Schweiz
Weihbischof um jeden Preis?
Vor über zehn Jahren wagte er noch Kritik an den unhaltbaren Zuständen in der Schweiz. Heute dreht und wendet er sich: „Man tut, als ob ich immer noch der Mann von 1997 wäre.“
 Generalvikar Martin Grichting im Gespräch mit der Zeitung 'Südostschweiz'
Generalvikar Martin Grichting im Gespräch mit der Zeitung ‘Südostschweiz’
(kreuz.net, Chur) Der vierte Generalvikar der Diözese Chur, Kanonikus Martin Grichting (43), hat sich bei der Suche nach einem zweiten Weihbischof im Bistum Chur in Stellung gebracht.

Kanonikus Grichting äußerte sich gestern vor der in Chur erscheinenden Tageszeitung ‘Südostschweiz’.

Das Abschwörungs-Interview steht unter dem Titel „Ich bin nicht der Grichting von 1997“.

Er wäre am liebsten in einer leitenden Position

Angesprochen auf seine „steile Karriere“ beteuerte der Karrierist, daß es in der Kirche das Wort „Karriere“ angeblich nicht gebe:

„Es gibt aber die scherzhafte Redensart: In der Kirche wollen alle dienen, am liebsten in leitender Position. Nein, im Ernst: Ich wurde Priester mit der Absicht, im Bistum Chur zu arbeiten.“

Weitere Gedanken habe er sich angeblich nicht gemacht.

In der Vergangenheit habe er die angetragenen Ämter „im Gehorsam“ angenommen.

Zu einer anstehenden Weihbischofsernennung in Chur erinnerte Kanonikus Grichting daran, daß Bischof Vitus Huonder von Chur kürzlich mit dem mittlerweile emeritierten altliberalen Präfekten der Bischofskongregation, Giovanni Battista Kardinal Re, gesprochen hat:

Wegen dem Amtswechsel in der Kurie hänge die Personalie angeblich „vollkommen in der Luft“.

Alle sind begeistert

Die altliberale Kritik der Kirchensteuer-Bonzen gegen seine mögliche Ernennung will der Kanonikus kleinreden:

„Wenn ich die Leserbriefspalten in den verschiedenen Publikationen der Bistumskantone anschaue, erkenne ich keine große Protestwelle. Auch per Post bekommen wir kaum empörte Zusendungen.“

Der Kanonikus bekommt im Gegenteil freundliche Zuschriften:

„Es gibt viele, die ihren Unmut darüber äußern, daß Landeskirchen und gewisse Geistliche in jüngster Zeit so auf mich eingedroschen haben.“

Nur übervorsichtige Kritik an der Schweizer Staatskirche

Kanonikus Grichting bezeichnet sich – wegen seiner „weltkirchlichen Verankerung“ – in der Schweiz als bunten Hund.

In Italien oder in den USA würde kein Hahn nach ihm krähen:

„Wenn ich mit meinen Positionen in der Schweiz auffalle, dann sagt das weniger über mich aus als über die Position der Schweiz in der Weltkirche.“

Die Kirche in der Schweiz müsse aufpassen, „daß sie weltkirchlich betrachtet nicht aus der Kurve fliegt“ – zitiert der Kanonikus eine Stellungnahme der Schweizer Bischofskonferenz.

Die Medien berichten den Gesinnungswandel zuwenig

Im Jahr 1997 kritisierte Kanonikus Grichting in seiner Dissertation die Schweizer Kirchensteuer-Bonzen mit Schärfe.

Jetzt bekennt er sich auf einmal „zu unserem staatskirchenrechtlichen System“.

Er sei Demokrat und stehe zum Rechtsstaat.

Trotzdem: „Was man von mir nicht verlangen kann, ist eine gesinnungsmäßige Zustimmung zum bestehenden staatskirchenrechtlichen System.“

Der Staat verlange eine solche Zustimmung auch nicht zu seinen Gesetzen:

„Meine Kritiker tun so, als würde ich seit 1997 das Gleiche erzählen. Ich habe mich damals akademisch und ohne Führungsverantwortung und dadurch naturgemäß auch pointiert geäußert.“

Jetzt als Generalvikar besitze er „eine ganz andere Verantwortung“:

„Das ändert nicht die Grundüberzeugung, aber doch die Perspektive“ – dreht und wendet er sich.

