Die österreichische Nachrichtenagentur ‘kathpress’ wollte es heute genau wissen und fragt den Wiener Kardinal, ob er der neue Präfekt der Glaubenskongregation sei.
(kreuz.net, Wien) Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, wird nicht Präfekt der Glaubenskongregation.
Dies betonte der Sprecher des Kardinals, Erich Leitenberger, auf Anfrage der österreichischen Nachrichtenagentur
‘kathpress’.
Die Behauptung, Kardinal Schönborn werde von Wien nach Rom berufen, sei eine „Spekulation
ohne jedes Fundament“, erklärte der Pressesprecher am Telefon. Er hatte zuvor – ebenfalls per Telefon –
mit seinem Kardinal gesprochen.
Dieser hält sich derzeit in Rumänien auf.
Nach Angaben Leitenbergers
sei die Entscheidung über die Ernennung des Präfekten bereits gefallen. Eine Veröffentlichung stehe
bevor. Genauere Angaben wollte er nicht machen. Schönborn wolle nichts ausplaudern, erzählte der Sprecher.
Er könne nur mit Gewißheit sagen, daß er es nicht sei.
Der Nachrichtenagentur ‘kathpress’ teilte der
Pressesprecher des Wiener Kardinals mit, daß sich die „klerikal-publizistische Gerüchteküche“ anderen
Themen zuwenden werde müssen.
Die Medien nannten Kardinal Schönborn neben anderen als einen der aussichtsreichsten
Kandidaten für die Nachfolge Kardinal Ratzingers als Präfekt der Glaubenskongregation. Der zweite Name,
der in den letzten Tagen sehr häufig fiel, war der des Erzbischofs von San Franicisco, Mons. William
Levada.
Das amerikanische Magzin ‘Time’ erklärte bereits am Dienstag, daß Erzbischof Levada der neue
Präfekt der Glaubenskongregation sei. „Er steht schon fest“ – zitiert das Magazin einen Mitarbeiter der
vatikanischen Kurie.
Bei der Wahl von Erzbischof Levada handle es sich um eine direkte Entscheidung des
Papstes: „Levada wurde bereits angefragt und hat angenommen. Sollte er es nicht werden, bedeutet dies,
daß jemand beim Papst war und ihn überzeugt hat, seine Entscheidung zu revidieren“, so das ‘Time’.
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2 Lesermeinungen
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Schade wenn es stimmt, dass dieses Amt mit einem Amerikaner ohne Profil, statt mit dem Redakteur des Weltkatechismus
und führenden Christologen Christoph Kardinal Schönborn besetzt wird. Aber, Didimus, beten werden wir
für jeden, dem der Hl. Vater das bisher von ihm geführte Amt anvertraut!
Beten statt spekulieren Wenn alle, die sich derzeit mit Spekulationen beschäftigen, auch nur die Hälfte
der Zeit des Spekulierens dazu nutzten, um einen guten neuen Präfekten zu beten und – wer immer es ist
oder sein wird – vor allem für ihn beteten, dann wäre der Kirche sehr geholfen.