „10 vor 10“ vom 4. Mai „in inakzeptabler Form“ und
„ohne Kenntnis des eigentlichen Sachverhaltes“ geäußert.
Beim „Sachverhalt“, der im Text nicht weiter
spezifiziert wird, scheint es sich um
den Konflikt zwischen dem Bischof von Basel und der Pfarrei Röschenz
zu handeln.
Die Aussagen der drei Priester im Fernsehen seien der Grund, warum die beiden Gremien jetzt
an die Öffentlichkeiten treten: „Die Räte erwarten nun, daß auch ihre Stimme verbreitet wird.“
Es
ist bemerkenswert, daß die zwei Räte den rabiaten Pfarradministrator von Röschenz mit keinem Wort erwähnen
und sich alleine auf den Fernsehauftritt dreier Priester, der dem Fall Röschenz untergeordnet ist, beschränken.
Dadurch bleiben Aussage und Absicht der Presseerklärung im Zweideutigen. Ob das der Preis für die Einstimmigkeit
ist?
Darum ist auch zu bezweifeln, daß die Erwartung der Unterzeichner in Erfüllung geht und ihre Erklärung
den gewünschten Medienaufschrei produzieren wird.
Für Journalisten ist die Mitteilung mit Sicherheit
kein gefundenes Fressen.
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#3
hvonsury 23:14:24 | Freitag, 13. Mai 2005
#2
medicus 21:41:12 | Donnerstag, 12. Mai 2005
#1
Athanasius 14:20:16 | Donnerstag, 12. Mai 2005