Heute wage er „kaum noch“, sich öffentlich zu staatskirchlichen Fragen zu äußern: „Doch das wird einfach nicht zur Kenntnis genommen“ – beklagt sich der Generalvikar:

„Man tut, als ob ich immer noch der Grichting von 1997 wäre!“
      
16 Lesermeinungen
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#21   Botschafter   23:39:50 | Dienstag, 31. August 2010
Rudolfus Ihre Polemik
„Und nein, so dumm wie ihr ist die PB nicht, daß sie sich den Feinden der Kirche unterordnet – „
Ich sagte nie, die PiusXer sollen sich den Feinden der Kirche unterordnen. Dies ist Ihre Polemik! – Aber bitte, wenn Sie damit den Hl.Vater meinen… dann haben Sie sich selbst qualifiziert.
Und: Sie haben falsch verstanden, sie sind falsch informiert. – Got’s no??
Rudolfus ich hoffe, dass Sie nicht Geistlicher sind, denn mit Stolz im Irrtum verharren ist eine Sünde gegen den Hl.Geist – und dazu ein schlechtes Beispiel.
– Wer nicht will, soll eben draussen bleiben.
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#20   Rudolfus   22:56:28 | Dienstag, 31. August 2010
„Botschafter“: Du bist leider schlecht oder falsch informiert –
eines von beiden.
Aber es ist richtig: Die Kirche lebt an manchen Orten ausschließlich nur mehr in der PB, aber das ist relativ gesehen, und nicht weltweit absolut, regional-relativ mag es mancherorts zutreffen, aber im absoluten Sinn behauptet das kein Mensch,
denn sonst würde die PB ja einen neuen Papst wählen müssen.
Und nein, so dumm wie ihr ist die PB nicht, daß sie sich den Feinden der Kirche unterordnet –
reih du dich doch in die Reihen der PB ein, wo es den Katholiken, wie du richtig erkannt hast, gut geht, frei vom Joch der Katholikenfeinde, die sich als „katholische Hierarchen“ und als „päpstlich“ ausgeben, oder vielleicht sogar selbst auf dem Papstthron sitzen …
mach es dir bequem, und marschiere mit der wahren katholischen Kirche, frei von der pseudopäpstlichen Modernisten-Novus-Ordo-Hierarchie … oder marschiere eben mit den Modernisten – dann nimm aber nicht in Anspruch, die wahre Kirche zu vertreten, die sich mit Modernisten nicht verträgt, sondern die der Feind der Modernisten ist, selbst wenn diese die Hierarchie und den Papstthron besetzt halten …
Wir sind einfach katholisch – rumlavieren, das tun die Häretiker, die Liberalen und die Modernisten … wir wollen einfach katholisch sein, und wir sind es auch. Du auch? Dann folgst du den falschen, auch wenn diese das Papstamt innehaben …
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#19   Coracao †   21:05:16 | Dienstag, 31. August 2010
Bisher üblich – ERNI
War es nicht bisher üblich, dass der Diözesanbischof dem Vatikan eine Liste von drei Namen sandte und der Vatikan nach Prüfung einen Kandidaten zum WEIHBISCHOF ernannte… ???
Wieso gibt es jetzt bei superrechtskonservativen Bischöfen wie z.B. HUONDER in Chur ständig eine Aunahme? Wieso?
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#18   Erni.J   18:18:15 | Dienstag, 31. August 2010
Der Bischof soll seine engsten Mitarbeiter auswählen
Staatskirchenrechtliche Organe fühlen sich wiederum ermächtigt, an der Kirche Roms Kritik zu üben.
Ist es nicht Sache des Diözesanbischofs o^/ , S.E. Dr. Vitus Huonder in Chur, seine engsten Mitarbeiter, z.B. den Weihbischof selbst auszuwählen.
Hochw. Generalvikar Kanonikus Martin Grichting ist den Modernisten und linken Laientheologen zu katholisch!!
