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Freitag, 13. Mai 2005 18:48
Im Juni 2000 veröffentlichte Papst Johannes Paul II. das dritte Geheimnis von Fatima. Es war vom Vatikan jahrzehntelang geheimgehalten worden. Der damalige Präfekt der Glaubenskongregation verfaßte dazu den „Versuch einer Auslegung“. Ein Auszug.
Zurück zum Artikel 6 Lesermeinungen:
Samstag, 14. Mai 2005 20:09
Athanasius: Lieber Yaris,
Die Erscheinung in Tre Fontane hat zur Bekehrung dieses vorher anti-katholischen Evangelikalen geführt. (Es war also keine „Erfahrung des hl. Geistes Hallelujah rababaddaaadaa“-Telefongespräch mit Gott voller Emotion.)

Ebenso bei Alphonse Ratisbonne in der Kirch von Rue de Bac in Paris.

Diese Erscheinung sind vielleicht nicht so bekannt und weniger populär, weil sie viel mehr mit einer inneren Bekehrung und Tiefe des Glaubens zu tun haben. Die Leute haben lieber Sensation auf Sensation. Bei Fatimá und Lourdes hat es das auch einigermassen gegeben. Manchmal auch von Gott (Sonnenwunder) zur Bekehrung der Massen.

Laufen Sie aber nicht hinter der Betonerscheinung in dieser Unterwegtunnel in den USA an. Und auch nicht hinter Medjugorje und die anderen modernen Wallfahrtstätten die wegen konstanter Sensation (Medj: täglich spricht „Maria“) so populär sind!
Samstag, 14. Mai 2005 16:55
yaris: @Athanasius
Von diesen Erscheinungen habe ich noch nichts gehört – werden die nicht so bekannt gemacht wie die großen, bekannten Marienerscheinungen, Lourdes, Fatima usw.?
Dem Evangelikalen traue ich allerdings nicht, denn die haben ja derzeit in den USA alle 2 Tage irgendwelche Erscheinungen vom heiligen Geist und telefonieren regelmäßig mit Jesus.
Die Erscheinung der Maria im Betonpfeiler einer Autobahnunterführung in Chicago (kürzlich im Fernsehen) halte ich allerdings für sehr zweifelhaft. Und so ein häßlicher Ort zum Erscheinen…
Samstag, 14. Mai 2005 14:20
Athanasius: Antwort
1. Zur wahren vollständigen Inhalt des Dritten Geheimnisses und eine Kritik zur vom Vatikan veröffentlichten Version des 3. Geheimnisses, dieser Link:
http://www.fatima.org
Fatima-Weltapostolat des amerikanischen Paters Nicholas Grüner.
Kardinal Ratzinger erschien nicht unter Eindruck des 3. Geheimnisses und gilt nicht als Fatimá-„Anhänger“. Es würde mich nicht wundern wenn Gott es so beschlossen hätte Benedikt XVI. als Papst selbst diese Erscheinung erfüllen zu lassen. (Sowohl die Weihe Russlands als Verfolgung und Flucht aus dem Vatikan sowie Krieg > sieh die Visionen des hl. Papstes Pius X. während einer Generalversammlung 1910: „Ich habe den Papst fliehen sehen aus Rom unter Brand und Gewalt. Die Russen stehen in Genua. “ )
2. Die Gottesmutter erscheint sehr oft Ungläubigen. Ihre Aussagen stimmen also nicht; es hört sich an, als ob Sie meinten diese Erscheinung seien Einbildung oder Spiritualerfahrung religiöser Menschen und nicht objektive im Verhör untersuchte Phänomene.

Maria erschien:
1) Einem evangelikalen anti-katholischen Protestanten aus Italien in 1946 im Wald bei Tre-Fontane zu Rom.
2) Alphonse Ratisbonne. War deistischer Mann jüdischer Herkunft. In Paris im 19. Jahrhundert.
3) Das Sonnenwunder von Fatimá 1917 wurde von 70.000 Menschen gesehen, unter denen Freimaurer sowie Juden.
Samstag, 14. Mai 2005 10:41
yaris: @Grundsatzfrage Marienerscheinungen
Ich habe eine grundsätzliche Frage zu Marienerscheinungen, die mir noch niemand beantworten konnte. Warum erscheint die Jungfrau Maria immer nur leicht zu beeindruckenden Kindern oder sonstigen, immer sehr gläubigen Katholiken? Die zu überzeugen ist ja nun nicht schwer. Aber wäre es nicht klüger und vor allem viel beeindruckender, einem strengen Calvinisten oder gar einem erwachsenen Atheisten zu erscheinen? Und warum spricht sie nicht klar aus, was sie will – muss sich Gott uns gegenüber so verklausuliert äußern, dass es erst der Interpretation bedarf?
Wahrscheinlich würde sich Gott klar ausdrücken – daher halte ich alle bisherigen Erscheinungen und Prophezeiungen -leider- für Fantasie.
Samstag, 14. Mai 2005 09:23
Konrad: @Marcel
Bitte Beweise, statt Behauptungen. Was weisst Du von einem angeblichen zweiten Teil des dritten Geheimnisses? Gerade die FSSPX war vorsichtig mit Privatoffenbarungen, jetzt scheint sie die Muttergottes von Fatima für ihre Zwecke bemühen zu wollen. Sind ihr die sachlichen und theologischen Argumente für ihre anti-VII-Position ausgegangen?
Freitag, 13. Mai 2005 20:24
Marcel: Vom dritten Geheimnis wurde nur nur der erste Teil veröffentlicht…
… weil der zweite Teil die große Apostasie beschreibt, wie wir sie seit dem Vatikanum-II erleben und es Rom nicht ins Konzept paßt.
Es ist sehr traurig, wie unaufrichtig Rom (nichr nur) mit Fatima umgeht. Das bekam auch die gute Schwester Lucia zu spüren.
Wenn man nur daran denkt, daß ganz Rußland bekehrt würde, d.h. zur katholischen Kirche käme, sobald der Papst mit allen Bischöfen Rußland ausdrücklich (also nicht „unter ferner liefen“, wie geschehen!) an das unbefleckte Herz Mariens weihte. Und daß dann von Rußland die ganze Welt einen (katholischen!) Glaubensschub bekäme… Usw.

Die meisten werden sowieso nicht wissen, wovon ich rede, es dafür aber als „ultra“-irgendwas abtun. Doch mit Fatima beschäftigen sich viele seriöse Kreise in der Kirche. Wer sich dafür interessiert, hat eine gute Auswahl – auch über die FSSPX hinaus.

Ich erinnere mich noch, damals, als das dritte Geheimnis von Mgr. Ratzinger angeblich ganz veröffentlicht worden ist, sagte Pater P. Siegel, der große papalistische Allerlöser und Amsterdamer Botschafter: „da fehlt der zweite Teil des dritten Geheimnisses und es muß wohl ein Irrtum vorliegen – ich muß mal kurz an den Vatikan faxen“.
Doch das Telefax brachte nichts. Als gute Papalisten hatten weder er noch ich (damals) verstanden, daß Fatima und Maria den Ökumenismus ungeheur stört.

Sehr empfehlen möchte ich die Kleinschrift des sehr beeindruckenden P. Gérhard Mura (FSSPX): „Fatima – Rom – Moskau“ von vor einigen Jahren.
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