Der weltliche (politische) Einfluss hat in der Kirche nur Schaden angerichtet!
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#14   Botschafter   14:48:39 | Dienstag, 31. August 2010
@ Rudolfus
Natürlich behauptet die „PB“, dass sie die wahre kath. Kirche sind.
Pater F. Berthod FSSPX Oberriet hat im 2006 dies zu mir in meiner Wohnung gesagt!!!!
Rudolfus bitte beenden Sie die Laviererei.
Reiht Euch endlich hinter dem Hl.Vater ein und kämpft mit der regulären Armee gegen die Abbruch-GmbH von Küng und Co. Lasst es Euch nicht gut gehen, in der St.Nebenkapelle.
katholik.ch
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#13   Rudolfus   13:40:07 | Dienstag, 31. August 2010
Die PB hat nie behauptet, und niemand behauptet, die PB sei die wahre Römische Kirche –
wer diese Behauptung der PB unterstellt, lügt einfach.
Natürlich weiß jeder Mensch, daß die PB die N.-O.-Päpste und deren N.-O.-Hierarchie grundsätzlich anerkennt und selbst deren N.-O.-Sakramente für gültig ansieht, und daß die etwa eine Milliarde unter der N.-O.-Hierarchie Lebenden Katholiken sind, wo ja fast alle PB-Gläubigen herstammen.
Alle wissen, daß ein Teil dieser Milliarde die PB ist, die allerdings einen wichtigen Widerstandskampf ausfechtet, aber nicht nur die PB, sondern auch eine große Zahl an Katholiken außerhalb der PB, die sich verpflichtet sieht, der N.-O.-Hierarchie zu folgen, weil sie nicht die Erkenntnis haben, und meinen, den N.-O.-Verbrechern gehorsam sein zu müssen – wie ja auch die PBSP, die sich zu diesem Zweck von Lefebvre wegen der Bischofsweihen 1988 EZR abspaltete, dann die SJM, die unbedingt der N.-O.-Hierarchie dienen will, genau wie die N.-O.-Personalprälatur Opus Dei und viele Einzelkatholiken, die den Novus Ordo aufsuchen oder auch nicht, aber die der verräterischen N.-O.-Hierarchie folgen, weil ja immerhin der Papst dazugehört, obwohl viele dieser N.-O.-Hierarchen den Papst selbst bekämpfen, im Gegensatz zur PB, die dem Papst bekanntlich aufrichtig dienen wollte.
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#12   Botschafter   09:35:50 | Dienstag, 31. August 2010
Ungültig
@Coracao: Was mir nicht gefällt, ist ungültig.
@ Rudolfus: Die PiusX sei die wahre kath. Kirche. Diesen Sprucht hörte ich mehrfach schon. Alle Sekten rechtfertigen ihren Separatismus.
Ewig gültige Liturgie: Ich besuche vielfach auch die alte Messe, in der kath. Kirche. – ?!
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#11   Rudolfus   09:16:27 | Dienstag, 31. August 2010
Ein Katholik, der die N.-O.-Modernistenhierarchie und deren Sekte kennt,
kann in diesem Häretiker- und Antikatholikenhaufen ohnehin keine katholische Mission erfüllen, nämlich das Bekenntnis zum ewigen päpstlich kanonisierten katholischen Glauben, zur Lehre des immerwährenden päpstlichen Rom, und zu dessen immerwährenden durch St. Pius V kanonisierten Riten mit dem hl. Opfer des Altares im Zentrum.
Die N.-O.-Sekte ist wegen der modernistischen Häresie, der Dogmenleugnung, und deren häretischen realem Ritus, nicht mehr die katholische Kirche, trotz der Gültigkeit der apostolischen Folge von Bischöfen und des Papstes.
Die katholische Kirche lebt doch in Wahrheit nur mehr im Widerstand, ob im Widerstand, aber in juristischer Einheit mit dem N.-O.-Regime, oder auch im juristischen Widerstand der PBSPX, die sich von den juristischen Fesseln des unrechten N.-O.-Regimes freigespielt hat, so wie es am folgerichtigsten ist.
Leider haben noch nicht alle wahren Katholiken diese Erkenntnis, daß wir der N.-O.-Despotie in Wahrheit keine Rechenschaft schuldig sind, sondern im Gegenteil, diese uns! Und zwar beginnend mit allen N.-O.-Päpsten seit Paul VI dem Verräter!
Wo erhält man noch den katholischen Glauben getreu dem Antimodernisteneid? Doch nur ohne Bekämpfung durch die Hierarchie bei Lefebvres PB – alle Inner-N.-O.-Realkatholiken sollten sich vom durch Montini begründeten N.-O.-Regime freispielen, und sich dem Anti-N.-O.-Widerstand der PB anschließen, die Gott durch Erzbischof Lefebvre erweckt hat, und deren Zentrum wir ja sogar in der Schweiz haben.
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#10   Coracao †   23:15:26 | Montag, 30. August 2010
Sie aber wissen, sehr geehrter Botschafter!
Sie aber wissen, dass die Wahl von Vitus Huonder eine Farce war… keine Wahl! Huonder wurde nach CIC ungültig geweiht!
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#9   Botschafter   22:37:49 | Montag, 30. August 2010
@ Coracao
Natürlich wurde ein Diözesanbischof in der Schweiz nach Bischof Büchel geweiht. Es war 2007 in Einsiedeln der neue Bischof von Chur, S.E. Bischof Vitus Huonder.
Und der „Unglückliche Eleganti“ macht seinen Job sehr gut.
Es ist alles bestens, habt keine Angst. Die Fürbitten zur Muttergottes waren nicht vergebens. Wir werden den richtigen Mann sehen. LG Markus
katholik.ch
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#7   Botschafter   18:40:17 | Montag, 30. August 2010
Bischofswahl in Basel
Auch die Bischofswahl in Basel steht an.
Von Myrtha Maria aus Grub wissen wir, dass der Heiland sowas wie in St.Gallen nicht mehr dulden wird. Egal wer zum neuen Bischof von Basel gewählt wird, er wird nach dem Herzen JESUS sein. Wir haben gesehen, dass nach Bischof Büchel nur gute Geistliche zu Bischöfen konsekriert wurden. – Freuen wir uns, loben und danken dem HERRN!
katholik.ch/…er-bischof-koch.html
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#6   Gotthard   18:26:39 | Montag, 30. August 2010
Karrieristen
Angesprochen auf seine „steile Karriere“ beteuerte der Karrierist, daß es in der Kirche das Wort „Karriere“ angeblich nicht gebe:
Karrieristen sind doch diese vier Pseudo-Bischöfe des Pius-Vereins … sie wollten doch gegen alle Verbote Karriere machen …
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#5   Guiseppe   17:47:25 | Montag, 30. August 2010
Ja, guter Mann!
Ja, ich sehe es auch so wie Botschafter. Generalvikar ist ein univeralkirchen- und papsttreuer Mann. Hoffentlich hat er bald mehr Einfluss in der Schweiz. Beten wir für ihn!
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#4   Botschafter   16:37:15 | Montag, 30. August 2010
Guter Mann
Wenn Ihr jetzt schon den guten Grichting zerschiesst, helft Ihr niemandem.
Der Mann wird alle Kraft als Weihbischof brauchen. Unterstützt ihn und steht ihm bei – bitte!
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#3   AnnaAndreasTeresaSebastian   16:35:23 | Montag, 30. August 2010
Melchisedek
Melchi, Du bist doch immer der Schnellste. Wie schaffst Du das bloß?
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#1   Melchisedek   16:25:43 | Montag, 30. August 2010
:::::::::::::::::::::::::::
Hallo da bin ich wieder :-D :-D :-D
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Es wurden 5 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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